Eine sich wandelnde Neustadt

Corona. Schneller als gedacht, hat sich das Virus in unserem Leben breit gemacht. Vor zwei Monaten ganz weit weg, hing dann vor sechs Wochen der erste Warnzettel beim Arzt: „Verdacht auf Corona? – Bitte betreten Sie nicht unsere Praxis.“ Dann waren plötzlich Seife und Desinfektionsmittel ausverkauft. Das Klopapier wurde knapp. Und vor einem Monat dann die Schließungen: Schulen, Universitäten, Firmen, Bars, Kneipen, Museen, Theater, Clubs.

Neuer Modesport: Spazieren
Neuer Modesport: Spazieren

Von der Suche nach Klopapier

Der Supermarkt wurde immer leerer, die Wohngemeinschaft immer voller – die Kinderstimmen im Hof waren plötzlich auch am Vormittag zu hören. Bei jedem Krankenwagen, den man sah, der Gedanke an Corona. Die Medien waren und sind völlig eingenommen vom Virus, die Gespräche unter Familie und Freund*innen auch – natürlich nur noch am Telefon.

Ein Kneipenviertel mit geschlossenen Kneipen

Auch die Neustadt hatte sich in den vergangenen Wochen verändert – Ein Kneipenviertel mit geschlossenen Kneipen, ein Szeneviertel ohne Demos und Kulturveranstaltungen. Wer an der sozialen Ecke wohnt, freut sich vielleicht auch ein wenig über die ruhigen Nächte. Doch die Ruhe wirkt auch gespenstisch, besonders auf den Spielplätzen. Nur das Quietschen der Schaukel im Wind ist zu hören.

Die Kinder spielen jetzt allein, mit eigenem Spielzeug davor. Die dreijährige Tochter der Nachbarn sagt nun zu ihrem gleichaltrigen Freund: „Nein, du darfst nicht rein. Du musst draußen bleiben.“

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Joggen und Spazieren

War der Alaunpark früher voller Gruppen mit Picknickdecken, ist er nun voll mit Spaziergängern und Zweier- oder Dreiergespannen. Ja spaziert wird plötzlich viel, einige entdecken jetzt das erste Mal die vielen Wanderwege in der Heide. Und nicht nur spaziert wird gern, joggen scheint zum neuen Trend in der Corona-Zeit geworden – das nachmittägliche Joggen entlang der Prießnitz gleicht schon einem Slalomlauf. Vorbeigelaufen wurde aber in den letzten vier Wochen erstmal an geschlossenen Läden und Cafés, ja die Neustadt hatte sich verändert.

Neustadt in Corona-Zeiten ein Ausflug in Bildern

Auch die Bänke vor der Kantine bleiben leer.
Auch die Bänke vor der Kantine bleiben leer.
Gerade für junge Familien stellen sich die Schulschließungen als Herausforderung dar. Diese Plakat wurde vor dem geschlossenen Kindergarten am Alaunplatz aufgestellt.
Gerade für junge Familien stellen sich die Schulschließungen als Herausforderung dar. Diese Plakat wurde vor dem geschlossenen Kindergarten am Alaunplatz aufgestellt.
Mit genügend Abstand ist auch Tischtennisspielen zu zweit möglich.
Mit genügend Abstand ist auch Tischtennisspielen zu zweit möglich.
Stiller Protest bleibt trotz Corona möglich.
Stiller Protest bleibt trotz Corona möglich.
Eine leere Schaukel im Wind kann gespenstisch wirken.
Eine leere Schaukel im Wind kann gespenstisch wirken.
Die internationale Bewegung Seebrücke rief am 5. April dazu auf, farbige Fußspuren zu hinterlassen - ein stiller Protest für die Evakuierung der griechischen Geflüchtetenlager. Auch am Alaunplatz wurden Spuren hinterlassen.
Die internationale Bewegung Seebrücke rief am 5. April dazu auf, farbige Fußspuren zu hinterlassen - ein stiller Protest für die Evakuierung der griechischen Geflüchtetenlager. Auch am Alaunplatz wurden Spuren hinterlassen.
Vielleicht eines der kreativsten Transparente.
Vielleicht eines der kreativsten Transparente.
Am Späti wird nun durchs Fenster verkauft.
Am Späti wird nun durchs Fenster verkauft.
Eines der ersten Plakate an den Neustädter Fenstern.
Eines der ersten Plakate an den Neustädter Fenstern.
An vielen Neustädter Türen kleben sie die Zettel, um auf ein Wiedersehen zu hoffen.
An vielen Neustädter Türen kleben sie die Zettel, um auf ein Wiedersehen zu hoffen.
Eine ruhige soziale Ecke, wer hätte gdacht, dass das mal passiert.
Eine ruhige soziale Ecke, wer hätte gdacht, dass das mal passiert.
Irgendwie muss man es ja mit Humor nehmen, wenn man schon kein Corona-Bier verkaufen kann.
Irgendwie muss man es ja mit Humor nehmen, wenn man schon kein Corona-Bier verkaufen kann.
Was ein Zettel und ein Absperrband bewirken kann.
Was ein Zettel und ein Absperrband bewirken kann.
Spazierend die Neustadt entdecken.
Spazierend die Neustadt entdecken.
Wie nochmal klingt ein Basketballtunier?
Wie nochmal klingt ein Basketballtunier?

