Am Sonnabend, dem 18. April, wird der zehnte Flossencup vom im Hechtviertel ansässigen Verein Torpedo Hecht durchgeführt. Das Spaßturnier, das in der Sporthalle des Gymnasiums Pieschen auf der Erfurter Straße 17 stattfindet, hat neben dem sportlichen Aspekt auch einen gemeinnützigen: Die Einnahmen aus Merch-Verkauf, Buffet sowie Spenden fließen an das Frauenhaus Radebeul.

Was einst als lose Fußballrunde begann, ist heute ein fester Bestandteil der Dresdner Freizeitfußballszene. Torpedo Hecht wurde im Dezember 2019 stilecht in einer Kneipe im Hecht gegründet – die erste Vereinssatzung entstand dabei auf einem Bierdeckel. Ziel war es von Anfang an, sich von starren Vereinsstrukturen zu lösen und einfach gemeinsam zu kicken. Mittlerweile folgen mehr als 70 Mitglieder dieser Idee.
Vom Kiez für den Kiez
Der Flossencup selbst findet zweimal jährlich seit Herbst 2021 regelmäßig statt und wächst seitdem stetig. Zum Jubiläum treffen diesmal so viele Teams wie noch nie aufeinander: In vier Gruppen mit jeweils vier Teams aus Dresden und Umgebung ziehen die ersten beiden jeder Gruppe in die K.-o.-Runden ein. Die Spielzeit beträgt dabei rund zehn Minuten pro Partie. Am Ende stehen sich die zwei besten Teams im Finale gegenüber.
Doch im Mittelpunkt steht nicht nur der Wettbewerb. Zwar wollen alle Teams gewinnen, doch Fairness und Gemeinschaft haben oberste Priorität. „Alle haben Bock, zusammen einen schönen Tag zu erleben“, sagt Michael aus dem Organisationsteam.
Entsprechend geht es weniger um verbissenen Ehrgeiz als um ein respektvolles Miteinander auf dem Feld. Harte Zweikämpfe oder übertriebene Härte sind ausdrücklich nicht erwünscht, im Zweifel soll lieber ein Gegentor in Kauf genommen werden als jemanden zu verletzen.

Organisiert wird das gesamte Turnier von rund zehn Engagierten aus dem Verein. Ob Technik, Moderation, Grafik oder Catering, die Aufgaben sind bei der zehnten Ausgabe klar verteilt und das Team bestens eingespielt. „Die Aufgaben haben sich mit der Zeit von ganz alleine verteilt, weil die Leute unterschiedliche Talente hatten“, erläutert Michael. „So ist das eine Routine geworden, die super viel Spaß macht, weil wir einfach so eine Bande von Freunden sind.“
Kicken für den guten Zweck
Ein fester Bestandteil des Flossencups ist der soziale Gedanke. Wie Michael sagt, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen festen Spendenpartner. „Das sind meistens Initiativen oder Vereine aus Dresden und Umgebung, selten auch mal überregional.“ Die Einnahmen des Tages werden abzüglich der Kosten vollständig gespendet, in diesem Jahr an das Frauenhaus Radebeul.
In der Vergangenheit wurde unter anderem auch für Betroffene des Erdbebens in Syrien und der Türkei gesammelt. Um transparent zu machen, wo das Geld ankommt, führt das Team zudem ein Interview mit dem jeweiligen Spendenpartner, damit nachvollziehbar wird, wie die Mittel eingesetzt werden.
Neben dem sportlichen Programm wird es auch rund um das Turnier einiges zu entdecken geben. Für die jüngeren Gäste ist unter anderem ein Eselreiten geplant, organisiert gemeinsam mit dem „Eselsnest“, einem ehemaligen Spendenpartner des Vereins. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Von veganem Kartoffelsalat bis Wiener gibt es alles, was das Herz begehrt.

10. Flossencup
- Anpfiff ist 11 Uhr am Sonnabend, dem 18. April 2026
- Sporthalle des Gymnasiums Pieschen auf der Erfurter Straße 17, 01127 Dresden
- www.instagram.com/torpedo_hecht



















