Big Belly zerstört

Am Rande der Eröffnung der Süd-Ost-Ecke des Alaunplatzes teilte Abfallamtsleiter Detlef Thiel mit, dass Big Belly, der neue umweltfreundliche Mülleimer umgestürzt und zerstört worden ist.

Die High-Tech-Mülltonne war erst Mitte Juli aufgestellt worden (Neustadt-Geflüster vom 16. Juli).

Thiel, der sich persönlich dafür eingesetzt hatte, dass nicht nur die Prager Straße, sondern auch die Neustadt einen solchen modernen Müllschlucker bekommt, zeigte sich entsetzt.

linie

71 Kommentare zu “Big Belly zerstört

  1. B.Schiss
    27. Juli 2012 at 15:34

    Der ist Leiter vom Grünflächenamt…Abfallamt gibts ni…sinnloser Vandalismus…manche denke echt nur bis zur Nasenspitze…Dummheit und Alk in Personalunion

    • 27. Juli 2012 at 16:52

      @B.Sch… : Die genaue Bezeichnung ist: Amtsleiter für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Ich weiß.

  2. Booby
    27. Juli 2012 at 15:35

    Hatten das nicht einige bereits im alten Beitrag befürchtet? Traurig, einfach nur traurig.

  3. 27. Juli 2012 at 15:36

    hihi … müllkonzept spd = fail!?

  4. 27. Juli 2012 at 15:49

    „Da kommen doch nur Vandalen, die das wieder kaputt machen“, sagt ein Passant.

    http://www.fr-online.de/frankfurt/die-zukunft-heisst-big-belly-gestaehlt-in-der-bronx,1472798,4726664.html

  5. Lenbach
    27. Juli 2012 at 16:18

    Das war sowas von klar. Gestern habe ich noch gesagt, ich gebe der Tonne höchstens vier Wochen. Auf die I*** ist Verlaß. Perlen vor die Säue.

    Und: Wie kann man nur auf die Idee kommen, so ein empfindliches und sackteures Gerät ausgerechnet dort aufzustellen? Wie weltfremd sind da einige eigentlich?

    Der Alaunpark gestern: Es hat genau einen warmen Tag gebraucht, um den Rasen komplett zuzumüllen. Ein kaputter Schreibtisch-Sessel war auch dabei. Am Besten das neue Parkstück nur für Ü30 freigeben, die vielleicht noch gelernt haben, daß die Natur keine Müllkippe ist. Mit gutem Willen ist da nichts zu machen. Sollen die „Jugendlichen“ in ihrem Dreck ersticken.

    Ich erneuere meine Forderung:

    „Ab sofort ist das Betreten des Dorfparks für I*** und Drecks*** verboten.“

    http://www.nordbayerischer-kurier.de/node/199286

  6. Lisa
    27. Juli 2012 at 16:52

    Leider sind mal wieder zu viele Idi*** unterwegs.
    Natürlich geht das Konzept nicht auf, dass dadurch der A-Park sauberer wird. Die meisten Leute schaffen es ja sowieso nicht bis zur Mülltonne und der Dreck bleibt.
    SCHADE

  7. falky
    27. Juli 2012 at 16:54

    Geldverbrennung, war doch absehbar, und so ne Bude wird bestimmt keiner versichern.

  8. I**** und Drecks****
    27. Juli 2012 at 16:59

    Herr Lenbach,

    willkommen in der Wirklichkeit. Sollten Sie mit den hier gegeben Bedingungen nicht zu Recht kommen, würde ich Ihnen dringend empfehlen das Stadtteil / die Stadt / das Land / den Planeten zu wechseln . Ihr gesülze ist anmassend und beleidigend für jeden Alaunpark Besucher. Und ihre Sinnfreien Forderungen können Sie sich bitte da hinstecken, wo die Sonne niemals hinscheint.

    Mit freundlichen Grüßen,

    F***U****

    • 27. Juli 2012 at 17:04

      Ich bitte dringend darum, hier nicht dauernd mit Schimpfwörtern rumzuwerfen.

  9. Lenbach
    27. Juli 2012 at 17:25

    Der jugendliche Nutzer I**** findet es also gut, im Dreck zu leben. Vermutlich findet er es noch viel besser, wenn irgendwann die Ratten kommen und sich munter vermehren.

    Ich habe mich gestern mit einigen der von mir „beleidigten Alaunpark Besucher“ unterhalten, die haben sich ausnahmslos alle über diese asozialen Vermüller aufgeregt. Aber das ficht I**** natürlich nicht an, sollen doch die anderen wegziehen.

  10. postmann
    27. Juli 2012 at 17:42

    Nicht Müll mit Solar pressen, sondern Hirn mit Solar aufpumpen! Ich dachte er wird nur gesprayt und beklebt. :(

  11. Christoph
    27. Juli 2012 at 18:37

    @murx: „Big Belly“ mit Hi-Tech war keine Idee der SPD. Wir haben einfache kleine Müllcontainer vorgeschlagen, die dann mit Multicars abtransportiert werden können. Beispiel Mauerpark Berlin. Die Stadtverwaltung hat dazu im Ortsbeirat gesagt, das sei zu teuer. Die Anschaffung koste über 100.000 Euro, und das nächste passende Multicar zum Leasen sei erst in Rostock aufzufinden. Damit hat die Verwaltung uns allerdings nicht überzeugt, und der Ortsbeirat hat trotzdem einstimmig beschlossen, dass die Multicar-Idee weiter verfolgt werden soll. Vielleicht hat jetzt auch das Amt ein Einsehen, wo die Solarpresse doch nicht das Gelbe vom Ei zu sein scheint.

  12. Stefan
    27. Juli 2012 at 20:25

    Darüber könnte ich mich jetzt wieder aufregen, lass es aber lieber. Leider war das vorhersehbar, aber in der kurzen Zeit rekordverdächtig. Können nicht mal gelegentlich die Optimisten recht haben, wenn es um so etwas geht? Ich habe kein Verständnis für Leute, die ihren Müll rumliegen lassen und/oder aus Spass Dinge zerstören. Das hat auch nichts mit alternativ zu tun, sondern ist mE im Wortsinn Asozial. Warum sollte sich die Stadt dann noch bemühen, den Russensportplatz zu erwerben und als Grünfläche herzurichten? Wird ja eh nur wieder zugemüllt und zerstört, macht noch mehr Arbeit, kostet noch mehr Geld. Darf sich keiner wundern, wenn das nix wird.