Die Neustadt bleibt erfinderisch

Aber auch innerhalb der vier Wochen hat sie sich gewandelt. Die Ladenbesitzer*innen wurden kreativ, führten einen Klopfservice ein. Onlinebestellungen konnten getätigt werden. Spätis verkauften durchs Fenster ihre Getränke.

Die Pizza konnte per Telefon bestellt und dann abgeholt werden. All die Händler*innen, Café- und Kneipenbesitzer*innen blieben nicht für sich allein, sondern vernetzen sich erst im Neustadt-Geflüster dann auf „Neustadt bringts“, um gemeinsam die Krise zu bewältigen. Musiker*innen erdenken Splitscreen-Videos, Barkeeper werden zu Talkmastern. An allen Ecken werden Masken genäht.

Und die Neustädter*innen solidarisierten sich mit wohnungslosen Menschen und spendeten Kleidung, Decken, Kekse mittels der neu eingerichteten Gabenzäune. Ob es sich dabei etwas Dauerhaftes handelt, wird sich den nächsten Wochen zeigen. Momentan haben die Spenden an den Gabenzäunen wieder stark abgenommen.

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Stiller Protest trotz Corona

Und auch der Protest blieb nicht stumm – immer mehr Transparente sind an den Neustädter Häusern gespannt. Verschiedene künstlerische Formate wie das Hinterlassen von Fußspuren oder das Aufstellen von Pappfiguren sollten beispielsweise auf die prekäre Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen aufmerksam machen. Kreative Diskussionsformen werden ausgetestet – und zeigen dabei auf, wie unklar die momentanen Regeln zur öffentlichen Meinungsäußerung sind. So bleibt strittig, auf welcher Grundlage die Räumung der Pappaufsteller durch die Polizei stattfand.

Die Neustadt bleibt nicht stehen, sie ist kein ruhiger gespenstischer Ort geworden. Zwar ist sie nicht mehr das, was sie vor zwei Monaten war, aber auch gegenwärtig werden Tauschgeschenke auf die Straße gelegt, ist der Alaunpark voller kreativer Aktivitäten, die man allein oder mit genügend Abstand machen kann. Die Straßen füllen sich wieder mit Leben. Bleiben wir also gespannt wie sich die Neustadt mit den Lockerungen weiter verändern und ab wann die soziale Ecke kein ruhiges Plätzchen mehr sein wird.

Bleibt gesund - support each other.
Bleibt gesund – support each other.

20 Kommentare zu “Eine sich wandelnde Neustadt

  1. Warum soll sie nicht ruhig bleiben? Ist es nicht schöner so? Endlich keine Kotze und Müll mehr am Morgen, keine Besoffenen. Endlich mal kann sich wieder grün ausbreiten was nicht gleich totgepinkelt wird. Vielleicht ist genau das der Wandel?

