Alaunplatz: Grillspaß kann teuer werden

Grillplatz am Alaunplatz
Grillplatz am Alaunplatz
Mit Beginn der Draußen-Saison bestreift das Ordnungsamt den Alaunplatz nun häufiger. Neben den Hundekontrollen und Müllhinweisen überprüfen die Ordnungshüter auch, ob eventuell illegal gegrillt wird. Dem Thema „Grillen“ hat die Stadtverwaltung eine eigene Unterseite auf dresden.de gewidmet und im Themenstadtplan Dresdens kann man sich die Grillplätze anzeigen lassen.

Kurz: Auf der Wiese ist Grillen verboten und wird in der Regel mit 50,- Euro Bußgeld bestraft. Die einzige legale Möglichkeit, auf dem Alaunplatz zu grillen, ist zwischen den Tischtennisplatten und dem kleinen Häuschen.

Nachtrag: Wie einige Leser hier berichten, verweisen die Ordnungshüter selbst auf die gepflasterte Fläche am Bischofsweg. Ein offizielle Bestätigung dessen war am Nachmittag leider nicht mehr zu erhalten.

68 Kommentare zu “Alaunplatz: Grillspaß kann teuer werden

  1. mit „Ordnungsamt“ meinst du wohl Polizeibehörde. Ist schon nen Unterschied ob die Kollegen mit Splitterschutzweste und Waffe am Grill stehen, oder mit Mützchen und Zettel & Stift.

    Abgesehen davon ist Grillverbot im A-Park eh reine Schikane.

  2. Also das finde ich so eine miese Idee von der Stadt das Grillen an den schönsten Plätzen zu verbieten. Elbwiesen, Alaunpark, garantiert auch großer Garten…
    Diese blöden Ausreden das dadurch noch mehr Müll entsteht kann ich nicht nachvollziehen. Zugemüllt wird der so und so. Und wenn wir mal auf einer der Wiesen sind nehmen wir wirklich alles mit. Ich denke es fehlt nicht mehr viel und es lautet betreten verboten.
    Ok, gestern habe ich auch das Ordnungsamt beobachtet, ich glaube die haben erst mal nur Ermahnungen im Alaunpark verteilt wenn die Leute ihren Grill gleich ausgemacht haben.

  3. Hmm, aber was ist mit dem gepflasterten Platz am Bischofsweg? Da hat die Polizeibehörde letztes Jahr noch alle hingeschickt, die gegrillt haben… Oder darf man da nur auf Anweisung hin? ;)

  4. Auf dem gepflasterten Platz wo der Markt stattfindet nicht? Dort wurden wir mal vom Ordnungsamt hingeschickt mit der Aussage, dass das da erlaubt wäre.

  5. @Markus u. Anni: Berechtigte Frage. Ich werde mal versuchen, das herauszufinden. Im Stadtplan ist das relativ eindeutig gekennzeichnet.
    @(A)-Park: Korrekterweise sind das alles Mitarbeiter der Polizeibehörde, auch die mit Mützchen und Zettel und Stift. Kann aber verstehen, dass die Leichtbekleideten sich ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr auf den Alaunplatz trauen.

  6. Bin mal gespannt, wann der erste dieser Laien-Polizisten die Geduld verliert und seine Waffe(n) auch benutzt. Betrunkene Griller im Alaunpark sind nicht dafür bekannt, das Ordnungsamt zu hofieren. Man sollte bedenken, dass diese „Hilfspolizisten“ keine langjährige Ausbildung haben.

    Was passieren kann, wenn diese Leute überfordert sind, konnte man letztes Jahr am Sonntag auf der BRN sehen, als einem Betrunkenen die Nase gebrochen wurde und er über 10min blutend am Boden gehalten wurde, bis ein Krankenwagen kam.

  7. Gestern abend waren auch zwei Herren der Polizeibehörde im Alaunpark unterwegs. Muss so gegen 20 bis 21 Uhr gewesen sein. Leute, die gerade am Grillen waren wurden aufgefordert diesen zu löschen oder auf den gepflasterten Bereich am Bischofsweg auszuweichen, wo dann weiter gegrillt werden durfte. Das irritiert mich, wenn ich mir im Vergleich dazu den von der Stadt vorgegebenen Grillplatz anschaut.

