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Der fette Hamlet im Projekttheater

Hamlet zweifelt. Hamlet zögert. Hamlet stirbt. Das kennt man. Was man nicht kennt: Hamlet als Loop, als Störsignal, als Körper im Takt einer Drummaschine. Das Panische Not-Theater macht daraus eine Mikro-Space-Opera – und braucht dafür genau zwei Menschen. Das Projekttheater zeigt am 6. und 7. Mai die Mikro-Space-Opera des Panischen Not-Theaters: „Der fette Hamlet“ – ein Stück von Utz Pannike.

Szene aus "Der fette Hamlet" - Foto: Utz Pannike
Szene aus „Der fette Hamlet“ – Foto: Utz Pannike

Zwei Akteure, Alwin Weber und Utz Pannike, führen durch Hamlets Geschichte. Sie sind Orchester, Chor, Solisten und Ballett zugleich. In Schichten aus Gegenwart und Zukunft entsteht ein dunkler Raum der Verdrängung. Das letzte Wort hat die KI. Vielleicht. Wer weiß.

Klang, Text und Bild

Klang, Text und Bild greifen ineinander. Fragmente tauchen auf, verschieben sich und verschwinden wieder. Stimmen, Beats und Szenen bilden einen durchgehenden Fluss. Hamlet erscheint als Bewegung, nicht als Figur. Zweifel laufen im Loop, Entscheidungen stehen auf Abruf. Erinnerung wirkt wie eine Störung im System.

Zwischen Schlagzeug, Samples und Live-Visuals entsteht ein Raum, der kippt und offen bleibt. Vieles geschieht gleichzeitig, Eindeutigkeit bleibt aus. Die Produktion versteht sich als kompakter Trip durch Text, Klang und Zustand – direkt und reduziert, ohne Umwege.

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Space Sound, Schlagzeug und Visuals übernimmt Alwin Weber. Schauspiel, Gesang und diverse Instrumente liegen bei Utz Pannike. Judith Zieprig verantwortet Dramaturgie und Mentoring.

Das Panische Not-Theater

Hinter dem Panischen Not-Theater steht Utz Pannike – Maschinenbauer, Diplom-Schauspieler, Gründer. Seit 1999 entwickelt er in Dresden Theater, das nah sein will: am Publikum, am Risiko, am Leben. Kein Großbetrieb, sondern Handwerk. Kein Abstand, sondern Augenkontakt. Pannike hat an Staatstheatern gespielt, an der Ernst Busch studiert, Regie geführt, gelehrt und Stücke entwickelt – und dabei immer wieder neu angesetzt. „Der fette Hamlet“ ist keine Ausnahme, sondern eine konsequente Fortsetzung dieser Arbeit.

„Mikro-Space-Opera“ – das klingt nach Widerspruch und ist keiner. Hamlet war immer schon kosmisch: zu groß für einen Menschen, zu schwer für eine Entscheidung. Pannike und Weber verkleinern nicht, sie verdichten: zwei Körper, die ein ganzes Universum tragen.

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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