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Menschenkette am Elbufer

Um 18 Uhr reichten sich heute mehrere Tausend Menschen die Hände. Unter dem Motto „Frieden! Gemeinsam gestalten“ gab es nach zwei Jahren Pandemie wieder eine Menschenkette um die Dresdner Innenstadt.

Um 18 Uhr schloss sich die Menschenkette am Königsufer.
Um 18 Uhr schloss sich die Menschenkette am Königsufer.

Die von der Stadt Dresden organisierte Aktion soll ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Bombenangriffes auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 sowie der deutschen Bombardierung Coventrys am 15. November 1940 sein. Außerdem erinnerten die Teilnehmenden gleichsam an die Millionen Toten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und machten auf die Opfer und das Leid gegenwärtiger Kriege aufmerksam. Zehn Minuten lang läuteten dazu alle Glocken der Innenstadtkirchen.

Hilbert: Aufzeigen, wie Frieden und Freundschaft neu entstehen

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert sagte zum Auftakt der Menschenkette um 17.30 Uhr auf dem Neumarkt: „Was wir hier am 13. Februar tun können, ist es, klar zu benennen, wie Nationalismus, Imperialismus und Größenwahn enden: in Trümmern. Wir können aufzeigen, wie Frieden und Freundschaft neu entstehen: Im Respekt vor der Würde jedes Menschen und im Eintreten für eine demokratische und pluralistische Gesellschaft. Und wir müssen Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Dafür stehen wir gemeinsam in der Menschenkette: In Dresden Geborene und Zugezogene. Jung und Alt. Briten und Deutsche. Ukrainer und Russen.“

Menschenkette am Königsufer
Menschenkette am Königsufer
Rund 10.000 Menschen reihten sich ein.
Rund 10.000 Menschen reihten sich ein.

Als Versammlungsleiterin der Menschenkette rief die Rektorin der Technischen Universität (TU) Dresden Professorin Ursula M. Staudinger die Teilnehmenden der Menschenkette auf: „Lassen Sie uns gemeinsam einstehen für eine demokratische Gesellschaft der gelebten Menschenrechte. Erheben wir gemeinsam die Stimme, wenn die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert werden. Lassen Sie uns gemeinsam einstehen für Frieden und Solidarität, wenn Täter- und Opferrollen verdreht werden, bis hin zur Legitimierung völkerrechtswidriger Kriege.“

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In die Menschenkette reihte sich auch eine Delegation aus Dresdens Partnerstädten ein: der Oberbürgermeister von Coventry, Lord Mayor Kevin Maton, die Vize-Bürgermeisterin von Ostrava, Andrea Hoffmannová sowie die Geschäftsträgerin der Britischen Botschaft Berlin, Natalie Toms, und Daniel Schieferdecker von der britischen Stiftung „Dresden Trust“.

Wie in vergangenen Jahren, leuchtete das THW das dunkle Elbufer aus. Erstmalig fand in diesem Jahr die Szenerie jedoch vor einer dunklen Dresden-Kulisse statt. 2010 hatte der damalige TU-Rektor Hermann Kokenge die Menschenkette initiert, um auch ein symbolisches Zeichen gegen den Missbrauch des Datums durch Rechtsextreme zu setzen. 2011 überquerte die Menschenkette erstmals die Elbe.

Vereinzelt hatten Teilnehmer auch Weiße Rosen, ein wichtiges Zeichen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, dabei.
Vereinzelt hatten Teilnehmer auch Weiße Rosen, ein wichtiges Zeichen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, dabei.
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