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	<title>Neustadt-Geflüster &#187; szene</title>
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	<description>Dresden Neustadt von Anton Launer</description>
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		<title>Szene Neustadt feiert Premiere</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 19:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang Januar hatte die Theater-Gruppe “Theatrikos” das Projekt &#8220;SzeneNeustadt&#8221; gestartet. Nun ist das Stück unter der Regie von Andreas Hüttner fertig geworden. Es heißt &#8220;Von Menschen und Hunden&#8221; und am kommenden Mittwoch wird Premiere gefeiert. 

Von Menschen und Hunden
Projekttheater, Mittwoch, 4. November, 20 Uhr
Mehr Infos]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Januar hatte die Theater-Gruppe “Theatrikos” das Projekt &#8220;SzeneNeustadt&#8221; gestartet. Nun ist das Stück unter der Regie von Andreas Hüttner fertig geworden. Es heißt &#8220;Von Menschen und Hunden&#8221; und am kommenden Mittwoch wird Premiere gefeiert. </p>
<ul>
<li>Von Menschen und Hunden</li>
<li>Projekttheater, Mittwoch, 4. November, 20 Uhr</li>
<li><a href="http://www.theatrikos.de/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=68&#038;Itemid=80" target="_Blank">Mehr Infos</a></</li>
<ul>
Die beteiligten Figuren (Erich Kästner, Laptopmann, Polizist, Punk, Ökoqueen, Teufel) lasssen auf ein spannendes Stück hoffen.</p>
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		<title>Szene Neustadt fordert: Jetzt loslegen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 09:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang Januar habe ich darüber berichtet, dass die Gruppe &#8220;Theatrikos&#8221; ein Theaterstück mit dem Titel &#8220;SzeneNeustadt&#8221; plant, dass soll ein interaktives Projekt werden. Inzwischen haben sich mehr als 120 Neustädter beteiligt und die Fragebogen ausgefüllt. Jetzt startet das Projekt in die zweite Runde. Hier der Aufruf der Theaterschaffenden.
Jetzt aber loslegen!
Schreibt eine Szene für das entstehende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Januar habe ich <a href="http://dresdenneustadt.com/2009/01/08/szeneneustadt/">darüber berichtet</a>, dass die Gruppe &#8220;<a href="http://www.theatrikos.de/">Theatrikos</a>&#8221; ein Theaterstück mit dem Titel &#8220;SzeneNeustadt&#8221; plant, dass soll ein interaktives Projekt werden. Inzwischen haben sich mehr als 120 Neustädter beteiligt und die Fragebogen ausgefüllt. Jetzt startet das Projekt in die zweite Runde. Hier der Aufruf der Theaterschaffenden.</p>
<p><strong>Jetzt aber loslegen!</strong><br />
Schreibt eine Szene für das entstehende Neustadt &#8211; Theaterstück!<br />
Die Auswertung unserer Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der Neustädter ihr Viertel mit seiner spezifischen Geschichte, seinen Potentialen und trotz einiger Probleme positiv beleuchtet sehen will. Im Mittelpunkt steht immer wieder die Auseinandersetzung mit dem veränderten Flair der Neustadt, die zwar den Reiz des Alternativen und Bunten nicht eingebüßt hat, aber oft vom Image als Kneipen- und Partyviertel überrollt wird.</p>
