Der Platz mit dem Verantwortlichen

Scheunevorplatz am Vormittag

Scheunevorplatz am Vormittag

Seit dem ersten Juni ist Olaf Hornuf im Amt als Verantwortlicher für den Scheunevorplatz. Zu diesem Datum hatte der Scheune-Verein die Zuständigkeit für die Sauberkeit und die kulturelle Belebung des 860 Quadratmeter großen Platzes übernommen.

„Ich habe hier fast sowas wie einen Rummelplatz übernommen“, grinst Ole. Gruppen von jungen Männern mit Alkohol und Zigaretten und Bluetooth-Lautsprechern, die ständig versuchen, sich lautstärkemäßig zu überbieten. Rangeleien, Pöbeleien und Drogenhandel inklusive. Dieses Wespennest versuchte er nun mit einem speziellen Kulturangebot zu bändigen.

Falafel und Gemüse

Als erste Maßnahme wurden zwei Stände aufgebaut: der Falafel-Wagen und der Obst- und Gemüse-Stand. Beide verkleinern den Platz und nehmen dem Areal etwas die riesige Betonweite. Dann hat sich Ole, immer in enger Abstimmung mit dem Scheune-Team etliche Programmpunkte ausgedacht. So gab es Lesungen, kleine Konzerte, Tischtennis-Abende, Ausstellungen, Märkte und noch viel mehr.

Und dank dieser Aktionen passierte etwas mit dem Platz. Er wurde ein bisschen bunter, ein Teil des ursprünglichen Publikums kam zurück. „Einige Gruppen sind auch abgewandert“, hat Ole beobachtet.

Olaf (Ole) Hornuf vorm Falafel-Wagen.

Olaf (Ole) Hornuf vorm Falafel-Wagen.

Das der Platz sein Gesicht gewandelt hat, stellt auch Matthias Imhof fest. Der Revierleiter des Polizeireviers Dresden-Nord betont aber, dass die Polizeieinsätze in der Äußeren Neustadt unverändert sind. „Wir müssen präsent sein“, sagt er und dazu gehöre dann auch der Scheunevorplatz. Ausdrücklich begrüßt er das Engagement von Scheune-Verein und Olaf Hornuf. „Die jeweiligen Einsatzleiter kennen ihn und seine Funktion“, sagt der Revierleiter. In einem Treffen wurde über Schwierigkeiten und Möglichkeiten des Platzes beraten.

Genaue Zahlen zur Entwicklung der Kriminalität kann Imhof noch nicht sagen, das wird erst im kommenden Frühjahr ausgewertet. Aber wenn man die Meldungen der Polizeipressestelle über die Monate verfolgt, ist die Anzahl der Gewalt-Delikte auf der Alaunstraße geringer geworden. „Das ist aber noch nicht so, wie wir uns das vorstellen“, sagt Imhof, gibt aber zu bedenken, dass andere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Initiativen von Sozialarbeit oder der Neustadt-Kümmerin oder eben auch das Engagement des Scheune-Vereins eben erst langfristig wirken.

Eine weitere polizeiliche Maßnahme, die in diesem Sommer zum Einsatz kam, sind die Aufenthaltsverbote. Imhof betont, dass diese nur selten angewandt werden und gut begründet sein müssen. Insgesamt wurden von seinem Revier drei solche befristete Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Weitere gab es im Zusammenhang mit den Schlägereien auf dem Alaunplatz.

Anwohner zeichnen ein differenziertes Bild von der Situation vor Ort, einige sehen den Platz nahezu unverändert als ein Hort von Kriminalität und Krawall, andere erkennen positive Veränderungen.

