Wo endet die Saison für Dynamo?

Der gefeierte Saisonstart hat wieder einmal gezeigt – Dynamo Dresden bedeutet den Menschen in und um Dresden eine Menge. Das dritte Jahr in Folge startet die Sportgemeinschaft Dynamo nun in die zweite Bundesliga. Nachdem der Traditionsverein aus dem Osten die Saison 2016/17 als Aufsteiger auf einem starken fünften Platz beenden konnte, war die vergangene Spielzeit weniger erfolgreich. Nach einigen auf und Abs trudelte man zum Saisonende auf dem 14. Tabellenplatz ein. In der dritten Zweitliga-Saison soll der Blick aber wieder nach oben gehen. Wir zeigen, was sich in der Sommerpause bei Dynamo getan hat und wie man sich in den ersten Spielen der Saison präsentieren konnte.

Transfercoup aus Schweden

Mit der Verpflichtung von Linus Wahlqvist könnte den Sachsen ein echter Coup gelungen sein. Für eine Ablösesumme von 400.000 Euro gelang es der Geschäftsführung um Kristian Walter, den umworbenen Außenverteidiger vom IFK Norrköping loszueisen. Dabei habe man sich laut Transfermarkt.de gegen namhafte Interessenten durchsetzen müssen, so der sportliche Leiter. Wahlqvist sei „ein polyvalenter Spieler, der auch in der Innenverteidigung und im rechten Mittelfeld einsetzbar ist.“, fasste der Geschäftsführer die Stärken des Neuzugangs zusammen. Dabei fügt sich der junge Schwede bestens ein und spielte die ersten beiden Saisonspiele mit überzeugenden Leistungen durch.

Routinier Ebert soll das Gesamtgefüge stärken

Mit Patrick Ebert konnte schon früh in der Sommerpause ein wichtiger Neuzugang verpflichtet werden. Der 31-jährige Routinier soll mit seiner Erfahrung eine wichtige Stütze der Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus werden. Nach Stationen in der Bundesliga und im Ausland stand der Mittelfeldspieler zuletzt beim FC Ingolstadt unter Vertrag. Bei den Sachsen erhält er ein Arbeitspapier über zwei Jahre. „Patrick ist ein technisch versierter Spieler, der sich im offensiven zentralen Mittelfeld am wohlsten fühlt, aber auch auf beiden Flügeln agieren kann. Er bringt ein waches Auge für seine Vorderleute und ein gutes vertikales Passspiel mit“, freute sich Kristian Walter über die Verpflichtung des Routiniers. Zudem betonte der Geschäftsführer, dass Ebert auf und neben dem Platz eine wichtige Stütze der Mannschaft darstellen wird.

Dynamo knackt die Millionen Transfergrenze

Teuerster Dynamo-Neuzugang ist Baris Atik von der TSG Hoffenheim. Für den dribbelstarken Offensivspieler überwiesen die Sachsen 600.000 Euro nach Sinsheim. Die Chance, dass das Team von Trainer Julian Nagelsmann nach der Saison auch die zweiten Liga spielen könnte, sind äußerst gering. Beim Wettanbieter Betway liegen die Quoten für einen Abstieg Hoffenheims mit Stand vom 15. August bei 34,00. Aber nicht nur in den Top-Ligen steigen die Transferausgaben Jahr für Jahr, auch in den unteren Ligen wird zusehends mehr Geld investiert. Während der Erstliga-Absteiger FC Köln diese Liste mit 12,5 Millionen Euro unangefochten anführt, ließen sich bereits ganze sechs Vereine ihre Spielerwechsel mehr als eine Million Euro kosten – und die Transferperiode ist noch nicht vorbei! Auch die beiden Aufstiegsaspiranten FC Ingolstadt und Hamburger SV haben bereits mehrere Millionen für neue Spieler investiert. Neben diesen drei „Schwergewichten“ befinden sich ebenfalls Union Berlin, Holstein Kiel und Dynamo Dresden in dieser Gesellschaft.

Geglückter Saisonstart vor Traumkulisse

Der Saisonstart war für Fans und Mannschaft ein Auftakt nach Maß. Während Teile der Dresdener Szene in der Vergangenheit häufiger negativ auffielen, sorgten die Supporter beim ersten Saisonspiel gegen den MSV Duisburg für eine atemberaubende Kulisse. Frei nach dem Motto „Die Sommerpause ist vorbei – Jetzt heißt es wieder Feuer frei“ tauchten die Ultras das Stadion in gelben Rauch und feierten den Beginn der neuen Saison. Angestachelt von der grandiosen Stimmung auf den Rängen gelang dem Team von Trainer Uwe Neuhaus ein 1:0 Erfolg. Für das entscheidende Tor sorgte Stürmer Lucas Röser in der 39. Minute. Trotz einer „richtig guten Hälfte“ monierte der Neuhaus anschließend die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft.

Rock ’n’ Roll, #Dresden! 💪 #SGDMSV #sgd1953

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Die Neuzugänge scheinen zu funktionieren

Trotz des zwischenzeitlichen Rückschlages gegen Arminia Bielefeld am zweiten Spieltag und der peinlichen Pokalpleite in Rödinghausen, scheinen die Verantwortlichen bei den Neuzugängen ein glückliches Händchen bewiesen zu haben. Alle fünf Neuzugänge auf den Feldspielerpositionen kamen in den ersten beiden Saisonspielen zum Einsatz. Eber, Wahlqvist und Linksverteidiger Brian Hamalainen spielten dabei sogar über die volle Distanz. Der neuverpflichtete Torhüter Tim Boss hatte weniger Glück und verletzte sich vor der Saison am Bauchmuskel. Seine Rückkehr ist bisher ebenso ungewiss, wie die von Sören Gonther und Florian Ballas. Wenn Trainer Uwe Neuhaus allerdings wieder aus dem vollen schöpfen kann, kann sich Dynamo Dresden dank seiner klugen Einkaufspolitik zu einem Geheimfavoriten auf die Aufstiegsränge mausern. Die Fans und die Region rund um Dresden hätte die erste Liga auf jeden Fall verdient.

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