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Ein kleiner Schritt in die plastikfreie Welt

Weih­nachts­zeit 2018: Wäh­rend an­dere über die Weih­nachts­märkte schlen­dern, Glüh­wein trin­ken, Ge­schenke ein­kau­fen und Plätz­chen ba­cken, sit­zen vier Freunde in der Kü­che an ei­ner Idee. Sie wol­len die Welt vom Plas­tik­müll be­freien – zu­min­dest ein biss­chen. Und des­we­gen ex­pe­ri­men­tie­ren sie herum. Sie su­chen ei­nen Weg, wie Alu­mi­nium- und Frisch­hal­te­fo­lie er­setzt wer­den kann und sie fin­den eine Lö­sung: Bie­nen­wachs, aber nicht ir­gend­ein Bie­nen­wachs, son­dern re­gio­nal er­zeug­tes Bienenwachs.

Eine Idee wird entpackt.
Eine Idee wird entpackt.

Nach und nach nimmt die Idee Formen an.

Die vier Freunde ver­kau­fen die ers­ten Bie­nen­wachs­tü­cher auf den Weih­nachts­märk­ten und die Idee be­kommt ei­nen Na­men: Api­nima – vom la­tei­ni­schen Wort apis – die Biene. Sie er­ken­nen, dass sich das Ge­schäft lohnt. Kurz vor Weih­nach­ten 2018 müs­sen sie so­gar den Be­stell­stopp aus­ru­fen, denn sie kom­men mit der Pro­duk­tion nicht mehr hin­ter­her. Also be­schlie­ßen sie An­fang 2019 eine GbR zu grün­den. Ein On­line-Shop ent­steht. Doch wer sind die vier ei­gent­lich und wird sich die­ses Start-Up hal­ten können?

Wer sind diese vier Freunde?

Die vier Freunde hei­ßen Lucca, Jan­nis, Le­an­der und Zeno, alle sind Mitte zwan­zig und wohn­haft im Hecht­vier­tel. Sie ha­ben stu­diert oder stu­die­ren noch – alle et­was mit Wirt­schaft oder In­ge­nieur­we­sen. Ein Fach, wo­mit man spä­ter ei­gent­lich viel Geld ma­chen kann. Aber ihre Vi­sion ist eine an­dere. „Ich möchte nicht den klas­si­schen BWL-Weg ge­hen“, sagt Zenno. „Uns ist ein nach­hal­ti­ges Ar­bei­ten und der Wille et­was zu ver­än­dern wich­tig. Wir möch­ten der Plas­tik­ver­schmut­zung an Land und im Ozean, so­wie der Er­zeu­gung und Ver­brei­tung von Mi­kro­plas­tik ein Ende be­rei­ten.“ Und ge­nau des­we­gen ha­ben sie Api­nima ge­grün­det – ein Start-Up um plas­tik­freie Al­ter­na­ti­ven zu ent­wi­ckeln und zu vertreiben.

Zeno Kakuschke, Jannis Hillesheim, Lucca Hillesheim, Leander Hoyer wollen plastikfreie Alternativen schaffen.
Zeno Ka­kuschke, Jan­nis Hil­le­sheim, Lucca Hil­le­sheim, Le­an­der Ho­yer wol­len plas­tik­freie Al­ter­na­ti­ven schaffen.Foto: Apinima

Seit Weihnachten 2018 hat sich dabei viel getan.

Mitt­ler­weile pro­du­zie­ren sie nicht mehr zu­hause, son­dern in den Pro­duk­ti­ons­räu­men von Lipp­f­ein (Neu­stadt-Ge­flüs­ter am 7.Oktober 2019). Au­ßer­dem ver­kau­fen sie ihre Pro­dukte auch off­line – die Bie­nen­wachs­tü­cher kann man un­ter an­de­rem beim Vor­werk Po­de­mus, BelaMai­Kind, Uni­po­lar so­wie Art+Form kaufen.

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Doch was unterschiedet ihre Produkte nun eigentlich von anderen Bienenwachstüchern?

Klar ist, wir ha­ben die Pro­dukte nicht neu er­fun­den. Aber wir kön­nen eine bes­sere Qua­li­tät bie­ten“, so Jan­nis. Au­ßer­dem gebe es nur ei­nen wei­te­ren re­gio­na­len Pro­du­zen­ten für Bie­nen­wachs­tü­cher um Dres­den. Und wel­che mit Mus­tern hätte es so noch nicht ge­ge­ben. So kann man bei ih­nen grüne, rote, blaue Tü­cher in den ver­schie­dens­ten Grö­ßen kaufen.

