Gedenken an Auschwitz

Am Montag wird es ab 17 Uhr auf dem Schlesischen Platz vor dem Bahnhof Neustadt eine Videokundgebung geben. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. 2005 wurde dieser Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.

Davidstern auf dem Gehweg vor dem Bahnhof
Davidstern auf dem Gehweg vor dem Bahnhof
Zu der Videokundgebung laden die Jugendorganisation der Linken, die Linksjugend, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und die Undogmatische radikale Antifa (URA) ein.

Der Güterbahnhof Dresden-Neustadt war während der Zeit das Nationalsozialismus Ausgangspunkt oder Zwischenstation für viele Deportationen von jüdischen Frauen, Männern und Kindern. Im Oktober 1938 begann hier die Abschiebung von 724 Dresdner Juden nach Polen.


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Mit Zügen der Deutschen Reichsbahn erfolgte zwischen 1942 und 1944 ein großer Teil der Transporte in die Gettos Riga und Theresienstadt, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie in andere Konzentrationslager. Daran erinnert eine Gedenktafel am Bahnhof.

Gedenktafel am Bahnhof Neustadt
Gedenktafel am Bahnhof Neustadt

Kundgebung am Bahnhof Neustadt

  • Montag, 27. Januar, 17 Uhr, Schlesischer Platz

32 Kommentare zu “Gedenken an Auschwitz

  1. Schöne Aktion! Ich begrüße es, dass an die Verbrechen der Vergangenheit noch immer erinnert wird – auch erscheint es mir nötiger denn je.
    Danke an die Initiatoren.

  2. Den Gedenktag finde ich völlig gut und man muss den Generationen vor Augen halten, was Menschen schlimmes anrichten können. Gern würde ich auch daran teilnehmen, aber wenn ich Antifa lese, wird es mir etwas schlecht. Ich kann nicht mit einer Vereinigung, die radikal und gegen den Staat sind, gedenken. Sehr schade, das so ein Tag instrumentalisiert wird. Das ist genau das gleiche, wenn am 12-13.2.rechtsradikale den Gedenktag der Zerstörung Dresden für sich instrumentalisieren.

  3. Lieber TomDD,
    es stellt sich die Frage, ob du verstanden hast, dass ANTIFA eine Abkürzung für Antifaschismus ist. Antifaschist*Innen waren es unter anderem, welche uns vom Nationalsolzialismus befreit haben.
    Vielleicht hilft dir ja diese Erkenntnis weiter.

  4. Oh Tina, bei deiner Hilfestellung muss ich zu der Erkenntnis kommen, dass ich ne seltsame Weltsicht zu haben scheine. Vielleicht schaue ich zu viele Geschichtsdokus.
    Ich muss noch mal drüber nachdenken was „Anti-x“ besagt, und was nicht. Welche Staaten damals faschistisch geprägt waren und warum der begrifflich extra abgegrenzte Nationalsozialismus noch mal eine „ganz besondere Ausprägung des Faschismus“ war. Vielleicht begreife ich auch irgendwann, dass damals ein ziemlich übler Krieg herrschte, der von den Allierten zum Glück beendet wurde, in dem das Hitler-Regime + Verbündete komplett platt gemacht wurde (werden musste). Bisher dachte ich auch, dass die West-Allierten kein Interesse daran hatten, dass die Macht über Europa von Hitler an Stalin und damit dem Bolschewismus überginge. Im „Nebeneffekt“ bedeutete das Kriegsergebnis auch das Ende der faschistischen Ära, dachte ich. Vielleicht kannst du mir noch mal erklären, wer uns befreite, mit Millionen von eigenen Toten und Verwundeten und Wohlfahrtsverlust und so.
    Desweiteren gab es damals viele Antifaschisten, glaubte ich, wobei der größte Teil davon die am direktesten betroffenen Juden und Kommunisten waren. Aus heutiger Sicht, nahm ich an, dürften, bis auf ein paar Idioten, alle Leute Antifaschisten sein. Ebenfalls hielt ich es bis eben für hilfreich, dass das, wogegen man ist, auch tatsächlich existiert und man wenigstens ein bisschen was von dem weiß, worüber man redet. Ich könnte nämlich auch locker Antimarsmännchen sein, allerdings würden mich die Leute halt komisch angucken.
    Na ja, so lernt man halt dazu.