Positives Feedback

Ole freut sich über positives Feedback zu den Veränderungen am Vorplatz, weiß aber auch, dass er nur ein Teil der Lösung sein kann. „Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Leute engagieren“, sagt er. So sucht er zum Beispiel einen Tischtennis-Paten, der sich dann um die Platten, Schläger und Bälle kümmert. „Wir haben jetzt ein kleines Brett über eine große Pfütze gelegt“, vergleicht er schmunzelnd. Es gibt noch viel zu tun, dabei hofft er auch auf Engagement der Neustädter und der Besucher. Für den kommenden Winter sprüht er schon wieder vor Ideen. So denkt er an ein Eisstock-Schieben, jedoch ohne Eis. Und auch das Neustädter Gelichter soll ein bisschen umfangreicher werden.

Scheunevorplatz am Vormittag

Scheunevorplatz am Vormittag

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36 Kommentare zu “Der Platz mit dem Verantwortlichen

  1. Hanneth
    6. Oktober 2017 at 16:15

    Diesem Betondilemma fehlt vor allem noch eine Sache: GRÜN! Der Bereich zwischen den Fahrradständern an der Turnhallenecke sollte meiner Meinung nach noch durch Bäume/Sträucher aufgelockert werden.

  2. Sebastian
    6. Oktober 2017 at 16:28

    „Aber wenn man die Meldungen der Polizeipressestelle über die Monate verfolgt, ist die Anzahl der Gewalt-Delikte auf der Alaunstraße geringer geworden. “ TAGTRÄUMER oder halt mal die richtig die Pressemitteilungen lesen.

  3. bob
    6. Oktober 2017 at 16:30

    @Hanneth

    Grundsätzlich eine gute Idee.

    Aber ich glaube, dass eine Begrünung bestenfalls als Angebot für eine kostenfreie Toilette oder als Sichtschutz für kleine Drogengeschäfte missverstanden wird…..

    Das Problem liegt woanders.

  4. hantz
    6. Oktober 2017 at 18:09

    Den Falafel Wagen nach vorn zu holen war eine gute Idee. Ebenso den Obst und Gemüse Händler.
    Das bricht die Fläche besser auf.
    Danke dafür!
    Mal schauen welche Ideen noch so kommen bzw. Wie diese dann umgesetzt werden.

  5. Marcus
    6. Oktober 2017 at 18:24

    Gibt es eine Webseite, auf der aktiv nach Helfern gesucht wird? Der Ruf nach ehrenamtlicher Hilfe ist okay. Allerdings wäre es, denke ich, wichtig die Nachfrage besser darzubringen, und auch das Angebot besser aufzuzeigen.

    Ich empfinde auf dem Platz inzwischen auch eine mildere Stimmung. Da gab es in der Vergangenheit doch zwei oder drei wirklich krasse Sachen, die ich heute so nicht mehr erwarte.

    Ansonsten habe ich „damals“ aus der Ferne diesen Artikel sehr gemocht, weil er im Kommentarbreich die Vielfälltigkeit der Meinungen hier zeigt:
    http://www.neustadt-ticker.de/28242/aktuell/nachrichten/scheunevorplatz-so-soll-er-mal-aussehen

  6. bob
    6. Oktober 2017 at 18:58

    @Marcus

    und SCHHWUPP, da ist er wieder: der misanthrope Weltverbesserer….

    Vieleicht bietest du ja mal einen Kurs in „Tütendrehen“ an. Selbstverständlich ehrenamtlich…..

  7. nepumuk
    6. Oktober 2017 at 20:59

    Nachträgliche Pflanzung von Grün ist aus verschiedenen Gründen definitiv ausgeschlossen – ist abgeklärt. Daher sollte an Sifftreppe und Betonsitzbank farblich nachgebessert werden. Die Treppe braucht sowieso ein Maßnahmetrio aus Reinigung, Erstanstrich (zB grüngrau) und Schutzschichtauftrag. Die Sitzbank eine Hinwendung zu emotionsdämpfender „Friede-Freude-Eierkuchen“-Farbe Hellgrün.
    Kommt das nicht, würde ich die jetzige Treppenoptik ins Programm der touristischen Neustadtführungen aufnehmen.
    Danke auch noch an Frolln Muth fürs Kippen des ohnehin moderaten Alk-Verbots, von welchem gerade der kontrollunfähige Prollnachtwächter profitierte. Bunt, bunter, bunteste Neustadt – hach!

