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Autofreie Woche – Details und offene Fragen

In der “Wo­che des gu­ten Le­bens” soll die Äu­ßere Neu­stadt vom 30. Au­gust bis zum 6. Sep­tem­ber 2020 für Au­tos und Mo­tor­rä­der ge­sperrt wer­den. Nach meh­re­ren Vor­stel­lungs­run­den wird das Pro­jekt nun et­was klarer. 

Autofreie Louisenstraße zur BRN 2017
Au­to­freie Loui­sen­straße zur BRN 2017

Welche Straßen sind betroffen?

Im We­sent­li­chen geht es bis­lang um die Äu­ßere Neu­stadt ohne die Randstraßen.
Ge­sperrt wer­den sol­len (Stand 19. Februar):

  • Förs­te­rei­straße
  • Alaun­straße
  • Rothenburger/​Görlitzer Straße
  • Mar­tin-Lu­ther-Straße
  • Ka­men­zer Straße
  • Tal­straße
  • Puls­nit­zer Straße
  • Böh­mi­sche Straße
  • Loui­sen­straße
  • Jor­dan­straße
  • Ti­mae­us­straße
  • Schön­fel­der Straße
  • Seb­nit­zer Straße

Al­ler­dings räu­men die Organisator*innen ein, wenn es nicht ge­lingt, ge­nü­gend Stell­plätze für die dort ab­ge­park­ten Au­tos auf­zu­trei­ben, könne das Pro­jekt­ge­biet ver­rin­gert werden.

Ist das Ganze schon beschlossen und genehmigt?

Die Stadt­ver­wal­tung teilte auf Nach­frage mit: "Eine Ver­an­stal­tungs­an­mel­dung liegt dem Stra­ßen- und Tief­bau­amt noch nicht vor. Die Ver­an­stal­tung muss nach stra­ßen­recht­li­chen Vor­schrif­ten ge­neh­mi­gungs­fä­hig sein. Grund­sätz­lich un­ter­liegt der öf­fent­li­chen Stra­ßen­raum dem Ge­mein­ge­brauch, Er darf der All­ge­mein­heit nur für ein be­son­de­res Er­eig­nis ent­zo­gen wer­den." (Stand 7. Februar)

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Das heißt, da noch nichts be­an­tragt wurde, gibt es auch noch keine Ent­schei­dung. Für eine Ge­neh­mi­gung spricht, dass das Pro­jekt im Rah­men der "Zu­kunfts­stadt Dres­den 2030" ge­för­dert wird und das Pro­jekt­team vom Ober­bür­ger­meis­ter­büro un­ter­stützt wird. Da­ge­gen spricht, dass in der Stra­ßen­nut­zungs­sat­zung eine Um­wand­lung ei­ner Straße in eine Fuß­gän­ger­zone nicht vor­ge­se­hen ist. Der Ver­weis der Stadt­ver­wal­tung auf "ein be­son­de­res Er­eig­nis" lässt aber Platz für Interpretationsspielraum. 

Wie viele Fahrzeuge sind betroffen?

Wie das Stra­ßen- und Tief­bau­amt (STA) auf Nach­frage mit­teilt, kann die Kfz-Zu­las­sungs­stelle keine sta­tis­ti­schen Da­ten be­reit­stel­len, da eine ge­son­derte Be­trach­tung des Ge­bie­tes der Äu­ße­ren Neu­stadt nicht mög­lich sei. Je­doch gibt es eine Aus­wei­sung nach Post­leit­zahl. Un­ter der Post­leit­zahl 01099 sind fol­gende Fahr­zeuge er­fasst (Stand: 04.02.2020):

  • 10.100 PKW
  • 803 Kraft­rä­der
  • 1.508 Nutz­fahr­zeuge

Im Post­leit­zahl-Be­reich 01099 woh­nen rund 28.000 Ein­woh­ner in der Äu­ße­ren Neu­stadt etwa 18.000, im Pro­jekt­ge­biet noch et­was we­ni­ger. Im Stadt­teil­ka­ta­log der Stadt Dres­den wer­den für das Jahr 2017 5.270 Kraft­fahr­zeuge ausgewiesen. 

Laut STA gibt es in der Äu­ße­ren Neu­stadt gibt es rund 3.800 Stell­plätze, da­von etwa 1.800 im öf­fent­li­chen Ver­kehrs­raum und ca. 2.000 auf pri­va­tem Grund. Für das Vier­tel gibt es zwei Be­wohn­park­ge­biete, in de­nen wur­den ins­ge­samt 2555 Park­aus­weise ausgegeben.

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Wenn man nun be­denkt, dass das Pro­jekt­ge­biet et­was klei­ner als die Äu­ßere Neu­stadt ist, in­zwi­schen aber ein paar Woh­nun­gen hin­zu­ge­kom­men sind, sind ver­mut­lich et­was mehr als 5.000 Kraft­fahr­zeuge betroffen. 

Wo sollen die Autos während dieser Woche hin?

Die Organisator*innen ha­ben sich zum Ziel ge­setzt, aus­rei­chend al­ter­na­tive Ab­stell­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung zu stel­len, die nicht in Kon­kur­renz mit Park­plät­zen an­gren­zen­der Quar­tiere ste­hen. Diese Pla­nun­gen sind bis­lang noch nicht ab­ge­schlos­sen. Das kön­nen brach­lie­gende Flä­chen rund um die Äu­ßere Neu­stadt sein und mög­li­che Ka­pa­zi­tä­ten der auf be­wirt­schaf­te­ten Park­plätze und in Park­häu­sern in der Umgebung. 

