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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; Veränderung</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Von Ampelspaß und Parkplatzwahn</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Aug 2006 10:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/Ampel.jpg" alt="" width="150" height="300" />Mag sein, dass der durchschnittliche Neustädter sich etwas      weniger an Regeln hält, als der Durchschnittsdresdner. Immerhin gibt es hier      im Viertel auch überdurchschnittlich viele Graffiti, umgekippte Mülleimer      und schnorrende Straßenpunks. Nicht, dass jetzt jemand glaubt, dass die      letzten beiden Fakten miteinander zusammen hängen. Nein, dies sollte nur      eine kleine Aufzählung der Unspießigkeiten des Szene-Viertels sein. Dazu      kommen noch solche Fakten, wie eine hohe Kneipen- und Studentendichte und      eine relativ große Anzahl alkoholisierter Personen. Dieses alles nur als      kurze Einleitung zu den demnächst anstehenden Veränderungen hier im Viertel.</p>
<p class="T10">Denn die Stadtverwaltung räumt auf, sie macht Ordnung und      Schluss mit lustig. Reform Nummer 1: <img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/Ampelfestspiele.jpg" alt="" width="150" height="221" />Die verschobene Kreuzung zwischen      Louisen-, Rothenburger und Görlitzer Straße bekommt eine Ampel. Wie sich das      anfühlt, kann der gemeine Neustädter jetzt schon erleben, der      Baustellenampel sei dank. In der Praxis sieht das dann folgendermaßen aus.      Ausnahmslos alle Fußgänger und Radfahrer ignorieren die Farben der Ampel,      nur die Autos halten sich brav an Rot und Grün. Jedoch bedeutet Grün für die      Autofahrer noch lange nicht, dass sie jetzt gemütlich über die Kreuzung      fahren können. Nein, sie müssen sich Stück für Stück vortasten und      aufpassen, dass sie ja keinen Hund oder keine Katze übersehen. Nun mag diese      Langsamkeit auch dem derzeitigen Baustellencharakter der Kreuzung      entsprechen, ich bin mir jedoch sicher, dass auch in Zukunft die Autofahrer      beim Überfahren der Kreuzung höchste Vorsicht walten lassen müssen.</p>
<p class="T10">Reform Nummer 2: Die Parkscheinautomaten kommen. Damit werden      auch die letzen Lücken kostenfreien Parkens in der Äußeren Neustadt      geschlossen. Künftig gilt, entweder Anwohnerparkausweis, Parkzettel vom      Automaten oder Knöllchen vom Ordnungsamt. Und die jetzt schon sehr      regelmäßigen Kontrollen werden dann bestimmt noch ausgeweitet.</p>
<p class="T10">Nun warten wir es ab, möglicherweise kommt die Stadt diese      Projekte noch teuer zu stehen, im     <a href="http://www.neustadtforum.de/" target="_top">Internet</a> kursieren      schon Rufe nach Trennschleifern. Mal sehen, was eher fällt, eine Ampel oder      ein Parkautomat.</p>
<p class="T10">Anmerkung 2007: Zwar gab es mehrere Attacken auf      Parkautomaten, jedoch keine einzige auf die Ampel.</p>
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		<title>Von vielen neuen Dingen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2006 09:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es tut sich wieder was im Viertel. Ein kleines bisschen kommt es mir wieder so vor, als wären wir noch einmal in den 90er Jahren. Neue Läden machen auf, überall wuseln Bauarbeiter durch die Straßen – es geht rund in der Neustadt.
