Riesiger Krause an der Bautzner

Wandbild von Lars P. Krause und Bandits and Friends.

Wandbild von Lars P. Krause und Bandits and Friends.

An der Bautzner Straße, Ecke Pulsnitzer, ist seit dem Wochenende ein riesige, knallrote Fassadengestaltung zu sehen. Ziemlich prominent wirbt ein Bierbrauer aus der Region auf dem Bild.

„Es war an der Zeit mal Danke zu sagen“, erklärt der Künstler Lars P. Krause, der das Bild entworfen hat. Die Radeberger-Gruppe unterstützt ihn schon lange bei diversen Projekten, so zum Beispiel bei der Poster-Show Colored Gigs, die Ende September wieder in der Scheune stattfinden wird.

Am Donnerstag waren erst die Konturen zu erkennen.

Am Donnerstag waren erst die Konturen zu erkennen.

„Dann habe ich mit der Agentur Cromatics gesprochen und die haben die Umsetzung organisiert“, erzählt Krause. Die Sprayer-Gruppe Bandits and Friends hat dann seine Vorlage auf die große Wand gebracht.

Projektleiterin Nora Hilsky von Cromatics berichtet: „Die Hausbesitzerin war sehr unglücklich, dass die Café-Szene an der Wand von einem Sprayer zerstört wurde und wünschte sich eine neue Gestaltung.“

Die knallrote Wand und der „dezente“ Hinweis auf den Hopfentrunk sind allerdings nur vorübergehend geplant. In ein paar Wochen soll die Hauswand dann eine neue Gestaltung bekommen.

Der Künstler und Siebdrucker Lars P. Krause, auch als Douze bekannt, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Von der Farbe bis zum Muster ist alles nach meinem Geschmack“, grinst er und berichtet, dass er jeden Tag vorbeigefahren ist und die Arbeitsfortschritt überprüft hat.

Eindrücke von der Entstehung des Bildes

Am Anfang stand der Entwurf, Lars P. Krause bei der Arbeit - Foto: Thomas Schlorke

Am Anfang stand der Entwurf, Lars P. Krause bei der Arbeit – Foto: Thomas Schlorke

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19 Kommentare zu “Riesiger Krause an der Bautzner

  1. Bierbrauerin
    12. September 2017 at 16:37

    …frappierende Ähnlichkeit mit Böhmermann. ;-)))))

  2. Peter
    12. September 2017 at 18:21

    Hail Corporate!

  3. hmmm
    12. September 2017 at 19:58

    und das jetzt Bierwerbung (allgemein Alkohol/Tabakwerbung) nicht die beste ist, ist wohl bisher niemand in den Sinn gekommen? so für Kinder, Jugendliche, Alkoholiker?

  4. nepumuk
    12. September 2017 at 23:36

    Sehr schön, ich mag sowas ja sehr, ist hier aber wohl nicht von langer Dauer. Gleichsam mit Pfunds Höfe (kürzlich Baugenehmigung erteilt) läuft derzeit für selben Bauherrn (inkl. gleichem leipziger Architekten) auch fürs Tortengrundstück das Genehmigungsverfahren. Es handelt sich also um zwei große Bauabschnitte, die dann ca. ab nä. Jahr errichtet werden dürften.
    Am Louisengrün-Spielplatz tangieren gleichmal 4 solcher nackschen Brandwände. Trotz enormen Mitteleinsatzes wurde genau dieses optische Detail und Gestaltungspotenzial übersehen. Die teilweisen Begrünungsansätze können vor Ort als formvollendet gescheitert begutachtet werden, die nacksche Brandwandleere wirkt erbärmlich. Man hätt‘ eher dort was Malerisches machen sollen – sträubte sich der Hauseigentümer des Café Maxx auch weiterhin. Am Spielplatz kämen freilich nur kindswohlaffine Motive in Betracht, also Öttinger alkfrei geht schonmal nicht. Ich plädiere für Wald-Himmel-Motivik, eingedenk etwaiger Tierwelt und etwas Alpenblick. Ohja, der fehlt uns (Prießnitzstädtern) – ähnlich wie die Ostsee. Die Kinder könnten auf Entdeckungsreise gehen.
    Und krähet jemand: Kitsch!, dann widerkrähte ich: es ist ein Spielplatz!!!

  5. Alauner
    13. September 2017 at 00:38

    Ist das noch Kunst oder nur Werbung?

  6. olaf
    13. September 2017 at 10:45

    Das künstlerische Niveau dieser Fasadenwerbung entspricht leider mal wieder nur der Dresdner Durchschnittlichkeit. Schade!

  7. Guido
    13. September 2017 at 11:06

    Schade, deine früheren Werke waren besser. Willkommen im Mainstream!

  8. Riccy
    13. September 2017 at 17:07

    Hier wird auch immer nur gemeckert, egal ob was es geht … Schlimm!