Was ist mit den Privatstellplätzen

So­wohl in der Stadt­be­zirks­bei­rats­sit­zung als auch bei der In­fo­ver­an­stal­tung für Ge­wer­be­trei­bende sag­ten die Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen, dass die Besitzer*innen ihre Au­tos auf pri­vate Stell­plät­zen ein- und aus­fah­ren wer­den können.

Wie wird das mit dem Liefer- und anderem Serviceverkehr geregelt?

Die Stra­ßen­bahn wird wei­ter­hin fah­ren. Keine Be­schrän­kun­gen gibt es für Fahr­zeuge der Ret­tungs­dienste wie Po­li­zei und Feu­er­wehr. Auch Pflege- oder Haus­meis­ter­dienste sol­len in das Ge­biet fah­ren dür­fen. Ob es da­für ei­ner Ge­neh­mi­gung be­darf, ist bis­lang noch nicht geklärt.
Auf der In­fo­ver­an­stal­tung für Ge­wer­be­trei­bende schlu­gen die Or­ga­ni­sa­to­rin­nen ein Zeit­fens­ter für Lie­fer­ver­kehr vor, das wurde von den an­we­sen­den Ge­wer­be­trei­ben­den ab­ge­lehnt. Das wird wohl auch nicht ein­ge­rich­tet. Sprich: Lie­fer­ver­kehr ist ganz nor­mal mög­lich, je­doch soll er in Schritt­ge­schwin­dig­keit fahren.

Wer darf sonst noch in das Gebiet fahren?

Auf der Web­seit der "Wo­che des gu­ten Le­bens", wer­den noch wei­tere Aus­nah­men auf­ge­führt. Dazu ge­hö­ren Men­schen mit Be­hin­de­run­gen, Pfle­ge­dienste, Kfz-Werk­stät­ten, Handwerker*innen und Kun­den­ser­vice und Anwohner*innen und Kund*innen zum kur­zen Be- und Ent­la­den sper­ri­ger und nicht-hän­di­scher Gegenstände.

Werden die Neustädter*innen befragt, ob sie das überhaupt wollen?

Auf der Web­seite heißt es dazu: "Die Mög­lich­keit ei­ner Ab­stim­mung lo­ten wir der­zeit mit der Be­gleit­for­schung aus."

Weitere Fragen und Antworten

Die Organisator*innen ha­ben auf ih­rer Web­site eine Un­ter­seite mit Fra­gen und Ant­wor­ten ein­ge­rich­tet. Wenn dar­über hin­aus noch Fra­gen of­fen sind, kön­nen die gern auch hier in der Kom­men­tar­spalte for­mu­liert werden

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45 Ergänzungen

  1. Durch eine fixe Idee wer­den 18.000 Men­schen zu La­bor­rat­ten erklärt.
    Wird bei je­dem auch mor­gens und abends zwangs­weise der Puls ge­mes­sen, um das Stress­ni­veau bzw. die neu ge­won­nene Ti­efen­ent­span­nung zu ermitteln?
    Am Ende wird es so­wieso zu Ra­dale kommen.
    Ich sehe schon den Kampf zwi­schen dem SUV-Fah­rer, der aus sei­ner pri­va­ten Tief­ga­rage kommt und auf der Straße von rei­gen­tan­zende Öko­ak­ti­vis­tin­nen mit ih­ren filz­be­klei­den­den Kin­dern auf­ge­hal­ten wird.
    Und der ge­nervte Ama­zon-Aus­lie­fe­rungs­fah­rer wird eh´alles platt ma­chen, was nicht bei Drei von der Straße ist.
    Sind die däm­li­chen E‑Roller ei­gent­lich auch verboten?

  2. "Or­ga­ni­sa­to­rin­nen ein Zeit­fens­ter für Lie­fer­ver­kehr vor"

    Haha ge­nau! :D Nur zwi­schen 8:15 und 8:30 und dann noch­mal zwi­schen 14:17 bis 14:23.…

    Das zeigt per­fekt den Wis­sen­stand auf!

  3. Das rum­ge­h­eule wird das schlimmste sein. Leute es geht darum das eine(!) Wo­che zu tes­ten, warum lässt man sich nicht ein­fach mal drauf ein? Ich sel­ber bin auch be­trof­fen, muss um 5:30 mit dem Auto aus der neu­stadt los weil ich in Mei­ßen ar­beite. Es bricht nie­man­dem ein Za­cken aus der Krone wenn man halt mal 5 Mi­nu­ten län­ger läuft und es wird auch nicht im Chaos en­den wenn sich je­der mal ein biss­chen strafft. Das ist kein Ver­such der links­grü­nen welt­ver­schwö­rung nachts heim­lich eu­ren SUV zu klauen, son­dern ein­fach nur das Le­ben neu­stadt et­was angenehmer.

  4. @ früh mus­ser raus: warum so­viel re­flex­haf­tes Gesenfe?!
    Warum dis­kri­mi­nierst du deine Mit­bür­ger, die sich schon be­wußt um­welt­freund­li­cher ver­hal­ten und z.B. aufs Auto verzichten?
    Du bist also für Pri­vat­müll ein­fach "vorm Haus" ab­stel­len(?), das ist aber ver­bo­ten laut Ge­setz. Daß 80% der Stra­ßen dem Blech ge­op­fert sind (To­des­zone Fahr­bahn + Ab­stell­halde Par­kie­rung), ist halt ty­pi­sche An­spruchs­ent­wick­lung im "Au­to­land", je­doch verfehlt.
    Wo wohnst du(?), ich möchte gern mei­nen Wohn­an­hän­ger und paar alte So­fas bei euch "vorm Haus" ein­fach hin­stel­len. Ich nehme dann gern "eure" Park­plätze weg, wenn kurz frei wird. Also glei­cher Schwach­sinn wie heute als "nor­mal" an­ge­nom­men, da­bei sind die Stra­ßen erst seit paar Jahr­zehn­ten wis­sent­lich zweck­ent­frem­det und die Au­to­lands Stra­ßen tot.
    Naja, je­der "Früh-raus-Mus" hat of­fen­bar keine Ar­gu­mente – also üb­li­che selbst­ver­schul­dete Un­mün­dig­keit. Super!

