Sechzig – Vierzig – Zwanzig – Schulz

Wer ihn sieht, glaubt es kaum. Aber Frank Schulz ist seit wenigen Wochen 60. Der drahtige Mann, der gern mal einen Marathon läuft, führt das Neustädter Reiseveranstalterbüro „schulz aktiv reisen“. Und er hat ein Faible für den Osten. „Georgien ist groß im Kommen“, berichtet er von den Tourismus-Trends der besonderen Art. Der Kaukasus hat es ihm besonders angetan.

Er kennt die Leute vor Ort: Frank Schulz im Kaukasus - Foto: schulz aktiv reisen
Er kennt die Leute vor Ort: Frank Schulz im Kaukasus – Foto: schulz aktiv reisen

Studium in Baku

Vierzig Jahre ist es jetzt her, dass er an der Universität Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, Arabisch studiert hat. „Das Fach war mir eigentlich egal, ich wollte nur weit weg“. Das Studium gestaltete sich jedoch ziemlich spannend. „Es ging nicht nur um die Sprache, auch um Literatur und Psychologie – wir haben zum Beispiel Nietzsche auf russisch gelesen.“

Die wichtigste Begegnung dort waren aber die Berge. Der mächtige Kaukasus mit seinen Fünftausendern. Eine Tour zu diesen Bergen und eine rote Windjacke sollten aber auch zum Ende des Studiums führen.

„Ich hatte mich mit einem Kommilitonen verabredet, gemeinsam wollten wir wandern und klettern – das Problem, der war aus Westdeutschland“. Ein Kontakt, der Schulz nicht erlaubt war. „Als wir starteten in Baku, fielen mir schon die Männer in der unauffälligen Kleidung auf“, erinnert sich Schulz.


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Mitarbeiter gesucht bei Simmel

„Dennoch, es gelang uns aus der Stadt rauszukommen. Aber als wir am Fuße der Berge ankamen, wurden wir schon erwartet und mein Studienkollege mit seiner roten Jacke wurde sofort erkannt.“ Der KGB schnappte zu. Im Bonzen-Wolga ging es zurück nach Baku, es folgte der Rausschmiss und die Ausweisung.

Zurück in Deutschland wartete erstmal die NVA und statt Kaukasus das Erzgebirge. Das Studium durfte er in Leipzig beenden. Mit der Wende ergriff Schulz seine Chance und gründete das Reiseunternehmen „schulz aktiv reisen“ mit Stadtrundfahrten im Kleinbus durch Dresden. Seitdem hat sich das Unternehmen gut entwickelt. Mehr als 30 Mitarbeiter gehören zum Team. Schulz selber verkauft nur noch wenig, ist dafür oft als Reiseleiter unterwegs.

Frank Schulz im Kaukasus - bei einer seiner ersten Reisen Ende der 1990er Jahre. Foto: schulz aktiv reisen
Frank Schulz im Kaukasus – bei einer seiner ersten Reisen Ende der 1990er Jahre. Foto: schulz aktiv reisen

Zwanzig Jahre Kaukasus

1998 konnte er sich dann einen Traum erfüllen und die erste Reise in den Kaukasus anbieten. „Das Dombai-Tal war und ist für viele noch immer die erste Adresse im Kaukasus – und natürlich fahren wir auch dort hin“, erzählt er. Seine Reisen sind immer ein Aktiv-Urlaub. „Sportlich und geistig“, betont er. Die Gäste übernachten eher in Pensionen denn in Hotels und es werden eher kleine Kneipen statt schicker Restaurants besucht. Sanfter Tourismus, sagt man heute dazu, bei Schulz war das von Anfang an Programm.

Anlässlich des 20. Jubiläums der Kaukasus-Tour gibt es auf den diesjährigen schulz-aktiv-Reisetagen eine Ausstellung „Naturschätze des Westkaukasus“. Sie zeigt Bilder aus einem streng geschützten Gebiet des über 1.800 Kilometer langen Kaukasus, des Naturschutzgebiets Zapovednik Kavkazskij. In dieser Region erheben sich in unmittelbarerer Nähe zur südrussischen Stadt Maikop die majestätischen Gipfel des Großen Kaukasus. Die Fotografen Dmitry Andreev, Alexey Bibin, Alexander Perevozov und Sergei Trepet zeichnen ein ganz persönliches Bildnis des Westkaukasus. Als bekannte Naturfotografen in Russland haben sie viele Preise bei Nationalen Fotowettbewerben gewonnen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Zeitschriften, Bildbänden und Ausstellungen vorgestellt.

Der Osten hat es ihm angetan - hier in der transsibirischen Eisenbahn. Foto: schulz aktiv reisen
Der Osten hat es ihm angetan – hier in der transsibirischen Eisenbahn. Foto: schulz aktiv reisen

schulz aktiv-Reisetage – Freikarten

  • Die schulz-aktiv-Reisetage finden vom 25. bis 27.Januar 2019 parallel zur Reisemesse in der Börse an der Messe Dresden statt, jeweils von 10 bis 18 Uhr.
  • Das Neustadt-Geflüster verlost zweimal zwei Freikarten für Messe und Reisetage. Bitte eindeutiges Interesse in die Kommentarspalte schreiben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Weitere Infos unter: www.reisetage-dresden.de und www.reisemesse-dresden.de

schulz aktiv reisen

18 Kommentare zu “Sechzig – Vierzig – Zwanzig – Schulz

  1. Da bei mir dieses Jahr eine große Fahrradreise durch Georgien, Armenien und Aserbaidschan auf dem Programm steht, würde ich mich sehr über die Freikarten und damit die Gelegenheit weitere Eindrücke und Infos zur Vorbereitung zu erhalten, freuen.

  2. Hab schon so viel Gutes gehört von den Reisetagen, dieses Jahr will ich unbedingt mal selbst hin und mir bei meinen geplanten Entdeckungen 2019 Tipps und Anregungen holen! Freu mich, wenn es klappt! :-)

  3. Neue Perspektiven, Wissenswertes, Inspiration, viele nette Menschen… eine Reisemesse ist immer eine Reise wert ;))! Die Leidenschaft für’s Reisen durch Gil&Peer entdeckt :))…gehts seitdem auf lange und weite Reisen gen Osten! Vielleicht auch mal in die Kaukasusregion…worrrr….das sind Ziele für 2019!! ;))

  4. Eindeutiges Interesse!
    Georgien war ich bereits sehr nah, konnte es aber leider nicht bereisen. Das steht definitiv noch aus. Über die Karten würde ich mich sehr freuen und gern zum Thema Infos austauschen. Grüße, Euer Peppi

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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