Neustadt-SPD gibt den Saubermann

Neue Idee: mobile Müllcontainer. Dazu erklärt Sabine Friedel, Neustädter SPD-Stadträtin: „Die Mülleimer stehen bisher nur am Rand des Parks, reichen nicht aus und sind häufig verstopft. Deshalb wollen wir die mobilen Container, die nach Bedarf und an unterschiedlichen Stellen aufgestellt werden können.“

Zu diesem Zweck hat die SPD-Fraktion einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, Titel des Antrags: „Hau weg den Dreck – pfiffige Müllbeseitigung im Alaunpark“. Mit dem Antrag wird die Stadtverwaltung aufgefordert, dem Stadtrat bis zum 31. Oktober ein Konzept zur Abfallvermeidung und -beseitigung auf dem Alaunplatz vorzulegen, das spätestens zum Frühjahr 2013 umgesetzt werden kann. Außerdem soll die Aufstellung von kleinen Müllcontainern geprüft werden.

Stillleben mit Tonne
So neu ist die Idee mit mobilen Tonnen dann auch wieder nicht, da war schon der Naußlitzer Kulturverein im April diesen Jahres dran. Mehr Infos per Klick aufs Bild


In der Begründung heißt es unter anderem: „Was jedoch bislang fehlt, ist ein schlüssiges Konzept, wie der ungebrochenen Belastung durch die Vermüllung des Alaunparks insbesondere während der wärmeren Jahreszeit entgegengewirkt werden kann.“ Die SPD empfiehlt den Blick auf erfolgreiche Beispiele anderer Städte und verweist dabei auf den Mauerpark in Berlin-Pankow. Dort habe die Berliner Stadtreinigung bei Bedarf kleine Müllcontainer platziert, die in kurzer Zeit abtransportiert und wieder aufgestellt werden können. Von dieser Aktion hat die SPD auch den Spruch aus dem Titel des Antrages und bezeichnet diesen als pfiffig.

Währenddessen entwickelt sich auch das vom Ortsamtsleiter André Barth initiierte Projekt „Szeneviertel ja – Dreckecken nein“ (Neustadt-Geflüster vom 29. Juni 2011) langsam aber kontinuierlich. So gibt es etliche neue Papierkörbe, drei öffentliche Toiletten sind geplant und das Projekt „Nette Toilette“ steht kurz vor dem Start.


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17 Kommentare zu “Neustadt-SPD gibt den Saubermann

  1. Unglaublich was man da für ein Heckmeck machen muss.

    Container an die Ränder und direkt daneben halbe Kanalisationsstücke für die Asche. Funktioniert in Hamburg super.

  2. Was für eine Bürokratie – Einreichung bis Oktober, Umsetzung nächstes Jahr? Warum nicht jetzt, wenns Not tut?

  3. wer „pfiffig“ sagt, sagt auch noch „fetzig“.

    liebe SPD, die vermüllung liegt zwar auch an fehlenden mülleimern, aber zum größten teil wohl an der bequemlichkeit der leute und dagegen werden sie nichts tun können, so sehr sie sich auch anstrengen.
    übrigens: warum noch keiner darauf gekommen ist, im a-park genau an die stelle einen größeren container zu stellen, die eigentlich chronisch vermüllt ist, nämlich bei den bänken in richtung bischofsweg, ist für mich ein rätsel. das ist fast die einzig(st)e stelle an der sich, besonders am wochenende, die einweg-grills und die mülltüten stapeln. es scheint also bei einigen menschen durchaus den willen zum entsorgen zu geben, nur finden sie keine möglichkeiten dafür.

  4. Den Willen kann ich da aber nicht erkennen. Ca. 2 Schritte von den Bänken entfernt wartet ein riesiger Müllcontainer.
    Sinnvoll wäre es, auf die großen unterirdischen Container besser aufmerksam zu machen, da nicht zu selten bei der kleinsten verstopfung der röhre gleich von einem vollen Mülleimer ausgegangen wird und der müll daneben landet anstatt mal kurz zu drücken.

  5. der mensch kann in der not auch selbst mal was machen und sich nicht auf die politiker verlassen!

    gerade die neustädter sind doch so kreativ?
    los lasst euch was einfallen!

  6. @Someone Else: Schon klar, dass es vor allem an der Bequemlichkeit liegt – aber wie Du schon sagst, dagegen lässt sich schwer ankommen.

    Man kann natürlich auch vermehrt Streifen und Strafen durch’s Ordnungsamt fordern. Aber weil wir (und wahrscheinlich auch alle anderen) darauf keinen Bock haben, kann man ja zumindest versuchen, die Hemmschwelle für’s Müll-wegwerfen zu verringern, indem man mobile Container aufstellt.

    „Chronisch vermüllt“ ist nach unserer Beobachtung in Hochzeiten nicht nur die Stelle bei den Bänken, sondern der gesamte Park.

  7. @murx: Die Stadtreinigung stellt sich wohl nicht quer. Der Alaunpark hat eine der höchsten Reinigungsfrequenzen (oder wie man das auch nennt) der ganzen Stadt. Es liegt wohl doch eher an der Bequemlichkeit einiger Besucher/innen. Wir haben übrigens den Eindruck, dass das nicht erst seit diesem Jahr nicht klappt.

    Coole Aktion der Piraten! Wenn auch nicht ganz neu: http://dresden.bund.net/publikationen/rundbriefe_vortraege_veranstaltungsrueckblicke/aktion_save_our_green_im_neustaedter_alaunpark/
    Aber bitte mehr davon, kann ja alles nur helfen.

  8. @Pieschener: selbst mir, als ur-neustädter, sind die besagten container lange nicht aufgefallen. die leute sehen halt die steinernen papierkörbe und gehen logischerweise davon aus, dass das die möglichkeit der entsorgung ist.
    ich gehe mit dir d’accord, das es dringend einer kenntlichmachung der unterirdischen container bedarf, damit sie überhaupt als solche wahrgenommen werden. der verstopfung kann man sicher auch durch eine veränderung der technischen gegebenheiten vorbeugen, insofern nicht irgendwelche obskuren vorschriften gelten.

  9. wozu schon wieder ein konzept und labern, stellt einfach die paar tonnen da hin. endlich.
    und übrigens:
    die stadtreinigung hat den alaunpark an eine fremdfirma abgegeben, bei der o.g. putzfrequenz gings wohl nur noch über ne dumpinglösung. die machen ihr ding eigentlich ganz gut, nur nach dem brn-reinemachen tat sich erstmal zwei wochen nichts mehr. scheinen unregelmäßiger zu kommen.

  10. Leusels, is doch ganz einfach:
    stellste ne Bude hin mit nem Menschen, der jedem, der einen Grill im A-Park aufstellt, nen hübschen, unverwechselbaren Müllsack für 5 Euro Pfand verkauft. Nach dem lustigen Grillabend gibts das Müllpfand für nen gefüllten Müllsack zurück.
    Wer mit Grill, aber ohne Müllsack erwischt wird, muss blechen.
    Et voilà!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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