Anzeige

tranquillo

Der Saisonbeginn von Dynamo Dresden 2022/23

Wie geht es mit Dynamo in der dritten Liga weiter? - Foto: S. Hermann & F. Richter, Pixabay
Wie geht es mit Dynamo in der dritten Liga weiter? – Foto: S. Hermann & F. Richter, Pixabay

Man war in der letzten Saison zwar auf dem ersten Platz, das aber nur am ersten Spieltag. Im weiteren Verlauf stürzte man immer weiter die Tabelle herab, bis man schließlich als 16. in die Relegation ging. Dort musste man sich dem 1. FC Kaiserslautern geschlagen geben und war schon wieder in die 3. Liga abgestiegen.

Für Dynamo Dresden läuft es allerdings vielversprechend und die Fans, für die Overlyzer die besten Wettanbieter getestet hat, können sich erhoffen, dass der Verein wieder um den Aufstieg mitspielt.

Transfersommer

Nachdem man sich in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht durchsetzen konnte, wurde Guerino Capretti, der nach der Entlassung von Alexander Schmidt im März 2022 den Cheftrainerposten übernahm, mit Saisonende von seinen Aufgaben entbunden. Sein Nachfolger wurde Markus Anfang, der nach dem Skandal rund um den gefälschten Impfpass wieder eine Stelle als Trainer übernahm und einen Vertrag bis Juli 2024 unterschrieb.

Im Sommer musste man die Abgänge wichtiger Spieler hinnehmen. So zog es Stamminnenverteidiger Michael Sollbauer wechselte ablösefrei zu Rapid Wien, der mannschaftsinterne Toptorschütze Christoph Daferner (14 Tore) wurde für 1.000.000 Euro an den 1. FC Nürnberg verkauft, der Hamburger SV kaufte den ghanaischen Nationalspieler Ransford-Yeboah Königsdorffer für 1.200.000€. Für Morris Schröter erhielt man immerhin noch 100.000 Euro, für Yannick Stark 20.000 Euro. Des Weiteren verließen 13 weitere Spieler den Verein ablösefrei.

Demgegenüber holte man 16 Spieler. Den Linksverteidiger Jonathan Meier kam für 200.000 Euro aus Mainz, für dieselbe Summe holte man den Stürmer Manuel Schäffler aus Nürnberg. Dazu kam Kyrylo Melichenko für die rechte Abwehrseite vom FK Mariupol für 100.000€. Die restlichen Spieler, von welchen Stefan Kutschke der bekannteste ist, kamen ablösefrei. Des Weiteren zog man noch vier Kicker aus der U19-Mannschaft hoch.

Bisheriger Saisonverlauf

Nach zwei Niederlagen und zwei Siegen in der Saisonvorbereitung verlor man das erste Ligaspiel zuhause mit 3:4 gegen den TSV 1860 München. Daraufhin schied man gegen den VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal aus. Man konnte diesem Negativtrend vorerst ein Ende setzen, denn die Mannschaft von Markus Anfang. So gewann man gegen den Halleschen FC und den SC Verl jeweils mit 2:0. Es folgten zwei knappe Niederlagen, ein 1:2 gegen Viktoria Köln und ein 2:3 gegen den SV Elversberg. Doch jetzt befindet man sich wieder auf dem Auswärtstrend und ist seit vier Spielen ohne Niederlage. Dynamo Dresden gewann gegen Erzgebirge Aue, Borussia Dortmund II und den MSV Duisburg und spielte Unentschieden gegen den FC Ingolstadt. Aktuell rangiert die Mannschaft aus der Elbflorenz auf dem fünften Tabellenplatz.

Taktik

Markus Anfang setzte in den ersten Spielen, wie schon bei seinen vorherigen Stationen, auf sein bevorzugtes 4-1-4-1, doch nach der Niederlage gegen Elversberg änderte er sein System. Er baut nun auf eine Verteidigung bestehend aus drei Innenverteidigern und bevorzugt im fünf Mann im Mittelfeld, die das Spiel hinter der Doppelspitze aufbauen sollen.

Im Tor steht der von Borussia Dortmund II gekommene Stefan Drljaca, der in dieser Saison in bisher neun Spielen fünfmal zu null spielte. Die Dreierkette besteht aus dem 21-jährigen Kevin Ehlers, der bereits mit einem Wechsel in die Bundesliga in Verbindung gebracht wurde, Claudio Kammerknecht und Kapitän Tim Knipping. Jonathan Meier etablierte sich als Vorlagengeber auf der Position des linken Flügelverteidigers, rechts ist es der andere Neuzugang Melichenko. Im Mittelfeld sind die Dresdner verletzungsbedingt variabel. Paul Will und Ahmet Arslan, Dynamos bisheriger Top-Torschütze mit fünf Treffern, bekamen dort bisher die meisten Minuten, doch auch Niklas Hauptmann, Julius Kade und Michael Akoto können das Mittelfeld besetzen. Im Sturm führt kein Weg an Stefan Kutschke vorbei. Seine Sturmpartner ändern sich ebenfalls oft aufgrund von Verletzungen. So spielte neben ihm bereits die Feyenoord-Leihgabe Christian Conteh, der neue Manuel Schäffler oder Dennis Borkowski, den man von Leipzig lieh. Nichtsdestotrotz kann Kutschke auch als Solo-Spitze vor zwei kreativen, offensiven Mittelfeldspielern agieren.

Ausblick

Alles in allem ist festzuhalten, dass Dynamo Dresden auf eine hoffnungsvolle Spielzeit blicken kann. Nachdem schon knapp ein Viertel der Saison absolviert ist und man in der oberen Tabellenhälfte steht, lief der Saisonbeginn befriedigend. Leider muss man durch die vielen Verletzten immer wieder Systemänderungen vornehmen und hat zusätzlich dazu mit beispielsweise Elversberg, 1860 München oder Saarbrücken starke Gegner vor sich. Nichtsdestotrotz ist für die Jungs von der Elbflorenz die Rückkehr in die 2. Bundesliga möglich und würde für den Ostfußball ein wichtiges Zeichen setzen.

Artikel teilen