  2. @Tamara: Diese positiven Effekte haben dann aber auch Begleiterscheinungen. Die Kneipen, Bars, Restaurants und Imbisse werden verschwinden oder sich auf ein wohngebietsmäßiges Minimum reduzieren. Mit Glück haben wir dann hier Striesen II, mit Pech Niedersedlitz. Willst Du das wirklich?

  3. @Anton … und da liegt der weitverbreitete Irrtum. Kotzen, Pissen und Herumgrölen werden als selbstverständlich in Kauf zu nehmende Begleiterscheinungen gesehen. Schlechtes Benehmen ist eben alternativ und wer das nicht mag sollte wegziehen.
    Die Kneipen, Bars, Restaurants und Imbisse sind aber nicht die Ursachen, sondern einige Gäste die sich aus meiner Sicht daneben benehmen. Ohne diese Gäste wär die Neustadt immer noch alternativ und einigartig, denn sie stellen eine Minderheit dar. Rücksichtslosigkeit ist kein Geschäftsmodell.

  4. @ Nikkibude:

    Ich denke, es ist nahezu unmöglich, ein Kneipenviertel zu haben ohne die erwähnten Nebenwirkungen.

    Schlechtes Benehmen hat nix mit alternativ zu tun, sondern mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch.

    Wenn du mir Lösungen aufzeigen kannst, wie das anders geht, her damit. Ich hab in den vergangenen 20 Jahren zig Konzepte dazu gehört, funktioniert hat Keines.

  5. Ich bin nun fast 60 und habe den *Wandel* hier miterlebt. Und ich weigere mich, wie hier schon oft geschrieben, das man mir vorhält: na dann zieh doch weg. Warum? Vielleicht ist eine Reduzierung einiger Bars und Clubs ganz gut. Muss es denn in der Neustadt laut und gewalttätig zugehen? Genau das lockt doch genau dieses Klientel hierher, ist das Sinn eines Szeneviertels? Es war nämlich mal ein Viertel der Kultur, des Zusammenhaltes und ein Aushängeschild für Andersdenkende, aber je mehr Bars, desto mehr Touristen, desto mehr Lärm und Unmut. Und ja, auch Leute die hergezogen sind und gemeint haben im Hinterhof oder auf den Balkonen bis zum Morgen Party zu feiern und wenn man was sagt…na was kommt? RICHTIG! Na zieh doch weg! Jetzt ist es auf dem Level der mal war und es ist mal wieder richtig beruhigend.

  6. @Tamara: Ich hab nicht vorgeschlagen, dass Du wegziehen sollst, das halte ich auch für absolut anmaßend. Meines Erachtens funktioniert das mit einem bisschen weniger laut und ein paar weniger Bars und Clubs nicht. Du hast es doch miterlebt. Erst waren es ein paar Bars. Dann kamen mehr Leute her, daraufhin machten mehr Kneipen auf. Dann saßen die Leute draußen, weil die Kneipen zu teuer wurden. Dann öffneten die Spätshops. Dann saßen noch mehr Leute draußen. Damit wurde das Ganze natürlich immer lauter und auch gewalttätiger, in meinen Augen die klare Folge von zuviel Alkohol oder Aufputsch-Drogen. Die Neustadt hat sich von einem Szene-Viertel zu einem Amüsier-Viertel entwickelt und bislang konnte keine Maßnahme der Stadt oder der Bewohner daran etwas ändern.

    Das ist sicher ein beklagenswerter Zustand – aber klagen allein hilft eben auch nicht weiter.

    Nun schafft es vielleicht Corona. Ja, auch mir gefällt die abendliche Stille. Auf Kotze und Pisse kann ich gern verzichten. Aber mir fehlt auch das Bier aus dem Zapfhahn, das Gespräch mit Freunden, das Beobachten des bunten Treibens.

    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sich nach einem halben Jahr Schließung (wer weiß schon, wie lange es wirklich dauern wird) gerade die wenigen Locations behaupten, die für einen kulturellen und zivilisierten Umgang miteinander stehen – oder ob es doch eher die Läden sind, die billig Alkohol an laute Leute verscherbeln.

