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Die Linke

Jüdische Woche bringt Künstler aus 13 Ländern nach Dresden

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Vom 29. Oktober bis zum 5. November findet in Dresden die 29. Jüdische Woche statt. Unter dem Motto „Verflochten. Jüdische Gegenwarten in Europa“ stehen rund 15 Veranstaltungen auf dem Programm. Festivalzentrum ist erneut das Societaetstheater in der Inneren Neustadt.

Das Team der Jüdischen Woche: Vereinsvorsitzende Marianne Steinhagen, Jörg Flachowsky (Bildungsarbeit), Theaterleiter Stephan Hoffmann, Produktionsleiterin Juliane Hanka und die künstlerische Leiterin Valentina Marcenaro. Foto: J. Frintert
Das Team der Jüdischen Woche: Marianne Steinhagen, Jörg Flachowsky, Stephan Hoffmann, Juliane Hanka und Valentina Marcenaro. Foto: J. Frintert

Künstlerinnen und Künstler aus 13 Ländern gestalten das Festival. Das Programm reicht von andalusischen Klängen und jiddischer Musik über Tanz und Theater bis zu Filmen und Workshops. Den Abschluss bildet ein Konzert der Klezmatics in vergleichsweise intimem Rahmen.

„Die Jüdische Woche ist kein länderspezifisches Kulturfestival“, sagte die künstlerische Leiterin Valentina Marcenaro bei der Programmvorstellung. Vielmehr gehe es um die Vielfalt jüdischer Erfahrungen und Perspektiven, die eng mit der europäischen Geschichte und Gegenwart verflochten seien. Fast ausschließlich jüdische Künstlerinnen und Künstler seien beteiligt.

Musik, Tanz und ungewöhnliche Perspektiven

Zu den Programmpunkten gehören ein besonderer Schabbat, ein Balagan-DJ-Set und ein Feldenkrais-Workshop. Eine Veranstaltung widmet sich Hannah Arendt als Dichterin. Ein Film erzählt von einem humorvollen Selbstversuch der „Gojifizierung“1. Auch ein Wohnzimmerballett steht auf dem Programm.

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Neben dem Societaetstheater wird auch in Hellerau und im Stadtmuseum gespielt. Dabei geht es nicht allein um Kunst und Unterhaltung, sondern ebenso um Begegnung und Bildung. Jörg Flachowsky, der die Bildungsarbeit verantwortet, verwies auf Anknüpfungspunkte für den Schulunterricht.

Societaetstheater erneut Festivalzentrum

„Wir sind stolz, dass das Societaetstheater wieder Hauptort der Jüdischen Woche ist“, sagte Theaterleiter Stephan Hoffmann. Das Haus an der Hauptstraße ist seit Jahren eng mit dem Festival verbunden.

Das Societaetstheater ist erneut Festivalzentrum. Foto: Anton Launer
Das Societaetstheater ist erneut Festivalzentrum. Foto: Anton Launer

Vereinsvorsitzende Marianne Steinhagen hob die Einbindung in das sachsenweite Themenjahr „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ hervor. Für das Festival stehen rund 85.000 Euro zur Verfügung. Zu den Unterstützern gehören die Stadt Dresden, der Freistaat Sachsen, das Societaetstheater und verschiedene Stiftungen.

Veranstalter ist der Verein Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden in Kooperation mit dem Societaetstheater.

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29. Jüdische Woche Dresden

  • Termin: 29. Oktober bis 5. November 2026
  • Motto: „Verflochten. Jüdische Gegenwarten in Europa“
  • Programm: Rund 15 Veranstaltungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus 13 Ländern
  • Hauptspielort: Societaetstheater Dresden, Hauptstraße
  • Weitere Spielorte: Hellerau und Stadtmuseum Dresden
  • Weitere Infos und vollständiges Programm: Jüdische Woche Dresden
  • Weitere Infos zum Themenjahr: Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

1 Goi ist ein aus dem Jiddischen stammender Begriff hebräischer Herkunft. Er bezeichnet in der Regel einen Nichtjuden, der sich nicht an die religiösen Vorschriften hält. Ursprünglich bedeutet das Wort „Volk“ oder „Nation“. Je nach Zusammenhang kann der Begriff abwertend verwendet werden.

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