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Was von der BRN übrig blieb: Museumsöffnung am Sonntag

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Am Sonntag öffnet das BRN-Museum im Stadtteilhaus von 11 bis 17 Uhr. „Aktuelle Ausstellung: Totgesagt und Hochgejubelt – Bunte Republik Neustadt!“

BRN-Museum auf der Prießnitzstraße - Foto: Anton Launer
BRN-Museum auf der Prießnitzstraße – Foto: Anton Launer

In einer Bierlaune wurde eine Republik ausgerufen, eine Mikronation, durchaus mit politisch-visionärem Anspruch. Die oft links orientierten Neustädter*innen sahen im Mauerfall die Chance für eine neue Gesellschaftsform. Es entstand eine ordentliche provisorische Regierung, mit einem Monarchen ohne Geschäftsbereich und Minister*innen für Wehrkraftzerfetzung, Pfuinanzen, Volksentblödung und Unkultur. Das musste gefeiert werden! Die BRN war geboren.

Über die Jahre wuchs die Beliebtheit – und mit ihr eine Größenordnung, mit der zu Beginn niemand gerechnet hatte. Es kam zu Ausschreitungen und zur Neuorientierung, Gesamtveranstalter*innen gab es irgendwann keine mehr. Heute kämpft die BRN gegen die eigene Beliebigkeit und steckt fest im Griff der Stadt, die die bunten Veranstaltungen ordnend ins Korsett der Sondernutzung zwängt. 2020 wurde die BRN pandemiebedingt von der Stadt abgesagt, trotzdem regte sich an einigen Stellen musikalischer Widerstand. Inzwischen gibt es einen inoffiziellen Nachfolger, den BSN (Bunter Sommer Neustadt) – von der BRN selbst ist nur noch das Museum geblieben.

Das Museum zur Geschichte der Bunten Republik Neustadt wurde 2006 von Stefanie und Sebastian Schwerk gegründet. Die erste Ausstellung fand in einer leerstehenden Wohnung in der Louisenstraße 48 statt. Die Idee, Bild- und Tonmaterial zur Bunten Republik Neustadt zu sammeln, stieß auf breite Zustimmung. Ursprünglich als einmalige Aktion zum Stadtteilfest gedacht, wurde daraus ein dauerhaftes Projekt – getragen von vielen, die zum Ausbau der Sammlung beitrugen.

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Seit 2010 im Stadtteilhaus

2010 zog das Museum in das Stadtteilhaus um und wurde Teil des dortigen Stadtteilarchivs. Im selben Jahr kam der Verein Kultur Aktiv als Kooperationspartner hinzu und brachte zum 20-jährigen Jubiläum der Bunten Republik Neustadt die Idee ein, Botschaften anderer Mikronationen an die BRN zu errichten – ein Beitrag, der die Ausstellung deutlich bereicherte.

Unter der Trägerschaft des Stadtteilhausvereins entwickelte sich das Museum weiter. Zwei Personen prägten diese Phase besonders: Ulla Wacker, Vorständin des Stadtteilhauses, die seit 1990 in der Neustadt lebt, und Anett Lentwojt, die von 2010 bis 2020 das Museum leitete, Ausstellungen organisierte und die Sammlung erweiterte.

Heute betreut ein Team aus Ehrenamtlichen das Museum: Sie übernehmen Aufsichten, kuratieren Ausstellungen und gestalten die weitere Entwicklung mit.

Das Museum befindet sich in der zweiten Etage des Stadtteilhauses. Es öffnet auf Anfrage sowie jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr, ausgenommen Juli und August. Sonderöffnungszeiten gibt es zur Feier der BRN, während des BSN, am Internationalen Museumstag und während der Dresdner Museumsnacht.

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BRN-Museum

  • Stadtteilhaus Dresden – Äußere Neustadt, Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden
  • www.brn-museum.de
  • Öffnungszeiten: Jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr sowie zu Sonderterminen und auf Anfrage.
  • Eintritt: 2 Euro. Kinder bis 17 Jahre frei.
  • Weitere Informationen zur Bunten Republik Neustadt: www.neustadt-geflüster.de/brn
Dauerausstellung mit Duftproben. Foto: Archiv Anton Launer
Dauerausstellung mit Duftproben. Foto: Archiv Anton Launer
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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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