Grünes Dresden – so viel Natur steckt in der Neustadt

Das wohl meistfotografierte Motiv der Neustadt im Hof des Wassers. Das Haus, dass singt, wenn es regnet.
Das Szene- und Künstlerviertel Dresden ist nicht nur für extravagante Gebäudefassaden bekannt, sondern ebenso für Grünflächen, die zum Entspannen und Staunen einladen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Landeshauptstadt zu den grünsten europäischen Städten gehört. Kein Wunder, denn mit über 60 Prozent Wald- und Grünflächen macht ihr in puncto Natur kaum eine andere Stadt so schnell etwas vor. Im Stadtgebiet von Dresden sorgen zahlreiche Parks und Anlagen für Entspannung. Es sind kleine und größere Garten-Inseln, auf denen Besucher dem hektischen Alltag entfliehen können. Welche grünen Relax-Möglichkeiten die Dresdner Neustadt zu bieten hat, erfahren Interessierte im Folgenden.

Es grünt so grün in der Dresdner Neustadt

Von schrillen, bunten Fabeltieren über geheimnisvolle Labyrinthe bis hin zu lebendiger Kunst, all das und noch mehr haben die innere und die äußere Neustadt in großer Vielfalt parat. Seit Jahren schafft dieser Stadtteil von Dresden den Spagat zwischen urigem Barock- und alternativem Szeneviertel. Hier ist immer wieder deutlich erkennbar, dass Dresden eine Perle europäischer Architektur ist. Darüber hinaus hat die Neustadt ebenso ein Plus an großen Parks und natürlichen Grünflächen zu bieten, um Stress und Hektik für kurze Zeit hinter sich zu lassen. Die Elbe dient dabei als lebensspendende Ader, denn insbesondere in der inneren Neustadt sind die beliebtesten Gärten und Park rund um das Ufer des Flusses zu finden.

Im Detail: Die schönsten Parks und Grünanlagen in der Neustadt

Im südwestlichen Teil der Neustadt befindet sich das Japanische Palais sowie der dazugehörige Palaisgarten in seiner grünen Pracht. Einmal im Jahr wird diese Ruheoase zum großen Kultur- und Kunsttreff.
Im südwestlichen Teil der Neustadt befindet sich das Japanische Palais sowie der dazugehörige Palaisgarten in seiner grünen Pracht. Einmal im Jahr wird diese Ruheoase zum großen Kultur- und Kunsttreff.

Neben attraktiven Blumenbeeten, die in Dresden allgemein eine lange Tradition haben, beeindrucken die großangelegten und gut gepflegten Parkanlagen. Diese werden von den Mitarbeitern der Parks intensiv gepflegt und umsorgt. Von einer arten- und sortenreichen Bepflanzung über den richtigen Schnitt bis hin zum Stutzen und in Form bringen, gibt es genug zu tun. Insbesondere bei Flächen, die ein Rasenmäher nicht mehr bewältigen kann oder, die allgemein nicht gut zugänglich sind, ist professionelles Equipment wie ein Rasentrimmer gefragt. Dieser ist sowohl bei Rasenkanten als auch in der Nähe von Hecken oder Blumenbeeten präziser einsetzbar als ein Rasenmäher. Zudem ist ein Trimmer vergleichsweise geräuscharm, sodass der Betrieb auch vonstattengehen kann, wenn sich Besucher im Park aufhalten. Kein Wunder, dass die Gärten in diesem Stadtviertel von Dresden in einem so guten Zustand sind.

    Zu den schönsten Parks und gepflegtesten Grünanlagen in der Neustadt zählen:

