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Keine Durchfahrt mehr

Loge hinterm Tor
Loge hinterm Tor
Dicke Zäunen versperren seit vergangener Woche die Zufahrt zum Haus „An der Loge“. Schüler des Heinrich-Schütz-Konservatoriums standen irritiert vor dem Tor, zum Glück war noch eine schmale Lücke frei, so konnten sie durchschlüpfen. Die Zäune und Tore stehen sowohl auf der Seite zum Fitness-Center als auch zu dem kleinen Weg hin, der an der ehemaligen Bibliothek vorbei zur Bautzner Straße führt. Der Zugang von der Senioren-Residenz in der Erich-Kästner-Passage ist abgeriegelt.

Zwischen Zaun und Mauer soll dann ein Weg entlang führen.
Zwischen Zaun und Mauer soll dann ein Weg entlang führen.
Wie ein Mitarbeiter der Objektverwaltung berichtet, wurden die Zäune vor allem aus Sicherheitsgründen errichtet. Die Durchfahrt wurde immer wieder von Autofahrern genutzt, die eine Abkürzung von und zur Böhmischen Straße suchen. Außerdem wurde die Fläche vor dem Gebäude als Parkplatz genutzt und Müll wurde abgelagert. Derzeit wird am Rand des Grundstücks ein Weg angelegt, auf dem dann Besucher zu Fuß zu der Spielstätte gelangen können. Ein Durchgang von Böhmischer zu Bautzner Straße wird dann auch möglich sein. Das Tor zur benachbarten Erich-Kästner-Passage bleibt aber zu, da sich die beiden Grundstückseigentümer nicht auf eine gemeinschaftliche Lösung einigen konnten. Die Außenstelle „An der Loge“ wird weiterhin vom Heinrich-Schütz-Konservatorium für Probe- und Aufführungsräume genutzt. In der nächsten Zeit wird das denkmalgeschützte Gebäude saniert.
Von der Seniorenresidenz gibt es keinen Durchgang mehr zur Loge.
Von der Seniorenresidenz gibt es keinen Durchgang mehr zur Loge.
Bei dem Gelände handelt es sich um ein Privat-Grundstück, ein Wegerecht durch das Gelände hindurch gibt es nicht. Das liegt vermutlich daran, dass früher das ganze Gelände bis zur Böhmischen Straße hin in einer Hand war. Einst befand sich hier die Lederfabrik, in der zu gemütlichen BRN-Zeiten in den 90ern auch noch gefeiert wurde und noch ein paar Jahre eher Erich Kästners Vater Emil als Sattlermeister arbeitete.
Auch von der nördlichen Seite ist das Grundstück jetzt abgeriegelt.
Auch von der nördlichen Seite ist das Grundstück jetzt abgeriegelt.

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25 Ergänzungen

  1. Hätte es nicht gereicht, den Poller auf dem Durchgang zur Bautzner immer hochgefahren zu lassen? Und was ist mit den Radfahrern, die zum Probenraum wollen? Ich finde den Zaun insgesamt eine eher „mäßige“ Idee

  2. Wie soll man sich denn da zwischen Zaun und Mauer durchquetschen?? Anton, sag doch mal ohne Scheiß jetze: da is doch höchstens n Meter Platz, oder????

  3. Wenn man fährt braucht jeder weniger Platz als beim Schieben, es sei denn man hat einen Elefanten auf dem Gepäckträger.
    Im Übrigen, wenn nur das eure aktuellen Sorgen sind ,ist alles ok.

  4. Ooaahr, Alraune, kannste dir mal diese polemischen Kommentare klemmen. Das nervt einfach nur…

  5. Oh gott, ist das gräßlich. Und die Begründungen erst, ojeminee. Der ganze Bereich ist verschandelt.
    Wie war das noch mit dem Erschließungs- und Durchwegungskonzept für die Äussere?
    Ach so, Amts_mann ist ja nicht fürs Sanierungsgebiet zuständig.

  6. Privatgrundstück ist halt Privatgrundstück. Auch wenn das in Dresden manchmal nicht mehr soviel bedeutet.

  7. @Alauner: und wenn das FDP-Denken mal Platz macht, dann steht im Grundgesetz, Art 14 (2): „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

  8. @ Klau, solchge Leute wie dich , würde sicher jeder ungern über sein Grundstück fahren lassen.

  9. @Klau:
    *Gröhl*. Da musste gleich mal lachen. Ohne mich nun in die konkrete Diskussion einmischen zu wollen, aber genau das ist doch das ewige Gefasel der (Kaviar-)Kommunisten. „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

    Genau. Eigentum verpflichtet. Solange es irgendwas mit Arbeit, Kosten und Verantwortung zu tun hat, womit Fremde nichts zu tun haben wollen. Und zum Wohle der Allgemeinheit. Solange sich Fremde daran parasitär bedienen, teilhaben, sich breitmachen wollen. Sprich: enteignen. Sobald dann aber doch wieder Arbeit, Kosten und Verantwortung ins Spiel kommen: ach nööö, so war das nicht gemeint. Dann wieder: siehe Eigentum verpflichtet.

    Und nun wende das Prinzip auf das Eigentum von Kommunisten an. Dann erlebste zeitnah, was ein egoistischer und brutaler Turbokapitalist ist. :-D

    Für Frieden und Sozialismus, seid bereit! Immer breit!