  7. Herrlich!

    So schön wie diese Woche war die Neustadt seit Jahrzehnten nicht mehr. Die kleinen Läden sind wieder offen. Im Viertel treibt sich kein Suffpöbel herum. Die trinken jetzt zu Hause.
    Den Scheunevorplatz haben die BewohnerInnen der Neustadt in Beschlag genommen und nicht die Drogendealer aus Nordafrika.
    So friedlich und familienfreundlich kann es bleiben.

  8. Es gibt da ganz einfache Lösungen … „Lernen durch Schmerzen“
    Wildpinkeln / Kotzen –> 150,- € Ordnungsgeld + Reinigungskosten
    Herumgrölen nach z.B. 0:00 Uhr 150,-€ + Platzverweis für ein Jahr.
    Die Einnahmen gehen an Aktion Lichtblick o.Ä.
    Und erzähle mir keiner das wäre rein rechtlich nicht möglich. Im Zeichen von „Corona“ ist im Moment ja auch vieles möglich.

  9. @Nikkibude: Solche Strafen gibt es schon. Zum Teil sogar höher, als von Dir vorgeschlagen. Das Problem ist die Kontrolle und das Nachweisen des Deliktes. Es gab ja schon mal den Vorschlag die DNA von Hundekot zu nehmen, um so die Halter zu überführen. Würdest Du Dir das als Lösung für Kotze/Wildpinkeln vorstellen und vielleicht im nächsten Schritt Deine DNA bei der Polizei einreichen, damit man Dich gar nicht erst verdächtigt? Oder soll einfach an jeder Ecke ein Schutzmann stehen, der permanent überprüft, dass keiner grölt? Wie stellst Du Dir das vor?

  10. @ Dagmar
    weiterhin:
    – gefühlt mehr Leute aufm Rad
    – weniger Autoposer und wildes Parken
    – reduzierter Lärm, besonders nachts

    Also eine „Woche des guten Lebens“
    Kann so bleiben.

  11. @Anton: … anscheinend gefällt Dir ja eine Neustadt mit herumpöbelnden Assis und vollgepissten und – gekotzten Straßen … oder wieso steuerst du gegen die Aussagen von @Nikkibude und @Tamara!?

  12. Den vorangegangenen Kommentaren hier muss ich wirklich zustimmen: Fußwege ohne Glasscherben, Parkplätze zu jeder Tageszeit..es ist Zeit etwas zu ändern und die Bar-/Restaurant- und Kneipenbesitzer haben vielleicht gerade etwas mehr Zeit darüber nachzudenken, wie Gäste für die Bewohner und deren Anliegen/ Befürfnisse nach etwas mehr Ruhe und Sauberkeit zu sensibilisieren sind. Und ja, @Anton vielleicht muss erstmal für eine gewisse Zeit an jeder Ecke ein Schutzmann stehen, am Scheunevorplatz kommen sie eh am WE mindestens zwei Mal vorgefahren, warum also keine mobile Wache hier?

  13. @Ray

    Das ist ganz einfach. Weil Anton hier (nicht mehr) lebt. Würde er das tun, würde er die aktuelle Entwicklung objektiv beurteilen und gut heissen. So ist es journalistisch völlig in Ordnung und sichert sein Einkommen. Damit kann ich leben und weiss es einzuordnen. Also: Immer locker durch die Hose atmen !

  14. @Bob @Someone Else:

    Ich wohne direkt am Assi-Eck … nicht um die Ecke oder ein paar Eingänge weiter – ganz genau an der Ecke seit 10Jahren … und was hier in den letzten Jahren abgeht ist einfach nur noch ein assoziales Verhalten.