    zum An­lie­gen: die Mel­de­zah­len PKW wür­den sich schon deut­lich re­du­zie­ren, denn ein Fakt ist noch nicht mitbedacht:
    Viele der üb­li­chen jung­schen Zuzügler/​Bewohner (man siehts ja tag­täg­lich zu­hauf) nach Dres­den und auch in die Neu­stadt kom­men aus den länd­li­chen Land­krei­sen drum­rum (BZ, DW, MEI, PIR, ERZ, GRH, GR, OSL, etc.pp), wir neh­men sie meist als "Stu­den­ten, Azu­bis, Be­rufs­schü­ler" wahr. Ob­wohl für viele Bahn­an­schluß mög­lich ist, do­mi­niert rein do­mes­ti­ziert ein ho­her Au­to­nutz­an­teil. Das sind die Mas­sen fit­tes­ter Twens, die ir­gend­wie ja an­ge­lich "öko" sein wol­len – zu­min­dest teil­weise. In der Ak­ti­ons­wo­che wäre es für die Meis­ten der Obi­gen Land­kreis­ler mög­lich, die papi-fi­nan­zierte Karre mal ein­fach im Kuh­kaff ste­hen zu las­sen oder im hei­mi­schen Schwe­ins­tall. Dann hal­bierte bzw. drit­telte sich (mei­ner au­gen­schein­li­chen Rech­nung nach) schon die Blech­halDDe und das "schöne Le­ben" sähe schon bes­ser aus.
    Des­wei­te­ren ist noch un­klar, wie all jene Kin­der bei ei­ner Volks­be­fra­gung ab­stim­men, de­ren ver­blen­dete El­tern bei Il­loya­li­tät zum Blech (also wi­der­sin­nig ge­gen ihre ei­gene Le­bens­zu­kunft) Taschengeld&Co sanktionieren.
    Ich bleibe da­bei: GG §1 be­sagt nix zum Men­schen, son­dern meint aus­schließ­lich die Würde des deut­schen Au­to­mo­bils, des Heils­brin­gers für Frisch­luft, Ruhe und Ent­span­nung. Nichts an­de­res ist im Drau­ßen und tag­täg­lich ab­les­bar. Amen.

  5. " …Wer­den die Neustädter*innen be­fragt, ob sie das über­haupt wollen?
    Auf der Web­seite heißt es dazu: „Die Mög­lich­keit ei­ner Ab­stim­mung lo­ten wir der­zeit mit der Be­gleit­for­schung aus.“… "

    o_​O

    Achso, ja klar macht sinn. Auch wie­der voll logisch…
    Mal drü­ber nach­zu­den­ken die An­woh­ner di­rekt zu be­fra­gen. Brauch man ja auch nich un­be­dingt… wozu auch… sind doch eh alle der sel­ben Mei­nung, und na­tür­lich wird je­der da­für stimmen.…

  6. Man könnte mei­nen, dass es hier darum geht, Au­to­be­sit­zern dau­er­haft den Füh­rer­schein zu ent­zie­hen. Meine Güte, es ist eine Wo­che. Mal schauen, wer diese apo­ka­lyp­ti­sche Zeit über­le­ben wird..

  7. @Ein un­be­sorg­ter Bürger:

    Ich ver­stehe was du meinst. Für dich be­deu­tet es 5 Mi­nu­ten län­ger zu lau­fen, da­für er­hältst du eine Wo­che mehr oder min­der au­to­arme Neu­stadt (was ein po­si­ti­ves Er­leb­nis sein wird). 

    5 Mi­nu­ten Fuß­weg be­deu­tet ggf., dein Kfz im Hecht, in der Ra­de­ber­ger Vor­stadt oder in der Jo­hann­stadt ab­zu­wer­fen. Für die Leute, die da woh­nen, be­deu­tet das dann eben auch 5 Mi­nu­ten 'wei­ter raus' zu lau­fen. Ohne den Kom­fort der au­to­ar­men Zeit (eher wird dann dort der Park­platz­such­ver­kehr eher noch zunehmen).

    Idee: Stell dein Auto in die­ser Wo­che in Mei­ßen ab und fahr mit der S‑Bahn.

    Da­von ab wer­den wir die Wo­che alle über­le­ben. Die ei­nen we­ni­ger, die an­de­ren mehr genervt :-)

    Beste Grüße
    Peter

  8. Mensch Nepi, den meis­ten (ent­fernt, bitte un­ter­las­sen Sie Be­lei­di­gun­gen) la­berst du. Du schil­derst so­gar schon Wi­der­sprü­che, nur mit der Auf­lö­sung hapert's.