  13. Jakob
    27. Juli 2012 at 20:33

    @Lenbach: Es sind nicht immer die „unter30er“ die sowas machen und vorallem nicht alle davon sind solche Kleingeister. Es gibt viele die ihren Müll wegräumen und anständig mit dem Park umgehen! Es sind nur leider einige (allen Alters wohlbemerkt) die asozial sind – und deren Dreck liegt halt rum, die vielen Sauberen sieht schließlich keiner.
    Es wäre übrigens viel sinnvoller einen Teil (Hälfte?) für Hundebesitzer frei zu geben, damit nicht die anderen im Haufen Platz nehmen müssen oder kleine Kinder hineinlaufen.

  14. Booby
    27. Juli 2012 at 21:03

    @Jakob:  Es ist mir egal, ob ich auf einer Grillsteakverpackung oder einem Hundehaufen ausrutsche, und deshalb gehören IMHO Hundehaufennichtwegräumer und Müllliegenlasser in die gleiche Kategorie von nichtmitdenkenden (sorry Anton) Idi***. Wenn ein Teil des Platzes für Hundebesitzer frei gegeben würde sähe es dort bald vermutlich ähnlich ekelhaft zugekackt aus wie an diversen Baumscheiben im Viertel…. Mann, ich höre mich an wie meine Eltern, werde ich alt???

  15. 28. Juli 2012 at 01:22

    „willkommen in der Wirklichkeit. Sollten Sie mit den hier gegeben Bedingungen nicht zu Recht kommen, würde ich Ihnen dringend empfehlen das Stadtteil / die Stadt / das Land / den Planeten zu wechseln . “
    Also das ist doch echt die Höhe und an Unterbelichtung kaum noch zu überbieten! Wenn jemand meint, seine Abfälle illegalerweise in einen sauberen Park entleeren zu müssen, dann sollte dieser Anwurf ja wohl am ehesten diesem rücksichtslosen Dreckfink gelten. Mit den „gegeben Bedingungen“, nämlich Sauberkeit beizubehalten, kommen dann nämlich die nicht zurecht, die alles zumüllen. Wenn also jemand das Viertel verlassen sollte, dann diese missratenen Neanderthaler, die anscheinend nie gelernt haben, was soziales Verhalten ist.
    „Ihr gesülze ist anmassend und beleidigend für jeden Alaunpark Besucher.“
    SIE sind kein Besucher, Sie sind ein Störenfried, nichts anderes. Sie stören diejenigen Besucher mit Ihren Hinterlassenschaften, die nach Ihnen kommen und auch noch einen schönen Park zur Erholung vorfinden wollen, stattdessen aber in die Reste Ihres Döners latschen! So was wie SIE braucht dort kein Mensch, Sie zeigen ja nicht mal Einsicht in die Notwendigkeit von Sauberkeit im Park.
    „Und ihre Sinnfreien Forderungen können Sie sich bitte da hinstecken, wo die Sonne niemals hinscheint“
    Unter Ihre hinterlassenen Müllberge im Alaunpark, vermutlich. Schon klar. Ich freu mich jetzt schon auf Ihr blödes Gesicht, wenn dank der Uneinsichtigkeit von Leuten wie Ihnen im Park die ersten Kameras installiert werden und Sie dann als einer der Ersten der Vermüllung überführt werden und auf den Kosten für die Generalreinigung sitzen bleiben. Mal sehen, wie Sie dann mit diesen „gegebenen Bedingungen“ zurechtkommen.

  16. Dachkatze
    28. Juli 2012 at 07:48

    Wäre es nicht wundervoll, wennder Cityfant an den Wochenendabenden zwischen den ParkbesucherInnen kreisen würde und sowohl Müll als auch Müllliegenlasser einsaugen würde……?

  17. buxi
    28. Juli 2012 at 10:37

    o ja, mit ganz grossem saugrüssel. und megafon-durchsage alle viertelstund: Kehrt mal eiern dregg alleene uff!!! dann verstehen dies auch. cityfant ist sehr gut, dann brauchen wir nicht alles asphaltieren, um kehrmaschinen einzusetzen.

  18. 28. Juli 2012 at 10:38

    Dachkatze:
     
    Gute Idee!!
    Man, ich möchte echt wissen, was mit den Leuten los ist. Klar sind wir hier jetzt mehr als früher. Klar wird’s da eng. Das ist eben unsere Gesellschaft: Gefragte Lagen werden bis in den letzten Winkle mit Wohnungen zugepflastert. Und wenn der letzte grüne Winkel bebaut ist, baut man eben nach oben. Und auf den wenigen noch verbleibenden grünen Plätzen wird’s dann halt eng. Das haben wir uns so ausgsucht.
    Aber deswegen muss man nicht seine guten Manieren vergessen, nur weil man gerade jung und rebellisch drauf ist. Die nächste Frage ist, ob in den Familien heute eigentlich noch darauf Wert gelegt wird, den Kids Benimm beizubringen. Gerade in den Neustadtfamilien erzieht man ihnen ja eher einen Hang zur Nonkonformität an, indem man ihnen vorlebt, auf der Straße zu laufen, dafür auf dem Gehweg Rad zu fahren  – und vielleicht auch, ihren Müll nicht wegzuräumen.

  19. Stefan
    28. Juli 2012 at 11:05

    Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen scheint aus der Mode geraten zu sein. Das ist völlig unabhängig vom Alter. Egal ob ich nun den Park (oder die Stadt woanders) zumülle, Passanten umradle, bräsig mitten im Weg stehenbleibe und meinen Tratsch austausche, mit meinem überdimensionierten Auto parke, wie es mir gerade passt, meinen Hund überall hink… lasse, mutwilig Sachen zerstöre oder beschmiere(die ja irgendwem gehören) oder meine Mitmenschen ungefragt mit meiner Musik beschalle. Gerade ein so extrem dicht besiedeltes Quartier wie die Neustadt erfordert es mE, dass man auf die Bedürfnisse seiner Mitmenschen Rücksicht nimmt und nicht nur nach dem Motto „Hoppla, jetzt komm ich!“ lebt. Das gilt natürlich überall, aber dort wo Menschen dicht zusammenleben ist es noch wichtiger. Die eigene Freiheit endet da, wo ich die Freiheit des anderen einschränke.

