Kryptowährung für Einsteiger: Eine Anleitung

Kryptowährungen
Kryptowährungen
Eine Kryptowährung ist Geld – also so etwas wie der US-Dollar, Euro oder Yen. Jedoch gibt es einen gravierenden Unterschied: Kryptowährungen werden nicht von der Regierung oder der Zentralbank verwaltet – die Verwaltung erfolgt immer unabhängig und dezentral. Das bedeutet, dass es auch keine Institution gibt, die die Geldmenge beeinflussen kann. So sind die Bürger vor Enteignung sowie vor den Negativzinsen geschützt.

Jedoch gibt es aber ein paar nicht zu unterschätzende Schattenseiten, die unbedingt berücksichtigt werden müssen, sofern man sein Geld in Kryptowährungen stecken will.

Der Kauf

Kryptowährungen werden gekauft. Das heißt, man braucht Geld. Neben Geld ist natürlich auch eine Plattform erforderlich, über die dann der Tausch abgewickelt werden kann. Über eine Exchange, also über eine Börse, kann man dann Coins einer bestimmten Währung kaufen wie auch wieder verkaufen. Zu den bekanntesten Plattformen gehören Poloniex, Bitcoin.de oder Kraken.

Der Kauf von Coins mag keine große Herausforderung sein. Am Ende muss nur die gewünschte Menge eingegeben werden, die gegen die jeweilige Kryptowährung getauscht werden soll – in weiterer Folge bestimmt der Wechselkurs, wie viele Coins man dann bekommt. Für einen Bitcoin muss man (Stand: Mitte September 2019) um die 10.200 US Dollar bezahlen; für einen Litecoin hingegen nur 73 US Dollar.

Hat man Coins einer bestimmten Kryptowährung gekauft, so müssen diese dann im digitalen Portemonnaie, der Wallet, aufbewahrt werden. Denn die Börse dient nur der kurzfristigen Speicherung. Der digitale Geldbeutel ist hingegen so etwas wie der Tresor, in dem dann das Geld aufbewahrt wird.

Anleger müssen vorsichtig sein

Möchte man sein Geld in Kryptowährungen investieren, so ist es wichtig, dass man sich von Anfang an bewusst ist, dass man hier auch Geld verlieren kann. Sucht man nach einer Alternative zum nicht mehr gewinnbringenden Sparbuch, so mag der Kryptomarkt, allen voran der Bitcoin, eine durchaus interessante Alternative sein, ist jedoch wesentlich gefährlicher als die traditionelle Sparform. Das liegt vor allem an der Volatilität. Das heißt, dass sich der Markt ständig in Bewegung befindet – die Kurse schwanken also.

Anfang 2017 bewegte sich der Preis des Bitcoin im Bereich der 1.000 US Dollar. Im Dezember desselben Jahres, also gerade einmal zwölf Monat später, kratzte die Kryptowährung an der 20.000 US Dollar-Grenze. Wenig später folgte dann der Absturz – 2018 verlor der Bitcoin rund 80 Prozent des Werts.

Während viele Experten sicher waren, die Zeit des Bitcoin sei nach dem Crash nun endgültig abgelaufen, folgte der nächste Höhenflug: Zu Beginn des Jahres 2019 lag der Bitcoin bei 3.200 US Dollar – im Juni lag der Preis bei knapp 14.000 US-Dollar. Anfang September bewegte sich der Bitcoin im Bereich der 10.000 US Dollar.

Befasst man sich mit den aktuellen Prognosen, so wird man mitunter feststellen, dass der Höhenflug wohl noch lange nicht vorbei sein muss. Auch wenn der Preis von fast 14.000 US Dollar nicht gehalten werden konnte, so sind sich viele Experten sicher, dass es dem Bitcoin doch noch gelingen kann, in diesem Jahr die magische Grenze von 20.000 US Dollar zu überspringen.

Wer nun sein Geld über Bitcoin Rush investieren will, sollte sich aber bewusst sein, dass die Prognosen nie eine Gewinngarantie darstellen – es kann, und das haben die vergangenen Monate immer wieder gezeigt, auch einmal in die andere Richtung gehen.

Bitcoins im Aufwind
Bitcoins im Aufwind

Warum der Kryptomarkt zu einer Alternative geworden ist

Wer sein Geld gewinnbringend anlegen möchte, der muss sich von seinem Sparbuch, Tages- oder Festgeld verabschieden. Sichere Produkte führen nicht mehr zum Erfolg – die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB), die wohl auch in absehbarer Zukunft nicht beendet werden wird, hat die traditionellen Produkte unattraktiv werden lassen.

Doch ist der Kryptomarkt eine Alternative? Ja. Jedoch nur dann, wenn man sich von Anfang an bewusst ist, dass es auch immer in die andere Richtung gehen kann. Aus diesem Grund sollte man auch nur Beträge investieren, die verloren werden dürfen. Denn eine Trendumkehr ist immer möglich – Verluste können, ganz egal, wie vielversprechend die verschiedenen Prognosen sind, einfach nie ausgeschlossen werden.