My home is my castle: Mit diesen fünf Maßnahmen machen Sie ihr zu Hause sicher

Dresden wird immer beliebter – dies übt Druck auf die Mieten aus. Neuer Wohnraum wird künftig also immer wichtiger. Quelle: @ Mistervlad #267406890/ Fotolia.com
Dresden wird immer beliebter – dies übt Druck auf die Mieten aus. Neuer Wohnraum wird künftig also immer wichtiger. Quelle: @ Mistervlad #267406890/ Fotolia.com

Dresden wird als eine der beiden sächsischen Metropolen immer beliebter. Die Bevölkerungszahlen steigen und auch das Eigenheim erfreut sich hoher Nutzung. Dies zieht natürlich auch entsprechende Immobilienpreise und höhere Mieten nach sich. Wer einmal eine gute Wohnung in Dresden gefunden hat, möchte darin ein erfülltes Leben verbringen und sich vor allem sicher fühlen können. Doch mit welchen Mitteln ist es möglich, die subjektive sowie die objektive Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu verbessern? Die folgenden 5 Maßnahmen sorgen für einen guten Anfang und bilden die Basis.

Türen und Fenster sichern

Steigende Mieten signalisieren zum einen die Beliebtheit einer Stadt gerade bei jungen Menschen. Zum anderen zeigen sie aber auch ein steigendes Wohlstandsniveau, was wiederum Einbrecher auf den Plan rufen könnte. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Sollbruchstellen einer Wohnung oder eines Hauses entsprechend zu sichern. Dazu gehören:

    a) Türen mit hohem Widerstand wählen

    Auch wenn die Schlösser bei Einbrüchen eine besondere Rolle spielen, sollte der Blick sich zusätzlich auf die gewählte Tür richten. Wer in einem Eigenheim wohnt, kann über seine Tür selbst bestimmen. Hier raten Sicherheitsexperten, auf Türen mit einer höheren Widerstandsklasse zu setzen.
    Grundsätzlich gibt es mit RC 1 N – RC 6 insgesamt 7 Widerstandsklassen, von denen RC 1 N – RC 3 auch für den Privatbereich gut geeignet sind. Türen der Widerstandsklassen RC 2 (N) und RC 3 halten neben roher Gewalt auch dem Gebrauch von entsprechenden Werkzeugen 3-5 Minuten lang stand. Gelegenheitstäter könnten dadurch abgeschreckt werden.

    b) Gute Türschlösser sind die Basis des Einbruchschutzes

    Wer viel Wert auf Einbruchschutz legt, sollte sich vor dem Kauf umfassend informieren und auf verschiedene Eigenschaften beim Zylinderschloss achten:

  • Widerstand gegen Angriffe mit der Bohrmaschine (spezieller Bohrschutz)
  • Widerstand gegen Ziehkraft (spezieller Ziehschutz)
  • Blockade des Zylinders durch mindestens 5 Stifte
  • Kopierschutz für den Schlüssel (nur durch Sicherheitskarte möglich)
  • Darüber hinaus sollte der Zylinder die richtige Länge aufweisen und nicht zu weit aus der Tür herausragen (max. 3 Millimeter). So haben es Einbrecher deutlich schwerer, den Zylinder per Zugkraft herauszureißen.

    c) Sicherheit bei Fenstern

    Die Widerstandsklassen für Türen gibt es auch für Fenster. Welche Widerstandsklasse geeignet ist, hängt vor allem von der Erreichbarkeit der Fenster ab. Während in höheren Etagen ohne gute Erreichbarkeit die Widerstandsklasse RC 1 N völlig ausreicht, sollten im Erdgeschoss RC2-Fenster eingebaut werden. Diese verfügen über Pilzkopfzapfenbeschläge, eine besondere Verglasung und einen abschließbaren Fenstergriff.

