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Umweltschutz in Dresden – Maßnahmen und Möglichkeiten

Blick ins Elbtal von der Bastei aus. Foto: fotografci Fotolia.com
Blick ins Elbtal von der Bastei aus. Foto: fotografci Fotolia.com

In Sachen Umwelt- und Naturschutz laufen in Dresden verschiedene Maßnahmen. Diese reichen von der Erhaltung der Tier- und Pflanzenarten bis zur Sauberhaltung der Stadt selbst. Doch nicht allein die Stadt ist gefragt, sondern jeder einzelne Bürger. Schließlich gibt es einiges, was man zum Schutz von Umwelt und Natur beitragen kann.

Das leistet Dresden für die Umwelt

Wie keine andere Großstadt ist Dresden eingebettet in eine Landschaft mit unterschiedlichen Ausprägungen und einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Um diese Artenvielfalt zu erhalten und die Umwelt zu schützen, hat Dresden mehrere Maßnahmen gestartet.

Naturschutzgebiete in Dresden

Eine dieser Maßnahmen besteht darin, besonders wertvolle Teile von Natur und Landschaft zum Natur- beziehungsweise Landschaftsschutzgebiet zu erklären. Das erfolgt nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 20 Abs. 2) und durch Satzung oder Einzelanordnung gemäß dem Sächsischen Naturschutzgesetz (§ 13 ff.).

In den erklärten Gebieten werden besondere Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um die Lebensräume für die Tiere und die Schönheit der Landschaft zu bewahren.
Insgesamt hat Dresden vier solcher Naturschutzgebiete: die Dresdner Elbtalhänge, die Elbinseln Pillnitz und Gauernitz, das Seifersdorfer Tal sowie die Ziegelgruben Prohlis und Torna.

Geltender Landschaftsplan

Mit dem Stadtratsbeschluss vom 17. Mai 2018 wurde der Landschaftsplan Dresden in Kraft gesetzt. Zu den Aufgaben und Zielsetzungen gehört es, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes zu erhalten.

Die Gehölzschutzsatzung

In der Gehölzschutzsatzung Dresdens ist der Umgang mit Bäumen und Sträuchern geregelt. Dadurch sollen sie als Teil der Natur und Landschaft besonders geschützt und gepflegt werden. Zu den Zwecken gehört außerdem, die städtische Begrünung zu sichern und damit die Einwirkung schädlicher Substanzen auf die Umwelt zu reduzieren.

Maßnahmen zur Stadtreinigung

Zusätzlich zur öffentlichen Straßenreinigung werden nach Bedarf ausgewählte Straßen manuell gereinigt, um die Ordnung und Sauberkeit sicherzustellen. Auch bei Aktionen wie der Elbwiesenreinigung, die dieses Jahr am 13. April stattgefunden hat, oder der Putzwoche „Sauber ist schöner!“ geht es darum, die Stadt und die Umgebung von Dreck und Müll zu befreien.

Mehr Radwege

Immer mehr Dresdner nutzen statt dem Auto das Fahrrad – ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit. Die Stadt unterstützt diesen umweltschonenden Trend durch den weiteren Ausbau des Radwegnetzes.

Grünes Dresden

Dresden gehört zu den grünsten Städten Europas: Rund 62 Prozent sind Wald- und Grünfläche. Eine vorausschauende Stadtplanung hat dazu beigetragen, dass Dresden als Teil der Elblandschaft wahrgenommen wird. Das gesamte Stadtgebiet ist geprägt von zahlreichen Parks, Grünanlagen, Kleingärten und einem artenreichen Straßenbaumbestand. Verwaltet, geplant und gepflegt wird das viele Grün hauptsächlich vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.

Wichtig: Die Bürger müssen mithelfen

Die Maßnahmen der Stadt Dresden reichen allein noch lange nicht aus, um Natur und Umwelt nachhaltig zu erhalten und zu schützen. Das gelingt nur, wenn jeder einzelne Bürger der Stadt mit anpackt und seinen Beitrag dazu leistet, dass weniger Ressourcen verschwendet und die Müllberge kleiner werden. Kleine Veränderungen im alltäglichen Leben reichen schon aus, um Großes für unseren Planten zu tun. Neustadt-Ticker hat ein paar der vielen möglichen Maßnahmen zusammengestellt, wie man die Umwelt und die Ressourcen schonen kann.