<p>Gewünscht wird ein humorvoll-groteskes, zeitübergreifend erzähltes und gesellschaftskritischpolitisches Theaterstück. Schreibt also eine Szene mit maximal 5 Figuren und einer Länge von bis zu 10 Seiten! Auf unsere Webseite www.szeneneustadt.de stellen wir einen Pool von Figuren und Themenfeldern zusammen, die sich in Auswertung der Fragebögen ergaben und aus denen die Autoren auswählen können. Für alle, denen dieser Rahmen zu eng ist: Wir freuen uns auch über jeden anderen Beitrag wie Monologe, Erinnerungen, Gedichte, Lieder und kleine Erzählungen. Für die Jury-Arbeit wäre es wichtig, die Texte so rasch wie möglich und nicht erst zum letzten Abgabetermin zu bekommen. Wer etwas schreiben will, kann am besten per Mail Kontakt zu uns aufnehmen, damit wir weitere Infos direkt an die Mitmacher schicken können. Autoren sollten auch unbedingt unsere Webseite nutzen, um Neuigkeiten zu erfahren. Wir werden dort ausführliche Informationen veröffentlichen und es wird auch die Möglichkeit geben, in einem Blog mit Texten und Diskussionen die Szenensammlung zu begleiten. Jeder in die Stückfassung aufgenommene Text wird mit 100 € honoriert.</p>
<p>Sehr praktisch wären digitale Texte per Mail an kontakt@szeneneustadt.de, es sind aber auch Einreichungen auf Papier an die Adresse des projekttheater dresden e.V., Louisenstraße 47, 01099 Dresden möglich. <em>Achtung: Letzter Abgabetermin ist der 31. Mai 2009</em></p>
<p>Das Kleingedruckte:<br />
Mit der Abgabe eines Textes erklären sich die Teilnehmer damit einverstanden, dass dieser im Rahmen des<br />
Projektes verwendet und ggf. verändert wird. Insbesondere sind sie einverstanden, dass ihr Text öffentlich gelesen, aufgeführt und in unserer Dokumentation abgedruckt wird. Eine Jury aus beteiligten Künstlern und Publikum wird die Auswahl der Texte für das Stück treffen. Die interessantesten Beiträge werden in unsere Dokumentation zum Gesamtprojekt aufgenommen und deren Autoren erhalten je zwei kostenlose Belegexemplare. Sie dürfen ihre Autorenschaft gern durch ein Pseudonym verbergen. Bei der Abgabe des Textes bitten wir jedoch, uns Ihren Namen und einen Kontakt (Adresse, Mail oder Telefonnummer) anzugeben. Anonyme Einreichungen können wir nicht berücksichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p>
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		<title>Interview mit Andreas Hüttner &#8211; Projektleiter von SzeneNeustadt</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 09:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich das Projekt von SzeneNeustadt bereits erwähnt, heute nun ein Interview mit dem Porjektleiter Andreas Hüttner.
1. Wie, wann und warum kam es zu der Idee, ein solches Projekt zu starten?
Ich mache mit &#8220;SzeneNeustadt&#8221; nun schon mein viertes Theaterstück am Projekttheater. Da hatte ich schon lange Lust, einmal ein Stück über die Neustadt selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte ich das Projekt von SzeneNeustadt bereits <a href="http://dresdenneustadt.wordpress.com/2009/01/08/szeneneustadt/">erwähnt</a>, heute nun ein Interview mit dem Porjektleiter Andreas Hüttner.</p>
<p>1. Wie, wann und warum kam es zu der Idee, ein solches Projekt zu starten?<br />
Ich mache mit &#8220;SzeneNeustadt&#8221; nun schon mein viertes Theaterstück am Projekttheater. Da hatte ich schon lange Lust, einmal ein Stück über die Neustadt selbst zu machen bzw. durch eine solche Mitmach-Geschichte engeren Kontakt zur Neustadt aufzunehmen. <span id="more-1668"></span>Konkreter wurden diese Ideen erst im Frühjahr 2008, als das Theater mehrere Projektideen zum Thema &#8220;Bürgerschaftliches Engagement&#8221; entwickelte. Die Förderung durch die Bundeskulturstiftung hat dann die Realisierung ermöglicht und seit Herbst bereiten Jens Forkel und ich die Sache vor.</p>
<p>2. Warum verbinden Sie Szene und Neustadt so eng miteinander? Sehen Sie in der Neustadt ein Szeneviertel?</p>
<p>Nun ja, als &#8220;Szeneviertel&#8221; habe ich die Neustadt eben kennen gelernt, als ich 1991 zum Studium hier her kam. Jede größere Stadt hat ja eines. Und in Dresden ist das doch eindeutig die Neustadt. So wie Connewitz in Leipzig oder Prenzelberg in Berlin. Ich denke, das wird niemand bestreiten wollen. Die Verbindung soll hier aber auch noch auf etwas hinweisen: darauf, dass die Bürger aufgerufen sind, Szenen für das Stück zu schreiben.</p>