  20. rudi
    28. Juli 2012 at 11:16

    Als der „Alaunpark“ noch Alaunplatz bzw. Platz der Thälmannpioniere hieß bzw. genannt wurde, denn Alaunplatz heißt er natürlich immer noch, gab es auch schon zerstörte Mülleimer, sogar welche aus Beton, wo die Wut der Zerstörung wahrscheinlich größer war als bei einer High-Tech-Tonne, doch fehlten damals Internet-Bloqs, in denen man seinen Ärger darüber ausdrücken konnte. Auch Fußgänger auf der Straße und Radfahrer auf dem Fußweg konnte man nicht virtuell an den Pranger stellen, war also nicht alles schlecht ;-)

    Ich finde es übrigens bezeichnend, dass es hier zum Eintrag der Geburtstagsfeier einer Instituion des Neustädter Lebens, dem Stadtteilhaus, wohl 0 Beiträge gab und zum Thema „Zerstörte Mülltonne“ bestimmt ein dreistelliger Wert erreicht wird, zumindest dann, wenn es wieder kühler wird…:-(

  21. phil
    28. Juli 2012 at 11:49

    Es würde meiner Meinung nach helfen, wenn mehr Mülleimer in der Mitte des Parks, an den Wegen, verteilt wären. Die einzigen Abfallbehälter befinden sich alle am Rand.

    Wenn für jedes Grüppchen Leute ein Mülleimer in unmittelbarer Distanz wäre, dann wären selbst die Idioten bereit, ihren Müll die paar Meter dahin zu tragen.

    Das wird das Problem nicht komplett lösen können, aber mal ehrlich: das Problem wird man nie KOMPLETT lösen können.
    Kosten müsste die Stadt tragen… 

  22. 28. Juli 2012 at 11:50

    Stefan:
     
    Naja, aber wenn etwas „aus der Mode kommt“, ist das ja mE nach schon ein Generationenphänomen. Nur weil in den 60ern die jungen Mädels den Mini für sich entdeckten, machten das die „Alten“ ja deshalb nicht gleich nach – im Gegenteil.
    Ich denke, das hat etwas damit zu tun, dass gerade die jungen Leute in der alternativ geprägten Neustadt das Befolgen von Regeln für „konservativ“ halten, das Übertreten hingegen für „progressiv“ und identitätsstiftend. Meines Erachtens nach liegt da aber ein Denkfehler vor, weil das sture Beharren auf vermeintlich antikonservativem Denken und Verhalten fast schon selbst konservativ ist in der Rigorosität, in der man daran festhält. Denn das gleicht dann fast schon wieder eigenen festen Regeln, die lediglich konträr zum Regelkatalog der Mehrheitsgesellschaft stehen.
    Das heißt aber eben nicht, dass alle so sind. Auch unter den Jüngeren ist ein Trend zu entdecken, genau diesen veralteten Vorstellungen von Alternativität entgegenzuhalten, die nur allzu oft den Gemeinschaftsgedanken vermissen lassen und stattdessen das Ego in den Vordergrund stellen.

  23. Stefan
    28. Juli 2012 at 12:44

    Jane:
    Gut, vielleicht war Mode hier die falsche Vokabel. Insgesamt scheint mir hier ein Egoismus um sich zu greifen, der nicht vor Generationengrenzen halt macht. Das ist sicherlich nicht bei allen Menschen so und auch nicht immer der Fall. Ich wollte nicht den jahrtausendealten Chor einstimmen, dass die Jugend von heute schlecht ist und der Untergang der Zivilisation bevorsteht. (Der Klassiker: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Sokrates)
    Dieser Egoismus findet seine vermeintliche Berechtigung dann wahlweise in einem „alternativen“ Lebensentwurf oder im hohen Einkommen oder in der Idee „wir mussten so lange auf xxx verzichten, jetzt sind wir auch mal dran“ oder in was auch immer. Jede/r findet für sich eine Begründung, warum die Spielregeln der Gesellschaft gerade in diesem Fall nicht gelten. Und dann wundern sich alle über Auflösungserscheinungen der Gesellschaft… Sicher gibt es auch gegenläufige Tendenzen, gerade bei jungen Leuten, die von den Folgen dieses Egoismus betroffen sind (Generation Praktikum, um es auf eine griffige Vokabel zu reduzieren). Manche vermeintlich altmodischen Tugenden haben ihre Berechtigung, z.B. Respekt vor seinen Mitmenschen und die Achtung von gemeinschaftlichen Werten, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Dazu gehört halt auch, dass man seinen Müll nicht überall rumliegen läßt und gemeinschaftliches Eigentum nicht mutwillig zerstört. Klar, der Mülleimer gehört „der Stadt“. Wer ist denn die Stadt?

  24. s.
    28. Juli 2012 at 13:02

    @jane
    zitatanfang: „Das heißt aber eben nicht, dass alle so sind. Auch unter den Jüngeren ist ein Trend zu entdecken, genau diesen veralteten Vorstellungen von Alternativität entgegenzuhalten, die nur allzu oft den Gemeinschaftsgedanken vermissen lassen und stattdessen das Ego in den Vordergrund stellen.“ zitatende
    ich bräuchte jetzt mal aufklärung. was sind bitte  „veraltete Vorstellungen von Alternativität“ und warum steht da das ego im vordergrund und lässt gemeinschaftsgedanken vermissen? und wo ist die kausalität zu dem artikel? was hat das mit alternativität zu tun?
    sichtlich verwirrt…
    s.
     

