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Kinowerbung für Input Dresden

Es ist Anfang Juni. Licht flutet durch die gläserne Kuppel des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums – allerdings nicht das natürliche. Unter der Kuppel stehen fast ein Dutzend Scheinwerfer und große Reflektoren, alle Lampen sind eingeschaltet. Ein Kamerawagen rollt auf die gut ausgeleuchteten Damen unter ihren Trockenhauben zu. „Ruhe, wir drehen! … und bitte!“ Ein weiterer Take flimmert über mehrere kleine Displays. Im Herbst soll der Werbefilm auf die große Leinwand: Input Dresden möchte sich damit in möglichst vielen Kinos der Landeshauptstadt präsentieren.

Dreharbeiten für die Kinowerbung von Input_DD - Foto: deton Videoproduktion
Dreharbeiten für die Kinowerbung von Input_DD – Foto: deton Videoproduktion

Input Dresden: Hier gibt es einen wöchentlichen Überblick über kommende Veranstaltungen. Im Fokus stehen weniger Unterhaltung als Themen wie Umwelt, Politik und Wissenschaft. Der Kalender will nicht nur informieren, sondern auch politische Teilhabe fördern. Bis zum Superwahljahr 2029 wolle man das Angebot weiter ausbauen, sagt Florian Wendler von Input.

Seit Jahresbeginn hat sich einiges getan. Bis vor Kurzem informierte das ehrenamtliche Team ausschließlich in einer offenen Telegram-Gruppe über neue Veranstaltungen. Inzwischen gibt es eine eigene App, eine Website und sogar den Ableger Input Hamburg.

Weg zum Dreh

Nun steht der nächste große Schritt an: mehr Menschen erreichen. Die Idee für einen Werbefilm gab es bereits seit der Gründung von Input im Jahr 2019. Das Team versuchte zunächst selbst, einen Spot zu entwickeln und umzusetzen, stieß dabei aber an seine Grenzen. Gerade Kinowerbung verlangt spezielles Know-how.

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2025 begann die Suche nach Mitwirkenden für den Film. Über den eigenen Kanal, Mundpropaganda und Bekannte stieß das Team schließlich auf Deton, eine junge Videoproduktion aus der Neustadt. Nachdem die Förderung durch die Ostsächsische Sparkasse nach zahlreichen Bewerbungen gesichert war, konnte das Projekt starten. Das Filmduo castete Schauspieler*innen, organisierte Helfer*innen und fand einen ungewöhnlichen Drehort.

Dresdner Talent im Friseursalon

Am Drehtag sitzen vier Personen in gepolsterten Friseurstühlen – Lockenwickler im Haar, Zeitung in der Hand. Vor der Kamera stehen Babette Kuschel, Schauspielerin am theater junge generation, Cordula Müller von der Bürgerbühne, Ursula Böhm, langjährige Amateurtheater-Schauspielerin und heute Stadtführerin bei Igeltour, sowie der Neustädter Comedian Carl mit Zeh, bekannt vom Open Mic und von Gesangsauftritten als Brudi Cartell.

Mit Witz und viel Charakter plaudern sie über Veranstaltungen, die tatsächlich auf Input Dresdens Kanal geteilt wurden.

Ursula Böhm, Carl Berbig, Babette Kuschel und Cordula Müller (von links nach rechts) - Foto: deton Videoproduktion
Ursula Böhm, Carl Berbig, Babette Kuschel und Cordula Müller (von links nach rechts) – Foto: deton Videoproduktion

Die Idee des Friseurgesprächs als Sinnbild für persönlichen Informationsaustausch war schnell gefunden. Deton-Gründungsmitglied Edgar Kohn sagt, Werbung müsse auch als eigenständiger Film funktionieren und beim Zuschauen Spaß machen. Ein starkes Setting sei dafür entscheidend.

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Sanatorium, Lost Place, Drehort

Diesen fand das Team im ehemaligen Lahmann-Sanatorium an der Bautzner Landstraße. Anfang des 20. Jahrhunderts kurierten hier Rilke, Mann und Kafka. In den 20er- und 30er-Jahren wurde das Gebäude von mehreren NS-Funktionären genutzt. Später verfiel es zu einer eindrucksvollen Ruine.

Heute ist das Haus mit Glaskuppel saniert und beherbergt Deutschlands ersten Zero-Waste-Friseursalon. Für den Dreh hielt Salonbesitzerin Juliette Beke die Räume zwei Tage frei. Sie freut sich, den geschichtlich und architektonisch besonderen Ort einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen:

„Der Ort kann nicht nur bei einem Termin heilend wirken, sondern auch ein besonderes Licht geben oder eine Akustik zum Beispiel für Konzerte.“

Deshalb gebe es immer wieder Anfragen – auch von Filmcrews.

Dreharbeiten im ehemaligen Lahmann-Sanatorium - Foto: deton Videoproduktion
Dreharbeiten im ehemaligen Lahmann-Sanatorium – Foto: deton Videoproduktion

Durch Crowdfunding in die Kinos

Die Dreharbeiten sind abgeschlossen, die Veröffentlichung des Films ist für den Herbst geplant. Die Förderung der Ostsächsischen Sparkasse deckte bislang die Produktion. Um den Spot auch vor gut besuchten Kinofilmen zeigen zu können, braucht das Team weitere finanzielle Unterstützung.

Damit das Gemeinschaftsprojekt den Weg auf die Leinwand findet, hat Input eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Ziel sind 7500 Euro. Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Kinos können den Clip zeigen. So wolle man nicht nur das bisherige Kernpublikum erreichen, sondern auch neue Menschen, sagt Wendler.

Die zentrale Botschaft des Films: „Weg vom Sofa, rein ins Gespräch, in die Beteiligung!“

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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