  8. @(A)-Park: Ich glaube da überdramatisierst du ein bisschen.
    Am besten jeder besinnt sich auf seine guten Manieren und man begegnet einander freundlich und respektvoll. Dann gibts auch keinen Stress mit dem Ordnungsamt. Die machen auch nur ihren Job.

    Wenn man sich drauf verlassen könnte das die Leute ihren Müll mitnehmen und der Alaunplatz am nächsten Morgen nicht aussieht wie ein Kriegsgebiet, würden die sicherlich auch mal ein Auge zudrücken.

  9. Ich denke, das Grillverbot auf dem Platz ist des Resultat daraus, dass die letzten Jahre immer mehr Leute aus der ganzen Stadt zum Grillen in den Park gekommen sind (was soweit nicht verwerflich ist) und danach weder Ihren Müll mitgenommen, noch ihre restliche glühende Grillkohle gelöscht und entsorgt haben.

  10. Ich finde es sowieso sehr zweifelhaft, daß diese Hipos Schußwaffen tragen dürfen. Den meisten von denen würde ich guten Gewissens nicht mal Messer und Gabel anvertrauen.

  11. Ganz ehrlich, dieses ewige auf die Polizei Geschimpfe ist einfach nur nervig. Ja es ist schade, dass man auf den Wiesen nicht grillen darf (hat auch was damit zu tun, dass durch kleine, bodennahe Grillgeräte die Grasnarbe verbrennt), aber im Endeffekt machen die Polizisten/ Ortnungsämtler auch nur ihren Job und wenn man sich beschweren will, dann eben bei der Stadtverwaltung.

  12. „Grillverbot, reine Schikane“ LOL, Schikane ist das Grillen an sich und zwar für alle Menschen rundherum.

  13. Hallo zusammen,

    mal ganz ehrlich – in den letzten Jahren ist der Müllberg, der im A-Park hinterlassen wird, einfach nur respektlos ausgeufert. Da gehe ich Abends Richtung Heide und im hinteren Bereich, kurz vor dem Kindergarten, hängen die Sträucher so voller Plaste, dass man das Grün kaum noch sieht. Ich denke, dass es eine Frage vom respektvollem Geben und nehmen ist und wenn der Mensch sich benehmen könnte, dann bräuchten wir alle auch keine dicken Gesetzbücher. Mir tut es leid für die Menschen, die das beachten und dann von EInschrenkungen betroffen sind, die zum Schutze der Natur beschlossen werden müssen, weil manche sich benehmen, wie die Wikinger ;-)

  14. Müll ist ja das eine… Und der wird durch das Grill-Verbot leider wirklich ne weniger… Aber wenn ich mir vorstelle, dass der Park nach einer Woche mit einer Schicht aus Asche und Holzkohle überzogen ist, dann grill ich lieber an den erlaubten Stellen… Irgendwo müssen Glut und Co. ja hin, aber bitte auf keine Wiese!

  15. @Thilo:
    sie fühlen sich schikaniert durch Menschen die im Sommer grillen? Vielleicht sollten sie tatsächlich den A-Park meiden. Und die Elbe. Und eigtl. jede Grünfläche in und um Dresden.

    @Chiller:
    Ich weiß ja nicht wo sie „ewiges Geschimpfe“ sehen. Es geht mir darum, dass der öffentliche Raum sanktioniert wird (Grillverbot) und diese Sanktionen durch die Androhung von Gewaltausübung (bewaffnete Streifen im Park) durchgesetzt werden. Und allein die Präsenz dieser Hilfspolizisten ruiniert für mich einen chilligen Abend im Park. Diesen Vorwurf mache ich nicht den armen Würstchen die diesen Job ausüben (müssen), sondern den Verantwortlichen Schreibtischtätern, die solche Patrouillen anordnen (und den „Schikanierten“ die auch noch die Polizei rufen).

  16. Ich möchte mal wissen wie der Alaunpark aussehen würde, wenn jetzt alle noch überall Grillen wollen. Glühende Grillkohlehäufchen! Wenn dass das Ziel ist, dann Daumen hoch! Reicht es nicht, dass der ganze Park eine einzige Müllstreuwiese ist. Wer solch einen Ort als einen der schönsten in Dresden bezeichnet, war z.B. heute nicht dort. Alle die sich dort niederlassen, sollten erst mal dieses Problem in den Griff bekommen, bevor man sich über Grillverbote und die Polizeibehörde aufregt. Warum sind sie denn jeden Tag im Alaunpark und nicht im großen Garten oder so? Nicht, weil sie das dort so toll finden!!!! Man müsste sich nur vernünftig benehmen und nicht sämtlichen Hosentascheninhalt in den Park werfen. Erst dann könnte man u. U. in der Lage sein irgendwelche Forderungen zu stellen.

  17. @(A)-Park Ja, fühle ich mich, denn ich gehe ja dahin, um „frische“ Luft zu genießen und nicht geräuchert zu werden.

  18. vll reagiert die Stadt ja auf das Grillbedürfnis seiner Bewohner und betoniert das neu erworbene Stück Russensportplatz schön… am Ende wäre es sogar möglich das Gelände mit einer Asbestmauer einzurahmen, dann könnte man auch riesige Lagerfeuer machen und der Funkenflug würde keinen Schaden anrichten

  19. mitunter hilft es eure mitmenschen aktiv anzusprechen und sie höflich aber bestimmt darauf hinzuweisen das sie doch ihren müll bitte mitnehmen sollen falls ihr in nächster nähe mitbekommt das jemand seinen dreck liegenlässt beim verlassen des parks. Da hat sich bei mir noch nie jemand beschwert, aber reumütig gezeigt und dann doch den müll eingesackt. Die meisten sind einfach zu faul, zu bequem, „die anderen maches ja eh weg“ geplagt. Manchmal hilfts echt einfach mal die Leute drauf anzusprechen. Wenn der Malte nämlich gesagt bekommt das das nicht hip is wenn er seine Biobratwurstverpackung da zurücklässt wird er sie flux entsorgen, versprochen!

  20. irgendwie haben es sich Leute auch selbst eingebrockt, bei den Massen an Müll, der dort jedes mal liegenbleibt… Schade für die, die ihren Müll weggeräumt haben!

  21. Ach ihr Nörgler….was spricht denn dagegen euren Grill auf die erlaubten Flächen zu stellen und die paar Meter bis zur Wiese zu laufen? Es verbietet euch doch keiner das rumliegen und essen auf der Wiese. Es geht nur darum denn Rauchgestank ein bisschen zu leiten. Ich find’s gut das mehr kontrolliert wird!

  22. Ja natürlich, alle nehmen Ihren Müll selbstverständlich wieder mit.
    Ja natürlich, wir lassen keine verbrannte Grasnarbe zurück.
    Ja natürlich, wir lassen die Holzkohle nicht auf der Wiese ausglühen.
    Grillverbot. Sehr gut.
    Ich hoffe, das wird auch durchgesetzt.
    Diese Drecks… haben es nicht anders verdient.

  23. anni und tom u.a. haben schon recht.. die grillplätze sind nicht umsonst auf festem grund und an dezentraler stelle. die Wiese ist zum sitzen und liegen und soll möglichst wiese bleiben. fussball spielen sollte man da auch nur in einem bestimmten zeitfenster.. wenn jemand auf der wiese grillen will, dann soll er das in seinem garten machen, das würde dann wahrscheinlich niemand gern tun. weil der park öffentlich ist, denkt jeder, er kann dort tun und lassen was er will ohne dafür hinterher die verantwortung tragen zu müssen. das gilt für park wie für elbwiesen.

  24. brennt pfefferspray eigentlich wenn man in den grill sprüht?
    und wie schmeckt das aufm steak? nach pfeffer?