  5. Hallo TomDD, einem Staat, der jahrzehntelang faschistische Untriebe nicht wahrnehmen wollte, dessen Organe ein gewisses, nun ja,… Defizit bei der Verfolgung rechter Straftaten an den Tag legten und legen, in deren Reihen nicht unwesentliche Zahlen an Personal mit rechtsextremer Gesinnung zu finden sind, nicht zuletzt einem Staat, der in Größenordnungen faschistische Personal zum Aufbau seiner Strukturen verwendete, der einer völlig ahistorischen Extremismusdoktrin anhängt, kann man wohl mit Fug und Recht skeptisch gegenüber stehen. Davon ab ist es halt eine Veranstaltung von u. a. VVN und URA, weder CDU noch SPD noch sonst ggf. akzeptablere Veranstalter wollten sich finden… Instrumentalisieren? Wenn antifaschistische Organisationen antifaschistische Erinnerungen pflegen, ist das keine Instrumentalisierung sondern folgerichtig. Von Instrumentalisierung könnte man eher sprechen, wenn eine CDU nach jahrzehntelanger Verleugnung der neofaschistischen Untriebe und Bedienung der Befindlichkeiten besorgter Bürger den Antifaschismus für sich entdeckte…

  6. @Probildung
    Faschismus existiert keinesfalls nur in staatlicher Form. Faschistische Umtriebe, Parteien, Blogs, Zeitschriften,… proto- und halb faschistische Regime existieren ebenso im realen Leben. Muß man nur mal die Augen aufmachen.
    30% der Wähler in Sachsen haben kein Problem, eine Partei mit Faschisten in ihren Reihen und Faschismus kompatiblen Ansichten zu wählen. Menschenverachtung und Rassismus werden allmontäglich auf die Straße getragen… Durchaus Gründe, antifaschistische Aktionen zu unterstützen

  7. @Seldon

    eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen auf deinen Käse nicht mehr zu antworten. Aber Du solltest Dich, bevor Du hier mal wieder zum Vollobst machst, mal informieren, was Faschismus wirklich bedeutet und was für „Spielarten“ es da gibt. Da haben sich ein paar ziemlich kluge Köpfe schon Gedanken drüber gemacht als du und deine geistigen Väter noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen sind. Aber natürlich darfst du hier deine auswendig gelernten Dusseligkeiten gerne weiter verbreiten. AMÜSANT !

  8. @Seldon: „Faschismus existiert keinesfalls nur in staatlicher Form. Faschistische Umtriebe, Parteien, Blogs, Zeitschriften,… proto- und halb faschistische Regime existieren ebenso im realen Leben. “

    Seltsamer Weise dachte ich, dass Staat reales Leben wäre. Insbesondere zu Zeiten -ich hörte mal in einem Märchen davon- als es noch gar kein virtuelles Leben gab. Aber gut, vielleicht haben die Menschen damals auch schon bereits Todesängste verspürt, sobald sie nur mal selbst den Staubsauger in die Hand nehmen mussten.
    (War sarkastisch.)

    Aber ich habe den Eindruck, dass für dich alles faschistisch ist, was nicht deine Meinung&Selbstbild bestätigt. So gesehen hast du dann natürlich vollumfänglich Recht.

    So, nu jenug davonse…

  9. Hallo Muppets,
    da bin ich ja gespannt:
    Welche Faschismus Theorie bevorzugt Ihr denn? Welche Spielarten werden denn Eurer Meinung nach von Rechten bedient, welche nicht, wann ist Antifaschismus gerechtfertigt? Erst wenn Bücher brennen, oder Synagogen, oder Öfen?

  10. Nö… Ich differenziert da schon… Manchmal ist’s auch einfach nur blöd…
    Was war jetzt gleich Deine Argumentation bzgl. Faschismus – Antifaschismus? Weil es ja keinen Faschismus mehr gibt, braucht es auch keinen Antifaschismus? Und wer sich ntsprechend engagiert ist irgendwie… bissle doof?

