Ein Hefekloß für die Neustadt

Zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt (BRN) sind seine Klöße ein Renner, jetzt will Christians Baozi mit einer Filiale starten.

Wer schon einmal in China unterwegs war, kennt ihn vielleicht – den luftig weichen Hefekloß mit Füllung – die Baozi, Als traditionelles Essen findet man diese Speise in etlichen Variationen auf Chinas Straßen. Doch nicht nur als klassischer Straßensnack hat er sich einen Namen gemacht, auch renommierte Hongkonger-Ketten bieten das gefüllte Bällchen an. Weil er so lecker ist, soll er nun bald das kulinarische Angebot der Dresdner Neustadt erweitern.

Christian Münch, der Gründer von Baozi-Business, im knallgelben Hefekloß-Zelt. Foto: PR/Baozi-Business
Christian Münch, der Gründer von Baozi-Business, im knallgelben Hefekloß-Zelt. Foto: PR/Baozi-Business
Christian Münch, Gründer des Baozi-Business, will diesen Traum Wirklichkeit werden lassen. Der gelernte Medieninformatiker und Gartenbau-Ingenieur plant eine eigenständige Filiale in der Dresdner Neustadt zu eröffnen.

Als er im Juni 2017 das erste Mal die Baozi auf der BRN verkaufte, rannten ihm die Leute die Bude (oder vielmehr das Zelt) ein. Seitdem tourt er auf Street-Food-Festivals durch die Republik. Man sieht ihn schon von weitem im leuchtend gelben Baozi-Zelt.


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Suppenwirtschaft, Königsbrücker Straße 40

„Fast jeder liebt sie, die Baozi“ sagt Münch, zeigt sein Verkäuferlächeln. Seine Augen leuchten, wenn er von seinem Projekt erzählt. „Beim Verkauf, beim direkten Kontakt mit dem Menschen entsteht einfach so eine besondere Energie“, schwärmt Münch.

Weil dem so ist, will er im kommenden Jahr die erste Filiale in der Neustadt gründen „am besten irgendwo auf Louisen- oder Görlitzer Straße“, sagt Münch.

Um diesem Traum näher zu kommen, startete er am 2. Oktober ein Crowdfunding für die erste Baozi-Filiale auf der Dresdner Crowdfunding-Plattform Startnext.

Ein Hefekloß zur BRN. Foto: PR/Baozi-Business
Ein Hefekloß zur BRN. Foto: PR/Baozi-Business
Noch bis zum Jahresende können alle Baozi-Fans und die es noch werden wollen, das Projekt mit unterstützen. Je nach Beitrag gibt es Dankeschöns, das reicht vom Gutschein bis zur Maschinenpatenschaft.


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Wird das Crowdfunding Ziel erreicht, will Münch mit seinen Baozi ab Frühling 2020 mit einer noch größeren Auswahl an Sorten (natürlich auch vegan!) und seinem luftig- leichten Teig die Herzen der Neustädter höher schlagen lassen.

Crowdfunding für Hefekloß-Laden

8 Kommentare zu “Ein Hefekloß für die Neustadt

  1. Ich fand doch etwas schade, dass er die Teile tiefgefroren importiert und dann nur erwärmt. Ist da evtl geplant, was dran zu ändern?

  2. Man kann es nun schade finden, dass ich „die Teile tiefgefroren importiere und nur erwärme“ oder aber sich freuen, dass ich original authentische Ware aus China, Taiwan und Korea in zuverlässig asiatischem Großstadt-Snackverkaufsstil feilhalte und präsentiere, und das an Orten und zu Zeiten, wo Leute gerne Party machen.

    Aber um die Frage zu beantworten: Ja, Zukunftsmusik und Ideen gibt es viele, daran mangelt es sicher nicht. Viel hängt auch ganz vom Crowdfunding-Betrag, der späteren Location und dem zukünftigen Team ab. Wir gehen erstmal Stück für Stück vor, einverstanden? ;)

    Vielen Dank, Laura, für den schönen Artikel!

    Christian

  3. Tolle Idee, das hat mich gleich inspiriert selbst was zu machen! Also meine Idee ist Pizza und Tom Yam zu verkaufen. Die Pizza taue ich täglich frisch auf und schiebe sie dann in dn Ofen, die Suppe lasse ich in Thailand vorkochen und portionsweise einfrieren.
    Unterstützen könnt ihr mich alle ab sofort, ich will zwar mein eigener Chef sein aber es sollte schon so bequem wie möglich werden, außerdem ist das Risiko einer Selbstständigkeit zu tragen oldschool und ich verbrenne lieber das Geld anderer Leute wenn es nicht klappt!
    Achso, meinen Laden hätte ich gern genau an der sozialen Ecke uns am liebsten wäre mir wenn ich nur Nebenkosten bezahlen müsste. Praktikanten können sich ketzt schon bei mir melden, bezahlen kann ich leider nichts. Aber hey, ihr könnt sagen daß ihr eine große Idee unterstützt, das ist doch auch was…

  4. @dakriegischplaque

    Ich kenne eine echt netten Typen, der hat den umgekehrten Weg gewählt (seine Tochter hat hier in Dresden studiert):

    1) erst hat er Thüringer Würstchen nach Vietnam für Bekannte und Freunde im Handgepäck importiert – die diese die Würstchen noch aus DDR Zeiten kannte
    2) dann hat er sie in etwas größeren Stil importiert und verkauft
    3) danach eine Würstchenfabrik in Vietnam gegründet

    Schritt für Schritt. Und ohne Plaque und Geheule.

    https://www.zeit.de/2015/36/michael-campioni-bratwurst-asien

  5. Die Crowd:in wird vor Freude ihren Namen im Kreise pogen, wenn sich’s Taschengeld über alle Berge verwindbeutelt hat.

  6. @Klaus
    Es geht dem Vorschreiber wohl darum, dass hier das unternehmerische Risiko ausgelagert wird. Man erwirbt keine Anteile am Unternehmen, sondern stellt nur Geld zur Verfügung, der Gegenwert (Gutscheine) ist geringer als der Einsatz. Würde der Gründer sich das Geld über einen Kredit o.ä. beschaffen, muss er es später zurückzahlen, hier nicht. Im besten Fall kann man dann Hefeknödel essen, an denen der Eigentümer des Ladens weniger verdient als sonst. Es ist legitim, auf diese Weise sich das Kapital zu beschaffen, gehören ja am Ende immer zwei dazu. Einer der es versucht und einer der es mitmacht.

    PS: Ob es wirklich sinnvoll ist, tiefgefrorene Hefeknödel aus China zu importieren, steht auf einem anderen Blatt. Die kann man wirklich auch vor Ort herstellen oder durch Dritte herstellen lassen. Aber auch da ist wieder ein höheres unternehmerisches Risiko notwendig.

  7. Interessant finde ich, dass diese Art der Finanzierung deutlich zugenommen hat. Neben dem Hefekloß-Projekt, das inzwischen übrigens die erste Funding-Stufe übersprungen hat, haben sich ja auch der Lose-Laden und die Lippen-Balsam-Produktion darüber Startkapital eingeworben.

    Solche Funding-Aktionen gibt es, lieber Torsten, auch für größere Firmen, allerdings dann auf anderen Plattformen. Auch für die Entwicklung eines Autos gibt es ein Crowdfunding – den Sion von Sono Motors.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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