    Also lang­sam und der Reihe nach. Um­welt­be­wuss­tes Ver­hal­ten ist wie Em­pa­thie, Rück­sicht­nahme, Ehr­lich­keit… nichts als zeit­geist­li­ches Schau­spiel­hohl­ge­la­bere. So tun als ob und dann doch ganz an­ders denken&handeln.
    Wer kein Auto hat, der 1. hat im Mo­ment so­wieso keins, 2. braucht im Mo­ment auch keins und kommt auch ohne eins aus, hat 3. eine evt. An­schaf­fung nur tem­po­rär ver­scho­ben und 4. spart da­mit Geld, Auf­ga­ben und Ner­ven. Kaum je­mand schafft ein exis­tie­ren­des Auto ab und selbst nie­mand dei­ner Ge­sin­nungs­ge­nos­sen wird dir ga­ran­tie­ren, nie­mals ei­nes an­zu­schaf­fen. Fa­zit: Da ist gar nichts um­welt­freund­lich, es ver­kauft sich nur besser.

    (ent­fernt, bitte un­ter­las­sen Sie Be­lei­di­gun­gen)

  9. Und, ge­schätz­ter Nepi, klei­ner Nach­trag: Es ist seit ge­rau­mer Zeit (so­gar bun­des­land­über­schrei­tend) mög­lich, sich an ei­nen neuen Wohn­ort um­zu­mel­den, ohne das exis­tie­rende Kfz-Kenn­zei­chen wech­seln zu müs­sen. Die von dir mit tiefs­ter Ab­scheu ge­nann­ten Orte könn­ten eine An­re­gung sein, mal kurz die Mi­kro­fil­ter­blase "Neu­stadt" zu ver­las­sen. (Auch wenn man sie sehr liebt.) Man­chen führte das schon zur Er­kennt­nis, das man zu alt oder be­dürf­nis­mo­di­fi­ziert für frü­here Wohn­orte ge­wor­den ist.

  10. Jo, lasst die Au­tos in den Kuh­käf­fern. Am bes­ten so­fort, ich fahre meine Blech­schüs­sel jetzt nach Wachau. Das dau­ert ca. 25 min laut Google. Die Rück­fahrt ist un­we­sent­lich län­ger mit denn Öf­fis : 6,5 Stun­den. Danke für den ver­kack­ten Ratschlag.

  11. Am bes­ten find ich al­ler­dings das die Leute, die sich für 300–500€ im Jahr ei­nen Pri­vat­platz leis­ten kön­nen die­sen wei­ter nut­zen kön­nen. Der Trot­tel mit sei­nem 25 jahre al­ten Polo, weil er sich nix an­de­res leis­ten kann, darf drau­sen blei­ben. Wie­der mal ty­pisch SPD/­Grün-so­zial ge­re­gelt. Top.

  12. Für die of­fe­nen Fra­gen und Be­den­ken kann ich nur die of­fene Sprech­zeit bzw den di­rek­ten Kon­takt emp­feh­len. Ich hatte sel­ber große Zweifel…konnte die mit­tei­len, aus mei­nen Er­fah­run­gen und tägl. Ab­läu­fen be­rich­ten. Es wurde al­les ins nächste Pla­nungs­tref­fen mit­ge­nom­men. Mitt­ler­weile bin ich auf die Wo­che gespannt…

  13. klasse Sa­che – wird Zeit! Schon vor über 15 Jah­ren hat­ten wir als Ju­gend­li­che die Idee, die Neu­stadt zur Fuss­gän­ger­Zone er­klä­ren zu las­sen – end­lich nimmt es Ge­stalt an! Ich hoffe, dass aus der ‚Pro­be­wo­che‘ viel­leicht auch lang­fris­tig Ideen zur Um­set­zung ent­wi­ckelt wer­den können.

  14. Also ich ver­folge die­ses Thema in­clu­sive Kom­men­tare jetzt schon eine Weile … echt in­ter­es­sant . Aber hey .. Kuh­käf­fer oder hei­mi­scher Schwei­ne­stall ( die Wort­wahl sagt al­les … )? Par­ken in Meis­sen ? Das ist doch wie mit dem Laub­blä­ser oder? Der ver­la­gert das Pro­blem auch nur an eine an­dere Stelle. Zu­dem gibt es in Mei­ßen und auf den um­lie­gen­den Dör­fern nicht wirk­lich viele Mög­lich­kei­ten eure Au­tos für eine Wo­che abzustellen.
    Viele Grüße vom Land

  15. @alle:

    es ist mög­lich so­was auf frei­wil­li­ger Ba­sis zu ma­chen. Das wäre ein Star­kes­Si­gnal aus der Neustadt.

    Ist ja klar zu se­hen, dass hier Un­frie­den ent­steht. Der Tag des gu­ten Le­bens in Köln ist eine mi­kro-BRN, brau­chen wir nicht nach­ma­chen. Kön­nen wir schon länger.…

    Aber eine Wo­che wo mög­lichst viele mal ihr Kfz neu den­ken ist in­ter­es­sant, wenn freiwillig.

    Wer denkt schon nach, wenn er ge­zwun­gen wird… 

    Ist ein Ge­burts­feh­ler im Kon­zept, der aber noch be­ho­ben wer­den kann, kann ja auch eine Wo­che des gu­ten Mit­ein­an­ders wer­den. Also frei­wil­lig au­to­re­du­ziert, braucht we­ni­ger Ge­neh­mi­gung, keine Sper­run­gen und hat mehr Er­folg, weil in der neu­stadt si­cher viele mitmachen.

    Be­deu­tet für die Wo­che des gu­ten Le­bens mehr wer­ben, we­ni­ger zwingen…

    Schafft ein Si­gnal des Mit­ein­an­ders und der To­le­ranz. Bitte noch­mal am Kon­zeot feilen.
    .

  16. "An­ton Lau­ner sagt:
    22. Fe­bruar 2020 um 17:58 Uhr
    @Verstandohnesinn: eine Be­fra­gung al­ler Be­woh­ner wird wohl un­ter an­de­rem aus da­ten­schutz­recht­li­chen Grün­den nicht stattfinden."

