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Nach „The Voice“: Neustädter bekommt Anfragen von Plattenlabels

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Vier rote Stühle, kein Weiterkommen – und trotzdem jede Menge neue Möglichkeiten. Der 24-jährige Neustädter Elijah Peiler hat bei „The Voice of Germany“ zwar den Einzug in die nächste Runde verpasst, doch die Teilnahme an der Castingshow könnte für ihn erst der Anfang sein. Inzwischen haben sich sogar erste Plattenlabels bei ihm gemeldet.

Elijah Peiler aus der Dresdner Neustadt will nach seinem Auftritt bei The Voice of Germany weiter singen
Nach dem Aus bei „The Voice“ will Elijah Peiler weitermachen. Foto: Anton Launer

An eine Karriere als Sänger hatte Elijah Peiler bislang kaum gedacht. Zwar singt er schon sein ganzes Leben lang, doch vor Publikum traute er sich nur selten. „Meine Familie, meine Oma, meine Mama und meine Geschwister haben immer gesagt, dass ich gut singen kann“, erzählt der 24-Jährige. Im vergangenen Jahr wagte er schließlich den entscheidenden Schritt: Er bewarb sich heimlich bei „The Voice of Germany“.

Warum ausgerechnet diese Castingshow? „Ich mag das Format, ich gucke das schon immer und denke, dass es die beste Castingshow ist“, sagt Peiler.

Vom Schulchor auf die Fernsehbühne

Elijah ist Neustädter durch und durch. Er ist hier aufgewachsen, besuchte die Waldorfschule und lebt noch immer im Viertel. Nach dem Abitur begann er ein Lehramtsstudium an der Technischen Universität Dresden. Inzwischen studiert er Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule.

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Früher sang er im Schulchor, als Solist war er jedoch nie aufgetreten. Seinen ersten größeren Auftritt hatte er beim 60. Geburtstag seines Vaters. Damals stand er erstmals allein mit einem Mikrofon vor einer größeren Gruppe.

Im November 2025 schickte er seine Bewerbung für „The Voice“ ab. Nach mehreren Online-Auswahlrunden und einem persönlichen Casting gehörte er schließlich zu den rund 80 Kandidatinnen und Kandidaten, die es bis zu den sogenannten Blind Auditions schafften.

Für jemanden mit kaum Bühnenerfahrung war das ein gewaltiger Sprung. Plötzlich stand er zwischen zahlreichen talentierten Sängerinnen und Sängern und erlebte eine Fernsehproduktion mit Kameras, Scheinwerfern und Greenscreens.

Vier Stühle bleiben rot

Für seinen Auftritt hatte sich Elijah den Song „Riding to New York“ des britischen Musikers Passenger ausgesucht. Eine melancholische Ballade, die gut zu seinem Musikgeschmack passt. „Ich liebe traurige Songs“, sagt er. Überhaupt mag er es eher poppig und gefühlvoll, egal ob auf Englisch oder Deutsch.

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Doch keiner der vier Coaches drehte seinen Stuhl um. Besonders gern wäre Elijah im Team von Nico Santos gelandet. Ausgerechnet der erklärte ihm anschließend, seine Stimme hätte das Umdrehen eigentlich verdient gehabt. Allerdings habe der gewählte Song zu wenig Gelegenheit geboten, die ganze Bandbreite seines Gesangs zu zeigen.

Zunächst war Elijah schwer enttäuscht. Zwei Wochen lang ärgerte er sich über das Ausscheiden. Als sein Auftritt Ende September im Fernsehen ausgestrahlt wurde, kamen die Gefühle noch einmal hoch.

Doch dann bekam er in den sozialen Netzwerken jede Menge Zuspruch. Menschen, die ihn zuvor nicht kannten, lobten seinen Gesang und ermutigten ihn, weiterzumachen. „Das hat mich wieder aufgebaut“, erzählt er.

Erste Anfragen von Plattenlabels

Inzwischen blickt Elijah wieder nach vorn. Er hat Lust bekommen, mehr aus seinem Talent zu machen. Erste Plattenlabels haben ihn bereits angeschrieben. Was daraus wird, ist noch offen.

Einen eigenen Song hat er bislang nicht geschrieben, auch ein Instrument spielt er nicht. Das könnte sich aber ändern. Derzeit singt er vor allem Coverversionen, die er auch auf Instagram veröffentlicht. Dass aus dem Singen einmal ein Beruf werden könnte, schließt er nicht aus. Noch ist es für ihn allerdings ein Hobby. Sein Studium der Sozialen Arbeit will er fortsetzen.

Ein Neustädter mit neuen Plänen

Die Teilnahme bei „The Voice“ war für Elijah eine besondere Erfahrung. Auch die plötzliche Aufmerksamkeit war ungewohnt. So viele Reaktionen, Kommentare und Nachrichten hatte er zuvor noch nie bekommen. Das sei aufregend gewesen, zeitweise aber auch ziemlich viel.

Zu anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Show hält er weiterhin Kontakt. Auch eine erneute Bewerbung bei „The Voice“ kann er sich vorstellen. Trotz des frühen Ausscheidens sei die Zeit bei der Castingshow unglaublich spannend gewesen.

Nun möchte er erst einmal schauen, wie es weitergeht. „Ich muss das erst mal sacken lassen“, sagt er. Gleichzeitig ist ihm klar, dass er die Gelegenheit nutzen möchte. Ob daraus irgendwann eine Musikerkarriere wird, weiß Elijah Peiler noch nicht. Aber während sich bei „The Voice“ keiner der Stühle für ihn umdrehte, könnten sich für den Neustädter nun ganz andere Türen öffnen.

  • Den Auftritt von Elijah Peiler kann man sich auf YouTube ansehen.
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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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