Natürlich stimmt das nicht so ganz. Doch ein bisschen neue Aufbruchstimmung ist da. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/krautundrueben.jpg" alt="" width="150" height="200" />Es tut sich wieder was im Viertel. Ein kleines bisschen kommt es mir wieder so vor, als wären wir noch einmal in den 90er Jahren. Neue Läden machen auf, überall wuseln Bauarbeiter durch die Straßen – es geht rund in der Neustadt.<br />
Natürlich stimmt das nicht so ganz. Doch ein bisschen neue Aufbruchstimmung ist da. In einem der            schönsten Häuser auf der Königsbrücker Straße ist endlich Leben eingezogen, ein <a href="http://www.filmgalerie-phaseiv.de/">Laden</a> mit Filmen auf Silberscheiben zum Ausleihen. Der            ignorante Kulturbanause wird behaupten, dass es so was doch an anderer Stelle auch in der Neustadt schon lange gibt. Nun, der Unterschied ist fein, immerhin gibt es hier die etwas anderen Filme. Klar, auch die gibt es schon zum Leihen, in der Filmkneipe Oscar auf der Böhmischen Straße, übrigens gegründet mitten in den 90ern. Nur dort gibt es die Filmchen leider nur auf Band und das ist so gar nicht mehr zeitgemäß.<br />
<img src="http://dresdenneustadt.files.wordpress.com/2008/08/lebensmittelotto.jpg" alt="" width="300" height="233" class="alignright size-full wp-image-975" /> Ein anderer Laden erwacht auch wieder zum Leben Günther Ottos Lebensmittelladen auf der Schönfelder Straße. Der alte Herr Otto ist ja bekanntlich in den Ruhestand getreten, doch nun haben sich zwei junge Damen gefunden, die Schwung und Bio in die Bude bringen wollen. Und ich kann endlich wieder in meinem Lieblingsladen einkaufen und das auch noch mit besserer Qualität. Wo ich schon mal in der Gegend bin, kann ich auch gleich einen Blick auf die Bauarbeiten an der Prießnitzstraße werfen.</p>
<p class="T10">Naja, hier ist noch einiges zu tun, der Zeitplan, auf            einem Schild am Bischofsweg dokumentiert, ist jedenfalls nicht mehr zu            halten. Und neue Kneipen gibt es auch jede Menge, vielleicht liegt es            am Mut fürs neue Jahr, vielleicht gibt es diesmal wirklich einen            kleinen Aufschwung. Ich jedenfalls kann neuerdings wieder ganz            beschwingt durch die Neustadt schreiten.</p>
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		<title>Die Neustadt am Abgrund</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2004 13:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Alaunstraße, mitten im      Herzen des Viertels, hier verläuft direkt neben einer schmalen Asphaltschicht eine      ungesicherte Baugrube. Nun zu Tode stürzen kann man sich zwar nicht, doch      für einen Beinbruch reicht es allemal und mit gebrochenem Bein lässt es sich  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://frintert.de/Launer/images/digger.jpg" alt="" width="150" height="161" />Alaunstraße, mitten im      Herzen des Viertels, hier verläuft direkt neben einer schmalen Asphaltschicht eine      ungesicherte Baugrube. Nun zu Tode stürzen kann man sich zwar nicht, doch      für einen Beinbruch reicht es allemal und mit gebrochenem Bein lässt es sich      schlecht vor rasenden Planierraupen flüchten. Aber keine Sorge, der      Neustädter ist aufmerksam und mir ist noch kein Baugrubensturz bekannt      geworden. Doch dieser physische Abgrund ist nur der eine, der andere      bereitet mir größere Sorgen.</p>
<p class="T10">Ist die Neustadt, das von mir heiß geliebte      Szene-Viertel auf dem Sprung? Auf dem Wege zur neuen Bürgerlichkeit? Die      Anzeichen sind da und lassen sich nicht wegdiskutieren. Immer öfter begegnen      mir schwangere Frauen und Pärchen mit Kinderwagen. Spielplätze sind      neuerdings übervoll. Anwohner beschweren sich über zu laute      Musikveranstaltungen und trendige Szene-Clubs machen reihenweise zu. Ein      paar Beispiele gefällig? <em>Herr Rosso und sein Hund</em>, wohl der angesagteste      Intellektuellen-Treff der Stadt, seit Monaten zu. Der Rockclub <em>The Church</em> geschlossen, das <a href="http://www.titty-twister-dresden.de/">Titty</a> <a href="http://www.titty-twister-dresden.de/">Twister</a> flüchtet sich in Renovierungsarbeiten, die      trendige Cocktailbar <em>Dé ja vue</em> hat auch aufgegeben. Stattdessen gibt es      neuerdings einen Secondhandladen für Kinderklamotten und vielerlei      Geschäfte, die Produkte rund um Natur und Entspannung feilbieten. Und im      Zeitungsladen auf der Rothenburger stehen neben verschiedenen Wasserpfeifen      ein Ratgeberbuch für Eltern „Die kleinen Nervensägen“.</p>
<p class="T10">Als wäre das alles      nicht schon Demütigung genug, sagt mir doch neulich ein Bekannter, dass er      jetzt lieber abends in der Altstadt weggehen würde, da sei jetzt der Teufel      los. Na dann, gute Nacht Neustadt.</p>
<p class="T10">Auch vor dem Spätshop      auf der Louisenstraße ist nichts los, ein einziger Punk sitzt noch mit      seinen zwei Hunden da und ich bin so mitgenommen, dass ich im spontan eine      Zigarette spendiere und dabei die tiefe Schnittwunde an seinem Handgelenk      erkenne. Aber die hängt nicht mit der Situation in der Neustadt zusammen, er      hatte nur ein bisschen Stress mit seiner Ex, erzählt er mir und dass er      demnächst bald wieder in den Knast muss, das sei bei diesem kalten Sommer      aber gar nicht so schlimm, nur weiß er leider noch nicht, was mit seinen      Hunden wird. Tja, für die Hunde wird es wohl künftig auch schwieriger werden      in der neuen Bürgerlichkeit der Neustadt.</p>
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