    Da­ten­schutz wird gern als Tot­schlag­s­ar­gu­ment miss­braucht, greift hier aber nicht. Es gibt kei­nen Grund, per­so­nen­be­zo­gene Da­ten der Be­woh­ner zu sam­meln. Die­ses Ar­gu­ment fällt schon ein­mal weg. Falls es um die ur­sprüng­li­che Über­mitt­lung der Da­ten der Be­woh­ner geht, könnte hier auch die Stadt ak­tiv wer­den und z. B. mit den Da­ten aus dem Ein­woh­ner­mel­de­re­gis­ter ar­bei­ten. Im schlimms­ten Fall geht man alle Stra­ßen ab und wirft Be­nach­rich­ti­gun­gen ein (ge­ring­fü­gige Ab­wei­chun­gen wie z. B. meh­rere WG-Be­woh­ner, die nur über ei­nen Post­kas­ten er­reich­bar sind, soll­ten das Er­geb­nis nicht ver­fäl­schen). Rück­mel­dun­gen kön­nen an­ony­mi­siert aus­ge­wer­tet wer­den. Um Rück­schlüsse auf die ab­stim­men­den Per­so­nen zu ver­mei­den, kann mit nur 1x ver­wend­ba­ren Zu­gangs­codes zur Ab­stim­mungs­ober­flä­che ge­ar­bei­tet wer­den. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Sollte in ei­ner De­mo­kra­tie mög­lich sein.

  17. @Fragesteller: So­weit ich weiß, ha­ben die Or­ga­ni­sa­to­ren mit eben die­ser Be­grün­dung keine Da­ten vom Ein­woh­ner­mel­de­re­gis­ter be­kom­men. Sie woll­ten gern alle Neu­städ­ter erst­mal über das Pro­jekt in­for­mie­ren. Des­we­gen schätze ich es als schwie­rig ein, dass eine Be­fra­gung auf die­sem Wege statt­fin­den kann. Das Thema "Rum­ge­hen und Post­kar­ten ein­wer­fen" ist in der Neu­stadt recht kom­pli­ziert, da die Brief­käs­ten meist hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren sind.

  18. Ab­stim­men ist schwierig…
    Zwin­gen ist schwierig..

    Frei­wil­lige Teil­nahme ist ein­fach und viel friedlicher.

    Für ein fried­li­ches Mit­ein­an­der und eine "Wo­che des gu­ten Le­bens" für alle… 

    Or­ga­ni­sa­to­ren kön­nen Ihre Kräfte Nut­zen und für frei­wil­lige Teil­nahme werben..

  19. @Fragesteller
    Die Or­ga­ni­sa­to­ren müss­ten Name und An­schrift der Be­woh­ner be­kom­men. Also eine Art Wahlregister.
    Dann wäre bei Teil­nahme an der Wahl der Ab­gleich zwi­schen Pri­vat­pe­ron und Mei­nung möglich.
    Das sind sehr sen­si­ble Daten!

    @Frei-willig
    Das scheint mir sehr naiv. Gute Idee, und be­stimmt ma­chen gaaa­anz viele mit. Wie bei kein Krieg mehr, keine Stall­hal­tung mehr, nicht mehr falsch parken, …
    Ge­rade mit dem Selbst­ver­ständ­nis der meis­ten Au­to­fah­rer, dass das die Kö­nigs­klasse der For­be­we­gung ist, wür­den sich un­ter 1% beteiligen.

  20. Das Pro­jekt scheint ja jetzt schon ver­wäs­sert zu wer­den: "ihre Au­tos auf pri­vate Stell­plät­zen ein- und aus­fah­ren wer­den kön­nen" – schaut man sich die Zahl der Tief- Hof- etc-Ga­ra­gen an, kann von re­gem Au­to­ver­kehr aus­ge­gan­gen wer­den. Und in den FAQ steht "die StVO gilt wei­ter": § 31 Abs.1: Sport und Spiel auf der Fahr­bahn, den Sei­ten­strei­fen und auf Rad­we­gen sind nicht erlaubt…

    Wo bitte soll dann das gute Le­ben statt­fin­den? Soll ich meine Kin­der zum gut (Ab)leben auf die Ro­then­bur­ger schi­cken? Und ei­nen ge­set­zes­kon­for­mem Rah­men für das Ganze gibt es auch nicht. In Ham­burg ist so ein Ver­such ge­rade weg­ge­klagt wor­den. https://ottensenmachtplatz.de/2020/01/31/aufhebung-der-beschilderung-fuer-den-verkehrsversuch-ottensen-macht-platz/

    Ich finde die Idee gut und rich­tig, aber die Vor­stel­lung, daß man ein­fach mal so los­macht naiv. Und die Un­ter­stüt­zung der Stadt (siehe Rechts­rah­men) ist gleich null.

  21. @Markus

    Naiv ist so eine Sa­che. Die Auf­gabe ist es doch, die Leute zu aktivieren…
    ___________________________________
    Was ist es denn, wenn ich vor­her schon auf­gebe, weil ich denke nur 1% dazu be­we­gen zu kön­nen und des­halb die Zwangs­ja­cke anlege?
    ___________________________________
    Das Pro­jekt­team ist fit und die Ar­gu­mente sind gut. Trotz­dem wird es viel Arbeit…

    Es soll ein "Re­al­la­bor" wer­den und nicht un­ter­sucht wer­den, wie es 99 % ge­gen ih­ren Wil­len, son­dern wie sich ein Stadt­teil zum po­si­ti­ven ver­än­dert, wenn mög­lichst viele mit­ma­chen. Darum be­steht die Auf­gabe darin, die Men­schen zu ak­ti­vie­ren. Punkt.
    Ich kann mir vor­stel­len, dass deut­lich mehr mit­ma­chen, evtl. naiv… aber besser.