  25. 28. Juli 2012 at 16:31

    Stefan:
    In diesen Chor will ich ja auch nicht einstimmen. Die Jugend von heute kann ja auch immer nur so schlecht sein wie Eltern und Staat es zulassen ;)
    s.:
    Alternativität wird oft immer noch darauf reduziert, gegen als vom Staat aufoktroyiert empfundene Regeln bewusst zu rebellieren, sich „eigene Wege“ zu suchen. Das hat sich in den letzten Jahren vor allem darin geäußert, dass man die Neustadt zum „regelfreien Raum“ erklärt hat, in dem man nach Herzenslust all das tun und lassen kann, was man schon immer wollte, wo man aber in als spießig empfundenen bürgerlichen Wohngegenden auf erheblichen Widerstand treffen würde. Zum Beispiel richtig die Sau rauslassen, in Höfe und Hauseingänge pinkeln, nachts bis ultimo rudelweise an Straßenecken herumlungern und Krawall machen, mitten auf der Straße laufen und Radler und Autofahrer, die sich beschweren, anpflaumen – und eben den Grillmüll einfach im Park liegen lassen.
    Das Müllproblem wäre in diesem Umfang nirgendwo sonst in der Stadt denkbar, nur auf dem Alaunplatz. Denn überall sonst würden sich sofort irgendwelche Omis beschweren und einem die Leviten lesen. Omis gibt’s aber auf dem Alaunplatz so gut wie keine mehr, die trauen sich dort kaum mehr hin. Zu meiner Kinderzeit stellten Omis und Opis mit Hund und Muttis mit Kleinkindern noch die zahlenmäßig größte Besucherklientel im Park – entsprechend sauber und erholsam war er auch. Heute ist er nurmehr eine Kloake, wo sich die Neustadtjugend in Hundekacke und Grillabfällen suhlt.
    Es ist aber ein Trend erkennbar, der Alternativität anders defininiert. Indivitualität – ja! Aber nicht zulasten der Gemeinschaft. Es gibt sie ja, die Leute, die ihre Hundesch*** wegräumen und ihren Grillabfall mitnehmen. Und es gibt auch die, die unter Alternativität nicht nur ihre eigene größtmögliche Freiheit begreifen, sondern auch bedenken, welche (unangenehmen) Folgen ihr Handeln unter Umständen für andere hat. Zum Bleistift, dass ich jemanden (auch mich selbst) schwer verletzen kann, wenn ich gedankenlos auf die Straße renne, weil ich glaube: Hier ist die Neustadt, und ich bin hier König. Oder dass es wahrscheinlich nicht sehr angenehm ist, wenn die Bewohner eines Hauses aus der Tür direkt in den Haufen von Wauwi fallen, wenn man den mitten vor einen Hauseingang sch***en lässt.
     
     

  26. s.
    28. Juli 2012 at 17:02

    @jane
    all das, was du beschreibst hat immernoch nichts mit alternativität zu tun. du beschreibst asoziales verhalten. mehr nicht. ich habe eher das gefühl, dass du mit alternativen leben nichts anzufangen weißt, alles in ein topf wirfst, kräftig rumrührst und fertig ist die bildmeinung. oder?

    • 28. Juli 2012 at 19:54

      @S. Asozialität ist doch auch eine Alternative. Oder gibt es eine festgelegte Definition, die erklärt, wie alternatives Leben funktioniert?

  27. HinzundKunz
    28. Juli 2012 at 17:37

    Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte
    Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den
    älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen
    Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten.
    Sie widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer.
    (Sokrates, 470-399 v.Chr.)

  28. s.
    28. Juli 2012 at 21:57

    @ anton,
    sicher nicht. jedoch wird asoziales verhalten, egal wie man lebt, geächtet. und ist somit, zumindest für mich, keine alternative. und nicht nur weil dieses verhalten verachtenswert ist.

  29. Stefan
    28. Juli 2012 at 22:51

    @s. was ist denn alternativ? In meiner Jugend waren die Friedensbewegung und die Umweltaktivisten „alternativ“, oft als Müslifresser oder Ökospinner abgetan. Umweltschutz ist heute Mainstream. Ich habe manchmal den Eindruck, manche verstehen unter alternativ eine Art Fundamentalopposition, die sich darin erschöpft, in der Hauptsache alles anders zu machen und keine Regeln gelten zu lassen, seien sie gesellschaftlicher oder mitunter auch juristischer Natur. Diese „Alternativen“ sorgen dann, weil sie stark von der „Norm“ abweichen, für negative Schlagzeilen, die die öffentliche Meinung prägen – ob einem das nun gefällt oder nicht.
    Um alternativ zu leben, ist es meines Erachtens erforderlich, erst einmal zu schauen, was die „Normalvariante“ ist, welche Elemente davon ich ablehne, und welche Alternativen zu diesen Elementen ich für mich finden kann. Eine reflexhafte Ablehnung aller bestehenden Regeln bringt noch kein alternatives Leben hervor.

  30. 29. Juli 2012 at 21:55

    S.:

    Ich rede ja auch nicht von *deinem* Alternativitätsbegriff, sondern von dem, dem man täglich in der Neustadt begegnen kann. Und wie der aussieht, das habe ich glaube ich zur Genüge geschildert. So musst du dich ja nicht verhalten. Wenn’s nicht so ist, umso besser. Es gibt ja eben keinen allgemeingültigen Alternativitätsbegriff. Aber es definitiv sozial (das heißt Gemeinwesen-)orientierte und asoziale.

  31. s.
    30. Juli 2012 at 00:17

    @jane,
    ich glaube aber nicht daran, dass die, die man täglich beim müll hinterlassen, in den hof pinkeln etc. trifft sich als alternativ bezeichnen. da doch der begriff ziemlich verpönt ist. vielmehr drückst du ihnen den „alternativstempel“ auf. für mich ist es einfach nur asoziales verhalten. und wie stefan schon geschrieben hat: „Eine reflexhafte Ablehnung aller bestehenden Regeln bringt noch kein alternatives Leben hervor.“

  32. 30. Juli 2012 at 09:56

    s:

    Ich kann dir nicht vorschreiben, was du zu glauben hast. Das ist deine Sache. Ich weiß aber, was ich sehe, und wen ich sehe. „Alternativ“ ist keine gesellschaftlich eindeutig zuordenbare Strömung wie „Veganer“ oder „Atheist“. Unter „alternativ“ fällt vielmehr so ziemlich alles, was sich als „vom Mainstream abweichend“ betrachtet. Dazu gehört eben nicht nur das, was DU als alternativ empfindest. Aber das hatten wir hier eigentlich alles zur Genüge besprochen.