    Oberwachtmeister Imhoffs Lieblingssatz „Zahlen liegen noch nicht vor…“ meine ich nun schon fast turnusgemäß zu hören – erinnert sei an gleiche Äußerungen in der Presse oder bei Ortsbeiratsterminen. Herr Imhoff ist aufgefordert, die zumindest bisher vorliegenden Verlaufszahlen bekanntzugeben und diese bestenfalls auch mal grafisch nachvollziehbar aufzuzeigen. Ansonsten denke ich und danke, daß die Polizei durchaus Engagement zeigt. Alles Gute auch den lieben Pferdchen. Und schön auch das aktuelle Polizeiwetter.

  8. Tamara Koiber
    7. Oktober 2017 at 07:12

    Grün pflanzen? Wird doch eh vollgepinkelt, was bringt das, guckt doch nur mal an die bunte Ecke wo sogar das Häuschen steht, trotzdem stehen genug Kerls in den Büschen und strullen die voll, die Blumenkästen sind ständig mit Flaschen und Kippen zugekleistert, da drin suhlt man sich doch anscheinend gerne. Und das es auf dem Scheunevorplatz besser oder ruhiger geworden ist? Nein, nichts bemerkt davon. Immernoch Dreck und Lärm und Pöbeleien. Und ja, ich meckere als Anwohner.

  9. Jakob
    7. Oktober 2017 at 08:32

    Die Atmosphäre von vor dem Umbau wird wohl nie wieder zu erreichen sein. Besonders abends beherrschen eben die jungen, lauten Flüchtlinge die Szenerie, was zumindest in meinem Umfeld dazu führt, daß der größte Teil meiner weiblichen Bekannten abends noch nicht einmal dort langlaufen wollen, weil sie das bedrohlich finden. Das mag auch übertrieben sein, aber die Lautstärke und der Habitus dieser Männer sorgt bei manchen eben für solche Reaktionen.

  10. christoph
    7. Oktober 2017 at 09:52

    zieh doch weg Nörgel-Tamara :D

  11. Karsten
    7. Oktober 2017 at 11:19

    Interessant: Olaf Hornuf hat also 2 Stände auf dem Markt aufgebaut? Warum nicht gleich auch Grafs Bäckereiwagen? Mindestens den Obststand gab es schon, da war an der Scheune-Platte noch kein einziger Bagger in Sicht! Den Trödelmarkt veranstaltet übrigens die Firma Korczynsky. Erinnert mich irgendwie an folgenden Witz: „Wer war der erste Sozialpädagoge? Christoph Kolumbus. Als er losfuhr, wußte er nicht wohin. Als er ankam, wußte er nicht, wie er dahin gekommen war. Als er wieder zu Hause war, konnte er nicht sagen, wo er gewesen war. Und das alles mit dem Geld anderer Leute.“ Gibt es für diese auf die eigene Fahne geschriebene „Arbeit“ anderer Leute auch noch ein monatliches Festgehalt?

  12. 7. Oktober 2017 at 11:49

    Lieber Karsten, mit dem heutigen Trödelmarkt hat Herr Korczynsky so viel zu tun, wie Kolumbus mit dem Seeweg nach Indien.

    Und nirgendwo im Artikel steht, dass Olaf die Stände aufgebaut hat.

    Beide gab es schon vorher, nur durften sie nicht auf dem Vorplatz stehen. Das ergab sich erst aus den Verhandlungen des Scheune-Vereins mit der Stadt.

    Meines Erachtens habe ich auch die Beispiele für Olafs Arbeit aufgezählt. Vielleicht liest du einfach noch mal nach.