    (Krieg und Stall­hal­tung las­sen wir mal…)

  22. Hallo,

    "Dazu ge­hö­ren Men­schen mit Be­hin­de­run­gen, Pfle­ge­dienste, Kfz-Werk­stät­ten, Hand­wer­ker und Kun­den­ser­vice und Anwohner*innen und Kund*innen"

    Ich möchte höf­lich dar­auf hin­wei­sen, dass auch Frauen in hand­werk­li­chen Be­ru­fen tä­tig sind – und nicht ge­rade we­nig: Handwerker*innen wäre angebracht.

    Und wenn wir schon da­bei sind: Menschen*innen – Frauen sind auch Menschen ;)

  23. @Braxton Schmidt: Vie­len Dank für den Hin­weis, ich werde das gleich kor­ri­gie­ren. Je­doch, eine weib­li­che Form von Mensch gibt es nicht, die­ses Wort gilt schon als genderneutral.

  24. @-.- wel­ches wachau meinst du denn, das bei ra­de­berg? da kannste lau­fen und brauchst keine 6,5 std. mit den öf­fis eine std.

  25. Ich finde es su­per. Al­ler­dings weiß ich auch ohne Test­wo­che, dass die Le­bens­qua­li­tät steigt. Auch in­ter­es­sant, mal vor Au­gen ge­führt zu be­kom­men, dass 5.000 Stü­cken Blech auf den Stra­ßen rum­ste­hen und Platz weg­neh­men. Und dass (mit Be­woh­ner­park­aus­weis) für 30 Euro im Jahr! Sollte man mal in Re­la­tion zu den Mie­ten sehen…
    Ich hoffe, die Wo­che trägt dazu bei, den Zweif­lern mal eine an­dere Blick-Per­spek­tive zu ver­mit­teln. Mit Zweif­lern meine ich die, die es per sé als ge­ge­ben an­neh­men, dass Au­tos die Stra­ßen und Städte zu do­mi­nie­ren haben.
    Ich glaube, ein Le­ben ohne Auto wäre weit mehr Leu­ten mög­lich, als sich das ein­ge­ste­hen… Und da nehme ich mich nicht raus – meins steht größ­ten­teils un­ge­nutzt herum und wird aus dem sel­ben Grund auch bald wie­der ab­ge­schafft werden.

  26. Wir ha­ben auch echte Pro­bleme! Dum­mer Ak­tio­nis­mus, für was und mit wel­chem mit wel­chem Ziel? Ver­bes­se­rung der Wohn­si­tua­tion? Zieht in den Wald! Ich sage Euch was das Vier­tel at­trak­tiv ma­chen würde, wenn das Vier­tel frei von al­len Maul­hel­den wer­den würde, die nach 1995 in die Neu­stadt ge­zo­gen sind. Da­für könnte ich mich erwärmen…herrlich, eine Ruhe! Lasst euch bloß nicht ein­fal­len, mit eu­ren Kar­ren das Hecht­vier­tel zu ver­stop­fen. Und was soll der Un­sinn, dass der­je­nige, der sich ei­nen be­zahl­ten Stell­platz leis­ten kann, na­tür­lich trotz­dem hin­ein­fah­ren darf? Das ist aso­zial, im höchs­ten Le­vel. Dem, der das zu ver­ant­wor­ten hat, dem müsste der Puls ge­fühlt wer­den. Be­vor ihr jetzt her­um­heult, ich habe gar kein Auto.

  27. Ich frage mich seit ge­rau­mer Zeit, wieso das Thema "Wo­che des gu­ten Le­bens" im­mer nur auf eine Sa­che (keine Au­tos bzw. Au­tos raus) re­du­ziert wird. Das ha­ben die Initiator*innen ja selbst schon bei ih­rem in­itia­len State­ment be­wusst so in den Vor­der­grund ge­rückt, so dass diese sich nicht wun­dern müs­sen, wenn alle Welt sich be­für­wor­tend oder eben nicht sich daran hoch­zieht. Mal ganz ab­ge­se­hen da­von ha­ben doch die meis­ten Leute, die ei­nen re­gu­lä­ren 9–5 Job ha­ben, über­haupt nix da­von, dass man eine ganze Wo­che lang (nicht nur am WE) keine o. we­nige Au­tos in der Neu­stadt rum­ste­hen. Die Le­bens­rea­li­tät sieht doch ins­be­son­dere auch bei Fa­mi­lien oft viel­mehr so aus, dass mor­gens vor Job/​Schule o. eben da­nach we­nig bis keine Zeit ist, sich ent­spannt auf den au­to­freien Stra­ßen mit den Nachbarn*innen zu brun­chen o. zu di­nie­ren o. abends Stra­ßen­feste ala BRN zu feiern.
    Mei­nes Er­ach­tens wäre es der bes­sere An­satz ge­we­sen, erst ein­mal zu hin­ter­fra­gen, was für die Be­woh­ner der Neu­stadt zum "gu­ten Le­ben" da­zu­ge­hört. Mir fällt dazu spon­tan ein: we­ni­ger Müll, we­ni­ger Dreck, we­ni­ger Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät, we­ni­ger Lärm, we­ni­ger Hitze, we­ni­ger Schmie­re­reien an den Haus­wän­den… mehr Grün, mehr Parks etc. Dar­auf ba­sie­rend ließe sich dann auch ein Plan ent­wi­ckeln, was man eben in ei­nem sol­chen Ex­pe­ri­ment aus­pro­bie­ren o. al­ter­na­tiv auch mit nach­hal­ti­ge­rer Wir­kung an­ge­hen will.
    So wird nen Schuh draus und nicht diese vor vor­he­r­ein zum Schei­tern ver­ur­teilte Experiment!

