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Turmfalke von Kirchendach gerettet

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Passanten entdeckten den am Sonnabendvormittag auf der Nordseite der St.-Martins-Kirche (Garnisonkirche) an der Stauffenbergallee in der Albertstadt einen Turmfalken in Not. Ein Bein des Turmfalken hatte sich zwischen einem Blitzableiter und dem Dachblech eingeklemmt – in etwa 15 Metern Höhe, aus eigener Kraft konnte sich das Tier nicht befreien.

Garnisonkirche St. Martin Foto: Archiv Anton Launer
Garnisonkirche St. Martin Foto: Archiv Anton Launer

Die Feuerwehr rückte kurz vor elf Uhr an. Per Drehleiter erkundeten die Einsatzkräfte zunächst die Lage, dann wurde ein Mitarbeiter der Tierrettung mit einer Absturzsicherung versehen. Er fuhr zum Dach hinauf. Gemeinsam mit der Leiterbesatzung befreite er den Greifvogel und sicherte ihn in einem Transportkorb.

Gut eine Stunde nach dem ersten Notruf war der Einsatz beendet. Der Turmfalke kam zur weiteren Untersuchung in eine Wildvogelauffangstation – augenscheinlich unverletzt. Vier Einsatzkräfte der Feuerwachen Albertstadt und Übigau waren von 10.48 bis 12.14 Uhr vor Ort.

Wie tag24.de berichtet, war das Tier aber doch so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste.

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Falco tinnunculus

Turmfalken (Falco tinnunculus) sind die häufigsten Falken Mitteleuropas – und längst auch in Städten zu Hause. Wer sie kennt, kennt oft ihren charakteristischen Rüttelflug: Das Tier steht nahezu still in der Luft, den Blick senkrecht nach unten gerichtet, auf der Jagd nach Mäusen. Wegen dieser Eigenheit werden sie mancherorts einfach Rüttler genannt. Kirchendächer, Türme und Fassadennischen nutzen sie gerne als Brutplätze – was, wie der Sonnabend zeigte, gelegentlich zu unvorhergesehenen Komplikationen führen kann.

Garnisonkirche

Die St.-Martins-Kirche an der Stauffenbergallee 9G wurde 1895 bis 1900 als Garnisons- und Simultankirche gebaut – für die in der Albertstadt stationierten Soldaten beider Konfessionen. Die Architekten William Lossow und Hermann Viehweger schufen dafür zwei Kirchenräume unter einem Dach: ein gotisches Langhaus für die Katholiken, ein neuromanisches Querhaus für die Protestanten. Nach Kriegsende 1945 übernahm die katholische Pfarrei St. Franziskus Xaverius das Gotteshaus.

6 Kommentare

  1. Die Feuerwehr schrieb von Turmfalke, der Kollege Hofmann hat mit der Wildtierauffangstation gesprochen, daher wird es wohl eher ein Wanderfalke gewesen sein.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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