<p>3. Wie muss man sich das weitere Vorgehen vorstellen, nachdem die Fragebögen ausgefüllt sind? Wie viele ausgefüllte Bögen erhoffen Sie sich insgesamt?</p>
<p>Als nächstes destillieren wir aus den Infos und Ideen unserer Teilnehmer an der Fragebogenaktion einen &#8220;Schreibaufruf&#8221;, der bereits eine grobe dramaturgische Richtung vorgibt. Das heisst aber nicht, dass es ein Korsett geben wird. Wir interessieren uns auch für einzelne Erinnerungen, Visionen oder von der Masse abweichende Ansichten in den Texten. Der Aufruf geht laut Plan am 30. März 2009 an die Öffentlichkeit.<br />
Aus dem, was uns dann ins Haus flattert (und ich hoffe sehr viel!) entwickeln wir das Stück. Wir wählen mit den Neustädtern zusammen geeignete Texte aus und setzen sie auf der Bühne um. Wenn wir mindestens 100 Fragebögen zurück bekommen wären wir versorgt. Es werden aber 1000 in Umlauf gebracht. Und online kann man den FB auch ausfüllen, was uns das liebste wäre, da die digitalen Daten dann vom Soziologen einfacher ausgewertet werden können. (<a href="http://www.theatrikos.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=75&amp;Itemid=96" target="_blank">den digitalen Fragebogen gibt es hier</a>)</p>
<p>4. Wann soll das Stück uraufgeführt werden?</p>
<p>Die Uraufführung ist am 4. November 2009 um 20 Uhr im Projekttheater.</p>
<p>Weitere Infos gibt es unter <a href="http://www.szeneneustadt.de">www.szeneneustadt.de</a><br />
0176 24200211</p>
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		<title>SzeneNeustadt</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 10:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gruppe &#8220;Theatrikos&#8221; plant ein Theaterstück mit dem Titel &#8220;SzeneNeustadt&#8221;, das soll ein interaktives Projekt werden. Anlass ist der 20. Jahrestag der Wende von 1989. Die Theaterschaffenden wollen herausfinden, welche Entwicklung das Viertel durchgemacht hat und was die Zukunft bringen kann. Die Texte dazu sollen von den Bürgern stammen, die Umsetzung übernehmen die Theatermacher. Interaktivität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gruppe &#8220;<a href="http://www.theatrikos.de/">Theatrikos</a>&#8221; plant ein Theaterstück mit dem Titel &#8220;SzeneNeustadt&#8221;, das soll ein interaktives Projekt werden. Anlass ist der 20. Jahrestag der Wende von 1989. Die Theaterschaffenden wollen herausfinden, welche Entwicklung das Viertel durchgemacht hat und was die Zukunft bringen kann. Die Texte dazu sollen von den Bürgern stammen, die Umsetzung übernehmen die Theatermacher. Interaktivität bedeutet, dass man sich beteiligen kann. Ein erster Schritt kann sicher das Ausfüllen des <a title="Fragebogen der Szene Neustadt" href="http://www.theatrikos.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=75&amp;Itemid=96">Fragebogens</a> sein. Das Team sucht auch Fotos und Filme aus vergangen Tagen.</p>
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		<title>Von neuen Feiern und alten Räumen</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2003 09:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitternacht war schon vorüber. Die vollen Kneipen der      Neustadt hatte ich links liegen gelassen. Ich folgte einem sogenannten      Insider-Tipp. Am Nachmittag hatte mir ein Bekannter erzählt, dass heute in      dem ehemaligen Malerladen wieder eine wilde Party steigen würde. Schon vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10">Mitternacht war schon vorüber. Die vollen Kneipen der      Neustadt hatte ich links liegen gelassen. Ich folgte einem sogenannten      Insider-Tipp. Am Nachmittag hatte mir ein Bekannter erzählt, dass heute in      dem ehemaligen Malerladen wieder eine wilde Party steigen würde. Schon vor      einigen Wochen war ich auf dieses kleine Ecklädchen aufmerksam geworden,      tagsüber verhält es sich meist still und unauffällig, doch an manchem      Wochenende erwacht hier das Leben.</p>