  10. „da sich die beiden Grundstückseigentümer nicht auf eine gemeinschaftliche Lösung einigen konnten“ … das kenne ich auch in Bezug auf Kunsthofpassage und Sonnenhof. Schnöder Mammon über allgemeine Interessen stellend :-(

  11. Ich gebe Kalle recht, der Poller, den es ja dort gibt, der hätte es auch getan.

    Was das Durchfahren zur Böhmischen angeht liegt das eher daran, dass es keinen vernünftigen, legalen Weg in die Böhmische gibt wenn man vom Albertplatz kommt, oder noch schlimmer, wenn man vom Neustädter Bahnhof kommt. Möglich wäre das, wenn man das ideologische Bahn-um-jeden-Preis-Bevorzugen mal überdenkt und nicht große Flächen von funktionierenden Strassen mit weißen Sperr-Streifen bemalt. Auf der Bautzner würde eine Linksabbiegerspur niemandem schaden. Die Bahn die da gelegentlich mal langfährt könnte durch eine intelligente Ampelschaltung die möglicherweise störenden Linksabbieger mit einer Extraphase Linksgrün abfließen lassen.

    Aber das kriegen die ja noch nicht mal vor der Schauburg hin. Wo ne Bahn langfährt muss ein Sperrstreifen hin! Egal wenn dadurch eine wichtige Fahrspur Spur nicht möglich ist…

  12. @Jonk: Du kannst ganz legal links in die kleine Bautzner einbiegen, dann die kleine Bautzner wieder bis vor zur Alaunstraße fahren, hoffen, dass Dich jemand im Stau reinlässt und dann die Alaunstraße hochtuckern. Das kann man täglich öfter beobachten.

  13. Sehr schade! Das war ohne die unschönen Rolltore so ein netter verträumter Platz… Auf die Sanierung des Gebäudes kann man bei diesen Vorboten gespannt sein.
    Hoffentlich hat die Stadt ein wachsames Auge, dass der schmale Fußweg, der da gebaut wird, auch den bauplanungsrechtlichen bzw. bauordnungsrechtlichen bzw. was auch immer für Anforderungen standhält. Jedenfalls für Rollstuhlfahrer ist wohl ein Fragezeichen berechtigt, was um so interessanter ist, als sich hinter dem großen Nordtor die Außenstelle des Sozialgerichtes befindet…

  14. @Anton

    ja den Trick kenne ich, mache ich auch, aber der führt nicht in die Böhmische Strasse. Da darf man dann nochmal einen Ringel um das DKS drehen, vorbei an der Ampel, an der man übrigens auch mal länger warten kann (Bahn).

  15. @Anton L.: das geht aber nur noch so lange, wie an besagten Straßen keine Rolltore installiert werden. Dort wäre zwar „die Stadt“ zuständig, aber wie wir alle wissen, schert sie sich gewöhnlich n Feuchten.
    Der künftige Weg wird beklemmende Gefühle und Platzangst auslösen – er ist nur gut 1m breit (wir werden es bald messen) – und vermutlich kaum noch Leute locken. Der Passant ist eingefasst zwischen Mauer und Zaun, man fühlt sich wie in der Sardinenbüchse und es stellt künftig ein Sicherheitsrisiko dar, dort lang zu gehen. Räubern und Gaunern wirds ein Leichtes sein, auch tagsüber aufzulauern. Die Opfer sind gefangen und können nicht fliehen. Der weite Innenhofbereich wird ausgestorbene Zone, da hilft auch Schreien nicht weiter.
    Der Zaun macht überhaupt keinen Sinn, die obigen Begründungen für dessen Anordnung sind nicht zutreffend und nur vorgeschoben. Mal sehen ob an den Hofgärten Bautzner Strasse (Ex-Lustgarten) auch Rolltore rankommen. Wie ich heute erfuhr, ist das einstige Erschließungs- und Wegekonzept (welches besonders die Querungen der weiten neustädter Hofbereiche betrachtete) eine sinnfreie Ausarbeitung für die Aktenablage gewesen. Ich empfehle daher der Stadtverwaltung die Anschaffung eines Reißwolfs – allein zur Vernichtung sämtlicher Sinnloskonzepte, von denen es bekanntlich sehr reichlich gibt. Viel Spaß allen künftigen Quergängern unserer neuen Platzangst-Passage. Sie sollte Teil von Stadtteilführungen und demnächst auch Vor-Ort-Treff des OBR werden.

  16. @Anton Launer & Jonk
    Ihr wollt euch jetzt hier nicht ernsthaft beschweren, dass ihr nicht mehr bequem mit dem Auto dorthin kommt?

  17. @Zschertnitzer
    Nein, mir geht es um Verkehrsvermeidung. Mich stört es einfach, dass durch unsinnige Verkehrsführung Schleichverkehr und Extrafahrten verursacht werden. Ich muss sinnlose Ringel fahren um zu meiner Haustür zu gelangen, das nützt niemandem!

  18. @Jonk: Diese „unsinnige Verkehrsführung“ dient auch dazu dass bei Leuten wie dir (und deinen Nachbarn in der Böhmischen) der Durchgansschleichverkehr erspart bleibt bzw. wegen weniger/keiner Linksabbieger der Verkehr auf der Bautzner besser rollt. Stell dir mal vor was bei dir vor der Haustür los wäre, wenn man die Böhmischen und Alaunstrasse in beiden Richtungen befahren dürfte.

  19. Das Gebäude wird öffentlich genutzt bzw. zu einem solchen Zweck an das Heinrich-Schütz-Konservatorium vermietet, das Gelände drumherum aber regelrecht abgeriegelt. Das passt irgendwie nicht zusammen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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