  33. fuchs
    30. Juli 2012 at 11:39

    … es gäbe da ja noch eine Möglichkeit, den Alaunplatz/park sauberer zu halten: die Methode des Pillnitzer Schloßparks! Wie man den Gerüchten(?) entnehmen kann, ist diese Methode schon auf dem Vormarsch Richtung Zwinger – warum sollte dann nicht auch in Erwägung gezogen werden, um den (eventuellen) Kauf des Russensportplatzes zu refinanzieren??
    Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht dafür, aber ist die Tendenz in unserer Gesellschaft nicht leider schon die, dass fast nur noch finanzielle „Bestrafungen“ helfen, eine (Grund-)Ordnung aufrecht zu halten?

  34. Jonk
    30. Juli 2012 at 11:55

    Ja wenn das Ordungsamt mal nicht immer nur nach falsch parkenden Autos suchen würde, sondern sich mal in den Alaunpark aufmachen würde und Müllliegenlasser und Hundescheisseliegenlasser ENDLICH MAL ZU KASSE BITTEN WÜRDE. Liebe Verantwortlichen vom Ordungsamt: MACHT DOCH ENDLICH MAL WAS! Diese Situation ist unerträglich!

  35. Booby
    30. Juli 2012 at 13:59

    Also wäre ich Ordnungsamtmitarbeiter, würde ich auch lieber einem Auto ein Knöllchen hinter die Wischer stecken, als auf dem Alaunplatz höchtwahrscheinlich aggressive Diskussionen mit angetrunkenen Hauptsache-Dagegen-Hundebesitzern-Partymenschen durchzustehen.
    Ich frage mich des öfteren, ob man den Unrat nicht mal einfach liegen lassen sollte bis die Sch*** buchstäblich zum Himmel stinkt. Auch wenn damit alle bestraft wären, kapieren wenigstens (aber auch nur vielleicht) einige mal was ihr Handeln für Konsequenzen hat!

  36. E-Haller
    30. Juli 2012 at 17:28

    @ Jonk: Wie schon mehrfach gesagt – es ist für das Ordnungsamt schlichtweg praktisch nicht möglich, „was zu machen“. Nur mal angenommen, der Personalbesatz wäre groß genug – so bliebe immer noch die Pflicht, den Verursacher (ob nun Hund oder Herrchen) in flagranti zu erwischen. Sonst kann nämlich jeder behaupten, es sei nicht von ihm…

    Und niemand wird so doof sein, seinen Hund vor dem Auge des Gesetzes Häufchen machen zu lassen. Oder Müll wegzuhauen.

    Und wenn es dann irgendwann dunkel ist, wirds noch schwerer. Oder sollen die sich mit Nachtsichtgerät in den Busch packen?
    Um dann mit alkoholisierten Gruppen über den Müll zu streiten!?

  37. christoph
    30. Juli 2012 at 18:04

    @ Nachtsichtgerät….

    da muss endlich mal die Bundeswehr ran, die haben die entsprechende Technik und die lieben Offiziersanwärter-/ Innen hätten eine sinnvolle Aufgabe. Der Weg für die schnelle Eingreiftruppe würde sich ja von der Stauffenbergallee aus auch in Grenzen halten….

  38. Stefan
    30. Juli 2012 at 19:40

    @E-Haller: Gut zusammengefasst. Dazu käme auch noch, was die Leute vom Ordnungsamt sich dann alles anhören dürften, wenn sie es denn versuchten. „Polizeistaat“ wäre wahrscheinlich noch harmlos… Und gerade bei alkoholisierten Gruppen könnte es dann auch sehr schnell handgreiflich werden.
    So lange die Dreckschweine und Randalierer nicht von selber drauf kommen, wie asozial sie sich verhalten, wird es nicht besser werden – und darauf können wir wohl lange warten….

    Den Alaunplatz mal im Hochsommer vier Wochen lang (wahrscheinlich reicht schon eine) nicht aufräumen, dann merken vielleicht mal ein paar Leute was – spätestens wenn ihnen die ersten Ratten über die Füße laufen. (Disclaimer: Der Vorschlag ist natürlich nicht ernst gemeint)

  39. 30. Juli 2012 at 21:37

    Ich wäre für eine Under-Cover-Zivilstreife. Die müsste den Alaunplatz lediglich an einem einzigen Wochenende so richtig „aufmischen“, was glaubt ihr, wie schnell wir das Problem im Griff hätten, weil jeder künftig jederzeit damit rechnen müsste, dass am Grill nebenan ein Ordnungshüter sitzt, der ihm auf die schmutzigen kleinen Fingerchen haut, sobald er seinen Müll nicht mitnimmt.
    :-)

    Übrigens: Wenn die besoffenen Trolle dann auch noch handgreiflich würden, hätte der „Überwachungsstaat“ gleich richtig was gegen sie in der Hand. Das gäbe dann nicht bloß ein Verwarnungsgeld, sondern da drohte dann eine Verknackung wegen Körperverletzung – das bedeutet mindestens eine Bewährungsstrafe und Sozialstunden.
    Razzien finden jeden Tag irgendwo statt. Wieso eigentlich nicht auch mal auf dem Alaunplatz?

    • 30. Juli 2012 at 23:01

      @Jane: Das Ordnungsamt ist regelmäßig auf dem Alaunplatz im Einsatz.

  40. Frank
    30. Juli 2012 at 21:45

    Jane,

    Deine pauschalisierendes Urteil zu „alternativen“ Lebensstilen zeigt eigentlich nur, daß Du eine ältere Dame bist, die sich hinter als fest und solide empfundenen Werten versteckt, die sie selber gut findet. Daß es überall Draußen Hunderte (zu Dir alternative) Lebensentwürfe gibt, die an Deiner Realität vorbeischrammen, aber ihren Müll trotzdem mit nach Hause nehmen, unterschlägst Du oder weißt Du einfach nicht. Oder siehst es einfach nicht mehr. Altersstarrsinn eben …. Und bitte hör auf, immer Leute zu belehren. Bitte.