  11. @seldon

    jetzt komm mal wieder runter, du bist ja ganz aufgeregt! Wir machen uns Sorgen ! Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass wir uns in so einem Forum mit Mickymäusen wie Dir auf eine ernsthafte Diskussion einlassen. Am Ende verpasst Du ja noch die nächste wichtige Antifa-Veranstaltung….. Hau die Hühner ! Du bist echt putzig !

  12. Tina, falls du die Gleiche bist, freue ich mich über deinen Erkenntnisgewinn. :-) Vielleicht möchtest du auch noch ein paar Infos zum im Artikel erwähnten VVN-BdA?

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) wurde nach dem Krieg gegründet und bestand aus Kommunisten und Juden, welche ja tatsächlich sehr gelitten hatten. Allerdings gab’s wohl bald Streit, weswegen die Juden ihren Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ) gründeten und ausschieden. Zurück blieben die Kommunisten, welche aber das gleiche Problem hatten wie die Ex-Nazis: sie wurden älter und weniger. Sie mussten Jungkommunisten rekrutieren, dafür benannten sich der Verein um in VVN-BdA (Bund der Antifaschisten). Diese erste Generation der Jungkommunisten waren flapsig gesagt „Naseweise“, welche erst nach der Nazizeit/Krieg gezeugt wurden und heute aber auch schon mindestens seit vielen Jahren in der Altersrente sind.
    Wir reden also jetzt von der 3. bis 4. Generation von Jungkommunisten, welche selbst von DDR, Sowjetunion und weiteren kommunistischen Regimes gerade soviel wissen, wie sie mal nicht im Geschichtsunterricht verpennt haben. Ich wage die steile These, dass diese ganz bestimmt nicht unsere (Vor-)Vor-Vorfahren vom zu Asche und Qualm Gewordenen befreit haben. (Es wäre ein Hohn gegenüber den Millionen Jungs&Männern, die unfassbares Elend an der Front erlebten, sofern sie es überlebten!!!) Eher lassen sie selbige sich den Arsch abrackern, dass Kühlschrank und Konto voll sowie Mülleimer und Dreckwäschebehälter leer sind. So lange sie sich aber als „Antifaschisten“ verdeckmänteln, schlägt ihnen eher Wohlwollen als Naserümpfen entgegen.
    Auffälliges Beispiel ist Seldon, welcher ständig in seiner Marx-Bibel liest, dass 30% der Sachsen seit Jahrzehnten die NPD wählen.
    Gut, ich habe nix gegen diese Menschen und ihr Hobby und Interesse, noch viel weniger etwas gegen diese Gedenkveranstaltung, aber man muss halt auch mal hinter die Kulissen schauen.

  13. @wie sich welcher Verband entwickelt hat wird für die Betroffenen keine Bedeutung haben. Jedwege Art der Unterdrückung, sprich Verhinderung eigener Entwicklung (steht im Grundgesetz unter Würde), ist inakzeptabel.

    Mit dem Tod ist die Schuld einzelner erloschen, nicht jedoch die Schuld der damaligen Gesellschaft. Die Nichtauseinandersetzung mit der Motivation der Beteiligten kann schlimmstenfalls zu einer nachträglichen Legitimation des Unrechtes führen (Camus).

    Die damalige Wehrmacht war nicht auf eine Verfassung vereidigt sondern auf einen Führer. In seinem Namen liefe diese bis kurz vor Moskau, raubte, vergewaltigte und brandschatzte, und dann, dann liefen die Supersoldaten (Landser) wieder zurück, mit blutiger Nase.

    Wer hat diese Helden gezwungen zwei Millionen russische Kriegsgefangene (Untermenschen) verhungern zu lassen. Wer hat die Bürger der Stadt Weimar gezwungen die Fensterläden zu schließen, auf das diese nicht den Anblick der vom Bahnhof Weimar in das Lager Buchenwald marschierenden Kolonnen (Untermenschen) ertragen zu müssen.