  13. Vincent
    7. Oktober 2017 at 12:34

    Der Scheunevorplatz hätte niemals umgebaut werden dürfen. Es war so schön dort früher. Jetzt ist es im Prinzip eine No-Go-Area.

  14. Johnny
    7. Oktober 2017 at 15:51

    Pfui!
    Was sich hier wieder für Meinungen austoben, die offensichtlich entweder nie eine Neustadt gesehen, oder nie eine ordentliche, eigene Bildung erfahren haben, ist einmal mehr bezeichnend.
    Das Phänomen der Pöbler und Meckerer, die sich absichtlich genau jene Foren suchen, die ihnen genug Futter geben, kann man selbst auf diesem liebevoll gestalteten Newsblog immer wieder finden.

    Der Vorplatz hat sich extrem verändert in den letzten Monaten, vor allem sein Publikum. Aber das erkennt man wohl nur, wenn man mehr als einmal hinschaut und sich hineinstellt – eine Zumutung für all jene ewigen Nögeltüten.
    Ich bin sehr dankbar für das Engagement des Scheune e.V. und würde ebenso sehr gern wissen, wohin sich unnütze Energie am besten wendet, sie evtl. mal wieder ein Ehrenamt sucht. Direkt an Herrn Hornuf oder Korczynsky oder wat oder wie?

  15. Tamara Koiber
    7. Oktober 2017 at 15:52

    @christoph, ich wohne über 50 Jahre hier, was denkst du eigentlich wie leicht das ist? Nur weil man Meinung sagt kommt das dusslige Argument mit dem wegziehen? Wie dumm ist das denn? Natürlich ist es laut und im Laufe der Jahrzehnte dreckiger geworden! Aber dann kommt immer nur das Geseier..dann zieh doch weg…Dumm…

  16. Chunk
    7. Oktober 2017 at 16:24

    @ Tamara – das hat der Christof doch ironisch gemeint…

    @ Jakob – bestimmt hat mindestens eine Deiner Bekannt_innen
    denen jetzt unwohl ist beim abendlichen Passieren dieses Platzes
    2015 die merkelsche Willkommenskultur zelebriert…ich finde der
    Scheunevorplatz ist jetzt bereichert durch südländisches männliches Temperament. So kann (und sollte) man das auch sehen.

  17. Rolf
    7. Oktober 2017 at 17:35

    …Der kleine Christoph will doch nur spielen…

  18. bob
    7. Oktober 2017 at 17:41

    @Johnny

    Vorweg: Ich besitze eine gewisse Bildung und ich lebe in der Neustadt.

    Der Scheunenvorplatz hat sich verändert ? Da lachen ja die Hühner.

    Das einzige, was sich aus meiner Sicht auf diesem Platz verändert hat ist eine massive Polizeipräsenz. So lobenswert das Engagement eines Platzverantwortichlichen und einer Kümmerin auch sein mag, so zeigt doch allein die Schaffung solcher Stellen die gesamte Problematik auf.

    Ich schaue regelmäßig hin. Und was ich sehe, zumindest am Wochenende und nachts, sind Leute, die zu faul sind ihren Abfälle in Müllbehälter zu tun, in die Ecken pinkeln und Menschen bepöbeln. Und nein. Ich möchte mich auch nicht dazustellen. Und ich bringe meinen Besuch regelmäßig nachts zur Strassenbahn, weil die Leute Schiss haben, dort belästigt, bepöbelt oder um ihr Handy gebracht zu werden.

    Allein die Tatsache, dass ein wesentlicher Punkt in der Diskussion um die Zuständigkeit für diesen Platz die Sauberkeit und Müllentsorgung war, spricht ja wohl Bände.

    Diese Ecke wieder l(i)ebenswert für ALLE ! Menschen zu machen wird es wohl noch einige Zeit und viel Engagement für die Kümmerer und Platzverantwortlichen brauchen.