<p class="T10">Inzwischen bin ich angekommen und stoße mit Mühe die Tür auf.      Ein dichter Schwaden aus Alkohol und Zigarettenqualm empfängt mich. Der Duft      von frischen Fettbemmchen steigt mir in die Nase und meine Brille zeigt noch      immer das übliche Winterverhalten, sie beschlägt. Der kluge Brillenträger      baut vor und ich habe für solche Gelegenheiten immer ein kleines Taschentuch      parat. Binnen weniger Sekunden kann ich alles haarscharf sehen. Es scheint      als wäre ich in einem Hinterzimmer gelandet, neben mir ein Büfett mit den      Fettbemmchen und einigen Salaten, in einer Ecke verschiedene Kästen mit      Bier. Selbstbedienung ist angesagt.</p>
<p class="T10">Männlich ausgestattet mit Zigarette und Bier kämpfe ich mich      durch das Menschenknäuel bis vor mir ein fast leerer Raum auftaucht. Laute,      rockige Klänge schlagen an mein Ohr und ein ziemlich kräftiger Mann dreht      sich hingebungsvoll im Kreise. Ich habe die Tanzfläche erreicht, zu späterer      Stunde wird sie ihrem Namen noch alle Ehre machen.</p>
<p class="T10">Hinter dem einsamen Tänzer zeichnet sich das DJ-Pult und der      Disc-Jockey lümmelt lässig in einem Sessel und wiegt im Rhythmus mit.</p>
<p class="T10">Ich suche mir ein freies Fleckchen an einer Wand und      beobachte die Leute. Zeitweilig fühle ich mich um rund zehn Jahre zurück      versetzt. Das Flair und die Menschen hier ähneln den Anfangsjahren des      Szene-Viertels äußerst stark. Lederjacken und zerschlissene Jeans dominieren      die Kleiderordnung. Die Gespräche drehen sich um Musik und Biersorten.</p>
<p class="T10">Der DJ wechselt die Musik, lateinamerikanische Klänge und      prompt stürmen die Mädchen auf die jetzt zu Recht so genannte Tanzfläche.      Die Illusion zerplatzt mir wie eine Seifenblase. Auf dem Heimweg auf der      Louisenstraße, vor mir steigen zwei elegante Herren aus ihrer schwäbischen      Luxuskarosse. Der eine fragt halblaut, ob das jetzt hier das Szene-Viertel      wäre. Nein, denke ich, nicht mehr. Und wenn doch dann wirst Du es nicht      finden.</p>
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		<title>In der Menge ertrunken</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Oct 2000 12:51:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht so richtig sicher auf den Beinen schwankt der Punk zu der weißen Limousine. „Eh, Alter, so ´ne Kutsche möchte ich auch mal fahrn, ist ja voll geil, eh.“ Der Mann im 15-Meter-Cadillac macht gute Miene zum bösen Spiel. Zwei der Prachtkarossen wollen durch die Neustadt kreuzen. Aber an der Görlitzer/Ecke Louisenstraße ist dann Schluss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht so richtig sicher auf den Beinen schwankt der Punk zu der weißen Limousine. „Eh, Alter, so ´ne Kutsche möchte ich auch mal fahrn, ist ja voll geil, eh.“ Der Mann im 15-Meter-Cadillac macht gute Miene zum bösen Spiel. Zwei der Prachtkarossen wollen durch die Neustadt kreuzen. Aber an der Görlitzer/Ecke Louisenstraße ist dann Schluss mit dem fröhlichen Gekreuze.</p>
<p class="T10">Denn hier lauert schon die Straßenbahn. Ein kleiner silberner Renault machte sich auf den Schienen breit, vom Abschleppdienst keine Spur. Sämtliche Fahrgäste tummelten sich teils amüsiert, teils aufgeregt auf der Straße. Angereichert wurde das bunte Gemisch von einigen Punks und      schlendernden Studenten, die inzwischen die Suche nach freien Kneipenplätzen aufgegeben hatten.</p>
