Tafel im Hecht wieder geöffnet

Alrik Schumann, Vorstandsmitglied der Tafel Dresden, steht vor einer großen Palette Obst und Gemüse. „Das wird heute alles an die Tiere verfüttert.“  Während er das sagt, schneidet er eine Banane auf. „Die könnte noch in einen Smoothie“. Er zeigt auf einen Apfel, der nur an einer Stelle etwas braun ist. „Auch den könnte man noch essen“.

So viel Obst und Gemüse - da versteht man, warum die Tafel auch ein Lebensmittelretter ist.
So viel Obst und Gemüse – da versteht man, warum die Tafel auch ein Lebensmittelretter ist.

Immer mehr Obst und Gemüse nimmt er in die Hände und erklärt, was man davon noch verarbeiten könnte. „Aber wir sind diese Palette heute nicht losgeworden und morgen werden schon die nächsten Lebensmittel abgeholt.“

Dabei handelt es sich nicht nur um  eine sondern um viele weitere Paletten, die mit Brot, Blumen, Obst und Gemüse gefüllt sind. Das verdeutlicht, die Tafel Dresden ist nicht nur Umverteiler des Nahrungsmittelreichtums an sozial Benachteiligte sondern auch Lebensmittelretter.

Die große Palette Brot und Brötchen wird an die Tiere verfüttert.
Die große Palette Brot und Brötchen wird an die Tiere verfüttert.

Auch in Zeiten von Corona hat die Tafel Dresden ausreichend Lebensmittel

Was in anderen Medien zu Beginn der Corona-Krise stark problematisiert wurde, hat sich bei der Tafel Dresden schnell wieder normalisiert. „Wir haben ausreichend Ware. Die Warenmengen gleichen denen vom Vorjahr.“ Und auch sonst scheint Corona im Tafel-Alltag angekommen. „Wir haben uns an die Masken, das Desinfektionsmittel und den Abstand gewöhnt“, erklärt Alrik Schumann. Auch die Tafelkunden kommen wieder. Dennoch hätte Vorstandsmitglied Alrik Schumann in Zeiten von Corona mit mehr Kund*innen gerechnet.

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„Die Leute müssen keine Scheu haben“

Die steigenden Gemüsepreise oder das Kurzarbeitergeld könnten sich bei vielen bemerkbar machen. „Ich denke, das hat etwas mit Scham zu tun. Aber die Leute müssen keine Scheu haben, hierher zu kommen.“ Wer ein geringes Einkommen hat, hat ein geringes Einkommen – egal wie man es dreht und wendet. „Uns ist es lieber die Menschen kommen zu uns und geben ihr Geld an anderer Stelle für eine ausgewogene Ernährung aus“, so Alrik. Tafelkund*in kann jede Person sein, die ein Netto-Einkommen von unter 1.200 Euro hat. Bei jeder weiteren Person im Haushalt steigt diese Einkommensgrenze um 300 Euro.

Während Alrik Schumann davon erzählt, klingelt sein Handy pausenlos. „So ein Verein ist wie ein Ameisenhaufen. Irgendwer will immer telefonieren.“ Das Handy hört sekundenlang auf zu klingeln. Dann geht es wieder von vorne los. „Eigentlich bräuchten wir viel mehr Leute, die Verantwortung übernehmen möchten.“ Tafelarbeit sei Teamarbeit.

Auch wenn hier die Vorstände besonders zu Wort kommen, sollte trotzdem klar sein: Die Tafel Dresden wird auf vielen Schultern getragen „Aber uns fehlen die finanziellen Mittel dazu, um sie angemessen zu bezahlen. Und Ehrenamtsarbeit ist eben nur begrenzt möglich“, so Alrik Schumann. Zu wenig Helfer*innen, zu wenig finanzielle Mittel – der Verein hat immer noch die gleichen Herausforderungen, ob mit oder ohne Corona.

Holger hilft als Freiwilliger bei der Tafel Dresden.
Holger hilft als Freiwilliger bei der Tafel Dresden.

Tafel Dresden sucht Freiwillige

Vor einem Monat musste die Tafel Dresden einen Freiwilligenstopp ausrufen. Anja Hoke, ebenfalls im Vorstand des Vereins, erklärt: „Wären weitere externe Helfer*innen hinzugekommen, wäre es unübersichtlich geworden und wir hätten die Meldekette bei einem Corona-Fall nicht aufrechthalten können.“ Seit einigen Tagen wurde diese Regelung etwas gelockert. Nach und nach nimmt der Verein wieder Freiwillige auf. Schon 40 neue Helfer*innen haben sie eingearbeitet. Auch die Menschen, welche die Tafelarbeit aus den Maßnahmen für Arbeitsgelegenheiten (AGH) nutzen, können nächste Woche wieder anfangen. Durch die neuen Leute sind nun wieder mehr Kapazitäten nutzbar.

Die Tafelausgabe im Hechtviertel hat wieder geöffnet.
Die Tafelausgabe im Hechtviertel hat wieder geöffnet.

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Tafelausgabe im Hechtviertel wieder geöffnet

Deshalb wird ab diesem Sonnabend, den 2. Mai die Tafelausgabe im Hechtviertel wieder öffnen. Ab 13.30 Uhr kann man in der Gutschmidstraße 7 Lebensmittel erwerben. Das achtköpfige Team besteht aus Alteingesessenen und neuen Mitwirkenden. Trotzdem freut sich die Tafel über weitere Freiwillige, die Verantwortung übernehmen wollen.

Möglicherweise auch in unüblichen Arbeiten wie Öffentlichkeitsarbeit, Projektorganisation oder handwerkliche Tätigkeiten. Und wenn das alles vorbei ist, hofft die Tafel Dresden auf eine Jubiläumsfeier. Denn 1995 gegründet, feiert sie dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Vielleicht wird das ja was im Herbst.

Tafelausgabe im Hechtviertel

  • Die Tafelausgabe in der Gutschmidstraße 7 hat geänderte Öffnungszeiten
  • Montag 16.30 bis 18.30 Uhr
  • Dienstag 13.30 bis 15.30 Uhr
  • Freitag 16.30 bis 18.30 Uhr
  • Sonnabend 13.30 bis 16 Uhr

Weitere Informationen

  • Die Tafelausgaben in Altenberg und Schlottwitz bleiben weiterhin geschlossen. Alle weiteren Tafelausgaben sind geöffnet. Die Öffnungszeiten finden sich unter dem nachstehenden Link: www.dresdner-tafel.de/unsere-tafellaeden/
  • Wer weitere Infos über die Tafel Dresden erhalten möchte, kann an folgende Mail-Adresse schreiben, auch bei Interesse an einer Freiwilligenarbeit: vorstand@tafel-dresden.de
  • Weitere Infos siehe: www.dresdner-tafel.de

 Spendenkonto

  • Die Tafel Dresden wünscht sich besonders finanzielle Unterstützung. Auch eine Fördermtigliedschaft ist möglich. Das Spendenkonto der Tafel Dresden:
  • Bank für Sozialwirtschaft
    IBAN : DE 24 8502 0500 0003 6479 01
    BIC : BFSWDE33DRE

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