KFZ-Steuer: Zünglein an der Waage beim Autokauf

Wenn es um den neuen Fahrzeugkauf geht, sind die technische Ausstattung, der Verbrauch und natürlich der Kaufpreis die wichtigsten Kriterien. Für den dauerhaften Betrieb fallen neben den Benzinkosten mit der KFZ-Versicherung und der KFZ-Steuer zwei weitere Kostenfaktoren an. Die Beiträge der Autoversicherung lassen sich mit jedem Jahr optimieren, auf die Steuer nehmen Sie ausschließlich beim Fahrzeugkauf einen Einfluss. Je nach Fabrikat und CO-Ausstoß sind die Kostenunterschiede nicht zu unterschätzen.

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Um die Steuerzahlung kommt niemand herum

Die KFZ-Steuer hat jeder zu zahlen, auf den ein Fahrzeug in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen ist. Die Steuer entrichtet die Person, die offiziell in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Sie gehört zu den traditionellen Steuern in Deutschland und wird für den Straßenbau und weitere Projekte eingesetzt.

Über Jahre hinweg waren die Gemeinden mit ihren Finanzämtern mit dem jährlichen Einziehen der KFZ-Steuer betraut. Mittlerweile erfolgt die formale Abwicklung über den Zoll, um die Behörden der Städte und Gemeinden zu entlasten. Verschiedene Fahrzeuge, beispielsweise landwirtschaftlich genutzte Gefährte mit grünem Kennzeichen, sind von der Steuer befreit. Gleiches gilt für Schwerbehinderte auf Antrag hin, für die Nutzer von E-Fahrzeugen gibt es Rabatte und Erlässe.

Die KFZ-Steuer als ökologisches Thema

Dass in den letzten Jahren der Verzicht auf den Einzug der KFZ-Steuer beim Kauf eines Elektrofahrzeugs von der Politik gewährt wurde, zeigt einen ökologischen Zusammenhang. Tatsächlich wird die Steuer heute nach der Umweltbelastung des Fahrzeugs gemessen am CO2-Ausstoß berechnet, ergänzt um einen Grundbetrag für den Hubraum des Motors. Früher entschied alleine die Leistungsfähigkeit des Autos über die Steuerlast, hohe PS-Zahlen führten zwangsläufig zu einer höheren KFZ-Steuer.

Um echten Fahrspaß ohne teure Ausgaben zu genießen, ist deshalb schon beim Autokauf frühzeitig auf die Steuerlast zu achten. Was die Pauschale pro 100 Kubikmeter Hubraum anbelangt, lohnt ein kurzer Überblick ins Internet. Neufahrzeugen mit der Schadstoffklasse Euro 4 oder höher haben wenig Belastung zu fürchten, während ein Diesel nach Euro-3-Norm 15,44 Euro pro 100 Kubikmeter zahlen muss. In diese Werte spielt der CO2-Zuschlag noch nicht ein. Generell sind ältere Diesel im Steuersatz zwei- bis dreimal teurer als Benziner mit dem gleichen Hubraum, ohne Berücksichtigung des CO2-Zuschlags.

Tag der Erstzulassung entscheidet

Beim Kauf eines Neufahrzeugs erkennen Sie schnell, dass die steuerliche Last gegenüber älteren Generationen deutlich reduzierter ausfällt. Standards wie Euro 5 oder Euro 6 schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Geldbörse in puncto KFZ-Steuer. Pro 100 Kubikmeter Hubraum gilt aktuell eine Pauschale von 2,00 Euro für Benziner und 9,50 für Diesel, ergänzt um einen Aufschlag von 2,00 Euro je Gramm pro Kilometer als Schadstoffausstoß.

Die Anwendung dieser Rechenformel im Unterschied zum alten Modus alleine nach Leistungsfähigkeit und Treibstoff hängt vom Tag der Erstzulassung des Fahrzeugs ab. Stichtag ist der 1. Juli 2009, ab diesem Datum kommt die neue Rechenart orientiert nach CO2-Ausstoß des Fahrzeuges, zum Einsatz. Gerade beim Gebrauchtwagenkauf ist dringend zu beachten, in welchem Jahr das KFZ erstmals für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen war. Was den Kauf eines älteren Fahrzeugs lohnenswert macht, wird mit der neuen Rechenweise für die KFZ-Steuer Jahr für Jahr zum teuren Vergnügen.

Alternative Lösungen für den Stadtverkehr finden

Wenn Sie ausschließlich in Dresden und Umgebung unterwegs sind, muss es für kurze Strecken vielleicht nicht der ältere Zweitwagen mit einer teuren KFZ-Steuer sein. Durch Alternativen wie Elektro-Roller sind in unserem Stadtgebiet längst Fahrzeuge unterwegs, die uneingeschränkt umweltfreundlich, flexibel und ohne unnötig teure Besteuerung zur Mobilität einladen.

Zusammen mit einem zeitgemäßen KFZ, das durch geringe Schadstoffwerte und somit eine geringe KFZ-Steuer überzeugt, geht niemand unnötige Kompromisse beim täglichen Pendeln zwischen Uni, Arbeitsplatz oder dem Treffen von Freunden ein.

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