  25. was mich wundert ist das der park immernoch so hoch frequentiert ist… scheinbar fühlen sich die leute hier im viertel wohl im müll… oder sind das alles leute aus strießen die hier zum erholen auf den aluenplatz kommen? also unter der woche doch sicher nicht…bin mehr oder weniger im punk sozialisiert worden aber soweit ich mich erinnern kann haben wir unseren müll immer mitgenommen(ob auf den elbwiesen, beim bofen oder halt auf dem alauenplatz) wenigstens könnte man müllsäcke ja an die vorhandenen eimer tragen… was das grillen angeht, finde ich es sinnvoll diese einweggrills zu verbieten. die machen den rasen wirklich kaputt… ein normaler grill hat nen ascheauffang… und den kann man, besoffen oder nüchtern auch in nen müllsack kippen

  26. Das Grünflächenamt sollte einfach ein paar Wochen den Müll nicht aus dem Park entfernen – da würde keiner mehr freiwillig hingehen. Wäre vielleicht eine Erziehungsmaßnahme, die die Leute zum nachdenken bringt? Aber zugegeben auch etwas ekelig…

  27. das gibt ein schönes Bild … von heißer Asche geschmolzene Müllsäcke verkleben das restliche kümmerliche Grün …. Du bist offensichtlich nicht mit Ofenheizung groß geworden oder?

  28. Grillen stört nur die Leute nicht, die es selber tun – bei allen anderen kann man erstmal nicht davon ausgehen. Daher finde ich es richtig, nicht überall zu grillen. Wenn 10.000 Dresdner grillen wollen, ist die Stadt geräuchert, und 500.000 Menschen, die nicht grillen wollen, sind genervt.

    Zum Müll ist hier schon viel gesagt worden, aber liegen lassen geht auch nicht – das zieht Ratten und anderes Ungeziefer an. Und wie toll es ist, wenn der Müll in die KiTa geweht wird, muss man wohl auch nicht weiter ausführen. Nur gut, dass Hundekacke zu schwer ist.

  29. @Anton: Der normale O-Amtler hat nur Pfefferspray, aber die haben auch welche mit Schußwaffen, daß sind auch die, die zur BRN mit kompletter Riot-Control-Ausstattung rumrennen.

  30. @christoph du bist ja ein fuchs… ich habe vorrausgesetzt das man wartet bis die asche abgekühlt ist, man rennt ja in der regel nicht sofort los nachdem das steak verputzt ist. ich bin mit ofen aufgewachsen aber damals waren die tonnen aus metall und müllsäcke gab es nicht

  31. @Numanoid: Das wäre mir neu. Und als ich neulich mit der Polizeibehörde auf Hundestreife war, hat mir der Mitarbeiter erklärt, dass sie keine Schusswaffen hätten. Meines Wissens nach, ist die Polizei die einzige Institution, die Schusswaffen haben darf. Vielleicht tragen die von der Polizeibehörde ja Signalwaffen?

  32. @(A)-Park
    Wenn die sich mit ihren Gaspistolen ma nicht selbst verletzen! Man muss sich auch nicht alles gefallen lassen, von diesen Möchtegerncops! Wenn die was wollen, sollen sie die richtige Polizei holen! (Offenbar reichte bei denen nicht zum richtigen Polizisten!)
    Habe auch schon erlebt, dass Polizisten Hundebesitzer und andere Parkbesucher vor diesen Pseudocops gewarnt haben! ;)

  33. Nicht dass man mich falsch versteht, ich finde den Müll auch nicht schön, doch mit staatlicher Repression kommen wir da auch nicht weiter! Warum kann man denn nicht, wenn man feststellt, das gerade aufbrechende Leute noch Müll „vergessen“ haben, diese darauf aufmerksam machen, möglichst so, dass es auch andere Menschen mitbekommen? Meiner Erfahrung nach, ist das sehr wirksam, vorausgesetzt man bleibt höflich.

  34. @Anton Launer
    Polizei, Personenschützer und Soldaten sind, die einzigen Personnen die hier in der BRD in der Öffentlichkeit Schusswaffen offen tragen dürfen! (Militärangehörige der Besatzungsmächte, bzw. heute sind die ja auf „Einladung“ da, natürlich auch!)

