Mit Poker-Tipps von Robert Dietz nach Las Vegas? Möglich!

Für Robert Dietz aus dem nordhessischen Gudensberg ging Anfang 2018 ein Traum in Erfüllung. Er gewann auf einer Plattform für Online-Poker eine Teilnahme an der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas. Hatte nun Glück oder Können Robert Dietz zum Sieg verholfen? Wahrscheinlich war beides im Spiel.

Poker
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Mit ausreichend Glück und Können gewinnt man vielleicht nicht nur eine Teilnahme bei der WSOP. Dann gehört man sogar – wie der in Bad Homburg geborene Manig Löser – zu den Top-20-Pokerspielern in Deutschland mit einem millionenschweren Preisgeld. Auch hierbei spielen Glück und Können eine Rolle. Glück kann man nicht beeinflussen. Können lässt sich beim Poker lernen. Und selbst, wenn man keinen großen Ehrgeiz beim Pokern verspürt, macht das Spiel mehr Spaß, wenn man eine Poker-Strategie entwickelt. Aber wie?

Schritt 1: Poker lernen. Schritt 2: POKER LERNEN.

Poker zu lernen, geht schnell. Und es dauert seine Zeit. Was wie ein Widerspruch klingt, ist in Wahrheit keiner. Die Poker-Regeln lernt man tatsächlich schnell. Im Internet findet man diverse Anleitungen, die einen einfachen Einstieg ins Spiel ermöglichen. In der Regel kann man dann innerhalb kurzer Zeit auf Online-Pokerplattformen in Spiele einsteigen.

Allerdings ist es mit dem Erlernen der Regeln nicht getan. Richtig Spaß macht Poker ja gerade deshalb, weil man danach erst damit beginnt, richtig Poker zu lernen. Im Internet findet man zahlreiche Poker-Tipps, die einem dabei helfen. Der kleine Artikel hier kann nur einige davon anreißen.

Deshalb lautet der erste und vielleicht wichtigste Tipp, Tipps zu lesen. Viele unterschiedliche Profispieler veröffentlichen viele unterschiedliche Poker-Tipps. Nicht jeder ist gleich gut. Aber manche sind es. Es lohnt sich, die guten in die eigene Poker-Strategie einzubauen und sich anschließend auf die Suche nach noch mehr Tipps zu begeben. Poker zu lernen, hört nie auf. Wie schön. So bleiben Online-Poker und Offline-Spiele immer eine Herausforderung.

Nicht zu passiv spielen

Manch ein Profispieler erkennt einen Anfänger sofort an einer ganz bestimmten Sache. Die meisten Anfänger sind übervorsichtig. Eventuell haben sie beim Seven Card Stud die besten offenen Karten und damit die besten Chancen und bleiben dennoch zaghaft.

Poker
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Wer Erfolg beim Offline- wie Onlinepoker haben möchte, sollte aber im richtigen Moment auch einmal aggressiv spielen. Das bedeutet nicht, bei absolut jeder offen sichtbaren Kartenkombination hoch zu setzen. Hat man aber eine gute Ausgangssituation, sollte man nicht allzu zurückhaltend sein. Ein aggressives Spiel kann Spieler mit wenig aussichtsreichen Karten aus dem Spiel treiben. Und jeder, der vor dem Ende des Spiels ausgestiegen ist, erhöht die Chancen für alle anderen.

Im Zweifelsfall: lieber mal passen.

Bisweilen spielen Anfänger zwar zaghaft, bleiben aber dennoch bei nahezu jedem Spiel bis zum Schluss dabei. Ihnen sollte jemand zurufen: Steige öfter einmal aus einem Spiel aus. Natürlich kann es bisweilen geschehen, dass aus einer schlechten Ausgangslage am Ende ein siegreiches Blatt wird. Aber es geschieht eher selten.

Wie viele Chancen bietet mein Blatt? Outs bestimmen.

Outs werden für einen Spieler (noch) nicht sichtbare Karten genannt, die sein für ihn sichtbares Blatt entscheidend aufwerten würden, sodass es nach bisherigem Stand ein Siegblatt sein könnte. Ein Beispiel: Angenommen, vier Personen spielen Seven Card Stud.

Einer der Spieler hält in der Zweiten Wettrunde Kreuz Bube und Herz Sieben als verdeckte Karten (für ihn sichtbar). Karo As und Pik Bube liegen als seine Karten offen auf dem Tisch (für alle sichtbar). Befindet sich kein Bube in den offenen Karten der anderen Spieler, sind bei einem Spiel mit 52 Karten noch zwei Buben (zwei Outs) unter den für den Spieler unsichtbaren Karten. Sie würden aus seinem Paar einen Drilling machen. Eventuell reicht ihm aber bereits ein Ass-Paar zu einem Sieg aus? Der Spieler besitzt Karo As. Kein As liegt offen auf dem Tisch: Das macht dann drei verbliebene Asse (drei Outs).

Outs zu bestimmen, lässt natürlich immer Raum für Unwägbarkeiten. Vielleicht ist einer der benötigten Buben ja längst verteilt und befindet sich unter den verdeckten Karten der Mitspieler? Dann gibt es bei 52 Karten eigentlich nur noch eine Chance, einen weiteren Buben zu erhalten. Aber trotz der Unwägbarkeiten kann das Zählen von Outs als Poker-Strategie helfen, Chancen einzuschätzen und Risiken zu reduzieren.

Man kann viel gewinnen. Aber auch verlieren.

Die letzte hier aufgeführte Regel gilt bei jedem Spiel um Geld. Man kann mit eingesetztem Geld gewinnen und wird vielleicht gar zu einem Robert Dietz oder Manig Löser. Man kann beim Online-Poker aber immer auch Geld verlieren. Und das sollte immer verschmerzbar bleiben, selbst wenn man eine Pechsträhne hat.

Von allen Regeln, die man beim Pokerlernen sollte, ist das die wichtigste. Pech im Spiel darf einen ärgern, aber nie ruinieren. Dann macht das Spiel Spaß und lässt einen bisweilen zum großen Gewinner werden. Oder zum ganz großen.