Heraus zum 1. Mai…

…und die Klampfe nicht vergessen. Zum morgigen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse gibt es ne Demo, einen Picknick und ganz viele Saitenzupfer in der Neustadt.

Marx-Picknick

Marx-Picknick

Linken-Picknick

Den Anfang macht die Linke, die mit zwei Bürgermeisterinnen und der Bundesvorsitzenden auf dem Alaunplatz zum Maifest mit Musik und Reden, am Abend gibt es dann passend zum Marx-Jahr eine Free-Show in der Schauburg mit dem Streifen „Der junge Karl Marx“. Kleine Randnotiz in dem Film ist die Auseinandersetzung zwischen Marx und dem bekannten Anarchisten Michail Alexandrowitsch Bakunin.

Anarchistische Demonstration

Anarchistische Demonstration

Anarchistische Demonstration

Ob diesem Herrn, der auch schon in Dresden Barrikaden gebaut hat, mit der anarchistischen Demonstration gedacht werden soll, kann hier nur spekuliert werden. Die jedenfalls will, wie einst Bakunin am Schloßplatz starten und irgendwann am Nachmittag dann auf dem Alaunplatz eintrudeln. Dort soll es dann Vorträge, Diskussionen und veganen Kuchen geben.

Dann wurde gezählt: 37 Saitenzupfer kamen zur Scheune.

Im Vorjahr kamen 37 Saitenzupfer zur Scheune.

Hey Joe

Währenddessen laufen die Weltrekord-Vorbereitungen auf dem Scheune­­­vorplatz. Denn dort startet ab 13.30 Uhr das „Thanks Jimi Festival“. Dresden beteiligt sich, um die Partnerstadt Breslau beim alljährlichen Versuch, den Guinness-Weltrekord zu brechen, zu unterstützen. Beim Rekord sollen so viele Gitarristen wie möglich gemeinsam den Song „Hey Joe“ von Jimi Hendrix spielen.

Der Rekord aus dem Breslauer Kulturhauptstadtjahr 2016 liegt bei 7.356 Gitarristen, die sich auf dem Breslauer Marktplatz versammelt hatten. In diesem Jahr sind wiederum alle Dresdner Gitarristen und deren Freunde aufgerufen, am 1. Mai mit E- oder Akustikgitarre um 16 Uhr zusammen „Hey Joe“ zu spielen. Das Ganze wird zwischen Dresden und Breslau live übertragen und soll natürlich dazu führen, dass der Rekord wieder gebrochen werden kann.

Weitere Infos unter: www.scheune.org

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5 Kommentare für “Heraus zum 1. Mai…

  1. statler & waldorf
    30. April 2018 um 17:34

    Veganer Kuchen ! Das ist jetzt ja mal auch richtig wichtig für die Bundesvorsitzende der LINKEN. Meine Güte !

  2. Dr. Lawrence Jacoby
    30. April 2018 um 20:23

    It‘s all in the system, baby. Venceremos, gegen die Ausbeutung von Mensch, Tier, Pflanze, Boden!
    PS. Ich möchte mein veganes Kuchenstück verwetten, dass sogar diese Perspektive schon irgendwo bei St. Marx zu finden ist…

  3. SHARP
    1. Mai 2018 um 10:28

    Also der vegane Kuchen wird bei der anarchistischen Demo angeboten, zumindest steht das so im Artikel. Ob das für die LINKE wichtig und typisch ist, kann ich zwar nicht einschätzen, aber beim Publikum der anarchistischen Demo hätte mich alles andere enttäuscht.
    In meinem Kuchen sind Eier drin :-)

  4. Seldon
    1. Mai 2018 um 11:20

    Da kann ich helfen:

    Und jeder Fortschritt der kapitalistischen Landwirtschaft ist nicht nur ein Fortschritt in der Kunst, den Arbeiter, sondern zugleich in der Kunst, den Boden zu berauben, jeder Fortschritt in Steigerung seiner Fruchtbarkeit für eine gegebene Zeitfrist zugleich ein Fortschritt im Ruin der dauernden Quellen dieser Fruchtbarkeit. …

    Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter. K. Marx, Kapital I

    Vom Standpunkt einer höheren ökonomischen Gesellschaftsformation wird das Privateigentum einzelner Individuen am Erdball ganz so unmöglich erscheinen wie das Privateigentum eines Menschen an einem anderen Menschen. Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen, sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznießer, und haben sie als gute Familienväter den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen. K. Marx, Kapital III

  5. statler & waldorf
    1. Mai 2018 um 13:27

    @SHARP

    klar, die haben bestimmt ein rollendes Kuchenbuffet dabei. Übrigens habe ich auch politisch völlig inkorrekte Bockwürste auf dem Alaunplatz gesichtet. Aber vielleicht waren die ja auch vegan.

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