    Es ist dass eine einen Blick in die Vergangenheit zu werfen um zu sehen warum die damalige Gesellschaft so und nicht anders gehandelt hat. Das führt zu der Frage wie wir heute, mit den Erfahrungen unserer Altvorderen, umgehen und die gleichen Fehler fortführen oder lassen wir uns neue Fehler einfallen.

    Etwas anderes ist die Art und Weise wie Sie über Ihre Mitmenschen (Untermenschen) herziehen und diese pauschal verunglimpfen. Vor wenigen Wochen erst hat ein guter Freund von mir, ein US-Amerikaner, festgestellt: Die Deutschen haben nichts aus den Nürnberger Prozessen gelernt.

    Mal so am Rande: Es ist erschreckend wie hauchdünn das Mäntelchen der Zivilisation in Dresden ist.

  14. „Vor wenigen Wochen erst hat ein guter Freund von mir, ein US-Amerikaner, festgestellt: Die Deutschen haben nichts aus den Nürnberger Prozessen gelernt. Mal so am Rande: Es ist erschreckend wie hauchdünn das Mäntelchen der Zivilisation in Dresden ist.“

    Sehr geehrter Herr Schmitz, wie mies, abwertend, beleidigend und rassistisch Sie über Dresdner reden. Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen das nicht mal irgendjemand der Angesprochenen übel nimmt.

    Nebenbei, wenn Sie dann mal fertig sind mit Fabulieren und Fantasieren und den Versuchen, die Geschichte wenigstens mikropartiell zu verstehen, fällt Ihnen mit etwas Glück auf, dass wir mittlerweile im Jahr 2020 leben. Führerkult und Parteizwang gibt es seit dem Ende der sozialistischen DDR nicht mehr. Tote auf der Straße rumliegen sehe ich eher nicht. KZ scheinen nicht in Betrieb zu sein, von Judenverfolgung bekomme ich persönlich nichts mit. Nicht nur die Bundeswehr, sondern sogar schon der Wehrersatz- (Zivil-)Dienst ist soweit runtergefahren, dass die Jugend bereits bei „Stillgestanden“ oder „Arme anwinkeln“ das große Schlottern bekommt. Usw. usf. Vielleicht sollten Sie bei der Beurteilung von Dresden & Deutschland mehr auf sich vertrauen, als auf irgendeinen US-Amerikaner zu hören, der (vielleicht im Suff) den dümmstmöglichen und hirndämlichsten Spruch aller Zeiten kloppen wollte. Passiert halt mal. Strengen Sie Ihren Kopf etwas mehr an, da muss doch noch mehr gehen. Wir leben im Jahr 2020.

    Abschließend möchte ich Sie zitieren, vielleicht reden Sie öfters mit Ihrem Spiegelbild: „…die Art und Weise wie Sie über Ihre Mitmenschen (Untermenschen) herziehen und diese pauschal verunglimpfen.“

    Adieu.

  15. @probildung
    Der Pressetext bezieht sich auf Auschwitz. War das 2020? Die Deportationen wurden nicht von Hitler himself durchgeführt sondern von seinen Bewunderern. Diese konnten eine gefühlte Form von Macht und Bedeutung ausleben. Weite Teile des beschlagnahmten Eigentums der jüdischen Mitbevölkerung wurden an das Volk gegen geringen Obulus versteigert. Das deutsche Volk war aktiv an der Hetze und am Völkermord beteiligt. Im gesamten damaligen Deutschland. Zu den zwei genannten Beispielen könnte ich noch zig-tausende hinzufügen. Über das Dritte Reich gibt es Tausende von Schriften. Öffentlich zugänglich!

    Es sind Ihre Texte, die den Bogen spannen in das jetzt hier und heute. Sie wissen es doch, dass die Personen die sich äußern nicht hierzu kompetent sind. Wie der genannte US-Amerikaner, der ja laut Ihnen dem Alkohol verfallen sein muss. Woher wissen Sie das?

    Und wieder der Hinweis auf die nicht mehr gegebene Wehrfähigkeit der jungen Deutschen. Die können nicht einmal mehr nach Frankreich laufen, gegen den Erzfeind. Sind nicht mehr so heldenhaft wie einst Sigurd und der andere, der Drachentöter.