    Frank

  41. christoph
    30. Juli 2012 at 22:54

    @ Jane… deine Idee ist gar nicht so abwegig, die Sozialstunden könnten schön im Alaunpark mit Müllsammeln abgeleistet werden..

  42. Riesaer
    31. Juli 2012 at 09:12

    Jane eine ältere Dame – das hat was ;-)

    Aber Jane, wäre nicht wieder im Handumdrehen der Ruf der Stasimethoden im Schwange, wenn eine Zivilstreife unterwegs wäre? Manchen (zuvielen) gilt doch nur das eigene Ego und der eigene Vorteil,
    und ja, ich bringe hier mal das verpönte Wort der „Wertvorstellungen“ – die leider den Bach runterzugehen drohen. Natürlich muss man nicht konservativ denken, aber irgendwo müssen doch noch ein paar Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens gelten.

    Und vier Wochen nicht aufräumen stört dann eher die, die nicht dran schuld sind. Diejenigen, die die Sauerei verursachen, heben auch ein paar Ratten nicht an. Und ich vermute mal, auch als Nicht-Neustadtbewohner, dass die schlimmsten Dreckschw… gar nicht aus dem unmittelbaren Umfeld kommen.

  43. 31. Juli 2012 at 10:32

    Anton: Ja, aber unter o.g. erschwerenden Bedingungen. Ich habe mit dem Ordnungsamt über die Problematik Hundekot im Stadtgebiet gesprochen. Die Neustadt wird hier einhellig als Schwerpunkt genannt. Aber man lässt eben auch ganz deutlich durchblicken, dass man zu wenig Personal hat und eben mit dem Problem kämpft, die Täter inflagranti erwischen zu müssen. Unterm Strich kommt es nur ganz selten im Jahr dazu, dass wirklich Schmutzfinken bestraft werden können. So bringt das also gar nichts.

  44. Pieschener
    31. Juli 2012 at 11:22

    Kameraüberwachung, Einlasskontrollen und eine private Sicherheitsfirma die auf Streife geht! Her damit! Der Wutbürger fordert dies!

    Mal im ernst: Mit guten Beispiel vorangehen und ggf. auch mal Leute darauf aumerksam machen wenn man die Verschmutzung direkt mitbekommt. Selbst vermeintliche „halbstarke“ haben auf meinen kurzen Müllhinweis wie selbstverständlich kurz umgedreht und ihre Grillabfälle dann doch noch eingesammelt und in im Müllcontainer versenkt.

    Was die Stadt nicht leisten kann muss eben die Gesellschaft bringen.

  45. E-Haller
    31. Juli 2012 at 11:44

    @ Jane: „So bringt das leider garnix“ – tja, wir leben eben in einem Rechtsstaat. Und da muss nunmal eine rechtliche Sicherheit bestehen, dass der Täter auch Täter ist. D.h. in dem Fall: die Sch… muss dem Hund zuzuordnen sein. Deshalb gab es ja mal diese Gentestidee (a.k.a. Luftnummer). Weil: auch wenn per Gentest sicher ist, dass die Sch… wirklich zu dem Hund gehört – es könnte ja auch der Erzfeind des Herrchens im Mülleimer nach dem sorgsam weggeworfenen Beutelchen gekramt und den Inhalt wieder auf der Straße platziert haben. Beweiskraft: 0.

    So ähnlich ist es mit dem Müll im Alaunpark. Gruppe sitzt und grillt. Neben ihr liegt Müll. Jetzt muss nachgewiesen werden, dass der Müll von der Guppe ist. Nehmen wir mal an, das geht: Dann kann die Gruppe erklären, dass sie ihn selbstverständlich noch wegräumen wird. Also muss jetzt gewartet werden, bis sie tatsächlich gehen. Und das bei geschätzten 100 Grüppchen über einen langen Zeitraum bis in die Dunkelheit hinein – viel Spass! Noch mehr Spass: wenn man dann doch zur Ahndung schreitet: Ordnungsamt vs. eine alkoholisierte Gruppe neben anderen alkoholisierten Gruppen IN DER Neustadt – da ist das Feindbild und entsprechende Spontanverbrüderung doch schnell klar.

  46. 31. Juli 2012 at 12:49

    E-Haller:

    Sagt ja auch gar keiner was gegen den Rechtsstaat. Aber der sieht Undercover-Schnüffler ja wohl durchaus auch anderweitig als legitime Ermittlungsmethode vor. Es bringt halt nix, wenn man die Ordnungshüter schon auf eine Entfernung von 100 Metern auch als solche erkennt.
    Wenn die Ordnungsämtler in zivil rumlaufen würden, würden ihnen weitaus mehr Kot- oder Müllsünder in die Falle gehen. Dass angesichts solcher Überlegungen einigen hier ordentlich die Muffe geht, ist natürlich total verständlich – und so soll’s ja auch sein :-)

  47. 31. Juli 2012 at 14:36

    »Alternativ leben« bedeutete ursprünglich: Alternativ zur Mehrheit und zur herrschenden Meinung. Es bedeutete, anders als die Spießer, anders als die Eltern, anders als »der Staat« sein zu wollen.

    Es wurde oben angesprochen: Dafür gibt es dutzende Möglichkeiten — darunter sind zweifellos solche, die Intelligenz, Anstrengung, Disziplin und Zivilcourage erfordern und bei vielen Menschen Respekt hervorrufen. Ihre Protagonisten sind auf bestimmte Weise ein Stachel im Fleisch der Mehrheit.

    Andere alternative Lebensstile tun im Grunde nach außen niemandem weh; sie führen zu Reaktionen zwischen Erstaunen und Erheiterung.

    »Alternativ« sind aber auch solche Handlungen und Einstellungen, die Psychologen als »stille Aggression« bezeichnen würden. Das Vermüllen eines öffentlichen Platzes (Alaunplatz, Elbwiesen …) ist ein gutes Beispiel: Es erfordert keine Intelligenz, keine Anstrengung, keine Disziplin und erst recht keine Zivilcourage. Es ist trotzdem alternativ zur herrschenden Meinung, nach der eine Grünfläche möglichst sauber und kinderfreundlich sein sollte.

