Skurrile Spiele draußen und drinnen

Wenn getroffen wurde, schön trinken. Foto: Youssef Safwan

Wenn getroffen wurde, schön trinken. Foto: Youssef Safwan

Kürzlich fand auf dem Alaunplatz das barbarischste Flunkyball-Turnier statt. Ziel dieses skurrilen Spiels ist es, möglichst schnell betrunken zu werden. Während des vergangenen Stadtteilfestes „Bunte Republik Neustadt“ gab es Variationen dieses Spiels auf den Straßen der Neustadt. Flunky-Was? Ein Spiel, das dem schwedischen Holzstäbchen-Wurf-Spiel Kubb nicht ganz unähnlich ist. Zwei Teams treten gegeneinander an und versuchen mit einem Ball, eine in die Mitte gestellte Flasche umzuwerfen. Soweit, so normal, aber es wird noch besser.

Sieht einfacher aus, als es ist: Flunkyball. Foto: Youssef Safwan

Sieht einfacher aus, als es ist: Flunkyball. Foto: Youssef Safwan

Die Teams stellen sich mit gut gefüllten Bierflaschen gegenüber an den Grundlinien auf. Geworfen wird mit einem Ball auf eine Zielflasche. Die befindet sich in der Mitte des Spielfeldes. Wenn diese Flasche fällt, darf das werfende Team A beginnen, die Bierflaschen zu leeren, bis Team B die Flasche wieder aufgestellt hat, dann wird gewechselt. Sieger ist, wer zuerst das Bier ausgetrunken hat.

Die Spieldauer richtet sich frei nach dem Spruch des Entertainers Dean Martin: „Man ist nicht betrunken, solange man noch am Boden liegen kann, ohne sich festhalten zu müssen.“

Am Sonnabend Nachmittag vor dem Regen. Flunkyball-Turnier auf dem Alaunplatz. Foto: Youssef Safwan

Am Sonnabend Nachmittag vor dem Regen. Flunkyball-Turnier auf dem Alaunplatz. Foto: Youssef Safwan

Spielen im Freien

Gerade der Alaunplatz hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für Spieler aller Arten entwickelt. So ist es durchaus üblich, auf dem Rasen oben bereits erwähntes Kubb zu spielen, bei dem aus Schweden stammenden Spiel mit Hölzern geht es darum, kleine Holzklötzchen zu werfen und zu treffen. Im Süd-Ost-Bereich des Platzes gibt es eine Boule-Möglichkeit, dort werden gelegentlich auch Wettbewerbe ausgetragen. Gelegentlich erlebt auch das Spiel Räuber und Gendarm eine neumodische Auflage in Form von Drogendealer und Polizeistreife.

Kubb auf dem Alaunplatz

Kubb auf dem Alaunplatz

Drinnen spielen

Darüberhinaus haben sich einige Indoor-Spielarten entwickelt. So ist es hipp geworden, aus Räumen auszubrechen. Das geht inzwischen schon an drei Orten in der Neustadt, zwei Firmen haben sich etabliert: Team Escape und Adventure Rooms. Das Prinzip ist immer gleich. Eine Gruppe von Spielern (mindestens zwei) wird in einem Raum eingeschlossen. Durch das Lösen kniffliger Fragen und logisches Überlegen können sie sich aus dem Raum befreien.

Werkzeug des Serienkillers.

Werkzeug des Serienkillers in den Räumen des Team Escape.

Automatenspielereien

Ein richtiges Casino gibt es in der Neustadt zwar nicht, dafür muss man die Elbseite wechseln und Spielbank Dresden besuchen, aber immerhin gibt es einige Bars in denen die berüchtigten Spielautomaten aufgestellt sind. Zum Beispiel im „Club 66“, im Hinterzimmer des „Meydan“ oder in der „Schwarzen Hexe“, aber auch in der Kultkneipe „Bautzner Tor“ ist ein solcher Automat aufgehängt. Größere Spielhallen gibt es auf der Königsbrücker und der Hechtstraße. Wem diese Live-Atmosphäre zu gruselig ist oder wer lieber erst einmal zu Hause üben will, der kann zum Beispiel Fishin Frenzy online Spielen. Aber Achtung: Glücksspiel kann süchtig machen.

Theoretisch kann man sich ja in jede Kneipe sein Skat-Blatt oder den Würfelbecher mitnehmen. Aber in der Neustadt gibt es auch die eine oder andere Spiele-Kneipe. Karten- und Gesellschaftsspiele kann man sich ganz prima unter anderem in der Spielekneipe Barnebys oder im Little Creatures ausleihen.

Spiele zum Ausleihen im Little Creatures.

Spiele zum Ausleihen im Little Creatures.

Nun muss man sich nur noch die nötigen Mitspieler suchen und los geht der gemütliche Abend.

Billard, Dart und Tischkicker

Auch ne schöne Variante sich spielerisch den Abend zu versüßen. Jede Menge Billardplatten stehen in Rosis Amüsierlokal, aber auch in der Groovestation und in Katy’s Garage gibt es eine große Auswahl. Eine echte Hinterzimmer-Billard-Atmosphäre gibt es im Hebedas und im Hechtviertel in der Schmiede. Dart-Automaten stehen im Rosis und der Groovestation. Tischkicker gibt es in der Groovestation und in Katy’s Garage. Hier steigt jeden Montag von 21 bis 24 Uhr Katy’s Kickerliga. Es gibt Freigetränke für die Tagessieger zu gewinnen und große Finalpreise am Ende der Saison. In der Groovestation locken 3 Profi-Kicker-Tische und ein Dynamo-Bolzplatz, ein Mitspieler ist hier schnell gefunden und es wird gekickert bis die Arme versagen.

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