    Oder wat oder wie……

  19. christoph
    7. Oktober 2017 at 19:13

    wieso ironisch??? ….sie hat doch in einem anderen tread geschrieben das Sie bald weg is.. wollte nur packen helfen, weil das „Geseier“ das hier alles doof is, mittlerweile auch nur noch nervt… hast Du hier in den 50 Jahren irgendwas bewegt?? wenn nicht.. setzen und still sein ! ;D

  20. Karsten
    8. Oktober 2017 at 00:36

    @Anton Launer:
    Du hast doch selber geschrieben „Als erste Maßnahme wurden zwei Stände aufgebaut: der Falafel-Wagen und der Obst- und Gemüse-Stand.“ – Die Betreiber der Stände sind aber selbständige Gewebetreibende, der Scheune e.V. vermietet lediglich die Stellfläche – was hat Ole damit zu tun?

    „Dann hat sich Ole, immer in enger Abstimmung mit dem Scheune-Team etliche Programmpunkte ausgedacht. So gab es … Märkte…“

    Der jeden dritten Sonntag stattfindende Trödelmarkt (https://www.marktcom.de/veranstaltung/neustadtflohmarkt-vor-der-scheune-in-01099-dresden-neustadt) wird vom Veranstalter J(örg)K(orczynsky) Veranstaltungen durchgeführt.

    Den Dresdner Haus- und Hoftrödelmarkt organisiert die Werbegemeinschaft Dresden-Neustadt, Arbeitsgemeinschaft des Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt e.V.

    Was gibt es denn sonst noch für Märkte, die Ole organisiert?

  21. 8. Oktober 2017 at 06:38

    Es ist immer wieder erstaunlich, wenn die Verwaltung, in diesem Fall die Stadtplanung, etwas verbockt, das dann Ehrenamtliche den Karren wieder aus dem Dreck ziehen sollen, natürlich umsonst und draußen. Da unterscheidet sich mittlerweile wohl keine Stadt mehr, egal ob Ost oder West.

  22. Tamara Koiber
    8. Oktober 2017 at 07:34

    @christoph, ja habe ich. sehr viel sogar. Es sind viele die wegziehen. Die die Veränderung sehen. Das Zubauen von Flächen die einstmals schön waren. Das Zusammensein. Die BRN wie sie mal war. Das spontane. Ich bin hier geboren, aufgewachsen und habe genug Menschen gesehen die gekommen und wieder gegangen sind. Ja sicher ziehe ich weg. Es ist mir hier zu laut geworden, zu dreckig, zu lärmig und zu intolerant. Und dann kommen Menschen wie du die das noch beklatschen. Die der Meinung sind: du kannst ja gehen wenn es dir nicht passt. Zu Menschen die geholfen haben die Neustadt am Leben zu erhalten.

    Zu Menschen die geholfen haben den Dreck wegzuräumen, Streit zu schlichten und versucht haben die Neustadt zu dem zu machen was sie mal war. Aber gut, du fährst einen quasi über die Finger und meinst ich soll mich setzen und still sein? Warum? Weil ich als Anwohner meine das sich hier das Umfeld verändert hat? Das es für mich eben nicht mehr tragbar ist und ich entschieden habe wegzugehen. Nach über 50 Jahren. Das Geiseier derjenigen ist lästig: Wenn es dir nicht gefällt dann geh doch….klar. Dann überläßt man aber denen das Feld die die Neustadt weiter in schlechten Ruf bringen. Mal ehrlich, ist mir mittlerweile egal. Ich habe genug getan mit meinen Mitstreitern. Viel gebracht hat es in letzter Zeit nicht mehr. Von daher mein liebert @christoph bist du eine Meckerin los.

