Das Silicon Valley Deutschlands: Milliardeninvestitionen fließen in Dresdens High-Tech-Industrie

Silicon Saxony
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Dresden hat in letzter Zeit häufig wegen Rassismus-Themen mediale Aufmerksamkeit bekommen, doch die Stadt hat in Wirklichkeit mehr für Deutschland zu bieten als einen hohen Prozentsatz AfD-Wähler. Denn in der sächsischen Hauptstadt boomt die Technik-Industrie. Hier werden jährlich unzählige Elektronik-Artikel angefertigt, welche die moderne Technologie voranbringen. Nun werden dem Standort eine Reihe hochkarätiger Investitionen zuteil.

Internet der Dinge

Dem Internet der Dinge gehört die Zukunft, wenn man jüngster Berichterstattung glauben mag. In diese Richtung wird unaufhörlich geforscht, ständig entstehen neue Entwicklungen und jede Menge Gelder fließen in diesen so vielversprechenden Sektor. In Deutschland ist die Hochburg dieser technischen Weiterentwicklung die Stadt Dresden, die bisweilen schon als Silicon Valley Deutschlands gehandelt wird.

Große Firmen investieren

Um diesen Namen wird es sich in den kommenden Jahren nur noch verdienter machen. Denn wichtige Namen des Technik-Sektors haben das Potential des Standortes erkannt und lassen es sich nun insgesamt mehrere Milliarden kosten, beim Ausbau ganz vorne mit dabei zu sein. Zu den Technologiekonzernen und Forschungseinrichtungen, von denen die Gelder kommen, gehören unter anderem Größen wie Infineon, Bosch, Globalfoundries, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Fraunhofer Gesellschaft. Bereits letztes Jahr auf der „Semicon Europa“, der wichtigsten europäischen Halbleitermesse in München, konnte die Stadtverwaltung deshalb bekannt geben, dass Investitionen in Höhe von 4,5 Milliarden entgegengenommen würden.

Weltweit führender Standort

Auch für Anleger, die bereits in GER30 Aktien investieren, sind die Firmen der Dresdner High-Tech-Szene interessant. Denn durch dieses bevorstehende Wachstum wird die sächsische Hauptstadt zu einem weltweit führenden Standort für „Internet der Dinge“-Technologien. In der Folge der Verkündung im vergangenen Jahr unterstrich auch der Oberbürgermeister Dirk Hilbert, dass Produkte aus dem Dresdner Silicon Valley in allen Teilen der Welt eingesetzt werden könnten, um die Mobilität, das Stromnetz und den Gesundheitssektor nach den Vorstellungen des Internet of Things zu formen. Die Bandbreite der Innovationen ist beeindruckend, aber zu den interessantesten Lösungen gehören Mikrocontroller, selbstversorgende Systeme, Leistungselektronik und Energieernte-Technologien. Auch an Sensoren für Automobilelektronik und Mikro-Elektro-Mechanischen Systemen wird gearbeitet.

Stadt und Land unterstützen Ausbau

Die Geldgeber kommen nicht nur von Auswärts. Auch Dresden ist stolz auf das Niveau, das der Technologiesektor in den eigenen Reihen erreicht hat. So geizt die Stadt auch nicht mit Fördergeldern, die insbesondere dem High-Tech-Nachwuchs zugutekommen sollen: Von 2017 bis 2018 werden innerhalb eines speziellen Förderprogrammes 850.000 Euro ausgeschüttet, die Ideen im Bereich des Internet of Things unterstützt. Auch Konzepte für intelligente Städte und moderne Werkstoffe werden belohnt. Und Sachsen bietet finanzielle Förderung für die Dresdner Studenten: Auf dem Campus der TU Dresden, die sich eines ausgezeichneten Rufes in Sachen Technik erfreuen kann, wird ein Co-Innovation Center als Teil eines Digital Hub gebaut. Dieses Zentrum ist nicht gerade billig: 100 Millionen Euro macht das Land locker, damit Dresden seinem Status als „Smart Systems Hub“ alle Ehre machen kann.

Hoffnung auf wirtschaftlichen Gewinn

Nicht nur wissenschaftliche Fortschritte sollen aber in dieser Technik-Hochburg erreicht werden. Förderer scheuen sich nicht, ihren Wunsch nach kommerziellen Durchbrüchen auszusprechen. So sollen möglichst viele Innovationen für das Internet der Dinge in Dresden entwickelt und dann auch hergestellt werden. Davon würde letztlich der gesamte Technologiesektor profitieren und nicht nur die größten Player wie Bosch und Infineon. Natürlich trägt es auch zum Selbstverständnis der Stadt nur Positives bei, einer der Antreiber des IoT-Booms zu sein.

Dresden ist damit nicht nur einer der führenden Standorte in Deutschland, sondern setzt auch Maßstäbe für ganz Europa. Die Aufrüstung Dresdens zum High-Tech-Hub wird mit Sicherheit auch weitere Städte auf dem Kontinent zu einer Erweiterung des eigenen Technik-Sektors inspirieren. Diese Erweiterungen sind besonders zukunftsträchtig – zu vermuten ist schließlich, dass das Internet of Things aus dem Europa der Zukunft nicht mehr wegzudenken sein wird.