Ne­ben den Bie­nen­wachs­tü­chern ha­ben sie aber noch ein wei­te­res Pro­dukt ent­wi­ckelt – ein fes­tes Shampoo.

Man muss sich das mal vor­stel­len. Im kon­ven­tio­nel­len Be­trieb wird die Seife mit Was­ser ver­mengt und in Plas­tik­fla­schen rein­ge­drückt und wir drü­cken diese Seife dann wie­der raus und schmei­ßen die Plas­tik­fla­sche weg. Warum kann man nicht gleich das plas­tik­freie Sei­fen­stück ver­kau­fen?“ Zeno

Für das feste Sham­poo läuft mo­men­tan eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne. Ihr ers­tes Crowd­fun­ding-Ziel ha­ben sie schon er­reicht. Mit dem Geld von etwa 7000 Euro wol­len sie die Si­cher­heits­be­wer­tung des fes­ten Sham­poos be­zah­len und sich ei­nen ei­ge­nen Pro­duk­ti­ons­raum zu legen.

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So sieht es in der Produktion aus. Foto: Apinima
So sieht es in der Pro­duk­tion aus. Foto: Apinima
Ein Jahr ist seit der Idee an Weih­nach­ten 2018 ver­gan­gen und seit­dem ist viel ge­sche­hen. Was in ei­nem Jahr pas­sie­ren wird, bleibt un­ge­wiss, ein paar Wün­sche ha­ben sie aber schon. „Ich wün­sche mir ei­nen ei­ge­nen Pro­duk­ti­ons­raum und ein Büro. Auch wäre es schön, ein paar Teil­zeit­stel­len zu schaf­fen, denn mo­men­tan re­inves­tie­ren wir so­fort un­se­ren Ge­winn“, so Zenno. „Ich möchte das 1&1‑Prinzip aus­bauen, so­dass für je­des ge­kaufte Sham­poo ein be­stimm­ter Be­trag an ei­nen ge­mein­nüt­zi­gen Ver­ein ge­spen­det wird“, sagt Jan­nis. In den nächs­ten Jah­ren wol­len sie noch wei­tere plas­tik­freie Pro­dukte ent­wi­ckeln „Da ha­ben wir auch schon ei­ni­ges im Kopf“, sagt Jan­nis au­gen­zwin­kernd. Wer weiß, wer ge­rade in der Weih­nachts­zeit ir­gendwo in der Kü­che sitzt und eine Idee für die Zu­kunft entwickelt.
Bienenwachstücher und festes Shampoo kann man bei Apinima erwerben.
Bie­nen­wachs­tü­cher und fes­tes Sham­poo kann man bei Api­nima er­wer­ben. Foto: Apinima

Apinima – eine plastikfreie Alternative

  • Bie­nen­wachs­tü­cher und Sham­poo gibt es on­line un­ter: www.apinima.de Die Bie­nen­wachs­tü­cher kann man off­line un­ter an­de­rem beim Vor­werk Po­de­mus an der Hans-Os­ter‑, BelaMai­Kind auf der Ka­men­zer, Uni­po­lar auf der Ro­then­bur­ger so­wie Art+Form auf der Bautz­ner Straße kaufen.
  • Die Crowd­fun­ding-Kap­ma­gne läuft bis zum 13. De­zem­ber auf www.startnext.com
  • Wer das Start-Up gern per­sön­lich ken­nen­ler­nen will, hat am Don­ners­tag die Mög­lich­keit dazu. Im Rah­men der Ver­an­stal­tung "un­d­sonstso" stel­len sie ihr Kon­zept 19 Uhr im Café Kawa vor, mehr In­fos auf Face­book
Jannis und Zeno zeigen das erste feste Shampoo aus ihrer Produktion.
Jan­nis und Zeno zei­gen das erste feste Sham­poo aus ih­rer Produktion.
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2 Ergänzungen

  1. Naja, ist ja ne gute Sa­che. Zu­erst sollte aber viel­leicht mal die Pro­duk­ti­ons­stätte auf plas­tik­frei um­ge­stellt werden.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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