Alarmsysteme runden den Einbruchschutz ab

Alarmanlagen sollten immer erst in einem zweiten Schritt in Betracht gezogen werden. Die beste Technik nützt nichts, wenn vorher die Hausaufgaben bei der Sicherung von Fenstern und Türen nicht gemacht wurden. Alarmanlagen lassen sich zunächst in zwei verschiedene Typen unterteilen:

    a) Gefahrenwarnanlagen

    Diese Art von Anlagen warnt die Bewohner und auch die Nachbarn im Falle eines Einbruchs durch akustische oder optische Signale und soll Einbrecher vor allem abschrecken.

    b) Gefahrenmeldeanlagen

    Diese Anlagen melden den Bewohnern unauffällig ein Eindringen und geben die Information auf Wunsch auch an einen Sicherheitsdienst weiter. Sie sind also so konzipiert, dass der Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden kann.

    Der Markt für Alarmanlagen ist generell sehr umfangreich. Vor der Entscheidung für ein bestimmtes Gerät erscheint es deshalb als sinnvoll, sich umfangreich beraten zu lassen. Darüber hinaus scheint die Ein- und Abschaltung per Funksignal ganz spezielle Schwachpunkte zu haben.

Brandschutz ist essenziell

Neben der Abwehr von Einbrechern ist auch der Brandschutz eine der essenziellen Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit in den eigenen vier Wänden. In diesem Zusammenhang sind vor allem folgende Aspekte wichtig:

    a) Rauchmelder installieren

    Die meisten Todesfälle bei Bränden entstehen nicht durch das Verbrennen, sondern durch das Einatmen hochgiftigen Brandrauchs. Aus diesem Grund sind Rauchmelder eine der wichtigsten Brandschutzmaßnahmen überhaupt. Doch dabei gilt es einiges zu beachten:

  • Rauchwarnmelder-Pflicht: Mittlerweile ist es in fast allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, mehrere Rauchmelder in einer Wohnung zu installieren. Dazu gehören vor allem Rauchmelder im Schafzimmer und im Flur.
  • Wärmemelder: Im Badezimmer und auch in der Küche kommt es häufig zur Bildung von Wasserdampf. Da Rauchmelder hierbei zu häufig irrtümlich ausgelöst würden, eigenen sich Wärmemelder deutlich besser.
  • Richtige Platzierung: Im Idealfall sind Rauchmelder in der Mitte der Raumdecke zu platzieren. Sollte dies aus verschiedenen Gründen (Lampe, Belüftungsanlage) nicht möglich sein, ist zumindest darauf zu achten, stets 50 cm Abstand von Hindernissen wie Trennwänden und Balken zu halten.
  • Qualität: Die Qualität eines Rauchmelders lässt sich am besten am Q-Label ablesen, welches als markenunabhängiges Qualitätszeichen entwickelt wurde.
  • b) Feuerlöscher platzieren

    In jeder Wohnung sollte sich ein leicht zugänglicher Feuerlöscher befinden. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, im Hausflur auf jeder Etage einen Feuerlöscher zu platzieren.

    c) Potenzielle Gefahrenquellen bei Nicht-Gebrauch ausschalten

    Alle Geräte, die Wärmeenergie abgeben, sind potenzielle Gefahrenquellen für einen Wohnungsbrand. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht benötigte Elektrogeräte wie den PC, den Fernseher oder auch Haushaltsgeräte stets stromlos zu schalten. Steckdosenleisten verfügen heute oft über Kippschalter, mit denen die Stromzufuhr vom Netz getrennt wird. Darüber hinaus sollten auch Stand-By-Geräte nicht stetig im Ruhemodus laufen, weil auch dieser eine (minimale) Brandgefahr mit sich bringen kann.

Was tun gegen Wasserschäden?

