Anzeige

Palais-Sommer am Neumarkt

„PrEPen for Crisis“ – Sechste Queer Pride steht bevor

Unter dem Motto „PrEPen for Crisis“ setzt die Queer Pride am kommenden Sonnabend in Dresden ein Zeichen gegen gesellschaftliche Krisen, für Solidarität – und für queere Sichtbarkeit.

Die Queer Pride setzt nun zum sechsten Mal ein Zeichen für Sichtbarkeit und Solidarität – Foto: Queer Pride
Die Queer Pride setzt nun zum sechsten Mal ein Zeichen für Sichtbarkeit und Solidarität – Foto: Queer Pride

Unter dem Motto „PrEPen for Crisis – prophylaktisch antifaschistisch“ werden wieder tausende Dresdner*innen sowie Menschen aus dem Umland erwartet. Die ungewöhnliche Schreibweise des Mottos ist dabei kein Zufall.

„PrEP“ ist die Abkürzung für ein Medikament zur HIV-Prävention. Für die Organisator*innen steht der Begriff symbolisch dafür, sich gemeinsam auf gesellschaftliche Krisen vorzubereiten und füreinander da zu sein.

„Die Welt wird krisenhafter. In der queeren Geschichte gibt es Keimlinge von Hoffnung und einer davon ist der AIDS-Aktivismus“, erzählt Jascha, eine zuständige Person für die Öffentlichkeitsarbeit.

Anzeige

Die Linke

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Reni am 21. Juni bei Kultur am Pavillon

Anzeige

Bunter Sommer Neustadt

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

Fête de la musique

Anzeige

Alexander Merk in der Schauburg

Anzeige

Blaue Fabrik

Anzeige

TUD CAMPUS FESTIVAL

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

Museumsnacht

Anzeige

VG Biomarkt

Anzeige

Zeitlos

Während der AIDS-Krise in den 80ern hätten sich nicht nur Betroffene gegenseitig unterstützt. Auch viele Menschen, die selbst nicht unmittelbar betroffen waren, hätten Solidarität gezeigt, Strukturen aufgebaut und gemeinsam für den Zugang zu Medikamenten gekämpft. Genau diese Form des Zusammenhalts möchte die Initiative heute wieder in den Mittelpunkt stellen.

„Queers gibt es in allen möglichen Lebenslagen und Facetten. Das, was uns das Leben schwer macht, macht es auch vielen anderen schwer. Wir wollen nicht nur für uns selbst kämpfen, sondern für das gute Leben für alle“, so Jascha.

Für das Team stehen dabei Räume, Sichtbarkeit und Sicherheit für queere Menschen im Mittelpunkt. Gleichzeitig verstehen sie diese Ziele nicht als Partikularinteresse, sondern als Beitrag zu einer offenen Gesellschaft.

„Queers brechen ganz viele Normen und beweisen damit auch, dass Normen gebrochen werden können.“

Anzeige

Reni am 21. Juni bei Kultur am Pavillon

Anzeige

Fête de la musique

Anzeige

Bunter Sommer Neustadt

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Alexander Merk in der Schauburg

Anzeige

Museumsnacht

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

Kieferorthopädie

Warum Queer Pride neben dem CSD

Neben der Queer Pride findet in Dresden auch der Christopher Street Day (CSD) statt, der jedes Jahr zahlreiche Menschen für queere Sichtbarkeit und Gleichberechtigung auf die Straße bringt. Doch weshalb wurde die Veranstaltung zusätzlich ins Leben gerufen?

Die Queer Pride bringt am Sonnabend zahlreiche Menschen auf die Straße – Foto: Queer Pride
Die Queer Pride bringt am Sonnabend zahlreiche Menschen auf die Straße – Foto: Queer Pride

Jascha verweist dabei auf einen Beitrag der Initiative Angry Queers Dresden, in dem unter anderem die politische Ausrichtung der Sponsor*innen, die Kommerzialisierung sowie eine mangelnde Repräsentation verschiedener queerer Gruppen beim Dresdner CSD kritisch diskutiert werden.

Zusätzlich wollen die Organisator*innen einen eigenen Raum schaffen: „Wir versuchen, aus der Community heraus zu arbeiten, und die großen CSDs haben ja gar nicht mehr die Kapazitäten dazu.“

Als selbstorganisierte und ausschließlich spendenfinanzierte Veranstaltung sei die Demonstration unabhängig von Sponsor*innen und könne direkter auf Wünsche und Rückmeldungen aus der Community eingehen.

Raum für Austausch und Lernen

Bereits vor der Demonstration am Sonnabend fanden im Rahmen der Queer Action Weeks 2.0 zahlreiche Workshops statt. Ziel war es, praktisches Wissen zu teilen, Menschen zu stärken und Raum für Reflexion und Austausch zu schaffen.

Das Angebot reichte von Pfefferspray-Workshops über Awareness-Training bis hin zur offenen Chorprobe.

Im Workshop „Awareness 101“, den die Queer Pride gemeinsam mit dem Awarenesskollektiv Dresden veranstaltete, wurde das Konzept von Awareness anhand praktischer Übungen und gemeinsamer Gespräche vermittelt. Die Teilnehmenden setzten sich damit auseinander, wie Menschen in schwierigen Situationen unterstützt, ein achtsames Miteinander gefördert und sichere Räume geschaffen werden können.

Damit vermittelte der Workshop Inhalte, die sowohl für die Teilnahme an der Pride als auch für Situationen im Alltag von Bedeutung sind.

Der Ablauf am Sonnabend

Die Demonstration startet am Sonnabend um 14 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt und endet gegen 17 Uhr am Alaunplatz. Bei der Streckenplanung wurde darauf geachtet, dass die Route möglichst barrierearm, rollstuhlgerecht und nicht zu lang ist.

Ab 20 Uhr geht es im Objekt klein a mit der offiziellen Afterparty weiter. Besucher*innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Drag-Performances, Live-Bands und DJs. Das musikalische Angebot wird in diesem Jahr erstmals um Rap und Punk erweitert. Daneben dürfen sich die Party-Gäste auch auf Pop und weitere Musikrichtungen freuen. Gefeiert wird bis 6 Uhr morgens.

Die Demo-Route der Queer Pride – Bild: Queer Pride
Die Demo-Route der Queer Pride – Bild: Queer Pride

Am Sonnabend sind laut Jascha alle willkommen, die sich unter dem Begriff queer oder dem LGBTQ+-Spektrum wiederfinden – ebenso wie Menschen, die die Community als Allies (Unterstützer*innen) begleiten möchten.

Für die Demo empfiehlt das Organisationsteam, Freund*innen mitzubringen – für mehr Wohlbefinden, ein größeres Sicherheitsgefühl und gemeinsamen Spaß. Außerdem werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, ihre eigenen Botschaften und Forderungen sichtbar zu machen und mit auf die Straße zu bringen.

„Was man braucht, ist ein ehrliches Interesse an dem, was da passiert.“

Queerpride 2024 - Die Teilnehmenden schwangen Regenbogenfahnen und trugen teils schrille Kostüme. Foto: Archiv/Anton Launer
Queerpride 2024 – Die Teilnehmenden schwangen Regenbogenfahnen und trugen teils schrille Kostüme. Foto: Archiv/Anton Launer

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert