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Für eine bunte Augustusbrücke

Am kommenden Sonnabend wollen die Grünen die Augustusbrücke beleben. Am Nachmittag von 16 bis 18 Uhr ist die Veranstaltung „Buntes Leben in der Stadt! – Augustusbrücke“ geplant.

Die autofreie Augustusbrücke könne zu einem besonderen Ort der Stadt werden, an dem man sich trifft, etwas erlebt, diskutiert oder einfach entspannt, so die Vorstellung der Grünen. Und das soll nun beispielhaft mit Programm umgesetzt werden. Geplant sind Musik, Vorführungen, historische Fotografie, bildende Kunst, eine Wünschewand und Angebote für Kinder.

Party auf der Augustusbrücke
Party auf der Augustusbrücke

Thomas Löser, Grünen-Stadtrat und Sprecher für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen sagt: „Den Slogan ‚Eine Karlsbrücke für Dresden‘ muss nun auf der Augustusbrücke mit Leben erfüllt werden.“ Neben der wichtigen Sperrung für Privatverkehr brauche es jetzt schnell ein künstlerisches Nutzungskonzept. „Die Veranstaltung ‚Buntes Leben in der Stadt!‘ kann uns mit ihren vielen Ideen zeigen, was möglich ist und ist ein toller Start.“

Teils in wechselnden Besetzungen unterstützen uns vor Ort: The Saxonz mit einem öffentlichen Training, die KunstGalerieHans, Peter Theeg – Duo Fuego mit Jonglage, enVivo, Filzen für Kinder, Marion Fiedler, Slider (Sebastian Gierbig) urban art und weitere Akteur*innen.

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6 Ergänzungen

  1. Die Karlsbrücker in Prag ist nur halb so breit wie die Albertbrücke und es fährt keine Straßenbahn darüber…

  2. Ich glaube die Augustusbrücke kommt mit Straßenbahn und ihrer im Vergleich zu kurzen Länge (390m) nicht an das Flair der Karlsbrücke (516m) ran, zumal trotz gesperrten Privatverkehrs ich tagtäglich so einige Autos auf ihr entlangfahren sehe.

  3. Dadurch, dass es eine Trennung von Fahrbahn und Fußweg gibt, hat sich die Stadt die Chance einer Karlsbrücke genommen. Straßenbahn würde vielleicht noch gehen, aber mit Autos wie Taxis auf der Brücke geht jeglicher Flair die Elbe runter.
    DIE Karlsbrücke gibt’s eben nur in Prag.

  4. Statt zu „cornern“ könnte man ja „Bridge’n“ … unterstützt von Co2-neutralen mobilen Spätshops per Lastenrad….

  5. Eine „Karlsbrücke für Dresden“ war natürlich mit den Randbedingungen der Tram und der Fußwegtrennung gedacht und sollte nicht ganz mit der echten Karlsbrücke gemessen werden. Das heißt für Dresden: eben gereihte Kleinkunst oder Aktionen in den Seitenbereichen. Viel mehr geht nunmal erst bei reiner Fußgängerzone wie in Prag.

    Viel größere Rolle spielt allerdings der Verbindungszweck der Brücke – also die Gründe für die Wegewahl. In Prag gibt es sehr viele Gründe der Flußquerung, da die Burg und Kleinseite (also die halbe Altstadt) jenseits liegt. In Dresden lockt hingegen die Einöde neuerlich denkmalgeschützter DDR-Plattenbauten, welche das Bißchen Barockviertel dahinter auch noch schön verstecken. Solange man keinen rekonstruierten alten Neustädter Markt in Teilen schafft, wie es der große letzte Wettbewerb und umfangreiche Bürgerbeteiligung ergaben, kann man sich die „Karlsbrücke für Dresden“ irgendwo am Klopapier abschmieren. Es bestehen für Otto-Normaltourist und -Besuchsbürgerin sodann eben kein offenbarer Grund, die Elbseite zur Neustadt hin zu wechseln, es sei denn man ist ostmodern fremdgeprägter Student aus der Architektenfilterblase. Insofern wirkt die „Neustädter Freiheit“ auch auf und in die Augustusbrücke hinein, indem die Brücke eben „frei“ bleibt von Wegegründen und Karlsbrückeleien. Was übrigens aus der riesigen Verkehrsfläche wird, sofern sie mal druch Fahrbahnschmälerung der Platzfläche zugeschlagen würde, ahnt der gemeine Dresdner dann schon: es ist leeres und tote Platzbefestigung, gern mit paar grün-simulierenden Büschekübeln drauf. Also ganz zudende gedacht, kann man in 10 Jahren die Brücke dann wieder dem Autoverkehr der Autostadt öffnen, und die leere Platzfläche vielleicht als (teilbegrünten) Parkplatz nutzen. Dafür gibts hier im Elbtale sicher Mehrheiten.

  6. @Dresdner Eierschrecke: Was ist sinnvoll an schmalen engen Gassen, die gesäumt sind von fünf- oder sechsstöckiger Bebauung? Und nicht zu vergessen die kleinen Hinterhöfe. Mach Dir die Mühe und schaue Dir mal alte Aufnahmen des Gebietes vor 1945 an, da sind viele Details zu finden, die heute überhaupt nicht sinnvoll sind. Die Kreuzung Heinrichstraße/Rähnitzgasse hatte ich früher schonmal als Beispiel genannt, was ist daran so schön, dass man es in ähnlicher Form vervielfältigen sollte? Achja, wenn wir beim historischen Original bleiben, sollte dann aber auch wieder die Straßenbahn durch die Hauptstraße verkehren und erst an der Heinrichstraße in diese abbiegen. Ansonsten bin ich persönlich für Respekt gegenüber der Lebensleistung von Menschen, die nach 1945 die Stadt wieder aufgebaut haben und sich durchaus Gedanken gemacht haben, wie man diesen Teil der Stadt im Stil der damaligen Zeit gestaltet. So war es auch immer vorher in der Stadtgeschichte üblich, neue Bauwerke entsprachen fast nie dem Zeitgeschmack vorangegangener Jahrzehnte/Jahrhunderte. Nehme ich mal als eines von vielen Beispielen das Hygienemuseum. Wäre ja dann unbedingt ein Kandidat für einen Abriß, da so überhaupt nicht konform mit dem alten Dresden. Oder hat es seine Berechtigung, weil es ja vor 1945 gebaut wurde? OK, dann lass uns doch die gesamte Altmarkt-Bebauung abreißen, da ist ja überhaupt nichts mehr vom schönen alten Dresden, sondern alles DDR-Bauten, die schnellstmöglich beseitigt werden müssen. Richtig kurios finde ich auch Initiativen für die Wiedererrichtung des Kaiserpalastes oder des Venezianischen Hauses. Die dürften dann in der heutigen Umgebung wie völlig deplatzierte Fremdkörper wirken. Oder wird dann großflächiger abgerissen und „neu alt“ gebaut?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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