Flugausfall? Das sind Ihre Rechte!

Es ist ärgerlich, da ist man pünktlich am Flughafen angekommen und erfährt plötzlich am Schalter oder bereits laut der Tafel, dass der Flug ausfällt. Doch nicht jeder weiß: Die Fluggastrechteverordnung sieht vor, dass viele Betroffene bei einer Annullierung je nach Flugstrecke eine Entschädigungssumme von bis zu 600 Euro erhalten. Nachfolgend wird erläutert, wann dieser Anspruch besteht, wie er eingefordert wird und wie lange die Entschädigung geltend gemacht werden kann.

Flugzeug beim Start - Foto: Bilal EL-Daou, Pixabay
Flugzeug beim Start – Foto: Bilal EL-Daou, Pixabay

Flugausfall – Entschädigung einfordern

Nicht nur bei einem Flugausfall, sondern bereits ab einer Verspätung von drei Stunden steht Fluggästen eine Ausgleichszahlung zu. Dies ist in der Fluggastrechteverordnung der EU festgelegt. Wichtig ist jedoch, dass die Ansprüche auch eingefordert werden, denn von allein zahlt keine Airline die Entschädigungssumme. Ganz im Gegenteil: Sie blockt selbst berechtigte Forderungen gern einmal ab. Flightright bietet effektive Unterstützung bei einem Flugausfall. Die Reiserechtsexperten sind darauf spezialisiert, die Ansprüche durchzusetzen. Dies alles geschieht ohne Kostenrisiko, denn nur bei erfolgreicher Durchsetzung der Entschädigung wird eine Provision gezahlt. Die Geltendmachung ist bis zu drei Jahre rückwirkend möglich. Die genaue Summe richtet sich nach der Flugdistanz:

  • weniger als 1.500 Kilometer Flugstrecke: 250 Euro
  • 1.500 bis 3.500 Kilometer: 400 Euro
  • mehr als 3.500 Kilometer: 600 Euro

Beträgt die Verspätung aufgrund des Ausfalls am Endziel mehr als drei Stunden, besteht der Anspruch. Die Fluggesellschaft muss, wenn sich der Flug um mindesten zwei Stunden verspätet, außerdem am Flughafen Nahrung und Getränke sowie die Möglichkeit für Telefonate oder E-Mails ermöglichen. Ist eine Unterkunft erforderlich, muss sie zudem auch diese Kosten tragen. Das Gleiche gilt für die Beförderung zwischen Flughafen und Hotel. Bei einem verspäteten Abflug von mindesten fünf Stunden, ist es möglich, vom Vertrag zurückzutreten und eine vollständige Ticketrückerstattung zu fordern.

Was sind die Voraussetzungen, dass eine Entschädigung gezahlt wird?

Die Fluggastrechteverordnung gilt für alle Flüge, die innerhalb eines EU-Landes starten. Sitzt die Fluggesellschaft in der EU, gelten die Rechte ebenso für jeden Flug, der in der EU landet. Eine weitere Voraussetzung für die Zahlung der Entschädigung ist, dass die Fluglinie den Passagier 14 Tage oder kürzer vor dem geplanten Abflugtermin über die Stornierung des Flugs informiert hat. Anspruch auf Ausgleichsleistungen besteht zudem nur, wenn der Grund für die Annullierung kein außergewöhnlicher Umstand ist. In diesem Fall entfällt die Entschädigung. Als außergewöhnliche Umstände gelten beispielsweise sehr schlechte Wetterverhältnisse, Streiks durch Dritte wie Fluglotsen, politische Instabilität oder Terrorwarnungen. Technische Defekte sind kein außergewöhnlicher Umstand.

Zusammenfassung

Die Ansprüche können bis zu drei Jahre nach dem Flug geltend gemacht werden. Das Durchsetzen ist unter Umständen schwierig. Daher ist es ratsam, sich von einem Reiserechtsexperten unterstützen zu lassen, der die Ausgleichszahlung erfolgreich einfordert. Die genaue Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Entfernung des Endziels und danach, ob der Start- und Zielflughafen innerhalb der EU liegen. Die Fluggesellschaft muss für den Flugausfall verantwortlich gemacht werden können. Haben Fluggäste eine alternative Beförderung gewählt, ist sie außerdem dazu verpflichtet, am Flughafen kostenlose Speisen und Erfrischungen sowie die Möglichkeit der Kommunikation anzubieten. Startet der Alternativflug am nächsten Tag, muss sie die Kosten für die Hotelübernachtung und den Transfer aufkommen. Ab einer Flugverspätung von fünf Stunden können Passagiere den Flugpreis zurückverlangen.