Chemische Abflussreiniger: Wissenswertes rund um Granulate und Pulver

Wenn der Abfluss verstopft ist, versuchen es manche Menschen zunächst einmal mit Hausmitteln, um die Verunreinigungen zu beseitigen. Andere greifen direkt zu im Handel erhältlichen Rohrreinigern, die auf chemischer Basis arbeiten. Letztere sind nicht ganz unumstritten, da sie oftmals sehr aggressiv sind und besondere Vorsicht im Ungang erforderlich machen. Hier kommen einige Tipps für das Verwenden von chemischen Abflussreinigern.

Vorsicht im Umgang mit chemischen Reinigern. Foto: Michael Tavrionov, Pixabay
Vorsicht im Umgang mit chemischen Reinigern. Foto: Michael Tavrionov, Pixabay

Wie wirken chemische Rohrreiniger eigentlich genau?

Bei Abflussreinigern, die auf chemischer Basis arbeiten, handelt es sich meist um Granulate, Gele oder Pulver. Sie werden bei Verstopfungen in das betroffene Abflussrohr eingegeben und lösen darin eine chemische Reaktion aus, die wiederum die Verschmutzungen auflösen und so für freie Rohrleitungen sorgen. Die in diesem Zusammenhang erhältlichen Produkte sind in ihrer Zusammensetzung exakt darauf abgestimmt, in Abflüssen anfallende Verunreinigungen etwa durch Speisereste, Haare, Seifenreste und Fette zu beseitigen.

In den meisten Fällen bestehen Rohrreiniger aus Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, bei denen es sich um stark alkalische Substanzen handelt. Kommen diese mit Wasser in Kontakt, entsteht entweder Kalilauge oder Natronlauge. Bei der chemischen Reaktion wird Energie in Form von Wärme freigesetzt. Gleichzeitig entstehen Hydroxid-Ionen, die in der Lage sind, organische Zellen zu zersetzen. Haare, Hautschuppen, Speisereste und Fäkalien können so direkt aufgelöst werden. Treffen die Abflussreiniger dagegen auf Fette und Öle, werden diese in Seife oder Glycerin umgewandelt, die dann wiederum aus dem Rohr gespült werden können.

Wie gefährlich und umweltschädlich sind chemische Reinigungsmittel?

Grundsätzlich ist im Umgang mit chemischen Abflussreinigern große Vorsicht geboten. Aufgrund ihrer aggressiven Wirkungsweise und der für die Reinigung entstehenden chemischen Reaktionen sollten entsprechende Mittel nur im Notfall zum Einsatz kommen. Die stark ätzenden Laugen dürfen dabei keinesfalls auf die nackte Haus oder gar in die Augen geraten: Besonders dort können sie teils schwere Verletzungen verursachen. Bei der Verwendung ist es daher ratsam, immer Handschuhe zu tragen und darauf zu achten, dass der Reiniger wirklich nur in den Abfluss gelangt.

Die Produkte müssen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Ein versehentliches Verschlucken kann schnell lebensgefährlich werden. Auch für die Umwelt stellen chemische Abflussreinigungsmittel eine Belastung dar. Nicht zuletzt können ältere und bereits poröse Rohrleitungen durch die Laugen beschädigt werden. Im Zweifelsfall ist es ratsam, eine Dresdner Rohr- und Kanalreinigung zu beauftragen: Die Rohrreinigungsprofis kümmern sich schnell, effizient und fachgerecht um Verstopfungen jeglicher Art.

Leichte Verunreinigungen in den Rohren ohne Chemie beseitigen

Handelt es sich lediglich um beginnende oder leichte Verstopfungen in den Abflussleitungen, können diese oftmals auch ganz ohne aggressive chemische Mittel beseitigt werden. Hausmittel wie etwa eine Mischung aus Backpulver und Essig helfen dabei, verunreinigte Rohre auf effiziente und umweltfreundliche Weise zu reinigen. Das Gemisch sollte zwölf Stunden lang im Rohr verbleiben, bevor mit ausreichend warmem Wasser nachgespült wird.

Ebenfalls als nützlich erwiesen haben sich mechanische Produkte wie etwa der bekannte Pümpel: Diese kompakte Saugglocke ist in der Lage, sowohl das Waschbecken als auch die Dusche und die Toilette von Verstopfungen zu befreien. Allerdings ist auch hierbei Vorsicht geboten, wenn es sich um ältere Rohrleitungen handelt. Durch den entstehenden Druck kann es passieren, dass diese Schaden nehmen und anschließend kostenintensive Reparaturen erforderlich werden.