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Eisenfeustel feiert Hundertsten

Seit Einhundert und einem Jahr gibt es das Universum Eisenfeustel. Und weil im Vorjahr die Jubiläumsparty pandemiebedingt ausfiel, wird sie nun nachgeholt. Am Sonntag öffnet das Schlitzschraubenschutzgebiet auf der Bautzner Straße zur großen Feier.

Eisenfeustel auf der Bautzner 51.
Eisenfeustel auf der Bautzner 51.

Eisenfeustel-Chef Haaß: „Wir haben für ein kleines kulturelles Rahmenprogramm gesorgt“. Das Duo Cellcanto eröffnet um 15 Uhr am Nachmittag, um 17.30 Uhr tritt die Sängerin esmes snappy fishes auf und um 18.30 Uhr der Dresdner Gnadenchor. Die legendäre Tamtamcombony beschließt um 19.30 Uhr den Abend.

Der Zauberer Matthieu Anatrella füllt die Zwischenräume. Ganze besonders freut er sich aber, dass die Schwestern Erika und Christine Reinhold, die das Lädchen von 1973 bis 1997 führten, vorbei schauen wollen.

Gefeiert wird von 15 bis 21 Uhr, im Innenhof der Bautzner Straße 51.

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Historischer Abriss

Gegründet wurde „Eisenfeustel“ 1921 als Eisengroßwarenhandlung auf der Leipziger Straße von den Kaufmännern Karl Feustel und Herbert Reinhold. Nach ersterem, der älter war und eine wichtige Rolle als Geldgeber spielte, wurde das Unternehmen benannt. Gehandelt wurde zu dieser Zeit noch mit Blechen, Röhren und Eisenteilen. 1931 verstarb Feustel, doch der Name blieb. Zu Spitzenzeiten hatte Eisenfeustel 35 Mitarbeiter*innen.

Durch die Krisenzeit des Zweiten Weltkrieges musste sich das Geschäft verkleinern und umstrukturieren. Ins Sortiment wurde Hausrat wie Leitern, Leiterwagen oder Thermosflaschen aufgenommen. Als „Eisenfeustel“ 1952 auf den lukrativeren Standort Bautzner Straße umzog, arbeitete Tochter Christine Reinhold bereits mit, Schwester Erika stieß 1973 dazu.

Die Schwestern Reinhold vom "Eisenfeustel", festgehalten in den 1980ern von Günter Starke.
Die Schwestern Reinhold vom „Eisenfeustel“, festgehalten in den 1980ern von Günter Starke.

Zusammen bildeten sie ein schlaues, geschäftstüchtiges Gespann, das den Ruf und den Status des Familienunternehmens mit viel Energie und Fachwissen aufrecht erhielt. Diese Mühe und Ausdauer bewirkte, dass sich „Eisenfeustel“ auch in DDR- und Wendezeiten bis über das Millenium hinweg hielt, obwohl noch einige Umzüge gestemmt werden mussten.

Von der Bautzner Straße 51/53 ging es aufgrund der maroden Bausubstanz in die Nummer 63 (heute Café Neustadt) und mit der Geschäftsübernahme durch Lothar Ollendorf 1997 wieder zurück in die 51, wo das Geschäft bis heute zu finden ist.

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2019 übergab Ollendorf das Geschäft an Thomas Haaß. Zur Übergabe kamen rund 50 Stammkund*innen und intonierten „Danke für die Schrauben“. Inzwischen hat sich Haaß eingefuchst, schwierige pandemische Zeiten überstanden und auch ein paar Mitarbeiter eingestellt.

Thomas Haaß und Vorgänger Lothar Ollendorf. Foto: Anja Schneider
Thomas Haaß und Vorgänger Lothar Ollendorf. Foto: Anja Schneider

Eisenfeustel

  • Bautzner Straße 51, 01099 Dresden
  • Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Sonnabend 9 bis 13 Uhr
  • Im Internet zu erreichen unter www.eisenfeustel.de
  • Das historische Foto entstammt dem Kalender „Starkes Viertel“ von 2010. Vielen Dank an Günter Starke.
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2 Ergänzungen

  1. Eisenfeustel ist einer von vielen Gründen, die Neustadt zu lieben. Herzlichen Glückwunsch zum Hundertersten!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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