    Meinen Kopf nutze ich längst. Nur nicht dazu ins Nebenzimmer zu gelangen. Dazu nutze ich die Tür. Mein Spiegelbild ist die Maus, aber das wird Ihren nichts sagen.

  16. Hallo Probildung,
    richtig ist, dass Antisemitismus und Führerkult aktuell keine Staatsraison sind. Nichtsdestotrotz gibt es eine nicht unerkleckliche Anzahl von Menschen, die sich lieber heute als morgen einen Staat wünschen, der möglichst rasserein und autoritär ihre kleinbürgerlichen Träume von Wohlstand, Zucht und Ordnung exekutiert.
    Ob nun zunächst verbal-aggressiv im Netz oder auf dem Theater-Platz mit Holocaust-Leugnung, Faschismus-Relativierung, Opfer-Kult, Verunglimpfung von Flüchtlingen und sonstigen Anders-Seienden, Totalitarismus-Doktrin und Schluss-Strich-Debatte oder mehr oder weniger handfest in Kameradschaften, Prepper-Community oder Reichbürger-Gebilden. Durchaus mit Bewaffnung, Feindes-Listen, im Netz gefeierte Anschläge auf Synagogen und ja, auch Toten. Das der Staat und seine Organe Jahrzehnte braucht, um einen NSU-Komplex eher halbherzig aufzuklären, aber ruckzuck ein paar als linksradikal gelabelte Connewitzpyromanen auf dem Schirm und der Anklagebank hat, eine doch fragwürdige Erinnerungskultur in seinen Kasernen zumindest toleriert, offenbar nicht in der Lage ist, seine Polizei halbwegs neutral in die Spur zu schicken usw usf sind imho schon Indizien dafür, dass hier doch eine gewisse Wachsamkeit angezeigt ist. Nichtzuletzt Wahlergebnisse von, gelinde gesagt, „rechtsoffenen“ Parteien tun ein Übriges, hier die Alarmglocken läuten zu hören. Nichts anderes sagt Herr Schmitz, und darin erkenne ich nichts als „mies, abwertend, beleidigend und rassistisch“.
    Sie kriegen davon nichts mit? Vielleicht sollten Sie mal den Blick über ihren Tellerrand heben!

  17. Nachtrag:
    @probildung (wieso auch immer)
    Dieser Wunsch von Ihnen, dass mir keiner begegnet der sich angesprochen fühlt kommt zu spät. Schon geschehen. Ging nicht so aus wie diese Maulhelden es erwartet haben.

    Gewalt sollte niemals Selbstzweck sein. Zulässig ausschließlich zur Verteidigung. Und manchmal notwendig, was jeder auch nur halbwegs zivilisierte Mensch zu verhindern versucht.

    Dann gibt es noch die anderen Formen von Gewalt. Was den Herrenmenschen vom Fußvolk unterscheidet. Bereits vor 504 Jahren von ???? (Sie sind doch so gebildet und wissen wer gemeint ist) beschrieben. Da bauen wir eben die besten Panzer der Welt. Es sind ja deutsche Panzer. Wir bauen ja auch die sichersten Kernkraftwerke der Welt. Logisch, sind ja deutsch und die sind nun mal über alles in der Welt. Und wir bauen die besten Autos der Welt und Dresden erlebte den schwersten, heftigsten, längsten u.s.w. Bombenangriff der jemals stattgefunden hat. Wobei keines davon stimmt, aber einige Dresdner (bei weitem nicht alle) müssen selbst im Elend die Nase vorn haben.

    Wie endeten denn die beiden so genannten Weltkriege? Mit Hunger und Elend. Aber vorher, da durfte ein deutscher Held im bayrischen Landtag vor der Machtergreifung in die Decke des Sitzungssaales schießen. Sie wissen doch wer gemeint ist? Schließlich sind Sie ja gebildet.

    Viele Menschen leben in Dresden, einige hundert sollen es sein, wenn nicht gar einige tausende, wie behauptet wird. Da ist auch Platz für intellektuelle Ausreißer, Sie müssen sich also nicht schämen.