  9. Schorse
    13. September 2017 at 17:26

    Wenn es Böhmermann wäre, dann würde nach dem Regen ein Aufruf draus: Geht wählen! Schade, daß dem nicht so ist. Obwohl – ich bezweifele, dass ein solches Propagandaplakat wirklich wirken würde. Hat ja auch vor 1989 nichts bewirkt! Oder? Wie auch immer: Wählen gehen!

  10. bob
    13. September 2017 at 19:16

    @Schorse

    „Hat ja auch vor 1989 nichts bewirkt! Oder? Wie auch immer: Wählen gehen!“

    Gute Güte. Du weisst aber schon, dass es in dem Beitrag um Bierwerbung an einer vorher grauen Fassade geht…….Da kommen wir mal wieder, wie so häufig hier, von Kuchenbacken zu Arschbacken…….

  11. Schorse
    13. September 2017 at 20:41

    @Bob
    Nur Bierwerbung ist mir halt ein bisschen dünne (auch wenn es einigermaßen trinkbar ist) und – grau war die Fassade nicht. Im Gegenteil: im unteren Teil war sie sogar recht liebevollund ansehnlich bemalt… bis … irgendein Banause … die Farbe nicht halten konnte.

  12. bob
    13. September 2017 at 22:25

    @Schorse

    merkst du eigentlich gar nicht, was du für einen Unsinn du absonderst.

  13. 13. September 2017 at 23:44

    Ehrlich gesagt – ich habe mit Kritik gerechnet, es gibt wirklich viele Möglichkeiten Anderer Arbeit zu betrachten und öffentlich zu beurteilen. Fast immer steckt mindestens ein Quentchen Wahrheit darin und mit etwas Toleranz kann man fast jedem Standpunkt etwas entnehmen – und etwas daraus gewinnen.
    Ich wünsche Allen, Beteiligten und Betrachtern, eine schöne Zeit mit unserem Bild – Werbung oder Kunst – oder Beides… und wem es gar nicht gefallen mag, die Zeit bleibt nicht stehen. Zankt nicht so viel.

    Danke Slider, Danke Bandits and Friends Dresden, Danke Cromatics, Danke Euch Bierbrauern von hinter der Heide. Ach und Danke Neustadt Geflüster!

  14. Schorse
    14. September 2017 at 03:15

    @Bob
    na schön, dass wenigstens du es merkst! Glückwunsch!

  15. Schorse
    14. September 2017 at 08:28

    @Lars
    mein erstes Posting bezog sich auf den Böhmermann am Anfang und Bier hätte es von mir sus auch nicht sein müssen. Künstlerisch ist’s gelungen und Auftragskunst hat ja durchaus eine lange Tradition. Das war schon bei Toulouse-Lautrec so. Auch Künstler müssen leben.

  16. Mooses
    14. September 2017 at 21:22

    ….ganz ehrlich das Gelaber geht mir so was von auf den Sack. An die Alkoholiker,selber dran Schuld für die Sucht. Ihr werdet schon mit dem Bild klar kommen. Welches super umgesetzt wurde.Und das muss ich wissen……da ich in dem Bereich seit langer Zeit ebenfalls arbeite. Klar wäre es besser eine Lößbitz Pils Werbung an dieser Stelle zu sehen…..aber da fehlt der Background unserer Einheimischen Bier Brauer. Und auch unsere Kinder werden das Bild verkraften. Da sind die Eltern der Neustadt gefragt ihren Kindern zu erklären das es völlig normal ist das ein sozial schwacher Mitmensch und ein Staatsgegner schon um neun ein Sterni im öffentlichen Raum konsumiert. Und bitte nicht vergessen das mit dem Kiffen und der anderen Sachen.Und wenn ich mal die Zeit habe kann ich mal mit dem Eigentümer vom Maxx sprechen ob er finanziell gewillt ist seine Brandwand gestalten zu lassen. Mit dem Hintergrund das ich ihn gut kenne .Wenn unser Staat eine Gestaltung im öffentlichen Raum steuerlich begünstigten würde,wären mehr Leute gewillt etwas zu schaffen. Und da ist ja noch die Stadt……aber das ist ein noch traurigeres Thema……

  17. Ich
    24. September 2017 at 18:27

    Ach du sch**ße, ist das / der hässlich! Er hätte auf dem Bild noch eine Line Crystal ziehen sollen, dann würde es noch besser nach Dresden (in die Neustadt) passen.
    Dafür schmeißt wirklich jemand Geld zum Fenster raus? Um für eine harte Droge zu werben? Da hätte man auch was Sinnvolleres mit machen können! Würde wenigstens sowas dabei stehen wie „Trinkt alle ganz viel Alkohol und macht euch schnellstmöglich kaputt, euch braucht eh keiner!“, dann würde das ganze wenigstens etwas Sinn machen, aber so…?!

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