<p class="T10">Die Straßebahnfahrerin, leicht am dunkelroten Jackett zu erkennen, lehnt verzweifelt an dem Schienen-Blockier-Renault. Aus der Studio-Bar klingt leise Musik, auch dort ist kein Stehplatz mehr frei. Was ist los in der Neustadt, wer hat nur all die Menschen hergelockt?</p>
<p class="T10">Ein Festival soll es sein. „Allez Europa“ – mit Bands und      Kunst in Kneipen. Tatsächlich, im Blue Note gibt es Live-Musik. Auch in anderen Bars ist richtig was los. Große Transparente haben seit Tagen auf das Fest hingewiesen. Es scheint kein Problem zu sein, die Neustadt voll zu bekommen. Laut Ankündigung machen über 50 Kneipen mit. Was ist passiert, sind sich die Kneiper neuerdings mal einig, neue Töne aus dem Szene-Viertel. Doch der Schein trügt: Organisator Andreas Preuß hat bei weitem nicht alle Kneipen unter einen Hut bekommen, seine Methode ist etwas anders. Das Motto lautet, erst mal machen und dann sehen was kommt. Das mag nicht jeder, leicht entsteht da der Ruf des Abzockers, doch wie deutlich zu sehen ist, funktioniert es.</p>
<p class="T10">Inzwischen hat der Cadillac gewendet. In schlappen sieben Zügen unter dem Gejohle der Massen, der Chauffeur wird sich einen neuen Job wünschen. Die Straßenbahnfahrerin hat neuen Mut gesammelt, nutzt die kleine Pause, um ein Zigarettchen zu schmauchen und die Menschenmenge verteilt sich auf die umliegenden Straßen.</p>
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		<title>Von großen Ideen und kleinen Haken</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 1999 11:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ „Von wegen Luft ablassen, anzünden müsste man die.“      Gregor, den ich im Oscar auf der Böhmischen Straße traf, war nicht so      angetan von meinen Gedanken zum Parken in der Neustadt. „Diese Blechkarren      stehen doch nur im Weg rum.“ Zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="T10"><img class="alignleft" style="float:left;margin:3px;" src="http://frintert.de/Launer/images/Falschparker.jpg" alt="" /> „Von wegen Luft ablassen, anzünden müsste man die.“      Gregor, den ich im Oscar auf der Böhmischen Straße traf, war nicht so      angetan von meinen Gedanken zum Parken in der Neustadt. „Diese Blechkarren      stehen doch nur im Weg rum.“ Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte ich      berichtet, wie ein Hausmeister über falsch parkende Autos denkt. Dabei fiel      auch die Idee mit dem Luft ablassen.</p>
<p class="T10">Viel größere Ideen hat der Dresdner Martin Schramm, der zwar gerade in Wien      weilt, doch in Gedanken noch in der Neustadt ist. Per E-Mail schickte er mir      seine Visionen eines autofreien Szene-Viertels. Ein Parkhaus am Rande sollte      her, und alle Autos dort hinein, denn zu Fuß sei die Neustadt viel schöner.      Soweit kann ich folgen. Doch dann geht es weiter. Statt der Parkgebühr      könnte der Autofahrer doch gleich auf sein Vehikel verzichten und eine      Monatskarte für die Straßenbahn erwerben. Große Ideen fordern Taten. Also      lasse ich das Auto mal stehen und probier es mit Laufen. Alle Wege in der      Neustadt sind kein Problem, doch was ist wenn ich über die Elbe will. Zum      Fußball vielleicht, <a href="http://www.dynamo-dresden.de/" target="_top">Dynamo</a> lockt. Die Linie 13 fährt dahin, soweit ich      bisher wusste eine gute Viertelstunde. Doch was muss ich nun erleben, die      fährt doch wirklich mit der Kirche ums Dorf, über Johannstadt und      Hauptbahnhof – fast dreimal so lange. Gut das ist ´ne Ausnahme, aber      irgendwie ist es doch