    Noch was: Bereits vor Kriegsbeginn beschwerten sich die Luxemburger beim Völkerbund. Die Deutschen sangen frohen Mutes (der allerdings verging, einige Jahre später): Heute gehört und Deutschland, und morgen die ganze Welt. Die Deutschen änderten den Text: Heute hört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt. Aber das wissen Sie ja alles, sind ja pro Bildung. Lassen Sie Ihren Worten mal Taten folgen. Und dann, wenn ich Sie ernst nehmen kann, dann reden wir weiter.

    Und noch etwas: Der letzte der mir anbot das politische Gespräch in die nonverbale Form zu bringen brauchte nur ganz kurz um seine Beine in die Hand zu nehmen. So ist das wenn man kein Rückgrat hat. Aber dafür gibt es ja die Möglichkeit sich in einer Gruppe zu verstecken und die Eigenverantwortung auf das gruppendynamische Prinzip zu schieben.

  18. Es macht schon den Eindruck, dass Ihr Euch alle keinen Faschismus wieder wünscht. Aber Ihr beschimpft Euch, als wärt Ihr erbitterte Feinde. Mäßigung in der Wortwahl täte daher gut.

  19. @Ecki
    Wer sich hinter dem Begriff Bildung versteckt und, in all seinen Aussagen, anderen Bildungsmängel unterstellt, die von mir genannten Beispiele als Phantasien bezeichnet, ohne sich auch nur im geringsten mit Sachkenntnissen zu bewaffnen, sollte sich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Es sind seine pauschalen Unterstellungen, so z. B. der Ami, der ja das LSD erfunden hat (er hatte gerade nichts anderes zu tun), die mich veranlassen seine Toleranz ebenso in Frage zu stellen wie seine Bildung. Ja, ich nehme es persönlich wenn jemand seine unangebrachte Eitelkeit dazu benutzt zu behaupten er wäre besser, klüger und größer als andere weil die, im Gegensatz zu ihm, einfach zu wenig wissen. (Pünktchen Pünktchen Pünktchen Sittliche Entgleisung) (bring meine Zensur selbst mit, hab ich bei meiner Mutti gelernt) Alle anderen sind dumm, oder saufen, oder beides. Und wenn er dann Tina zu ihrem geistigen Gewinn gratuliert bedeutet dies nicht anderes als das er Hoffnung sieht für Tina. Welch eine Gnade. So etwas gibt es sonst nur in Rom. Und der hat (der damalige) auch nur weggesehen als Juden (und auch Roma und Sinti, Homosexuelle und viele andere mehr) laut Definition der Elite kein Recht mehr auf das Leben hatten. Später dann zeigte er doch noch ein Herz und es gab dann auch Pässe für Verfolgte. Nach 45 und es ging für die Verfolgten nach Südamerika und in den arabischen Raum.

    Hitler hat seine Jungs in ganz Europa verteilt um seine kranken Phantasien ausleben zu können. Den jüdischen Ziehvater hat er in seinem Machwerk Mein Kampf verschwiegen. Passte nicht so richtig dass ein Jude seiner Familie die Existenz sicherte. Auch dies sollte Herr probildung wissen wenn er Zivildienstleistende als Feiglinge bezeichnet und vom heldenhaften Kampf spricht. Klingt da etwa Ernst Jünger? Oder der vorgeschobene Posten im ersten Weltkrieg, der seine Erkenntnisse über Angst und Einsamkeit später in seinem philosophischem Werk verarbeiten konnte. Wie hiess der gleich nochmal? Kein Problem, fragen wir probildung.

    Die Wehrmachtsangehörigen waren keine Helden. Ebenso wenig wie die Polizeiregimenter die zu Säuberungen antraten, heldenhaft unbewaffnete Alte, Kranke und Kinder, die vor ihren Massengräbern standen, auf Befehl zu töten. Und auch nicht die Zivilbevölkerung die die Gestapo zum austragen persönlicher Konflikte nutzte. Es gab wenige die den Mut aufbrachten zumindest Mitmenschen zu verstecken, sich schützend vor andere zu stellen.

    Die Veranstaltung am Neustädter Bahnhof beschreibt den sauberen, den unblutigen Teil der Geschichte.