  28. Ich zi­tiere, die sehr löb­li­chen Forderungen: 

    Mir fällt dazu spon­tan ein: we­ni­ger Müll, we­ni­ger Dreck, we­ni­ger Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät, we­ni­ger Lärm, we­ni­ger Hitze, we­ni­ger Schmie­re­reien an den Haus­wän­den… mehr Grün, mehr Parks …

    ,

    und er­gänze, we­ni­ger Au­tos auf den Stra­ßen, bes­sere Luft, mehr Bäume in den Stra­ßen. Wie das Kon­zept "Straße ohne Blech" aus­se­hen kann, sie man auf der Puls­nit­zer Str., Mar­tin-Lu­ther-Str., Mar­tin-Lu­ther-Platz nach der Sanierung. 

    Letzt­end­lich sind hier Stadt­pla­ner ge­fragt. Städte an die Be­dürf­nisse der Men­schen, die in ih­nen Woh­nen an­zu­pas­sen. Der Zu­zug der Au­tos kam schleichend.
    Also schleicht euch wie­der (da­von). ;)

  29. @ DD Hecht (-be­woh­ner)

    Nur weil es dir nicht ge­fällt, muss nie­mand in den Wald zie­hen, wenn Ur­ba­ni­tät neu ge­dacht, mal aus­pro­biert wird. 

    P. s. Das Hecht­vier­tel ist mit den Kar­ren des Hecht­vier­tels ver­stopft. Ge­nau ge­nom­men, müss­test du in den Wald zie­hen, weil dort än­dert sich nicht viel. ;)

  30. So ganz kann ich ja nicht ver­ste­hen, warum sich die Ver­ant­wort­li­chen aus­ge­rech­net die erste Wo­che nach den Som­mer­fe­rien aus­ge­sucht ha­ben und man da­mit da­von aus­ge­hen kann, dass auch mög­lichst viele da sind. An so was tas­tet man sich doch wohl erst mal heran, um Er­fah­run­gen zu sam­meln und sucht sich zu­nächst viel­leicht erst­mal eine Wo­che in den Fe­rien aus. Oder muss ich da­von aus­ge­hen, dass man da halt auch nicht da sein möchte und der Wunsch, et­was lang­sam zu ver­än­dern doch nicht so aus­ge­prägt ist?

  31. @goldfish
    "Wie das Kon­zept „Straße ohne Blech“ aus­se­hen kann, sie man auf der Puls­nit­zer Str., Mar­tin-Lu­ther-Str., Mar­tin-Lu­ther-Platz nach der Sanierung. "

    Ernst­haft? Dann schau mal in den Abend­stun­den vor­bei, spe­zi­ell Frei­tag und Sams­tag. Die Stadt tut NICHTS da­ge­gen, freut sich nur über mehr Geld durch Straf­zet­tel. So wird das auch nach der Ak­ti­ons­wo­che bleiben.
    So­lange die Stadt nicht wirk­lich ein ernst­haf­tes Trans­for­ma­ti­ons­kon­zept hin zu we­ni­ger Blech vor­wei­sen kann und ver­folgt, habe ich arge Zwei­fel am Sinn die­ser ge­plan­ten Woche.

  32. @leni
    wenn du ge­nau hin­se­hen wür­dest, wür­dest du mer­ken das mein letz­ter Bei­trag von Abends ca. 0 Uhr war. Da fährt halt nix­mehr, da­her die ab­surd hohe Zeit.
    Jetzt (21.12 Uhr) bräuchte ich mit den Öf­fis von Wachau nach Hause, laut google, ca. 2 stun­den – mit nur 3 mal Um­stei­gen und 15min Fuß­weg. Wohl­ge­merkt ich wohne in Dresden.

    Mit dem Auto 28 minuten.

    Schön das sich dein gan­zes Le­ben in der Neu­stadt ab­spielt (merkt man kaum), mei­nes nicht. Und bei sol­chen öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln werd ich ei­nen scheiß tun mein Auto abzuschaffen.

  33. @NG

    Es gibt "die Men­schin" – eine weib­li­che Form zu "der Mensch" – steht so im Duden. 

    Ich per­sön­lich finde die Ver­ben­form in ei­ner ge­schlech­ter­ge­rech­ten Spra­che bes­ser: "die Stu­die­ren­den, die Hand­wer­ken­den, …" besser.

    Und die ETH Zü­rich emp­fiehlt – in der ach­ten ih­rer Zwölf Sprach­re­geln – „Wenn Sie ei­nen Text zu­erst in der männ­li­chen Form er­ar­bei­ten und die weib­li­che Form erst nach­träg­lich er­gän­zen, wirkt dies meist lang­wei­lig, auf­ge­setzt und schwerfällig.“ 

    Wie wäre es denn mit:

    "Dazu ge­hö­ren Per­so­nen mit Be­hin­de­run­gen, Pfle­ge­dienste, Kfz-Werk­stät­ten, Hand­werks- und Ser­vice­be­trieb, Orts­an­säs­sige so­wie Kund­schaft zum kur­zen Be- und Ent­la­den sper­ri­ger Gegenstände."

  34. "Die Sprach­po­li­zei wird jetzt be­stimmt auf Person*innen pochen."

