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Empfangshalle im Bahnhof Dresden-Neustadt gesperrt

Die Deutsche Bahn saniert die Stuckdecke im Bahnhof Dresden-Neustadt. Die Empfangshalle wurde 1901 eröffnet, nun ist nach 125 Jahren eine grundlegende Erneuerung der denkmalgeschützten Rabitzdecke nötig. Reisende erreichen die Bahnsteige über den Hintereingang.

Die Stuckdecke in der Bahnhofshalle im Bahnhof Neustadt wird saniert. Foto: Anton Launer
Die Stuckdecke in der Bahnhofshalle im Bahnhof Neustadt wird saniert. Foto: Anton Launer

Vom 7. April bis voraussichtlich 12. Mai 2026 sperrt die Bahn die Eingangshalle. In dieser Zeit errichtet sie ein Schutzgerüst unter der Decke. Dafür montiert sie Stahlplatten als Zwischendecke. Der Aufbau dauert rund fünf Wochen.

Der Zugang vom Schlesischen Platz bleibt in diesem Zeitraum geschlossen. Reisende erreichen die Bahnsteige nur über die Hansastraße. Auch Geschäfte und Gastronomie in der Halle bleiben geschlossen. Die Seiteneingänge zu Lebensmittelmarkt und Apotheke bleiben offen. Warteraum, WC, Schließfächer und DHL-Box sind weiter zugänglich. Das DB-Reisezentrum, die DB-Information und der Taxistand ziehen vorübergehend an die Hansastraße.

Bis Mai müssen Reisende den Hintereingang des Bahnhofs nutzen. Foto: Anton Launer
Bis Mai müssen Reisende den Hintereingang des Bahnhofs nutzen. Foto: Anton Launer

Die Bahn weist den Weg zwischen Schlesischem Platz und Hansastraße aus. Mitarbeitende informieren vor Ort. Die Bahnsteige sind während der Bauzeit nicht stufenfrei erreichbar. mobilitätseingeschränkte Reisende können auf die Bahnhöfe Dresden Mitte und Dresden Hauptbahnhof ausweichen.

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Untersuchung der historischen Rabitzdecke

Für das Gerüst verbaut die Bahn über 180 Tonnen Stahl in der 1.200 Quadratmeter großen Halle. 30 Stützen tragen die Konstruktion. Diese Stützen wiegen zusammen 16 Tonnen. Nach dem Aufbau untersucht die Bahn die Decke im Detail. Auf dieser Grundlage plant sie die denkmalgerechte Aufarbeitung. Einen Termin für die eigentlichen Bauarbeiten gibt es noch nicht.

Die Rabitzdecke im Empfangsgebäude zählt zu den ersten Stuckdecken dieser Größe. Sie ist nach dem Berliner Maurermeister Karl Rabitz benannt. Die dreiteilige, gewölbte Decke mit Stuckkränzen überspannt die gesamte Eingangshalle.

Das Porzellanwandbild der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen ziert seit 2002 den Bahnhof. Foto: Anton Launer
Das Porzellanwandbild der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen ziert seit 2002 den Bahnhof. Foto: Anton Launer

Zweitgrößter Bahnhof der Stadt

Der Bahnhof Dresden-Neustadt ist nach dem Hauptbahnhof der zweitgrößte Bahnhof der Stadt und bündelt den Bahnverkehr auf der nördlichen Elbseite. 1901 ersetzte er den 1839 eröffneten Leipziger Bahnhof in der Leipziger Vorstadt und den seit 1847 bestehenden Schlesischen Bahnhof. Damit feiert der Neustadt-Bahnhof in diesem Jahr also sein 125-jähriges Jubiläum.

Der Bahnhof verbindet im Eisenbahnknoten Dresden die Strecke Děčín–Dresden-Neustadt mit den Strecken nach Leipzig und Görlitz. Diese Strecken führen in Richtung Leipzig, Berlin und Oberlausitz.

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Bau und Eröffnung im Jahr 1901

Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 1898. Am 1. Mai 1898 ging ein Interimsbahnhof auf dem Vorplatz in Betrieb. Er übernahm während der Bauzeit den Verkehr in Richtung Görlitz. Der Interimsbahnhof verfügte über einen Fußgänger- und Gepäcktunnel.

Am 1. März 1901 um 5 Uhr eröffnete der Personenbahnhof Dresden-Neustadt. Ein Eilgüterzug aus Görlitz durchquerte ihn als erster Zug. Er fuhr auch als erster Zug über die zweite Marienbrücke, die als reine Eisenbahnbrücke gebaut wurde. Um 5.29 Uhr begann mit dem Personenzug 642 aus Bautzen der Personenverkehr. Die Baukosten für den Bahnhof betrugen seinerzeit 4,1 Millionen Mark. Das würde inflationsbereinigt heute ungefähr 33,6 Millionen Euro entsprechen.

Bahnhof Neustadt im Jahr 1902, kurz nach der Eröffnung. Zeitgenössische Postkarte - www.altesdresden.de
Bahnhof Neustadt im Jahr 1902, kurz nach der Eröffnung. Zeitgenössische Postkarte – www.altesdresden.de)

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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