  20. Und ehe Probildung erneut zornig in die Tasten haut, vielleicht denkt er über die Kritik Herrn Schmitz‘ kurz nach. Ich glaube nämlich, dass Sie clever genug sind nachzuvollziehen, was gemeint war & worin Sie sich bessern könnten.

  21. Jaja Probildung, haste aus den Qualitätsmedien Bild, Welt und Neue Freiheit oder?
    Ich halt mich da an direkt Beteiligte:

    Beim Hochhalten der Schilder wurden wir allerdings lautstark als »Islamisten« und »Faschisten« beschimpft, sowohl vom Podium als auch vom Publikum. Unser Banner wurde mit vollem Körpereinsatz heruntergerissen. Die Stimmung im Raum war sehr aggressiv…
    Hinten im Raum begannen Besucher, die Aktion zu filmen. Daraufhin versuchte ein Anwesender, einer Frau mit Kopftuch das Handy aus der Hand zu reißen, und ging sie dabei körperlich an. Als ihr zwei Besucher zur Hilfe kamen, entwickelte sich daraus eine Schlägerei.

    Dieter Nuhr… Bei diesen Referenzen wundert einen natürlich nichts mehr…

  22. Irgendwo habe ich mal gelesen: „Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.“
    Müssen wir „freundlich“ wirklich erst definieren? Ich dachte, so etwas könnte Konsens sein. Aber etliche Kommetare oben sprechen Anderen regelrecht die Menschenwürde ab. Schade.

  23. @ Ecki
    Ich muss Ihnen leider beipflichten.
    Die Verrohung und Aggressivität unserer Gesellschaft spiegelt sich mittlerweile auch immer öfters in der Ausdrucksweise der hier geäußerten Kommentare wieder, die teils unterschwellig ein besorgniserregendes Potenzial zu Gewalttätigkeiten durchscheinen lassen.

  24. Freundlichkeiten.

    Auschwitz steht für jahrelanges Martyrium von Millionen völlig unschuldiger Menschen bis hin zu deren Auslöschung. Deren Schuld bestand in einem Wahn von Minderheiten und der freiwilligen Mittäterschaft derer, die nur ein kleines bisschen Nazi sein wollten. Kein PC Spiel im heimischen Sessel, sondern real mit direkt erlebten Stockhieben bis hin zur Vergasung. Für das geschehene Leid und Elend ist der Platz hier nicht ausreichend. In der SLUB dürfte sich hinreichend Material finden die untermauern dass dies real war und keine Fiktion.

    Und nicht nur da. Ich selbst führte viele Gespräche mit vormaligen SS Angehörigen, hatte selbst einen in der Familie. Günter Grass war nur einer von vielen. Über den Gruppenzwang in der Hitler Jugend in die Doktrin der SS mit dem Ergebnis der Selbstverständlichkeit jeden Befehl, und war er noch so (erkennbar) falsch, ohne weiteres Nachdenken durchzuführen. Und dann, nach dem Scheitern der Ardennenoffensive, noch alles, was wie Deserteur aussah aufknüpfte. Die gesamte Bitburger genannte heutige B 51 war verziert mit gehängten Wehrmachtsangehörigen. Durch die Auflösung der Wehrmachtsverbände, es gab keine Führung, keine Stäbe, keine Struktur mehr, gab es auch keine Passierscheine die dies hätten verhindern können. Deutsche Gründlichkeit. Laut probildung alles nur Phantasie.

    Die Verleugnung des Holocaust ist dumm und töricht. Die gesamte bekannte Literatur als Erfindung zu bezeichen sowie die Nennung als Suffphantasien, verbunden mit dem Hinweis auf Dummheit, überschreitet jedwege Grenze. Da kann ich nicht wegsehen, da darf ich nicht wegsehen. Denn genau das hat die genannten Schrecken erst ermöglicht.

    Und dazu geführt dass diese überwiegend noch Jugendlichen erkennen mussten, dass diese tollen Nazis sie alleine stehen ließen. Die standen im Dreck, erlebten Wut, Trauer und spürten ihr alleine gelassen sein. Viele entdeckten so etwas wie ein Gewissen. Bis auf einige wenige entwickelten sich diese Mörder zu aufrechten Demokraten, sprachen nur in Ausnahmefällen mit Vertrauten über diesen Teil ihrer Geschichte, nicht laut und voller Kraft, sondern ganz leise, die Scham lies keine kräftige Stimme zu. Oradour hatte seinen Glanz verloren.

