Comic-Helden auf der Leinwand – Die Zeit vor den Avengers

Seitdem die Avengers auf der Leinwand zu finden sind, gelten Superhelden-Filme als so massentauglich wie nie zuvor. Wer waren eigentlich vor Captain America, Thor, Black Widow und Hulk diejenigen, die Zuschauer in hoher Anzahl im Kino begeisterten? Gibt es vielleicht auch hoch eingeschätzte Comic-Verfilmungen, die letztlich floppten?

Superman – Der Film

Einer der bekanntesten Comichelden aller Zeiten ist ohne Frage Superman. Bereits 1978 erschien der 137 Minuten lange Streifen im Kino und wurde dabei zum durchschlagenden Erfolg. Es handelt sich um den allerersten Teil vor den vielen nachfolgenden Produktionen und Neu-Synchronisationen. Der Film spielte in den Kinos 300 Millionen Dollar ein und versechsfachte damit fast seine Produktionskosten. Ein Jahr nach seiner Veröffentlichung mit überwiegend positiven Kritiken erhielten die Macher des Films einen Oscar, genauer gesagt den Special Achievement Award für die genutzten visuellen Effekte. Unter anderem waren Christopher Reeve als Clark Kent und der legendäre Marlon Brando als Jor-El aktiv.

Ein Bat-Signal für die Dresdner Neustadt. Das Foto wurde zur Verfügung gestellt von der Assi-Ecke.
Ein Bat-Signal für die Dresdner Neustadt. Das Foto wurde zur Verfügung gestellt von der Assi-Ecke.

Wenn man von Superman spricht, fällt auch der Name Batman meist nicht allzu weit davon entfernt. Während bereits im April 1943 zum ersten Mal ein Batman-Film über die Leinwand flimmerte, war es vor allem die Filmreihe nach 1989, welche die Menschen in ihren Bann zog. Tim Burton war als Regisseur der ersten beiden Filme tätig und setzte die Comics von Bob Kane in überragender Weise hinter der Kamera um. Michael Keaton (Batman), Jack Nicholson (Joker) und Kim Basinger (Vicki Vale) sind nur drei Schauspieler, die den Film zu etwas Besonderem machten. Unter anderem überrascht es wenig, dass ein Oscar an das Bühnenbild von Gotham City ging. Insgesamt spielte der Film inklusive Marketing-Kampagnen und Co. 1,4 Milliarden Dollar ein, von denen Nicholson eine Rekordgage von 60 Millionen Dollar mitnahm.

Hellboy

Ein weiterer eher dunkler Held heißt Hellboy und kam 2004 in die Kinos. Nachdem vier Jahre später ein zweiter Teil der Verfilmung von Guillermo del Toro erschien, ist ein dritter Film bereits in Planung. Unter anderem spielte Ron Perlman in beiden Filmen den Hauptcharakter und hauchte ihm somit im Anschluss ausgezeichnetes Leben ein. Unter anderem ging ein Saturn Award für das Make-Up an die Macher. Die Kinobranche war bei Weitem nicht die einzige, welche von Hellboy profitierte. Auch in den Spielautomaten bei William Hill lässt sich der Film in Spiele-Form nacherleben, während es diverse Fan-Produkte zu kaufen gibt. Der Streifen besaß ein Budget von 66 Millionen Dollar und spielte dieses innerhalb nur eines Monats wieder ein.

The Punisher

Basierend auf dem gleichnamigen Marvel-Comic war „The Punisher“ der erste Teil der Trilogie. Der Film erschien im Jahr 1989 unter der Regie von Mark Goldblatt und wurde für die Produktion nicht gerade belohnt, nachdem der Streifen floppte. Im Kinofilm rächt sich ein tot geglaubter Polizist für die Morde, die seiner Familie in der Vergangenheit widerfahren sind. Es entwickelt sich ein actiongeladenes Werk, das von vielen Kritikern als Meisterleistung angesehen wurde, dies bis zum Remake im Jahr 2004 allerdings nicht unter Beweis stellen konnte. Erst mit dem Einsatz von Thomas Jane und John Travolta wurde die Saga endlich zum Erfolg und mit Einnahmen von über 115 Millionen Dollar belohnt.

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