  23. Marcus
    8. Oktober 2017 at 08:37

    @bob *SCHWUPP*

    Moin alter Zyniker. :o)

    Die Welt mag ich nicht verändern. Da sind mir zu viele Menschen drauf. Klappt deshalb sowieso nicht!
    Aber wenn man ein Fleckchen auf der Welt mag, kann man schon mal in Versuchung kommen, etwas für den Erhalt oder die Verbesserung zu unternehmen.
    Den Vorplatz sehe ich auch enorm kritisch. Allerdings habe ich vor Monaten da mehr Ätzendes mitbekommen, als heute. In etwa da, wo Katys auf einmal mehrere Türsteher hatte und wegen der Einlasspolitik angefeindet wurde.
    Hatte aber auch ein paar wirklich witzige und nette Erfahrungen in den letzten Monaten.

    Das mit der Polizei bewerte ich gemischt. Das mit dem Verdrängungseffekt hatten wir ja schon. Zum Beispiel Richtung Alaun Platz. Andererseits fühlen sich viele Leute auch sicherer mit der Präsenz.
    Verdrängung hat die Probleme in meiner alten Heimat übrigens punktuell enorm verschärft. Am Ende bin ich morgens auf dem Weg zum Supermarkt praktisch über Junkies gestiegen, die ihr erstes Blech gezogen haben oder auf die Alkifraktion losgegangen sind.
    Das kann also nicht die Lösung sein. Wobei, DIE Lösung wird es auch nicht geben. Aber manche Anstrengungen sind einen Versuch wert, denke ich. Aber natürlich hast du Recht, dass die „löblichen“ Anstrengungen eher das Problem aufzeigen.

    Deine Sicht kann ich gut nachvollziehen. Weil ich auf manche „Neuerungen“ auch allergisch reagiere, hatte ich hier mal vor längerer Zeit einen kleinen Disput mit Ecki. (Wo ist der eigentlich?)

    Natürlich ist das alles eine Sache der Perspektive. Ich wohne in einem ruhigen Teil der Neustadt. In meinem jungen Alter braucht ich nicht jeden Tag Party. ^^
    Deshalb ist mein Blick auf den Vorplatz auch eher eingeschränkt.
    Du wirst einen ganz anderen Sicht auf die Problematik haben. Hätte ich wahrscheinlich auch, wenn ich in der Nähe der Scheune wohnen würde. Bekannte von mir sind deshalb schon weg gezogen.

    Für mich besteht die Neustadt auch nicht nur aus der Äußeren. Ich mag das Gesamtangebot zwischen Elbe und Heide. Und die beiden auch direkt mit.

    Übrigens: Nicht jeder, der mal an der niederländischen Grenze gewohnt hat, kann Tüten rollen. ^^

  24. 8. Oktober 2017 at 08:44

    …So gab es Lesungen, kleine Konzerte, Tischtennis-Abende, Ausstellungen,…

    Und auch für die Märkte braucht es nen Ansprechpartner vor Ort.

  25. Karsten
    8. Oktober 2017 at 11:41

    https://www.tag24.de/nachrichten/neues-konzept-kriminalitaet-muell-dreck-polizei-scheune-vorplatz-verein-264189: Achso, es wurde eine HALBTAGSSTELLE geschaffen, da braucht es natürlich Zwischenergebnisse…
    Wenn aus dem dem Aufbauer, Veranstalter und Verantwortlichem für Marktstände und Flohmärkte im Hauptartikel nach 24 Besucherbeiträgen auf einmal nur noch ein ANSPRECHPARTNER wird, dann möchte ich nicht wissen, wie das mit „Lesungen, kleine Konzerte, Tischtennis-Abende, Ausstellungen“ aussieht.

    Wo sind die geplanten Projekte Nachtflohmarkt, Silent-Disco (Kopfhörerparty), Vereinstag oder Anwohner-Frühstück?. Wo ist die neue Wegbseite, auf der man sich einbringen kann?

