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Erzählcafé in der Gedenkstätte

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Jeweils am ersten Mittwoch des Monats finden Geschichts- und Geschichtenerzählungen in der Cafeteria der Gedenkstätte auf der Bautzener Straße statt.

Eingang der Gedenkstätte Bautzner Straße. Foto: Archiv Anton Launer
Eingang der Gedenkstätte Bautzner Straße. Foto: Archiv Anton Launer

Zeitzeug*innen berichten von ihren Erlebnissen aus der DDR. Es ist kein Vortrag, sondern mehr ein Plausch, der dazu einlädt, nachzufragen oder von eigenen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten.

Am Mittwoch, den 2. September 2026, um 17.30 Uhr ist das Thema „Überwachung und Zersetzung“. Der Dresdner Grafikdrucker Jürgen Gottschalk und der Kamenzer Pädagoge Günter Kern erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Staatssicherheit. 1981 eröffnete die Abteilung XX der Dresdner Stasi-Zentrale den Operativen Vorgang „Feind“ mit dem Ziel, Regimegegner durch Überwachung, Verunsicherung und Zersetzungsmaßnahmen auszuschalten.

Gottschalk, der unter anderem auch mal eine Ausstellung in der von inoffiziellen Stasi-Mitarbeitern initiierten Galerie-Wohnung Förstereistraße 2 hatte, wurde von Beginn an als ‚OV-Person‘1 geführt. Nach lückenloser Überwachung bekam er 1983 ein Berufsverbot und wurde 1984 verhaftet.

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Kern wiederum ist der jüngere Bruder des in diesem Jahr verstorbenen Malers Georg Baselitz. Durch seinen Protest gegen die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ geriet er ins Visier der Stasi. Zudem weigerten sich Kern und seine Familie, der SED beizutreten. Seine Geschichte wurde in dem Roman „Raumfahrer“ von Lukas Rietzschel literarisch verarbeitet. Während der Wendezeit war Kern Gründungsmitglied der SPD in Sachsen (spannendes Porträt in der Super-Illu).

Mehr Informationen gibt es auf stasihaft-dresden.de/erzaehlcafe

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

1 Der Operative Vorgang (OV) war ein Verfahren des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR zur geheimdienstlichen Bearbeitung missliebiger oder verdächtiger Personen und Personengruppen. Grundlage dafür war unter anderem die Richtlinie 1/76. Mehr dazu im MfS-Lexikon des Bundesarchivs.

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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