  35. Zu geil, wie hier argumentiert wird: Müll ist bäh – aber wenn die Stadt Streifen schickt, ist das auch bäh!

    Ich verstehe, dass auf Grünflächen nicht gegrillt wegen darf: der Rasen könnte leiden. Ich verstehe auch, dass es auf Flächen gelenkt wird, die weniger sensibel sind. Weniger gut finde ich dieses offizielle Anmelde-/ Gebührenverfahren: da muss man also Tage vorher auf gutes Wetter hoffen und sich schön formal anmelden und zahlen – naja. Spontan ist anders.

    Von daher muss man es doch den Ordnungskräften hoch anrechnen, dass sie nicht jeden illegalen Griller zur Kasse bitten, sondern tatsächlich Augenmaß besitzen: man wird vom Rasen auf eine befestigte Fläche gebeten. Klar – es nicht so romantisch, wenn man mit der fertigen Wurst einen halben Kilometer laufen darf – aber eben auch nicht so repressiv, wie hier interpretiert wird!!!

  36. HinzundKunz: Wenn ich das richtig sehe, sind diese „Möchtegerncops“ städtische Angestellte des Ordnungsamtes, also der Ortspolizeibehörde (ja, ein richtig schön preußisches Wort). Deren Aufgabe ist es, Ordnungswidrigkeiten nachzugehen. Das ist etwas anderes als die Aufgabe der Landespolizei. Von daher ist der Vorwurf, zum Polizisten habe es nicht gereicht, nicht nur dämlich, sondern auch inhaltlich daneben. Und wenn man mit denen aneinandergerät, darf man sich auch mal an die eigene Nase fassen und sich fragen, wie man so rüberkommt. Wie man in den Wald hineinruft…
    Ich will nicht ausschließen, dass die sich auch mal im Ton vergreifen oder Mist bauen. Sollte nicht passieren, tut es aber. Dann aber selber aggressiv zu reagieren, wird es nicht besser machen.

  37. @Görlikind
    Sehr guter Ansatz!!!!
    Aber das dürfen wir nicht!!! Wir müssen das mindestens 2 mal die Woche den Park vom Müll befreien!!! Eigentlich 3 mal!!!
    Mir steht das aber bis sonst wo hin anderen den Müll hinterher zu räumen!!!
    PS: Freitag haben wir es mal nicht gemacht! =)

  38. @Harung: der Grillkohlecontainer ist keine schlechte Idee. Nur wird der ruckzuck voll sein mit Müll aller Art und dann wahrscheinlich öfter mal in Flammen stehen – es sei denn, es wird kontrolliert…

  39. Wo ist eigentlich das Problem, Müllliegenlasser ausfindig zu machen und mit gemeinnütziger Arbeit (z.B. morgens 7 Uhr Müll im Alaunpark aufsammeln) zum Umdenken zu bringen? Ich kapier echt nicht, wie man er fertig bringt, seinen Müll nicht mitzunehemn sondern einfach zu gehen. Da muss doch in der Kinheit was schief gelaufen sein und ein paar Gehirnwindungen oder Spiegelrezeptoren fehlen.

  40. Es ist immer wieder schön anzusehen, wie manche egal welche Diskussionen, immer in die gleiche Richtung lenken: Am Ende gibt’s Polizei-Ordnungsamt-Staatsvertreter-Bashing. Aber

    a) Um ein Argument aufzugreifen: Wenn nun alle offiziellen behördlichen Tätigkeiten (Ordnungsamt u.ä.) von voll ausgerüsteten Polizisten durchgeführt würden statt leicht ausgestatten Vertretern, würde ich gern mal deren Reaktion sehen wollen, die hier gerade wieder ihre Krokodilstränen vergießen.

    b) Wäre eine Welt ohne staatliche Kontrolle im ersten Hinblick wohl schön, nur leider scheitert es am menschlichen Wesen. Wären wir alle so perfekt, wie wir es gern hätten, bräuchten wir auch keine Polizei oder Ordnungsamt, und im weitergreifenden Sinn auch keine Gesetze. So toll und weitentwickelt ist die menschliche Spezies nur leider nicht, deshalb brauchts Gesetze, um Normen festzuschreiben und Menschen vor einander zu schützen bzw. Interessen auszubalancieren. Tja, und da auch das noch nicht reicht, braucht man eben jemanden, der sie auch durchsetzt. Um’s kurz zu sagen: Gäbe es die Krawall- und Müll-Idioten in der Neustadt nicht, wäre die KOntrolldichte sicher geringer.