Müll richtig entsorgen

Ein weiterer Bestandteil des Umwelt- und Naturschutzes ist die richtige Entsorgung des Abfalls. Auch hierbei sind die Bürger gefragt. Denn nur, wenn jeder einzelne seinen Müll richtig entsorgt, können die Rohstoffe wiederverwertet oder umweltschonend beseitigt werden.

Was darf rein in die Biotonne? Das Amt für Abfallwirtschaft klärt auf.
Was darf rein in die Biotonne? Das Amt für Abfallwirtschaft klärt auf.

Hausmüll richtig trennen

Damit man den Müll ordnungsgemäß trennen kann, ist es wichtig zu wissen, wo was entsorgt wird.

In die Biotonne dürfen:

    • verdorbene Lebensmittel (Obst, Gemüse, Backwaren, Speisereste)
    • Teebeutel, Kaffeefilter, Kaffeesatz
    •  Blumensträuße und Topfpflanzen
    • die Reste von Obst und Gemüse
    • Grünabfälle
    • Andere zur Kompostierung geeignete Abfälle (Papiertaschentücher, Küchenpapier u. ä.)

Zu den Abfällen, die in den Gelben Sack entsorgt werden, gehören:

  • Verkaufsverpackungen aus Kunststoff wie Becher, Flaschen und Folien
  • Schaumstoffe
  • Metallverpackungen wie Dosen, Verschlusskappen und Aluminiumfolien
  • Verkaufsverpackungen aus Verbundmaterialien

In der Blauen Tonne werden folgende Abfälle entsorgt:

  • Verpackungen aus Papier, Karton oder Pappe
  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Bücher (ohne Ledereinband)
  • Hefte
  • Schreibpapier, Kuverts
  • Packpapier
  • sauberes Knüllpapier

Alles andere gehört in die Restabfalltonne, unter anderem:
Kehricht und Staubsaugerbeutel

  • Zigarettenkippen
  • Wachs- und Kerzenreste
  • Windeln
  • Putzlappen, Schwämme und Bürsten
  • Stifte
  • Fleisch-, Fisch- und Wurstreste

Einwegflaschen und -gläser kommen in den Glascontainer mit der Farbe, die dem Glas entspricht (Grün, Braun oder Weiß). Anschließend werden sie recycelt und zu neuen Flaschen und Gläsern verarbeitet.

Batterien entsorgen

Batterien und Akkus gehören zum Sonderabfall – trotzdem landen sie immer wieder im Restmüll oder im Gelben Sack. Das ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Schließlich enthalten sie Schadstoffe, die bei unsachgemäßer Entsorgung in die Umwelt gelangen können und dort Tiere, Pflanzen und letztendlich uns Menschen vergiften oder verschiedene Krankheiten hervorrufen. Zu diesen Schadstoffen gehören Blei, Cadmium und Quecksilber. Entsprechende chemische Zeichen (Pb, Cd, Hg), die auf den Batterien abgebildet sind, weisen auf die enthaltenen Mengen hin.

Batterien richtig entsorgen - Foto: Kzenon, Fotolia.com
Batterien richtig entsorgen – Foto: Kzenon, Fotolia.com

Grundsätzlich ist jeder gesetzlich dazu verpflichtet, die ausrangierten Batterien und Akkus bei einer Sammelstelle abzugeben. Überall dort, wo man Batterien und Akkus kaufen kann, sind spezielle grüne Sammelboxen aufgestellt – etwa in Baumärkten, Supermärkten oder Tankstellen.

Elektromüll abgeben

Toaster, Bügeleisen, Laptops, Handys, blinkende Turnschuhe – solche Dinge gehören zum Elektromüll. Landen sie im Restmüll, gehen wertvolle Rohstoffe verloren, dafür landen giftige Schadstoffe in der Umwelt.

Daher müssen Elektrogeräte entweder bei kommunalen Sammelstellen oder im Fachhandel abgegeben werden. Große Händler sind seit Juli 2016 dazu verpflichtet, Altgeräte mit einer Kantenlänge bis maximal 25 Zentimetern kostenlos zurückzunehmen. Größere Geräte müssen beim Neukauf kostenlos zurückgenommen werden.

Auch energiesparende Lampen zählen zum Elektromüll und müssen dementsprechend in Sammelstellen oder im Fachhandel entsorgt werden. Die Abgabe ist immer kostenlos.

Weniger Müll produzieren

Damit erst gar nicht so viel Müll entsorgt werden muss, sollte jeder darauf achten, weniger Abfall zu produzieren.

