Nein, heute ist nicht der 1. April

Wartet seit knapp 20 Jahren auf die Sanierung: Die Königsbrücker Straße. Foto: Archiv
Wartet seit knapp 20 Jahren auf die Sanierung: Die Königsbrücker Straße. Foto: Archiv
Der Wahlkampf treibt Blüten. Die Partei, die im Stadtgebiet mit Plakaten wirbt, auf denen steht: „Ihr Auto würde uns wählen!“, die Partei, die den Kompromiss zur Königsbrücker Straße aus dem Jahre 2006 mit verhinderte, diese Partei lässt ihren Vorsitzenden heute per Pressemitteilung Folgendes sagen:

Der angekündigte linksgrüne Planungsstopp für die Königsbrücker Straße muss auch für jeden Radfahrer wie Hohn klingen. Mit einer solchen Blockadepolitik wird keinem Dresdner geholfen und Leidtragende sind meistens auch die Radfahrer. – Holger Zastrow, FDP

Weiter heißt es: „Es muss endlich Schluss sein mit der Blockade von wichtigen Verkehrsprojekten wie dem Ausbau der Königsbrücker Straße. Wir müssen unsere ganzen Entscheidungen auch einmal umsetzen und nicht immer wieder kaputt diskutieren. (…) Jeder der in Dresden wirklich etwas für den Radverkehr tun möchte, muss jetzt auch einmal handeln und nicht nur immer neue Konzepte und Papiere fordern. Die Radwege auf der Königsbrücker Straße könnten sofort gebaut werden.“

Die Worte stammen von Holger Zastrow, der gerade per Zweirad durch Sachsen tourt, um seiner FDP den Wiedereinzug in den sächsischen Landtag zu ermöglichen.

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14 Ergänzungen zu “Nein, heute ist nicht der 1. April

  1. Zastrow macht hier meiner Meinung nach wieder überdeutlich, was für eine Witzfigur er ist.
    Auch in Radio kämpft die lausige FDP für Themen, die sie während ihrer endlich endenden Regierungszeit vehement blockiert und verhindert hat.

  2. Wer Radwege auf der Königsbrücker fordert, um einen überbreiten Ausbau zu rechtfertigen, der hat vom Radfahren in der Stadt ganz offensichtlich keine Ahnung.
    Solche Inkompetenz kann man nur abwählen…

  3. nur geduld ! das hat sich ab sonntag eh erledigt für diesen **** und seinen ganzen besserverdienenden rattenschwanz!

    fdp -> fast drei prozent

  4. Wenigstens ist Herr Zastrow in der Lage argumentativ zu diskutieren und weicht nicht wie Mitglieder anderer Parteien unter die Gürtellinie aus, sofern die Argumente ausgehen. Als Anwohner des Hechtviertels kann man sich dann aber freuen, wennn dann in x Jahren noch mehr Kfz als jetzt schon zu den Stoßzeiten die Rudolf-Leonhard-Str. fahren sofern sie dann vom Stau auf der zurückgebauten Königsbrücker ausweichen.

    In jeder Stadt existieren Achsen, die freigehalten werden sollten damit andere Bereiche entlastet werden können. Die letzte Grüne im Stadtrat, die ich dazu hörte, wohnte aber in Striessen. Da kann man sicherlich ganz entspannt Thesen aufstellen…

  5. Ich hoffe die selbsternannten Liberalen gehören ab Montag der Geschichte an und die in Geiselhaft befindliche liberale Idee kann sich von der FDP befreien (ich hoffe darauf seitdem ich wählen darf). Ich sag ja immer zu dieser Partei: 0 Prozent sind noch zuviel…

  6. Mich wundert eigentlich nichts mehr, ich stehe nur noch da und staune über all die verlogenen, und nur dem Vorwahlabend geschuldeten „wir kümmern uns auch um den kleinen Bürger mit Fahrrad“-Sprüche.
    Ich wette, fragt man den Herrn, warum ihm das nicht schon etwas früher vielleich hätte auffallen können, dann ist sicherlich der sogenannte Fraktionszwang der vorgeschobene Grund, warum man persönlich gegen und nicht wie eigentlich gefordert aufgrund einer freien Gewissensentscheidung heraus abgestimmt hat.
    Wie Gewissen geht, zeigt ja aktuell gerade Dirk Niebel mit seinem Wechsel aus dem, Achtung festhalten, Entwicklungshilfeministerium, in dass Berufsbild eines Rüstungslobbyisten. Eben noch dieses Ministerium komplett abschaffen wollen, nur um es dann unter seiner eigenen „Leitung“ massiv auszubauen und so recht bald viele der eben erst geschaffenen und doch sehr gut bezahlten Posten an „verdiente“ Parteilakein verteilen zu können. Dass dieser Typ jetzt direkt zum Rüstungskonzern Rheinmetall wechselt und Rüstungslobbyist wird, passt ins Bild. Tja, die Partei der besser verdienenden „Steueroptimierungsexperten“, so geht sie dahin.
    Sollte es wirklich dazu kommen, das die CDU wirklich mit der AfD koaliert, wie von Tillich gelegentlich schwadroniert worde, dann wird es diesen AfD-Typen hoffentlich bald ähnlich ergehen, denn was soll denn daran bitte so alternativ sein, ausgerechnet mit der „Scheitert der Euro, dann scheitert blablabla“-CDU in eine Koalition zu gehen? Ausgerechnet jener CDU, die während der aktuellen WM ganz still und heimlich nebenbei den umstrittenen §222 des Lissabonvertrag* auf EU-Ebene mit ratifiziert hat, aber andererseits angeblich seit Jahren kein ordentliches Gesetz hinbekommt, welches Abgeordnetenbestechung im Strafrecht ansiedelt. Ich halte die AfD eh für eine Untergruppe der CDU/CSU, für eine Art von Fake-Partei, allein mit der Aufgabe all die abtrünnigen von „Muttis“ Seite, und die so zu entspringen drohenden „Wutschäfchen“, aufzufangen.
    Im gegensatz dazu hat sich die FDP selbst zu diesem Fake machen lassen, doch oft genug brauchte es dafür ja gar keine CDU.

