Bolzplatz aufm Russensportplatz

Was war nicht alles geplant für die Westerweiterung des Alaunplatzes. Seit 2016 ist der sogenannte Russensportplatz für die Öffentlichkeit zugänglich (einen kurzen Abriss der umfangreichen Entstehungsgeschichte gibt es im Neustadt-Geflüster vom 17. Juni 2016). Doch außer dem versetzten Spielplatz und dem Weg zur Paulstraße ist bisher hier nichts weiter entstanden.

Bolzplatz auf dem "Russensportplatz"
Bolzplatz auf dem „Russensportplatz“
Um die Wiese wenigstens ein bisschen zu nutzen, hatte die „Stadtteilrunde Neustadt“ das sind die Vereine, die sich im Viertel um Jugendarbeit kümmern, im vergangenen Herbst dazu aufgerufen, den Platz zu gestalten (Neustadt-Geflüster vom 15. September 2018). Der daraus entstandene Bolzplatz ist nun fertig.

Am kommenden Freitag soll er ab 16 Uhr offiziell eingeweiht werden. Der Bolzplatz entstand in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtgrün und dem Stadtbezirksamt. Da aber kaum Budget zur Verfügung stand, wurde vieles aus Eigenenergie und Spenden realisiert: Im September 2018 schippten einige Anwohner*innen der Neustadt zusammen mit den Kindern und Jugendlichen Erde, um den Platz zu ebnen.

Das Amt für Stadtgrün säte im Anschluss Rasen und arrangierte eine Sitzgruppe aus vorhandenen Sandsteinen. Die Metallbaufirma Papendick spendete nach Bitten einiger Kinder die Verankerung der Tore.


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Aust-Konzerte

Jetzt ist es endlich soweit und die Tore stehen. Fußballwillige Kinder und Jugendliche sind eingeladen am Freitag, 20. September mit zu kicken. Wer keine Lust auf Fußball hat, kann mit Mitarbeiter*innen des ASP Panama, des Kindertreffs Känguruh, des Kinder- und Jugendtreffs in der Louise, der Mobilen Jugendarbeit Neustadt (Streetwork) sowie des Kinder- und Jugendbüros darüber reden und nachdenken, wie es mit der Westerweiterung des Parks weiter gehen kann, was geplant und was vielleicht darüber hinaus noch gewünscht ist.

Die Tore stehen schon.
Die Tore stehen schon.

5 Kommentare zu “Bolzplatz aufm Russensportplatz

  1. Haha, da wurde sich aber sehr am historischen Vorbild orientiert. Also bis 1993 sah es irgendwie genauso aus, nur das die Torpfosten rot/weiß waren, dafür die Netze nicht grün.

  2. Es ist schon der Wahnsinn, was eine selbsternannte Gestaltungsmehrheit aus #RGR zusammen mit einer grünen Umweltbürgermeisterin und einem grünen Baubürgermeister in fünf Jahren so alles realisieren konnte.
    Vor allem angesichts des Geplärres einiger grüner Protagonisten als sie noch in der Opposition waren.

    Nennt sich – ganz klassisch – Eigentor, oder? :-)

  3. Übrigens gibts auch den Wunsch, daß die seit diesem Jahr als „Blühwiese“ etwas nachhaltiger bewirtschaftete Fläche (also alles abseits der Bolzfläche) bestenfalls so bleiben möge. Denn es ist belegt, daß „Blühwiesen“ weit mehr als „nur ’ne Wiese“ sind, sie werden max. 2 mal im Jahr gemäht – am Besten per tiefschneidenden Balkenmäher, sodaß die Halme dann liegen bleiben. Solche Wiesen sind stark unterschätzt für die Biodoversität und leisten enorm viel. Siehe dazu Seite 3 des Uni-Journals 14/2019 vom Uni-Blühwiesen-Projekt (Link unten).
    Am A-Park gibts dergleichen nahezu nicht, daher sollte ein Teil des Grünlandportfolios dem obigen Anliegen zukommen. Im A-Park werden bisher lediglich paar Teilflächen meist unter den Baumgruppen weniger oft gemäht. Das ist nett, ein erster Schritt, aber noch nicht umfänglich den Zielen gemäß Uni-Journal-Seite3 dienend. Man wird auch in Städten nicht um solche Flächenbedarfe herumkommen, der Russensportplatz sollte also am besten gar nicht weiter „gestaltet“ werden. Urrgh!, aber so ist es! Außerdem strolcht da hinten der Fuchs, und Has‘ & Co sowieso. Oh ha! Also: „Blühwiese – volle Kraft voraus!“. Amen.

    https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/ressourcen/dateien/universitaetsjournal/uj_pdfs/uj_2019/UJ14-19.pdf

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