Anzeigen

Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

Kategorien
Vergangenes
Beschreibung
Das Neustadt-Geflüster von Anton Launer erzählt täglich frische Nachrichten aus dem Kneipen- und Szene-Viertel Dresden-Neustadt. Damit es nicht langweilig wird, werden diese mit Hintergründen, Albernheiten, Gerüchten, Klatsch, Tratsch, Tests und heißen Diskussionen aus der Äußeren Neustadt vermischt. Und natürlich gibt es hier die besten Informationen über die Bunte Republik Neustadt.

Artikel-Schlagworte: „Spielplatz“

Spielplatz-Sanierung

Bauarbeiten am Spielplatz an der Talstraße

Bauarbeiten am Spielplatz an der Talstraße - Anklicken zum Vergrößern

Der Spielplatz an der Talstraße 12 wird zurzeit erneuert. Für die Sanierungskosten in Höhe von 70.000 Euro stehen Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 56.000 Euro bereit.

Ortsbeiratssitzung am 3. November

Folgende Themen stehen unter anderem auf der Liste:

  • Sanierungsgebiet Äußere Neustadt – 2. Fortschreibung des Städtebaulichen Erneuerungskonzeptes
  • Vorstellung Spielplatzprojekt Talstraße 12
  • Masterplan Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen

Spannend wird, ob der neue Ortsbeirat und Grünen-Star Johannes Lichdi diesmal vor Ort sein wird und ob die Sitzung schon vom neuen Ortsamtsleiter André Barth geleitet wird. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr

Wenn der Vater mit dem Sohne

Immer sonntags fällt mir auf, dass auf den Spielplätzen der Neustadt Hochbetrieb herrscht. Nicht, dass die Klettergerüste und Rutschbahnen sonst leer wären. Doch sonntags ist immer eine ganz besondere Menschengruppe unterwegs: Väter mit Kindern. Während alltagsgeplagte Mütter in der Woche eher entspannt und zurückgezogen am Rande der Krabbelkisten sitzen und sich gegenseitig die neuesten Geschichten aus dem Viertel erzählen, sind die Väter immer mitten im Geschehen. Klein-Paul ist nun schon das dritte Mal vom Holzpferd gefallen. Doch kein Schmerzensschrei durchdringt die sonntägliche Ruhe. Tapfer lässt er sich vom Vater, den er Papi nennt, wieder hoch helfen. Und Papi zeigt vollen Einsatz, denn das Holzpferd steht mitten im Sand, und jedes mal wenn Klein-Paul runterfällt, muss er sich auf den feucht-körnigen Untergrund knien.

Nun sitzt Paul wieder oben, und Papi streift sich zum dritten Mal den Sand von der Kordhose. Er ärgert sich wahrscheinlich, dass er nicht doch die Schlumper-Jeans angezogen hat. Aber es ist ja Sonntag, und da macht man sich doch schick, auch wenn der Ausflug nur bis zum Sandkasten geht.

Die kleine Sofia weint, irgendein böser Junge ist über ihre Sandburg gelaufen, alles futsch, nun sitzt sie vor den Trümmern ihres Werks. Dabei wollte sie den Papa doch beeindrucken, der hat nun Sorgenfalten im Gesicht und weiß nicht so recht, wie er seine Tochter trösten soll. Der böse Bube ist längst über den nächsten Zaun gehopst und davon. Nach etlichen Schluchzern von Sofia kommen ihm zwei geniale Ideen. Er nimmt sein Taschentuch, trocknet die Tränen, streicht seine Sorgenfalten mit einem Lächeln weg, klaubt die Werkzeuge zusammen und beginnt, eine neue Burg zu bauen. Dies betreibt er so dilettantisch, dass Sofia nicht länger weinen kann. Sie nimmt dem Vater die Schaufel aus der Hand und baut selber weiter. Das Taschentuch dient jetzt als Unterlage, und Papa sitzt und wirft drohend Blicke um sich. So will er weitere böse Buben abschrecken.

Ob das gelingt, ist fraglich, auch der kleine Paul ist schon wieder vom Holzpferd gefallen. Bei Muttern wäre das nur einmal passiert, aber die Väter sind schließlich immer mitten im Geschehen.