    Klappern gehört zum Geschäft, aber sich mit der Arbeit anderer zu brüsten, geht für mich gar nicht! Ist ja schön dass ein DJ und ehemaliger Ladenbesitzer jetzt dank 25.000 Euro von der Stadt eine Halbtagsstelle hat, aber warum wurde da keine Fachkraft (Sozialpädagoge, Streetworker) eingesetzt?

  26. 8. Oktober 2017 at 12:55

    @Karsten: Kopfhörer-Disco war offenbar so leise, dass Du sie gar nicht mitbekommen hast am 2. September. Nochmal, nirgendwo schreibe ich das Ole Aufbauer oder Veranstalter ist. Und die Stelle, in der er sich mit der Arbeit anderer brüstet, zeige mir bitte im Artikel. Und was soll an der Stelle ein Sozialarbeiter, wenn es darum geht, ein Kulturangebot aufzustellen.

    Abgesehen davon, sind die 25.000 Euro von der Stadt (im nächsten Jahr 35.000 Euro) nicht nur für die Stelle, sondern auch für die Reinigung. Wenn Du andere Quellen als Tag24 zur Information heranziehen würdest, wüsstest Du das.

  27. Karsten
    8. Oktober 2017 at 13:54

    @Anton: Hier schreibst Du das: „Als erste Maßnahme wurden zwei Stände aufgebaut“.

  28. 8. Oktober 2017 at 13:55

    Ja. Und wo steht da, dass Ole das getan hat?

  29. Marcus
    8. Oktober 2017 at 14:11

    @Karsten
    Um auf dem Laufendem zu bleiben ist der Twitterkanal der Scheune gut. Da gab es auch die Ankündigungen zu Aktionen wie der Silent Disco. Habe ich selber überlesen. :o(

    Ich bin sehr vorsichtig (Fast paranoid) bei Social Media, habe mich aber mit einem Edward-Snowden-Geprüften Mail Account bei protonmail.com (Schweiz) bei Twitter registriert.

    Den Ticker und andere interessante Kanäle gibt es auch.

  30. Karsten
    8. Oktober 2017 at 15:37

    @Anton: stimmt, ist wie bei Politikern, die haben das zwar so gemeint, ist so rübergekommen, aber das haben die SO nie gesagt ;) … in dem Sinn: https://www.youtube.com/watch?v=UEVdySLvHzs

  31. Felix
    8. Oktober 2017 at 18:11

    Mensch Karsten, über Deine Kommentare kann ich nur den Kopf schütteln.

    Erst falsch lesen, dann schlecht recherchieren bei einer – na sagen wir mal – durchschnittlich guten „Nachrichtenseite“, dann sinnlose Fragen in falsche Richtungen stellen und zum Schluss noch – nachdem Dein Käse gar keine Basis mehr hat – dem Verfasser die Schuld geben, er hätte sich bewusst falsch ausgedrückt.

    Alter, was ist denn mit Dir los? Meinst Du das wirklich Ernst oder erkenne ich die Satire in Deinen Kommentaren nicht?

  32. Rolf
    8. Oktober 2017 at 20:09

    Karsten, geh mal raus spielen. Nich den ganzen tag vorm Rechner sitzen….

  33. 8. Oktober 2017 at 23:17

    Ich bin wahrlich kein Karsten-Fan, aber Leute, wenn ihr den Abschnitt lest, kann man den betreffenden Abschnitt nur so wie Karsten auslegen: „Ole hat es mit dem Vorplatz-Wespennest schwer. Aber er konnte schon einiges reißen. Als erste Maßnahme wurden zwei Stände aufgebaut. Dann hat sich Ole etliche Programmpunkte ausgedacht.“

    Ansonsten: Mecker nich immer so viel rum, Karsten.

