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Neustadt-Parken wird teurer

Der Dresdner Stadtrat hat auf seiner gestrigen Sitzung die Erhöhung der Parkgebühren beschlossen. Es einigten sich die Fraktionen SPD, Grünen, CDU und Linken auf einen Kompromiss.

Parkscheinautomat an der Glacisstraße
Parkscheinautomat an der Glacisstraße

Theoretisch gelten die neuen Gebühren ab der Veröffentlichung im Dresdner Amtsblatt, dass am kommenden Donnerstag, dem 1. April erscheinen wird. Praktisch müssen jedoch erstmal die Parkscheinautomaten umgestellt werden. Das wird voraussichtlich rund zwei Monate dauern. Die Parkscheinautomaten in der Innenstadt (Altstadt) sollen dann erst im Herbst umgestellt werden.

Damit steigen die Gebühren zuerst und erheblich in der Äußeren Neustadt, denn das Viertel gehört künftig zur teuersten Zone 1.

Gebühren nach Zonen

  • Zone 1: 2,40 Euro pro Stunde, 12 Euro für das Tagesticket, an Sonn- und Feiertagen 1,50 Euro pro Stunde und 6 Euro für das Tagesticket
  • Zone 2: 1,50 Euro pro Stunde, 6 Euro für das Tagesticket, an Sonn- und Feiertagen gebührenfrei
  • Zone 3: 1,20 Euro pro Stunde, 5 Euro für das Tagesticket

Sämtliche Gebühren gelten nur in den Bereichen, in denen Parkscheinautomaten stehen. Das Anwohner-Parken wird von den neuen Gebühren nicht berührt.

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Dabei haben die Stadträte die Äußere Neustadt recht weit gefasst. Laut dem Beschluss wird sie durch folgende Straßen und Plätze begrenzt: Schlesischer Platz – Dr. Friedrich-Wolf-Straße – Dammweg – Tannenstraße – Alaunplatz – Nordstraße – Prießnitzstraße – Bautzner Straße (Nordseite) – Albertplatz – Antonstraße (Nordseite) – Schlesischer Platz. Die Gebühren im Viertel betrugen bisher 50 Cent pro Stunde, das Tagesticket kostete 3 Euro.

Künftige Parkgebührenzonen
Künftige Parkgebührenzonen

Die Ausweitung der Zone 1 auf die Äußere Neustadt greift einen entsprechenden Beschluss des Stadtbezirksbeirats Neustadt aus dem November 2020 auf. Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir halten die erste Erhöhung seit 15 Jahren für angemessen.“ Er vergleicht, ein Tagesticket für die Zone 1 wird 12 Euro kosten, während eine Familientageskarte bei der DVB mit 10 Euro zu Buche schlägt. Die Nutzung des ÖPNVs werde so im Preisvergleich attraktiver.

Der Neustädter Stadtbezirksbeirat Jan Kosyk kommentierte die Entscheidung auf Facebook mit „Der nächste Schritt zur Neustadt autofrei.“

Für verschiedene Berufsgruppen, wie Hebammen und Pflegedienste, soll es Sonderregelungen geben. So sollen Handwerker*innen vergünstigte Tickets für 110 Euro pro Jahr oder 200 Euro für zwei Jahre bekommen können.

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Nachtrag 1. April 2021

Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt, tritt die geänderte Parkgebührenverordnung voraussichtlich Mitte April mit Bekanntmachung im Amtsblatt in Kraft. Nach jetzigem Stand können die Parkscheinautomaten und die E-Parkschein-App im Juli 2021 auf die neuen Parkgebühren umgestellt werden.

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12 Ergänzungen

  1. Lieber Anton, auch wenn die sorbische Schreibweise meines Namens Jan Kosyk ist und ich diese auch als Künstlername nutze, so ist die Schreibweise im Bezirksrat doch Jan Kossick. :)

  2. @Anton

    Das versteht ja mal wieder keine Sau. Oder stehen wir auf der Leitung? Wieso gehört denn bitte der nördliche Bereich der Zone 2 teilweise auch zur Zone 1, bilden also eine Schnittmenge. Darf man sich da aussuchen, wieviel man zahlt? Eigentlich müsste doch die Begrenzung der roten Zone 2 sinnvoll auf der südlichen Bautzener laufen!

    Zwei verwirrte ältere Herren bitten um Aufklärung.

  3. @Anton

    Ach das war dein Elaborat!? Der Coronablues hält jetzt wohl auch im NG Einzug. Wir werden es ausnahmsweise nachsehen!

