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Linke stellt Antrag zur Brunnensanierung

André Schollbach, Linken-Fraktionsvorsitzender und OB-Kandidat hat heute am östlichen Krachtbrunnen am Neustädter Markt den Antrag seiner Fraktion zur zur unverzüglichen denkmalgerechten Sanierung der beiden maroden Springbrunnen vorgestellt.

Beantragt Brunnensanierung: Linken-Fraktionschef André Schollbach
Beantragt Brunnensanierung: Linken-Fraktionschef André Schollbach

Die beiden Brunnen machen derzeit einen traurigen Eindruck. Während der östliche, unmittelbar vor der Galerie Gebrüder Lehmann, schon seit Jahren nicht sprudelt, bleibt aufgrund eines Diebstahls nun auch der Brunnen auf der Westseite trocken.

Mit dem Antrag zieht die Linke nun sechs Jahre nach einem Antrag der FDP nach, die hatte schon 2014 gefordert, den Neustädter Markt aufzuwerten und unter anderem die Brunnen zu sanieren. Im vergangenen Jahr kam tatsächlich Bewegung in die Sache, der Grünen-Stadtrat und Landtagsabgeordnete Thomas Löser setzte sich für Fördermittel aus dem Landeshaushalt ein. Auf Nachfrage bestätigte er heute, dass Mittel zur Sanierung des östlichen Brunnens bereit stehen. „Meines Wissens nach führt das Amt für Stadtgrün derzeit Bauvoruntersuchungen und Planungen durch“, so Löser. Ein Baustart sei Ende nächsten Jahres geplant. Die Planungen zur Reparatur des westlichen Brunnens haben bereits begonnen.

der westliche Krachtbrunnen
der westliche Krachtbrunnen

Schollbach: Schon als Kind an dem Brunnen gespielt

Mit dem heute vorgestellten Antrag (Vorlage A0352/22) beantragt die Linke die unverzügliche denkmalgerechte Sanierung der beiden maroden Springbrunnen auf dem Neustädter Markt. Seit geraumer Zeit würden sich diese in einem desolaten baulichen und technischen Zustand befinden. „Mir geht es nicht nur um die Brunnen, sondern auch um das unmittelbare Umfeld“, sagte Schollbach heute vor Ort. Er könne sich noch gut erinnern, wie er als Kind hier die Brunnen wahrgenommen habe. Der Zustand stimme ihn traurig.

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Anfragen des Linken-Stadtrats an die Stadtverwaltung haben ergeben, dass beim östlichen Kracht-Brunnen die Brunnenrandelemente und der Beckenboden stark geschädigt sind. Die Sanierung würde wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass diese komplett erneuert werden müssen. Mit ihrem Antrag wollen die Linken erreichen, dass die denkmalgerechte Sanierung der Springbrunnen sowie der Gehwegplatten, der Grünanlagen und der Sitzgelegenheiten im Umfeld der Kracht-Brunnen unverzüglich veranlasst wird.

Der östliche Kracht-Brunnen im Jahr 1989
Der östliche Kracht-Brunnen im Jahre 1989, Foto: Ullrich Häßler, Bundesarchiv, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Die beiden Brunnen am Platz wurden 1979 von dem Künstler Friedrich Kracht entworfen und stehen unter Denkmalschutz. Sie gehören als wichtiger Bestandteil zu dem Ensemble des Neustädter Marktes, das seit vergangenem Jahr ebenfalls unter Denkmalschutz steht.

Der FDP-Antrag von 2014 wurde übrigens 2019 abschließend von der Stadtverwaltung beantwortet (hier als PDF). Darin heißt es unter anderem: „Es liegt eine Planung für die Sanierung der Brunnen aus dem Jahr 2006 vor. Bis dato standen die Mittel zur Sanierung der Brunnenanlage nicht zur Verfügung.“

Nachtrag 2. Mai

Am Montag, 2. Mai äußert sich der Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion, Holger Zastrow, zu dem „neuen“ Antrag: „Herr Schollbach läuft im Wahlkampfmodus und sucht anscheinend nach fremden Federn, mit denen er sich öffentlichkeitswirksam schmücken kann. Der Neustädter Markt ist eines der Aushängeschilder Dresdens und eine Aufwertung ist dringend nötig. Dazu gehört insbesondere die Sanierung des Kracht-Brunnens. Deshalb haben wir als FDP-Fraktion uns auch in den Hausverhandlungen dafür eingesetzt, dass Mittel für die Ertüchtigung eingestellt werden und zusammen mit den vom Land bereitgestellten Geldern für Denkmalschutz ist die Sanierung bereits auf dem Weg.“

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2 Ergänzungen

  1. @Anton:
    Schöner Wahlkampfauftritt.
    Bekommen die anderen Kandidaten bei entsprechend populistischen Auftritten auch so eine große Bühne?

  2. @Guardian: Eher peinlicher Wahlkampfauftritt, der zeigt, dass sich die Linke mit dem Thema offenbar nur selten beschäftigt und die aktuelle Entwicklung nicht im Blick hat. Dachte, der dritte Absatz des Artikels macht das deutlich.

    Wenn sich andere Parteien ähnlich blamieren wollen, berichte ich natürlich gern. Schätze, da wird sich bestimmt noch einiges ergeben.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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