Bild: Bevor Sie Reparaturmaßnahmen einleiten, sollten Sie unbedingt die Versicherung bzw. den Vermieter kontaktieren. Quelle: @ Wellnhofer Designs #142413712 / Fotolia.com
Bild: Bevor Sie Reparaturmaßnahmen einleiten, sollten Sie unbedingt die Versicherung bzw. den Vermieter kontaktieren. Quelle: @ Wellnhofer Designs #142413712 / Fotolia.com
Der Schutz vor Wasserschäden gestaltet sich mitunter schwierig. Dies liegt an der Tatsache, dass die Wasserrohre sich in der Wand befinden und man Schäden erst dann erkennt, wenn es quasi schon zu spät ist. Trotzdem existieren Maßnahmen, mit denen sich die Wahrscheinlichkeit für Wasserschäden zumindest absenken lässt:

  • Wasserzulauf zur Waschmaschine nach der Benutzung abdrehen
  • Wasserzulauf zur Spülmaschine nach der Benutzung abdrehen
  • Generellen Wasserzulauf für die Wohnung oder das Haus bei längerer Abwesenheit abdrehen
  • Waschmaschine mit moderner Wasserschutztechnik kaufen

Zusätzlich ist es hilfreich, die Wände regelmäßig zu inspizieren und bei kleinen Spuren sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der Abschluss einer Gebäudeversicherung sowie einer Hausratversicherung mit Schutz vor Wasserschäden mildern später zumindest die Folgen ab. Wichtige Vorräte in Kellerräumen sollten zudem nicht ebenerdig gelagert werden, falls aufgrund von Starkregen der Keller mit Wasser vollläuft.

Smart Home-Systeme werden zur wertvollen Unterstützung

Smart Home-Systeme haben sich mittlerweile von einem einfachen Trend zu einer wertvollen Ergänzung in den eigenen vier Wänden entwickelt. Immerhin lassen sich diese für ganz vielfältige Zwecke einsetzen. Dazu gehören:

    a) Einbruchschutz durch Smart Home-Systeme erhöhen

    Smart Home-Systeme lassen sich mit Videokameras an empfindlichen Stellen des Hauses verbinden, so dass Einbruchsversuche aufgezeichnet werden. Darüber hinaus sind auch Bewegungsmelder hilfreich, die mutmaßliche Eindringlinge sofort an das Smartphone oder das Tablet melden.
    Ferner gibt es Lösungen, die die Anwesenheit von Anwohnern in einem Haus simulieren, obwohl niemand zu Hause ist. Ob es sich dabei um bestimmte Programme zur Beleuchtung handelt oder Veränderungen der Jalousien oder Geräuschkulissen durch das Abspielen von Radio oder Fernseher erzeugt werden – der Zweck ist immer der Gleiche: Potenzielle Einbrecher abschrecken.

    b) Sensoren gegen Feuchtigkeit und Rauchmelder

    Der Bereich Smart Home bietet zudem auch einen Ansatz gegen Wasserschäden. Wer an potenziell empfindlichen Stellen entsprechende Sensoren installiert, wird informiert, sobald Wasser austritt. Ferner lassen sich an Wasserrohren entsprechende Steuerungseinheiten platzieren, mit denen der Wasserverbrauch überwacht werden kann. Lecks in Wasserleitungen werden somit schnell erkennt und können frühzeitig beseitigt werden.

    Natürlich ist auch eine Verbindung von Rauchmeldern mit Steuerungsgeräten möglich. Somit wird auch bei Abwesenheit Rauchbildung erkannt, so dass die Bewohner problemlos Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Bild: Smart Home-Systeme können erheblich zur Sicherheit in den eigenen vier Wänden beitragen. Quelle: @ goodluz #183590439 / Fotolia.com
Bild: Smart Home-Systeme können erheblich zur Sicherheit in den eigenen vier Wänden beitragen. Quelle: @ goodluz #183590439 / Fotolia.com

Sicherheit ist zwar relativ – lässt sich aber forcieren

Wer sich in seinen vier Wänden so richtig wohlfühlt, möchte am liebsten, dass sich dies nicht ändert. Wir haben zwar nicht auf jede Gefahrenquelle einen ausreichend großen Einfluss, können durch entsprechende Maßnahmen jedoch dafür sorgen, dass sich unser Sicherheitslevel erhöht. Ob nun verbesserter Einbruchschutz oder Schutz gegen Wasser- und Brandschäden: Es gibt viele Möglichkeiten in diesem Bereich. Wer diese clever kombiniert, schafft sich eine Oase der Ruhe und Sicherheit.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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