    c)Das eigentliche Problem ist nach wie vor der Müll. Da hilft wohl nur der engagierte Bürger, da stimme ich zu.

    d) Grillen zu verbieten hat nicht nur MÜllvermeidungs- und Naturschutzfunktion, sondern auch was mit Brandschutz zu tun. Ein Park, mit Sträuchern, Bäumen, voll mit Menschen, Kindern, (Müll), mitten in der Stadt, in dem im Sommer gegrillt wird. Ja, tolle Idee. Zumal bei manchen Zeitgenossen, die da aufzufinden sind. Wer nicht mal in der Lage ist, ne Mülltüte mitzunehmen, der soll zum anständigen Grillen befähigt sein?

  41. nurmalso hat es eigentlich auf den Punkt gebracht.

    Liebe(r) Jonk, der Teufel steckt wie so oft im Detail. Die Vollzugsbediensteten des Ordnungsamtes müssen
    1. den Täter auf frischer Tat ertappen, sonst fehlt der Beweis.

    2. ist die Kommune nicht berechtigt, die Täter, selbst wenn sie ertappt wurden, zu irgendwas zu verpflichten außer einem Ordnungsgeld, im schlimmeren Fall Bußgeld. Aber zur Arbeit verdonnern darf sie niemanden.
    Die Stadt kann ihrerseits nur Anzeige erstatten und dann landet das bei der Polizei und letztlich – theoretisch – vor Gericht. Das wiederum könnte die Täter zu Sozialstunden etc. verdonnern. In der Praxis hat die Justiz grade anderes zu tun als Müllferkel zu belangen, leider.

  42. Es werden ja nicht mal alle Straftaten von der Justiz verfolgt, da werden die sich sicher nicht mit bloßen Ordnungswidrigkeiten rumplagen, wenn sie nicht müssen.

  43. Wie wärs versuchsweise neben der Grilleinschränkung mit einem zusätzlichen Alkoholverbot im Alaunpark. Ich denk das würde die Mülltouristen gänzlich aus dem Alaunpark vertreiben … sicher aber auch ein paar Neustädter :)

  44. @Riesaer und anderer Stefan,

    Ihr habt natürlich recht. Aber wenn man da früh sein Kind in den Kindergarten bringt ist das einfach nur traurig. Oder wenn man Gäste hat und denen zeigen will wie schön die Neustadt ist, ist das echt peinlich. Ich kanns einfach nicht verstehen wie man seinen Müll liegen lassen kann und verstehe nicht was in den Leuten vorgeht. Ich wünschte nur man könnte tatsächlich etwas tun. Mit bitte, bitte kommt man ja nicht weiter. Es gibt ja sogar schon selbstausgedruckte Plakate mit „Bitte nicht!“ Ich finds super, dass das OA da durch geht.

    Der Verweiß auf größere Probleme macht dieses jedoch auch nicht kleiner. Ich geh da nicht mehr hin. Es ist ekelig da! Mit chillen und cool tun ist es da eh schon lange vorbei!

  45. @honk: Na, das wär doch was: Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen :-D Wenigstens wären dann die Suffis vor dem Spielplatz verschwunden…

  46. @ anderer stefan,

    die straftat Leistungserschleichung wird zb. sehr intensiv verfolgt. der halbe hammerweg ist mit schwarzfahrern voll.

    aber alles schön hier…

  47. @Nine: Wie die Firma vor 20 Jahren sang: „…nur mit Drogen können sie noch glücklich sein“?
    Ich denke schon, daß ein erklecklich Maß an Leuten auch alkfrei im Park säße, spielte, chillte,… aber mein Ziel wär’s auch nicht…wenn nur die Leute, die’s nicht vertragen, sich nicht immer so daneben benähmen…

  48. @ Seldon: Bierchen gehört schon dazu um nen entspannten Tag da zu verbringen oder zumindest um den ganzen Tag da auszuhalten ;D

    @ Sylvia: Will mich da ja „entspannen“ ;D

  49. Ein schönes Beispiel, wo das junge Dresdener Lebensgefühl insbesondere das der Neustadt, nicht die gesetzliche Realität trifft. Die paar Stellen, bei denen Grillen offiziell erlaubt ist haben die Grillromantik wie die DDR-Betontischtennisplatten bei Regen. Sorry, aber mit einen schönen Grillabend oder -Nachmittag mit Freunden will da keiner verbringen.