    @Manuela: hat völlig Recht

  15. Lieber Ray , na da hast Du es aber wirklich nicht leicht. Seit Jahren leidest Du schon. Und bist nicht in der Lage Deine Situation zu ändern? Warum? Warum bist Du vor zehn Jahren in die Neustadt an diese Ecke gezogen? Weil es hipp war? „Billig“ kann ja wohl nicht der Grund gewesen sein. Mickten war damals schon preiswerter. Könnte es sein das Du einfach mal zehn Jahre älter geworden bist? Ausgehen und feiern gerne. Aber bitte nicht vor der eigenen Tür? Wo hast Du Dich denn vor zehn Jahren beim feiern „gehen“ lassen? Vor oder in der Scheune vielleicht? Und hast damit die dortigen Anwohner genervt. Nein? Nun gut.
    Du ziehst in ein Viertel welches einem ständigen Wandel unterliegt und regst Dich auf. Was hast Du erwartet? Das Du nicht älter und die Feiernden nicht jünger werden? Lass Dir einen Rat geben von Einem der seit 35 Jahren hier lebt. Die Neustadt war schon immer ein Viertel in dem auch „Assis“ ihren Platz hatten. Nun sind sie halt vor Deiner Tür gelandet. Und das schon seit so vielen Jahren. Du wirst das nicht ändern. Und all die Scherben und all die Pisse, die gab es früher auch schon. Nur eben nicht vor Deiner Tür. Wenn es Dich interessiert erzähle ich Dir gern mal von Ereignissen weit vor Deiner Zeit in diesem Viertel. Von Nazis aus Johannstadt, die Anfang der ’90iger Leute auf der Straße halb tot geschlagen haben. Von Knastbrüdern die in der Goldquelle, der Konzertklause und der Happeldiele gefeiert haben. Vor der Wende. Von der Bronxx, die brannte. Während der Wende. Von dem Fleischer der auf der Louisenstraße (unweit Deines Einganges) in einem Hinterhaus seine Freundin zerstückelt und im Moritzburger Wald verstreut hat. Ja, dieses Viertel war schon immer speziell und in Teilen auch asozial. Genau das war der spannende Faktor. Nur leider wurde und wird es immer mehr zum schicken Wohlfühlviertel. Ganz ohne Gegensätze und gesellschaftliche Reibungspunkte. Langweiliger Mainstream eben. Von mir aus könnte das Assi Eck noch größer werden. Her mit all den Gesellen, die sich „Grün“ und „Vegan“ nicht leisten können. Sollen sie ihre Bierflaschen ruhig auf die Gentrivizierautos stellen und dran pinkeln. Das senkt vielleicht die Mieten. Oder stabilisiert sie wenigstens. Und wenn Dich diese Ecke auf der Du aktuell wohnst so sehr nervt dann zieh doch um. Nicht weg, nur um. Tipp: in Richtung Königsbrücker Str. wird es billiger. Einfache Wohnlage. Ab der Briesnitzstraße wird es teurer, weil gehobene Wohnlage. Du lebst aktuell in der mittleren Wohnlage. Mit den Assis. Das ist dann einfach Pech.
    Ob Du wirklich richtig lebst, siehst Du wenn das Licht angeht. In diesem Sinne….Ahoi Honsa!

  16. @Rüben: … einfach mal mehr Luft an deinen Kopf ranlassen … es fahren auch keine Kutschen mehr rum weil wir nicht im Mittelalter leben.

    Und wenn du seit 35Jahren in der Neustadt lebst, setzte ich nochmal 10Jahre drauf … gerne können wir uns zusammensetzten und du kannst mir deine Sichtweise persönlich erläutern.

  17. Lieber Ray, Du lebst also seit Mitte der ’70iger, seit 45 Jahren in diesem Viertel? Ja? Ok.
    Nein, dann möchte ich Dich nicht persönlich treffen. Denn wer die Neustadt so lange kennt wie Du und dann trotzallem vor erst zehn Jahren auf diese Ecke zieht…. Naja. Diese Kreuzung war auch schon vor 10 Jahren nicht wirklich ruhiger. Nee, nee. Also entweder flunkerst Du oder Du hast/hattest damals schon keinen sensiblen Blick für Dein Wohnumfeld. Wenn ich allein daran denke, welche Clubs & Kneipen dort damals da schon da waren…..Leise waren die nicht. Und gescherbelt hat es da zu der Zeit auch schon ordentlich. Ich zähle sie jetzt besser nicht auf, die Kneipen, Clubs und Spätshops. Aber war dort nicht auch ein tödlicher Messerangriff vor zehn Jahren, vor dem Blue Note? Beinahe direkt vor Deiner Haustür. Wenn Du tatsächlich schon so lange in der Neustadt lebst, hast Du Deine Schicksalsecke bewusst selbst gewählt und Punkt.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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