    Im letzten unteren Abschnitt, wird der §222 angesprochen, doch der gesammte Artikel loht sich zu lesen!
    *http://www.taz.de/Debatte-Justiz-in-Oesterreich-/!143738/

    http://www.deutschlandfunk.de/zukunftsvision-militarisierung-fuer-den-wohlstand.1170.de.html?dram:article_id=285100

    Man kann auch sagen, nicht nur wer FDP, AfD, SPD, Grüne wählt, natürlich aber auch, wer die CDU wählt, denn der wählt Rüstungsprofite für wenige auf Kosten sehr vieler Menschen, deren Wut im Zweifel aber eben nicht die Profiteure des Waffenhandels abbekommen, sondern in einer Welt der immer kürzer werdenden Wege wirkt sich dass dann oft ungleich viel größer gegen den wiederum ebenfalls oft naiven so wie getäuschten und rundrum Manipulierten einfachen Bürger wendet, was eben auch daran liegt, dass diese Waffenhändler aufgrund ihres Blutgeldes leider viel zu selten einmal mit dem Bus oder der U-Bahn fahren müssen, sondern sich nur in gepanzerten Limousinen durchs Land bewegen lassen.
    Noch lassen all die Armen, diese sogenannten Boatpeople, ihre möglicherweise einmal besessenen Waffen offenbar zum Großteil auf dem afrikanischen Kontinent zurück, oder geben die in „Zahlung“ doch leider, wird es bei der Welternährungslage und der westlichen Haltung zu dem „sofort immer überall alles auf ein spontanes Verlangen hin verfügbar haben zu müssen“, so nicht mehr lange bleiben, und das ist ziemlich sicher, denn schon die Waffenlager Assads wären nach seinem Sturz, nicht einmal ansatzweise zu kontrollieren, von niemandem. Man sagt doch, Hunger macht blind, doch gerade der so erzeugte Zorn und die Wut muss offenbar politisch gewollt sein, denn Nahrung gibt es ausreichend, nur die Verteilung wird blockiert und der freie Anbau von Pflanzen immer mehr von Konzernen sabotiert. Von CDU SPD oder FDP ist da bis heute kein Willen zur Menschlichkeit, also einer Korrektur dieser Übel zu erahnen, ganz im Gegenteil, gerade die SPD müsse jetzt endlich wieder wirtschaftsfreundlicher werden, so zumindest erklärte es vor wenigen Tagen jemand von der SPD in einer Pressemitteilung. Drollig, oder?!

    Bitte, was trotzdem heute ansteht, das ist, heute auch wirklich Wählen zu gehen, doch bitte, auch den Verstand mit in die Wahlkabine nehmen und die 2.Stimme unter keinen Umständen an die CDU vergeuden, oder sogar noch Schlimmeres in Betracht ziehen!

  7. Die Piratenpartei ist aber auch nicht besser. Die haben sich mittlerweile selbst zur nicht ernstzunehmenden Spaßpartei degradiert. Ursprünglich gegründet und angetreten um für weniger Übwachungsstaat zu kämpfen, mittlerweile steht auf den Plakaten so ein Blödsinn wie „Magnetschwebebahn nach Prag“…

  8. Tja, es ist Wahlkampf, und da neulich in der Zeitung stand, wie miserabel Dresden in Bezug auf Radverkehr ist, greift man in der FDP nach diesem Strohhalm – immer frei nach dem Motto „was schert mich mein Geschwätz von gestern“, auch wenns hier Plakate sind. Das zeigt nur, wie verzweifelt die sind und für wie dumm man in der Parteizentrale offenbar die Wähler hält.

    Ich bedauere den Untergang der FDP, weil es eine wirklich liberale Partei in Deutschland heute dringender denn je bräuchte, die sich für Bürgerrechte und mehr Demokratie einsetzt. Aber die FDP hat leider schon vor langer Zeit angefangen, liberal mit neoliberal zu verwechseln und hat sich mit Klientelpolitik ins Abseits gestellt. Als Prügelknabe für Merkel waren sie noch gut genug, jetzt haben sie ausgedient.

  9. Der Mann hat doch Recht. Wie kann es sein, dass der Stadtrat einen Beschluss trifft und dann andere Parteien kommen und sagen, ne interessiert uns alles nicht?

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