Weniger Verpackung

Tagtäglich entstehen riesige Müllberge allein wegen der vielen Verpackung, mit der Lebensmittel und andere Konsumgüter umhüllt werden. Beim Einkaufen sollte man daher auf die Dinge verzichten, die in Plastik eingepackt sind. Gerade bei Obst und Gemüse kann man Plastik gut umgehen, wenn man wiederverwendbare Netze benutzt. Ansonsten sollte man nach alternativen Verpackungen wie Glas Ausschau halten. Statt der Plastiktüte, die oft schnell reißt, ist eine langlebige Stofftasche sinnvoller und umweltschonender.

Obst- und Gemüsenetz - Foto: Andrey Popov, Fotolia.com
Obst- und Gemüsenetz – Foto: Andrey Popov, Fotolia.com

Wiederverwerten statt wegwerfen

Generell ist es besser, Behältnisse zu verwenden, die man wiederverwenden kann, sowie Materialien, die sich recyceln lassen. Das spart eine Menge Müll ein. Beispielsweise kann man Brötchentüten mehrfach benutzen, weil sie sehr robust sind, und darin das Sandwich für die Arbeit einpacken. Aus Weinkorken kann man Pinnwände, Topfuntersetzer und Korkmatten machen. Essensreste, Schalen und Kaffeesatz werden zu einem wertvollen Dünger für die Gartenpflanzen und alte Shirts eignen sich immer noch als Lappen für Auto und Haushalt.

Bewusst einkaufen

Abfälle lassen sich auch dadurch reduzieren, dass man beim Einkaufen bewusst auf Qualitätsware achtet, anstatt zur billigeren Wegwerfvariante zu greifen. Hochwertige Produkte sind langlebiger, verbrauchen weniger Energie und haben einen höheren Wiederverkaufswert. Daher lohnt es sich gleich mehrfach, dafür einmalig mehr Geld auszugeben.

Ressourcen sparen

Ein wichtiger Teil des Umweltschutzes besteht darin, die vorhandenen Ressourcen nicht unnötig zu strapazieren. Auch dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich einfach umsetzen lassen.

Weniger Strom verbrauchen

Strom kostet nicht nur Geld – bei der Stromerzeugung wird außerdem Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Mit ein paar Sparmaßnahmen lassen sich die Kosten und die Emissionen reduzieren. Beispielsweise verbrauchen LED-Lampen oder Energiesparlampen weniger Strom als herkömmliche Lampen.

Die Elektrogeräte im Haushalt sollten eine Energieklasse zwischen A+ und A+++ haben, damit sie möglichst gering im Stromverbrauch sind. Dieser läuft auch weiter, wenn die Geräte im Standby-Modus sind. Daher ist es sinnvoll, den Strom über einen Schalter an der Steckerleiste ganz abzustellen, sobald die Geräte nicht mehr genutzt werden.

Steckdose - Foto: New Africa, Fotolia.com
Steckdose – Foto: New Africa, Fotolia.com

Einer der größten Stromfresser im Haus ist der Kühlschrank. Um diesen energieeffizient zu nutzen, sollte er an einer möglichst kühlen Stelle stehen und nur so lange wie unbedingt nötig offen sein.

Weniger Wasser verschwenden

Jeden Tag verschwinden viele Liter Wasser ungenutzt im Abfluss – dabei ist Trinkwasser ein wertvolles und wichtiges Gut, das immer knapper wird. Gleichzeitig steigt weltweit der Wasserbedarf. Um den eigenen Wasserverbrauch zu reduzieren, sollte man öfter duschen anstatt ein Vollbad zu nehmen und das Wasser immer abstellen, während man sich einseift, die Hände wäscht oder die Zähne putzt. Um weniger Wasser beim Wäschewaschen und Spülen zu verbrauchen, ist beim Kauf von Wasch- und Spülmaschinen darauf zu achten, dass sie möglichst effizient arbeiten.

Weniger konsumieren

Wenn man viel einkauft, bedeutet das auch, dass dementsprechend viel produziert werden muss – etwa in Bezug auf Kleidung, Kosmetikartikeln oder Deko. Für die Produktion werden wiederum Rohstoffe verbraucht und durch den Transport der Artikel gelangt vermehrt Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Daher ist beim Einkaufen immer gut darauf zu achten, was gerade wirklich benötigt wird.

Das gilt auch für Lebensmittel, denn viel zu oft landen diese ungenutzt im Mülleimer, weil man sie nicht rechtzeitig aufbrauchen konnte. Weniger Konsum schont die Ressourcen, die beim Anbau beziehungsweise bei der Produktion zum Einsatz kommen.

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