    Ich verstehe die Mülldiskussion drumherum auch nicht. Dass man den Müll, den man verursacht, auch wieder Rückstandlos entfernt ist doch eine Selbstverständlichkeit. Wenn das nicht beachtet wird ist das ein eigenes vergehen für sich und hat nichts mit dem Grillen zu tun.

  50. Wer „Grillromantik“ sucht, sollte sich einen kleinen Garten pachten und dort seine Grillfeste feiern … Privatfeiern auf öffentlichem Raum und ihre Hinterlassenschaften erscheinen mir mittlerweile sowieso suspekt … aber vielleicht liegt das einfach auch nur an der Reife des Alterns ;-)

  51. Praxistipps zum Umgang mit Grillkohle:

    a) runterbrennen und abkühlen lassen, wer die Zeit hat oder b) mit ner Flasche Wasser löschen. Dann kann man’s auch in die Tonne geben.

    Die Frage ist doch, wie geht man als mit den Leuten um, die sich nicht an allgemeingültige Regeln halten wollen, wie z. B.: Müll zur Tonne Tragen. Das kann man a) restriktiv über die Exekutive durchsetzten oder b) diese Leute über Kommunikation dazu bringen ihr Verhalten zu ändern oder c) Alternativen bieten. Das klingt jetzt alles ziemlich theoretisch aber ich habe den Eindruck, dass zum Beispiel die zwei Müllcontainer vorn am Platz das Problem schon ein wenig entschärft haben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man ähnlich diesen Hundekottüten in einem ähnlichem System größere Mülltüten anbietet. Mir fallen spontan noch genug andere Ideen ein, die man mal ausprobieren könnte. Aber auch das muss man wollen als Verwaltung oder IG „Sauberer Alaunpark“. Unser ehemaliger Nachbar hat das auf den Punkt gebracht: „Es gibt nichts Gutes / außer: Man tut es.“

  52. @leni: Da ist es ja auch einfach, die Täter festzustellen – das wird ja quasi frei Haus geliefert. Die zwei Kellereinbrüche bei uns mit erheblichem Schaden wurden eingestellt, beim letzten hatte ich der Polizei noch eine Spur dezugeliefert. Noch Fragen?

  53. Also erst mal muss mit zwei Fehlschlüssen aufgeräumt werden: Die Stadt verbietet nicht das Grillen auf dem Alaunplatz, sie verbietet lediglich unkontrollierte Grillexzesse, wie man sie in den vergangenen Jahren bis zum Erbrechen erlebt hat. Gegrillt werden darf immerhin an zwei Stellen im Park, von Verbot kann somit keine Rede sein. Zweitens ist es Tatsache, dass mehr Müll entsteht, je mehr Leute auf dem A-Platz grillen. Denn nur zum Grillen rücken die Leute für gewöhnlich in Rudeln und mit riesigen Vorräten an Fressalien und Verpackungen an, und die bleiben am Ende meistens liegen. Ich finde eine gewisse Regulierung des Grillgeschehens absolut richtig und notwendig, denn von selbst ist anscheinend niemand vernünftig genug.
    Was bitte ist denn daran noch schön, wenn man mit seinem leckeren Essen inmitten einer undurchdringlichen Qualmwolke sitzt, weil alle paar Meter einer seinen Grill mit Spiritus befeuert? Sorry, aber der A-Platz war an warmen Abenden zuletzt echt kein Genuss mehr. Da kann man nur hoffen, dass das jetzt etwas besser wird.

  54. Bin absolut für das grillen im Apark…aber nicht wenn zu viele Assis von euch dann alles liegen lassen…das ist mein Problem mit euch…ja räumt ordentlich auf …null Rückstände.
    ..gute Besserung euch allen

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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