Einfach mal ein Spielchen wagen

Achtzehn – Zwanzig – Zwei – Passe – Bin auch raus. Skat ist in Sachsen ziemlich beliebt. Aber richtig urige Kneipen in denen noch Karten gedroschen werden und die Siegerblätter an der Wand hängen sind verdammt selten geworden. In der Neustadt gibt es eigentlich nur noch zwei Kneipen, auf die diese Kategorie zutrifft.

Das ist zum einen das „Bautzner Tor“ zum anderen die Erlenklause im Hecht-Viertel. Dort kann man noch rauchende Männer, aber auch Weibsvolk am Skatblatt erleben. Die Mischung aus Tabakrauch, Bier-Duft und dem Donnern der Spielkarte macht die ganze Szene recht romantisch. In unserem Beitrag „Spielen in Dresden Neustadt“ haben wir die weiteren Spielmöglichkeiten in Kneipen vorgestellt. Eine wichtige Komponenten beim Skat-Spiel ist immer auch das sogenannte „Drücken“. Mit dem richtigen „Drückglück“ hat man die Karten in den Skat gedrückt, mit denen der Gegner nicht gerechnet hat.

Escape-Abenteuer

Darüberhinaus haben sich in der Vergangenheit einige besondere Spielarten entwickelt. So ist es modern geworden aus Räumen auszubrechen. Das geht inzwischen schon an vier Orten in der Neustadt, drei Firmen haben sich etabliert: Team Escape, die Mission Dresden und Adventure Rooms. Das Prinzip ist immer gleich. Eine Gruppe von Spielern (mindestens zwei) wird in einem Raum eingeschlossen. Durch das Lösen kniffliger Fragen und logisches Überlegen können sie sich aus dem Raum befreien.

Spielen im Freien

Kubb auf dem Alaunplatz
Kubb auf dem Alaunplatz
Gerade der Alaunplatz hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für Spieler aller Arten entwickelt. So ist es üblich auf dem Rasen Kubb zu spielen. Bei dem aus Schweden stammenden Spiel mit Hölzern geht es darum, kleine Holzklötzchen zu werfen und zu treffen. Im Süd-Ost-Bereich des Platzes gibt es eine Boule-Möglichkeit, dort werden gelegentlich auch Wettbewerber ausgetragen. Und in der erst vor ein paar Jahren eröffneten West-Seite des Platzes sollen noch 2017 ein Volleyball-Platz und andere Spielmöglichkeiten entstehen.

Eine abenteuerliche Abwandlung dieses Geschicklichkeitsspieles ist das etwas feucht-fröhlichere Flunkyball. Zwei Teams treten gegeneinander an und versuchen mit einem Ball, eine in die Mitte gestellte Flasche umzuwerfen. Soweit, so normal, aber es wird noch besser.

Die Teams stellen sich mit gefüllten Bierflaschen an den Grundlinien auf. Geworfen wird mit dem Ball auf eine Zielflasche. Die steht in der Mitte des Spielfeldes. Wenn diese Flasche umfällt, darf das werfende Team beginnen, ihre Bierflaschen zu leeren, bis das andere Team die Flasche in der Mitte wieder aufgestellt hat, dann wird gewechselt. Sieger ist, wer zuerst das Bier ausgetrunken hat.

Flunky-Ball zur BRN
Flunky-Ball zur BRN

Automatenspielereien

Ein richtiges Casino gibt es in der Neustadt zwar nicht, dafür muss man die Elbseite wechseln und Spielbank Dresden besuchen, aber immerhin gibt es einige Bars in denen die berüchtigten Spielautomaten aufgestellt sind. Zum Beispiel im „Club 66“, im Hinterzimmer der „Bar24“ oder in der „Schwarzen Hexe“, aber auch in der Kultkneipe „Bautzner Tor“ ist ein solcher Automat aufgehängt. Die Live-Atmosphäre ist zwar spannend, aber es empfiehlt sich, erst einmal online zu üben. Aber Achtung: Glücksspiel kann süchtig machen.