    Wenn es denn die Linke ist und/oder Antifa a/b/c die dieses Thema aufnimmt und nicht die Parteien, die den Bezug zu den Menschen nicht brauchen, akzeptiere ich das.

    Freundlichkeit, respektive Gewaltanwendung
    Hier noch einmal: Ausschließlich zur Gefahrenabwehr. Völlig einerlei wer versucht anderen Menschen seinen persönlichen Willen durch körperliche Mittel aufzuzwingen, inakzeptabel! Auch die Antifa, die ja gesetzt ihrer Natur die Bereitschaft zum Widerstand mitbringen muss, ist keine homogene Truppe. Da traf ich auch schon einzelne die ich auf ihren Platz in der Nahrungskette hinweisen musste. Ohne Gewalt.

    Und ja, im 21ten Jahrhundert kann man lesen lernen. Das betrifft einige ganz besonders. Erinnern mich irgendwie an einen ehemaligen Landtagsabgeordneten aus der Neustadt. War auch so jemand der ganz gerne mal laut wurde und die skurrilsten Argumente in den Saal schrie. So hat er mal, den Hochwasserschutz in Pieschen-Süd betreffend mal so nebenbei in den Saal hinein gerufen dass vor die drei Meter hohe Flutschutzmauer noch eine 15 Meter hohe Schutzmauer für die Schutzmauer gebaut werden muss! Und die im Saal anwesenden? Ohhhhh, das geht doch nicht.
    Hab noch viel mehr davon. Es ist mir nicht möglich das als Erwachsen zu betrachten. Hätte besser auf lesen lernen verzichtet. Wusste aber damals noch nicht dass mal dereinst in Dresden jemand auf mich wartet der mein Guru sein will.

  25. Ach Herr Schmitz, angesichts der hochexplosiven Stimmungslage möchte ich nicht unflätig wirken, aber ich seh’s mal positiv. Spätestens wenn der Sensenmann vor uns steht gelingt’s uns, mit der Vergangenheit abzuschließen.
    Friede sei mit Ihnen, und: bleiben Sie freundlich. ;-)

  26. Auf einem von Einzellern bewohnten Planeten ist das ja auch in Ordnung. Auf diesem leben Milliarden von Menschen in unterschiedlichen Völkern und Nationen. Einige sollen sogar eine andere Sprache haben. Und auf einem solchen ist ein Zusammenleben (also mehr als fressen und das andere) von Regeln abhängig. Nennt sich Zivilisation und setzt Lernprozesse voraus. Da hilft Bildung. Arschkriechen geht auch, ist sehr beliebt. Aber ab und an muss man auch dieses Habitat verlassen und dann wird es kalt.

    Voraussetzung ist allerdings das die Masse im Kopf grau ist und keine andere Farbe hat.

    Übrigens: Das mit dem Einzeller ist von Dieter Nuhr (in einem etwas anderen Zusammenhang, aber das haben Sie ja längst erkannt). Auch der hat sich mal entschieden.

    Ihr Verhalten ist eine typische Reaktion, kaum kommt nur geringster Widerstand wird das eingeklemmt was in der Evolution sowieso keinen Sinn macht.

  27. Auaaa. Selbst „Die Linke“ scheint ziemliche Blindgänger in den eigenen Reihen zu haben, welche den Gedenktag nicht verstanden haben. Und als in der kommunistischen Kaderschmiede Selbstreflektion, Einsicht und Schuldbewusstsein gelehrt wurden, war er wohl krank. Oder auf Bildungsreise bei Instagram, Youporn oder Twitter oder so. Schade.

  28. @Probildung: Ich glaube, das war nur der Auftakt einer Kampagne, mit der er größtmögliche Öffentlichkeit wollte, aber Du kannst Dich um 19.30 Uhr ja in seinen Livestream schalten, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Mehr auf Twitter.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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