    Kor­rekt. Wenn schon weib­li­che Form von "Mensch", dann auch männ­li­che für "Per­son". Al­ter­na­tiv: "Per­so­nende".

  35. Hier geht es aber gar nicht um AUTOFREI, oder AUTOVOLL, oder Rad­fah­rer sind bes­ser, oder Mensch/​Menschin.…

    …son­dern um ge­för­derte Forschung:

    Das Bun­des­mi­nis­te­rium macht Geld lo­cker, da­mit Da­ten er­ho­ben wer­den, die ei­nem Struk­tur­wan­del zu­grunde ge­legt wer­den können.

    Der BUND hat sich hier verrannt… 

    Es wer­den Da­ten be­nö­tigt vom Ver­hal­ten von un­ter­schied­li­chen Nutzergruppen:

    "Ana­lyse der ver­schie­de­nen Mo­bi­li­täts­be­dürf­nisse von un­ter­schied­li­chen Stadt­be­woh­nern (un­ter­schied­li­che Nut­zer- und Al­ters­grup­pen wie z. B. junge Fa­mi­lien, Se­nio­ren, Mi­gran­ten, Ju­gend­li­che etc.) und de­ren vor­aus­sicht­li­che künf­tige Ent­wick­lung, " (För­der­richt­li­nie BMBF vom 18.3.16)
    _________________________________________________
    Stras­sen­sper­run­gen sind un­nö­tig, Es soll das Ver­hal­ten aus der Per­spek­tive von Nut­zern er­mit­telt werden.
    _________________________________________________
    Also geht es jetzt um die Plat­zie­rung von Blu­men­kü­beln auf der Strasse, oder um For­schung? Wo­her kommt denn das Geld?

    50 bis 100 frei­wil­lige Teil­neh­mer rei­chen si­cher aus, 15.000 ge­zwun­gene sind un­nö­tig, wenn Blu­men­kü­bel auf der Strasse wich­ti­ger sind kann sich der BUND das Geld da­für wo­an­ders be­sor­gen (je­den­falls nicht vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und Forschung)

  36. .. der BUND hat hier nur die Funk­tion als öf­fent­li­cher Trä­ger­ver­ein die For­schung zu unterstützen!!!

    Also Bitte:

    Ei­gen­in­ter­es­sen ab­schal­ten, nach­den­ken und mit den Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin­nen (fi­nan­ziert aus Mit­teln des BMBF)
    die For­schungs­in­ter­es­sen wie­der in den Fo­kus rücken.

    For­schen oder Schei­tern? Ist ja nicht schlimm Feh­ler zu ma­chen, aber wich­tig ist es diese zu er­ken­nen und dar­aus zu lernen… 

    (eine sinn­volle Da­ten­er­he­bung von 15000 Nut­zern und de­ren Ver­hal­ten könnt Ihr eh nicht stem­men, da­für reicht das Geld si­cher nicht… bis zu 100 Nut­zer stel­len schon eine ge­wal­tige Auf­gabe dar, wenn um­fang­rei­che, ver­wert­bare Da­ten über Ver­hal­ten und Ver­hal­tens­än­de­run­gen er­ho­ben wer­den sollen)

    Viel Er­folg.

  37. Ent­schä­digt der BUND ei­gent­lich die gan­zen La­den­be­trei­ber und Ge­schäfte die in der Wo­che er­heb­li­che Um­satz­ver­luste hin­neh­men müs­sen? Da es hier nicht um hö­here Ge­walt geht son­dern um eine will­kür­li­che Ak­tion die nicht De­mo­kra­tisch le­gi­ti­miert ist, freu ich mich schon auf die ers­ten Schadenersatzklagen

  38. na­tür­lich nicht.… Die Mit­tel des Mi­nis­te­ri­ums sind für die Kos­ten der Da­ten­er­he­bung und Organisation… 

    Für Um­satz­ent­schä­di­gun­gen sind keine Mit­tel aus dem Pro­gramm vor­ge­se­hen. Es sol­len ja auch keine Da­ten ge­gen den Wil­len der Bür­ger er­ho­ben wer­den. Das För­der­pro­gramm ist nicht auf Da­ten­er­he­bung ge­gen den Wil­len der Bür­ger ausgelegt…

    Wenn der BUND e.V. hier nicht um­schwenkt ha­ben die am Ende nicht­mal mehr das Geld für die Miete oder an­dere Pro­jekte. Im Falle ei­ner un­rech­ten Mit­tel­ver­wen­dung kann die För­de­rung zu­rüch­ge­zo­gen oder kom­plett zu­rüch­ge­for­dert wer­den. Dazu die Ge­richts­kos­ten, etc. wür­den gut dran tun, noch­mal nach­zu­den­ken. Die Stadt stirbt daran nicht, die TU über­lebt das fi­nan­zi­ell auch… Die Ver­ant­wor­tung liegt hier beim BUND e.V.

    Wenn hier um frei­wil­lige Teil­neh­mer ge­wor­ben wird, ohne Sper­run­gen für die an­de­ren kön­nen die sich aber auch ne gol­dene Nase ma­chen… müs­sen nur auf die Blu­men­kü­bel und Tisch­ten­nis­plat­ten auf der Strasse ver­zich­ten… Spart auch viel Ar­beit und Pla­nungs­leis­tun­gen… bleibt dann für die For­schungs­ar­beit übrig…

    (Un­ter Re­al­la­bor ver­steht das Mi­nis­te­rium nicht, dass alle Be­woh­ner hier zu Ver­suchs­tie­ren wer­den sol­len, son­dern, dass die Da­ten so­zu­sa­gen im ech­ten Le­ben er­ho­ben werden…)

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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