  4. Zum Teil. Es gibt leider noch keine aktuelle Skizze, daher hatte ich die neue zusätzliche grüne Äußere-Neustadt-Parkzone 1 mit in die alte Skizze eingezeichnet, jetzt ist es zwar nicht hübsch aber verständlicher, hoffe ich.

  5. Da doch die Anwohner die Neustadt autofrei haben wollen, wäre es doch wohl nur gerecht gewesen, das Anwohnerparken auch um 300% teurer zu machen, schließlich soll es ja gerecht zugehen, oder? Oder geht es letztlich nur darum, im Wohngebiet Anwohnerparkplätze zu schaffen?
    Außerdem darf dann ja wohl auch damit gerechnet werden, dass künftig auch 5 Erwachsene mit einem Familientagesticket der DVB fahren dürfen, wenn hier schon Äpfel mit Birnen verglichen werden.
    Na ja, was will man von einem Sozialdemokraten auch erwarten?

  6. Sehr interessant, daß die Parkgebühren in der äußeren Neustadt deutlich höher liegen als im „Bonzenviertel“ rund um die Königsstraße.

  7. @Anton

    Vielleicht solltest Du dich im Herbst zum Kanzler wählen lassen. Alle Voraussetzungen sind erfüllt: kaum etwas korrigiert, wird es beim nächsten Mal wieder verschlimmbessert. Warten wir mal ab, ob der Herr Kosyk (oder wie der nun richtig heißt) sich nochmal meldet.

    Nebenbei: eine Erhöhung der Parkgebühren ausschließlich für Besucher ist sicher eine gute Möglichkeit, die Menschen in den ÖPNV zu zwingen und die Anwohner in Ruhe zu lassen. Manche Dinge müssen einfach teuer sein, damit Bewusstsein entsteht. Die alten Preise waren ja eher eine Einladung. Sicher besser geeignet als auf der Strasse Tango zu tanzen. Wir hätten uns nicht vorstellen können, dass wir mal einer Meinung mit dieser Freibeutertruppe sind.

  8. Schöner Winkelzug der neuen (wie manche Hutbürger meinen) „Nationalen Front“ im Stadtrad: Die FDP scheitert nun (positiverweise) auch an der 5%-Hürde in Dresden, weil: „ihr Auto würde nun nicht mehr gänzlich FDP wählen“. Die Steh&Stau-Vehikel der frei-demokratischen Verkehrs-Analphabeten im Rat sollten eine neue Fraktion der „Wut-Karossen“ und „Blechköppe“ bilden, um weiter im wirklichkeits-ignorantem Schlafmodus rückzubleiben.
    Mich freuts, es wird plötzlich wieder warm im Landeshauptdorf, Dresden IST ERWACHT ! Stichwort: relevante Stellschraube mit tatsächlicher Lenkungswirkung. Einmal Erwacht, dauerts bis zur nächsten Anpassung hoffentlich nicht ganz so dementiell-lange, und dann bitte auch einfachst „digital und automatismisch“.
    Das Elbtal IST WIEDER DAAA !

    Daher: Herzl. Glückwunsch DD, wobei mir die Ausnahme der Handwerker trüglerisch erscheint, verdienen jene sich seit Jahren dumm und dusselig samt „deutschem (Wertarbeit)Stundenlohn“ und Umlegung großzügiger Anfahrkosten+zeiten. Außerdem käme das dem König Kunde selbstredend oben drauf, anstatt vom extremen (schön vertuschten) Eigenverdienst ein Müh abzutreten. Die politischen Mehrheitseinstellungen im Handwerk lasse ich hier mal aus, da warte ich noch auf ’ne Studie.

  9. @Radka Karachovic am besten Sie verzichten auf die „Räuber in Latz und anderen Hosen „. Ich vergaß „innen“. Dann könne Sie Ihre Reparaturen und die Pflege von Haus und Hof selbst ausführen. Da fasst keine Firmen in der Neustadt mehr ansässig sind weil es keine Gewerbestandorte mehr gibt kommen sehr viele aus der Umgebung. Meist aus sehr praktischen Gründen mit einem Transporter. Wenn der günstigste Preis zählt auch von weit her. Sie würden doch gern die Kosten für Ihren neuen Euro6temp Transporter+Parkgebühren dem Kunden schenken?
    Das 50% mehr Anwohnerparkausweise ausgegeben wurden als Parkplätze als Parkplätze existieren ist bei der ganzen Diskussion auch egal. Ich bin gespannt auf den Hausmeisterservice der mit der Straßenbahn kommt und seinen Rasenmäher und Co im Rucksack dabei hat.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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