  • Der Rosengarten
    Der in den 1930er Jahren entstandene Rosengarten steht unter Denkmalschutz und befindet sich am Königsufer. Ursprünglich wollte Heinrich Balke – der damalige Stadtgartendirektor – dieses Fleckchen Erde als Gegenstück zur landschaftlich geprägten Uferseite der Altstadt avancieren lassen. Eröffnet wurde der Rosengarten im Jahr 1935 mit ca. 6.000 Rosenstöcken. Seit jeher ist er in drei verschiedene Areale – Vorderteil, Mittel- oder Hochstammrosenteil und Senkgarten – gegliedert. Durch die Bepflanzung und die Etablierung des Rosengartens wurde eine städtische Bebauung des Königsufers verhindert.
  • Der Staudengarten
    Als Sondergarten wurde der sogenannte „Staudengarten“ ebenfalls im Jahr 1935 ins Leben gerufen. Wieder hatte Heinrich Balke seine Finger im Spiel und auch diese Grünfläche steht – wie der Rosengarten – unter Denkmalschutz. Er befindet sich ebenfalls am Königsufer auf der Elbseite der Neustadt. 1936 war der Staudengarten Teil der Reichsgartenschau. Heute zeichnet sich der Staudengarten durch eine große Arten- und Sortenvielfalt aus. Zudem wurde die streng geometrische Formensprache des ehemaligen Gartens erhalten, sodass die Anlage auch heute noch im typischen Stil der 1930er Jahre erblüht.
  • Die Parkanlagen zum Japanischen Palais
    Ein weiteres Highlight der Neustadt ist der Palaisgarten, welcher zum Japanischen Palais gehört. Dieser befindet sich mitten in der Neustadt. Zwischen imposanten Bäumen, großen Rasenflächen und romantischen Rundwegen bietet der Garten eine grüne Auszeit vom hektischen Treiben der Stadt. Es handelt sich um eine natürliche Ruheoase, die sich allerdings einmal im Jahr zu einem echten Sammelpunkt für Kultur- und Kunstfans wandelt. Das Ensemble nennt sich „Palais Sommer“ und lässt den Barockgarten des Japanischen Palais zum spannenden Hotspot im Hochsommer avancieren.

Ausbau der Grünflächen: Noch mehr Natur für die Neustadt

Das Elbufer der Neustadt beeindruckt mit Grünflächen und Bronzefiguren, die teilweise - wie hier der Bogenschütze von Ernst Moritz Geyger - als Denkmäler geschützt sind.
Das Elbufer der Neustadt beeindruckt mit Grünflächen und Bronzefiguren, die teilweise – wie hier der Bogenschütze von Ernst Moritz Geyger – als Denkmäler geschützt sind.

Damit die Dresdner Neustadt in Zukunft grün bleibt, erhalten auch die zahlreichen grünen Fleckchen rund um das Elbufer, die zu keinem speziellen Park gehören, ein hohes Maß an Pflege und Aufmerksamkeit. Ein gutes Beispiel ist der Dresdner Bogenschütze. Dieser befindet sich am Neustädter Ufer der Elbe zwischen der Albert- und der Carolabrücke. Der Bogenschütze ist somit in der Nähe des Rosengartens zu finden und hat dort bereits seit 1902 seinen Platz. Rund herum laden grüne Flächen zum Sitzen, Verweilen und Spazierengehen ein. Die Figur besteht aus Bronze und ist ein Denkmal für die ehemalige Bogenschützengesellschaft in Dresden.

Interessant ist, dass es sich hierbei „lediglich“ um einen Zweitguss handelt. Ein Abbild des Bogenschützens wurde nämlich bereits 1895 im Potsdamer Schlosspark von Sanssouci aufgestellt.

Denkmal für die ehemalige Bogenschützengesellschaft in Dresden.

Übrigens gibt es immer wieder neue Pläne für die Neustadt, um diese noch grüner zu gestalten. Ein Beweis dafür ist das „Begärtnern“ auf dem Alaunplatz. Aus dem bereits seit 2016 existierenden Stadtgarten soll ein Gemeinschaftsgarten erwachsen. Dies geht auf eine Initiative des gemeinnützigen Vereins Stadtgärten e.V. zurück. Die Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, die grünen Flächen im urbanen Lebensraum zu erhalten.

Auch außerhalb von Dresden wird die Gartenkultur zelebriert – dieser Ausflug lohnt sich

Dass die Gartenkultur allgemein im Trend liegt, ist deutlich an den zahlreichen Veranstaltungen und Events erkennbar. Wer sich für die aktuellen Neuheiten der Gartenwelt interessiert, für den bietet sich Mitte Juni ein Ausflug in den Schlosspark von Großharthau an. Hier findet die „LebensArt“-Messe zum Thema „Garten, Wohnen und Lifestyle“ statt. Neben einer spannenden Ausstellung können sich die Besucher facettenreiche Inspirationen von den diesjährigen Gartentrends holen. Diese sind im Regelfall sowohl für den heimischen Garten geeignet als auch für das nächste Stadtgarten-Projekt der Neustadt umsetzbar.

Hinweis: Von der Landeshauptstadt ist Großharthau nicht weit. Nach einer kurzen Autofahrt von ungefähr 45 Minuten ist die idyllische Gemeinde bereits erreicht, sodass es sich anbietet, einen Ausflug einzuplanen.

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