immer so, wenn ich die Tram brauche, ist sie immer      gerade abgefahren. Alles nur Zufall. Doch die kleinen Haken an der großen      Idee lassen mir keine Ruhe. Herr Schramm erklärt, dass man in der Bahn ein      Buch lesen könne und dabei entspannen. Habe ich so noch nie erlebt. Wenn ich      ausnahmsweise in die gelb-schwarzen Gefährte einsteige, ist entweder kein      Platz frei oder nach spätestens einer Haltestelle steigt eine Rentnerin mit      Krückstock zu, der ich dringend meinen Platz anbieten muss, um mir dann neben      johlenden Kinder die Beine in den Bauch zu stehen.</p>
<p class="T10">Aber schön wäre es schon mit der Neustadt ohne Autos. Dann vielleicht doch die Variante      mit dem Parkhaus. Dort müssten dann auch Mietschirme zu haben sein, falls es      mal regnet, und gleich ein großer Plan mit allen Kneipen drauf. Rund um die      Neustadt werden Tore aufgestellt, damit sich auch kein einzige Wägelchen      hineinverirrt. Ein Grenzschild wäre auch nötig. „Erlebnispark Äußere      Neustadt“. Da würden dann auch die brennenden Autos hinpassen und für den      Dresdner Altstädter wäre wieder ganz klar: In der Neustadt ticken sie doch      nicht ganz richtig.</p>
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		<title>Von wildem Trubel und lauschigen Plätzchen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 1999 11:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Launer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Endlich Ruhe“, sagt Peter erleichtert und lehnt sich zurück. Im Oosteinde haben wir eine Oase gefunden. Die Kneipe im Stadtteilhaus am Ende der Louisenstraße ist noch nicht so bekannt. Es sind fast nur Neustädter hier, von Peter mal abgesehen. Direkt an der Prießnitz ist hier ein stiller Ort in der lauten Neustadt, die vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://farm3.static.flickr.com/2523/3686680566_6f006c0a71_o.jpg" class="alignleft" width="150" height="200" />„Endlich Ruhe“, sagt Peter erleichtert und lehnt sich zurück. Im <a href="http://www.oosteinde.de/" target="_blank">Oosteinde</a> haben wir eine Oase gefunden. Die Kneipe im <a href="http://www.stadtteilhaus.de" target="_blank">Stadtteilhaus</a> am Ende der Louisenstraße ist noch nicht so bekannt. Es sind fast nur Neustädter hier, von Peter mal abgesehen. Direkt an der Prießnitz ist hier ein stiller Ort in der lauten Neustadt, die vor allem an den Wochenenden            überquillt. Die meisten Kneipen sind proppe voll, und der so genannte Parksuchverkehr kreist durch das Viertel. Auf dem Weg hierher sind wir an Blumenau und Mona Lisa vorbeigeschlendert: überall schöne Menschen. Vor allem junge Mädchen, die sich extra für die Neustadt herausputzen und knapp in Weiß und Schwarz gekleidet über die Straßen stolzieren. Auch die jungen Burschen sind ansehnlich mit ihren Waschbrettbäuchen, die sich unter knappen Shirts abzeichnen, den engen Jeans und den obligatorischen Turnschuhen. Doch seltsam gleichförmig sehen sie aus.<br />
Hier im Oosteinde ist das anders. Mit am Tisch sitzt Andreas, grau und langhaarig mit leicht trüben Blick und zerschlissenen Schuhen. Um die Mundwinkel zuckt ein Lächeln, selten zwar aber herzlich. Pit, der in Schlabberpulli und zerrissener Hose am Nachbartisch sitzt, ist ästhetisch für die Louisenstraße heute eine Zumutung. Aber eine sehr charmante Zumutung.<br />
&#8212;<br />
Anmerkung 2006: Das Oosteinde gibt es immer noch, das Mona Lisa hingegen hat schon lange aufgegeben.<br />
Anmerkung 2009: Das Oosteinde feiert seinen 10. Geburtstag. <a href="http://www.neustadt-ticker.de/termine/herzlichen-gluckwunsch-oosteinde/">Siehe hier</a>.</p>
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