  34. Karsten
    9. Oktober 2017 at 08:58

    @Torsten: schön dass es noch Menschen gibt, die deutschen Satzbau und Ausdruck verstehen, da kann man nicht meckern ;)

  35. Ole
    9. Oktober 2017 at 16:18

    Leute … erstmal danke für jedes Feedback. Mir ist wohl bewusst, dass man „dezente Entspannung“ mit „fast nix passiert“ übersetzen kann. Das ist wie mit dem Glas. Halbvoll vs halbleer – Typfrage. In der Neustadt, gibt es natürlich auch die, die alles besser machen würden. Oder die zumindest immer eine kritische Meinung haben. Völlig legitim – aber Fragen wie „wo war denn der Ole“ (sh. FB heute) fallen dann doch in eine andere Kategorie. Wo war er? Nicht 24h / 7 Tage aufm Platz um Störenfriede niederzuringen und dem bösen Maghrebiener das Dope zu entreißen? Kein Supermann dieser Ole. Kein Ersatz für die Polizei. Und dann noch die fremden Federn, mit denen er sich schmückt …

    Ich sag es mal so. Als ich überlegt habe, ob ich zu dieser Aufgabe ja sage, sprach unter anderem dagegen, dass man – speziell im Dorf Neustadt – in der Öffentlichkeit steht und sich dem Urteil von Leuten stellen muss, die von der Sache wenig sowie von mir privat keine Ahnung haben. Aber eine Internetzugang haben sie … wiederum keine Kraft den Arsch mal zur Scheune zu schieben und das Gespräch zu suchen. Oder gar Ideen mitzubringen.

    Die Zustände auf dem Platz sind kompliziert, sehr sogar. Das geht bei den Zuständigkeiten los und endet noch lange nicht bei den verschiedenen „Problemgruppen“, die hier aufeinander treffen. Wie vorm Bahnhof, nur ohne Bahnhof. Ich finde das Wort „gesamtgesellschaftlich“ lame – aber es trifft hier. Ich versuche – und dabei will ich meine Larve bestimmt nicht alle drei Tage in der Zeitung sehen – einen Beitrag zu leisten, weil ich den Ansatz gut finde nicht ausschließlich restriktiv zu reagieren. Okay, naiv – weiche Linie – bringt eh nix. Nichts machen bringt aber auch nichts. Kostet allerdings erstmal auch nix.

    Damit sind wir bei der Kohle, welche die Stadt scheinbar verschwendet. Bei genauer Betrachtung ist es unwesentlich mehr, als zuvor allein für die Reinigung des Platzes ausgegeben wurde. Ja, der hat sich früher nicht selbst gefegt. Ich komme aus der Selbständigkeit, ich bin nicht der King of Fördermittel, ich finde Verschwendung öffentlicher Gelder bestimmt nicht gut.

    Ich finde aber dieses Pilotprojekt unterstützenswert und es gehört bestimmt nicht ins Schwarzbuch der Steuerzahler. Weil: es könnte sich wirklich jede/r einbringen. Das hat nichts mit „jetzt sollen Ehrenamtliche die Karre aus dem Dreck ziehen“, sondern damit vielleicht ein gewisses Nachbarschaftsgefühl neu oder wieder zu entdecken. Der eigentliche Anlass ist blöd, was daraus entsteht liegt auch(!) an jedem von uns. Ich stehe gern bereit, ich sage aber noch mal explizit: ich bin nicht der, der alles alleine macht. Mehr bei Bedarf gern vis a vis … da erklären sich Dinge besser, als in einem Kommentarfenster. Bis denne, habe die Ehre.

  36. Super Mario
    10. Oktober 2017 at 11:13

    @Ole
    Schön geschrieben und mMn auch eine sehr gute Einstellung.

    Vor Allem dies:
    „Der eigentliche Anlass ist blöd, was daraus entsteht liegt auch(!) an jedem von uns.“
    sollte sich jeder zu Herzen nehmen, denn es bringt nichts sich aufgrund irgendwelcher Polizeimeldungen zu verschließen, bestimmte Orte zu meiden und damit tagtäglich die eigenen Schubladen zu bedienen.

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