    Meine persönliche Meinung: Man kann eine solche stille Aggression nicht durch staatliche Repression in den Griff bekommen, zumindest nicht mit den Mitteln, die der demokratische Rechtsstaat bietet. Und in einem total-überwachten Polizeistaat wären vielleicht die Wiesen sauber, aber es würde auch keiner mehr nach draußen gehen. Mehr Zivilstreifen oder Strafzettel bringen also überhaupt nichts.

    Es ist in Wahrheit ein viel schwierigerer Prozess. Es müssen sich unabhängig von Obrigkeit, Verwaltung und Polizei neue Haltungen und Verhaltensweisen herausbilden.

    Die Müllverbreiter müssen auf der einen Seite ein akzeptiertes Vorbild vor Augen haben: Vernünftige und verantwortungsbewusste Menschen leben ihnen vor, wie man seinen Müll wegräumt.

    Den Müllverbreitern muss aber auf der anderen Seite ins Bewusstsein gebracht werden: Was wir da tun, ist auf eine Weise »alternativ«, die nicht der Obrigkeit, den Spießern oder der Polizei schadet, sondern allen Einwohnern der Neustadt.

    Man kann die »stille Aggression« prinzipiell nicht eliminieren, aber man kann sie in andere Bahnen lenken, bestenfalls in positive …

    Es wird immer einen bestimmten Anteil Menschen in der Gesellschaft geben, der generell weder Regeln noch Verantwortung akzeptiert. Ist dieser Anteil sehr klein, kann die Gesellschaft damit leben. Wird dieser Anteil größer, kommt es zu zugemüllten Plätzen und zerstörten Hightech-Mülleimern. Irgendwann kann die Gesellschaft nicht mehr damit leben. Jetzt steht im Grunde jeder Mensch vor der Entscheidung, welchen Weg er gehen will …

  48. sylvia
    31. Juli 2012 at 14:37

    Ich hab schon ab und an einem Hundebesitzer, der den Haufen seines Hundes liegen lassen wollte, eine Tüte aus meinem Bestand in die Hand gedrückt mit dem augenzwinkernden Hinweis: Hast keine mehr?, ich helf dir gerne aus…
    Könnte u.U. mit dem Müll auch klappen … Aufmerksamkeit & Freundlichkeit seinen Mitmenschen gegenüber vorausgesetzt ;-)

  49. 31. Juli 2012 at 18:39

    Ich bin der Ansicht, dass man nicht über Sinn und Unsinn bestimmter Maßnahmen zur Eindämmung bzw. Erziehung solch verirrter Schafe urteilen sollte, bevor man sie nicht ausprobiert und an den realen Umständen gemessen hat.

    An den realen Umständen längst gemessen und daher imho bewiesen ist hingegen, dass die sogenannten „guten Vorbilder“ von den betreffenden Leuten eher verspottet und als oberlehrerhaft-rechthaberisch empfunden werden, als dass sie die Haltung der Rebellen zu ändern vermögen.
    Nein. Ich bin der Ansicht, dass solche Leute nur lernen, dass sie Derartiges besser lassen sollten, wenn es ihnen selbst zu allererst schadet. Denn das ist ja genau das Problem: Ob ihre Taten anderen irgendwie schaden, ob andere dadurch Nachteile haben, interessiert sie nicht. Wichtig für sie ist einzig, dass SIE bislang dadurch Vorteile haben. DA muss für meine Begriffe angesetzt werden.

  50. 31. Juli 2012 at 19:39

    Es ist prinzipiell völlig richtig, dass die Verursacher merken sollten: Es schadet mir selbst.

    Aber das Ordnungsamt und die Polizei können ihnen eben nicht wirklich »schaden«. Beide sind in ihren Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Das wurde ja hier schon erläutert.

    Der Polizei und dem Ordnungsamt bliebe als einzige Maßnahme ein totales Grillverbot auf den genannten Wiesen, so wie es am Reichstag in Berlin durchgesetzt wurde. Das kann man nämlich ganz einfach kontrollieren. Dagegen kann niemand kontrollieren, wer nun wirklich seinen Müll nicht weggeräumt hat.

    Eine abgeschwächte Form dieser Maßnahme: Grillen ist erlaubt, aber nur mit persönlicher Anmeldung durch einen Verantwortlichen.

    Ich vermute aber, dass diese beiden Maßnahmen nicht wirklich gewollt sind.

    Es werden nur Aktionen wie im Beispiel von Sylvia Erfolg haben: Verhaltensweisen wie das gedankenlose Wegwerfen von Grill-Müll müssen auf der sozialen Ebene sanktioniert werden.

  51. 31. Juli 2012 at 19:50

    Das sehe ich nicht so. Wenn man denn bei der Stadt den Ernst der Lage mal erkennen würde, dass es mittlerweile gewiss mehr kostet, den Park immer und immer wieder in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen, als eine Zivilstreife des Ordnungsamtes zu bilden, die für solche Fälle geschult wäre, dann wäre eine solche auch möglich.
    Statt Grillverbot oder Anmeldezwang würde vielleicht sogar für den Anfang das Aufstellen gut sichtbarer Hinweisschilder mit der klaren Aussage, dass der Müll mitzunehmen ist und Zuwiderhandlung geahndet wird. Natürlich lässt sich vorab immer vortrefflich über Sinn und Unsinn dieser Maßnahmen streiten. Ich bin aber dafür, dass man mal überhaupt irgendetwas versucht, statt immer nur gleich mit dem Deckel „bringt ja doch nix“ zu kommen und jeden Impuls zu beerdigen.

  52. 31. Juli 2012 at 19:58

    Oben fehlt ein „, genügen“ hinter „geahndet wird“.

    Solche Schilder könnten übrigens gleich in Kombination mit neuen Müllbehältern auf dem Rasen installiert werden. Vielleicht wäre es ja dann doch einigen zu blöde, immer noch ihren Müll einfach liegen zu lassen, wenn Hinweisschild samt Mülleimer direkt nebenan stehen.

