Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in einer Straßenbahn der Linie 3 sind am späten Sonntagabend drei Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 23.30 Uhr am Albertplatz. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Auseinandersetzung ein Raub vorausgegangen. Zwei Tatverdächtige konnten wenig später gestellt werden.

Wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte, soll eine vierköpfige Gruppe zunächst einem 38-jährigen Venezolaner eine Tasche geraubt haben. Anschließend stiegen die vier Personen in eine Straßenbahn der Linie 3. Der beraubte Mann und seine Begleiter folgten der Gruppe in die Bahn. Dort entwickelte sich eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten.
„Im Verlauf des Streits erlitten drei Personen Schnittverletzungen im Bereich des Oberkörpers“, sagte Polizeisprecher Marko Laske. Wodurch diese genau verursacht wurden, sei bislang nicht bekannt. „Ob bei der Auseinandersetzung nun ein Messer oder ein anderer scharfkantiger Gegenstand wie Glasscherben zum Einsatz kamen, kann bislang noch nicht gesagt werden“. Die Verletzungen seien aber nicht lebensbedrohlich gewesen und konnten bei allen drei Personen ambulant behandelt werden.

Zahlreiche Blutspuren in der Straßenbahn
Gegen 23.40 Uhr waren zahlreiche Polizei- und Rettungskräfte am Albertplatz im Einsatz. Ein Reporter vor Ort berichtete von deutlichen Blutspuren im Inneren der Straßenbahn. In den Gängen, an den Wänden sowie in den Einstiegsbereichen der Bahn waren zahlreiche Blutspritzer zu sehen. Auch im Bereich der Haltestelle befanden sich Blutspuren.
Die Straßenbahn konnte ihre Fahrt nach dem Vorfall zunächst nicht fortsetzen. Polizei und Rettungskräfte kümmerten sich vor Ort um die Situation. Die Maßnahmen der Polizei dauerten bis 3.20 Uhr an.

Zwei Tatverdächtige gestellt
Im Zuge der Fahndung konnten alarmierte Polizeibeamte in der näheren Umgebung zwei mutmaßliche Beteiligte stellen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um zwei 19-jährige Männer. Einer besitzt die syrische, der andere die irakische Staatsangehörigkeit. Beide Tatverdächtige wurden nach Abschluss aller Maßnahmen wieder entlassen. Die beiden anderen mutmaßlichen Täter konnten bislang noch nicht gefunden werden. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf des Geschehens.




