  53. Stefan
    31. Juli 2012 at 23:42

    Damit die Hinweisschilder was bringen, müsste die Zielgruppe sie erst einmal lesen können – was ich spätestens nach der Grillfete anzweifeln möchte…

  54. buxi
    1. August 2012 at 00:47

    2 bis 3 hinweisschilder vor der wiese wär ne idee, müssten nur locker verbalisiert sein, wie z.b. viennas OB häupl es einst so schön ausdrückte:
    „wien ist wie ein großes haus. es funktioniert nur, wenn alle sich an die hausordnung halten.“

    das eigentliche problem: die jetzigen mülleiner sind denkbar ungeeignet, zu klein und mit winzigem einwurfloch. das ist alles.
    es müssen einfach etwas größere mit metalldeckel hin, und ein paar davon zusätzlich an die bäume auf der wiese, damits nicht so auffällt. macht es und ihr werdet wunder erleben.

  55. Booby
    1. August 2012 at 09:18

    Zitat SZ: „Zweimal pro Woche […] müssen die Mitarbeiter der Stadtreinigung während der Sommermonate den Platz reinigen. Pro Jahr ergibt das Kosten in Höhe von 59.000 Euro, welche die Stadt trägt.“
    bis das Geld wieder drin ist muß ’ne Ordnungsamt-Omi aber ganz schön lange stricken!

  56. 1. August 2012 at 10:23

    Naja, ich fürchte, bei dem Wort „Hausordnung“ kriegen viele der so freiheitsliebenden „Alternativen“ in der Neustadt gleich wieder nen Tobsuchtsanfall :-)

    Aber was mich wirklich wundert, insbesondere in einem Viertel wie der Neustadt, wo so viele Intellektuelle und eigentlich auch grundvernünftige Menschen leben, dass hier noch nie irgendwer Handlungsbedarf gesehen hat. Wo bleiben die Vereine, oder eine Bürgerinitiative „rettet den Alaunplatz“? Es bräuchte Leute, die die Verantwortung übernehmen, sich in den Sitzkrieg mit der Bürokratie begeben und ernsthaft für bessere Verhältnisse im einzigen Park in der Neustadt kämpfen.
    Wo bleiben da eigentlich die Grünen (Grüß dich, Torsten)? Warum gibt’s keine Park-Montags-Demos für mehr Mülleimer und ein schärferes Vorgehen gegen Müll- und Kotsünder? Wenn es eine derartige Öffentlichkeit gäbe, würde sich vielleicht schon vieles ganz von selbst regeln.

  57. 1. August 2012 at 10:31

    Solch eine Initiative gibt es doch schon: Wiesenutopia.

  58. 1. August 2012 at 10:39

    Also, wirklich viel unternommen hat die Initiative aber noch nicht, kein Wunder, dass man die (noch) nicht kennt.
    Und wenn ich dann so lese, wie die sich den Kampf gegen den Müll vorstellen – „kreative Müllverarbeitung“, najaaa… :-/

    Ich meine erstnhafte Initiativen, die nicht nur „spielen“, sondern richtig was bewegen wollen. Die Politik und Bürger gleichermaßen mit einbeziehen. Aber es sind ja gute Ansätze, immerhin. Vielleicht könnte daraus ja noch richtig was entstehen.

  59. FX
    1. August 2012 at 10:44

    Liebe Leute,
    das ist nun wirklich nicht der erste Eintrag zum Thema Müll im Alaunpark und ihr schreibt und schreibt und schreibt …

    Ist wohl das Sommerloch ;-)

  60. 1. August 2012 at 11:16

    FX:

    Vielleicht ist es aber auch nur aufrichtiges Interesse? Eigentlich eine Schande, dass dazu nur noch so wenige imstande sind…

  61. jens
    1. August 2012 at 17:11

    Ja, es ist wirklich eine Schande und Riesensauerei, wie der Apark am frühen Morgen immer aussieht. Gerne würde ich einmal im Zeitraffer sehen, wie der Park über einen Abend vermüllt.

    Und ich versteh auch nicht, warum da die Grünen noch nicht aktiver geworden sind. Mit witzigen Aktionen, mit Schildern etc. Gerade das ist doch ein Bereich, wo man wunderbar politische Ansichten leben kann, ohne jemanden zu langweilen.

    Ein Punkt ist mir auch schon vor langer Zeit aufgefallen, ein paar Posts weiter oben hat das jemand auch angesprochen.
    Der Einwurf der Müllkörbe ist einfach viel zu klein. Das ist ein physisches, wie auch psychologisches Problem. Ein Deckel auf dem Einwurf wäre aber auch kontraproduktiv. Einfach größer machen, tief genug sind die Müll“eimer“ ja, da kommt keine Krähe mehr ran. Ich denke, eine recht einfache angehbare Lösung des Problems.

  62. jens
    1. August 2012 at 17:12

    FX: keine Sommerloch, sondern das Problem tritt ja eben nur im Sommer auf.

  63. christoph
    1. August 2012 at 22:33

    @ jens…. stimmt absolut, die größe der „einwurfschlitze“ ist das problem… schonmal dran gedacht womit die Mülleimer verstopft sein könnten, wenn die öffnungen größer wären? ich hätte noch ein paar autobatterien die weg müssen

  64. E-Haller
    2. August 2012 at 11:58

    @ Jens: Da sind wir aber wieder in Deutschland: der Einwurf muss doch so gestaltet sein, dass niemand „aus Versehen“ rein gerät…

  65. Pieschener
    2. August 2012 at 15:29

    Verstehe ich das richtig? Weil der Einwurf zu klein ist und man deshalb ggf. seinen Pizzakarton nochmal falten müsste wird der Alaunpark vermüllt?

  66. christoph
    2. August 2012 at 19:18

    ich zerkloppe auch immer extra alle Glasflaschen vor den Mülleimern, damit mehr Unrat reinpasst…. leider stelle ich meistens zu spät und mit gespieltem Erschrecken fest, das Besen und Kehrschaufel noch zu Hause auf ihren Einsatz warten

  67. ExDresdner
    20. Mai 2014 at 14:59

    Was bringt es euch im Internet den ganzen Tag rum zu ningeln und leute zu beleidigen.
    HANDELN heißt es. Sprecht doch die Leute die ihren Müll liegen lassen mal drauf an: direkt, persönlich, meinetwegen auch provokant und möglichst laut das es alle hören!
    Das funktioniert.
    Grüße aus Berlin, hier funktioniert es doch auch..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

linie