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Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

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Beschreibung
Das Neustadt-Geflüster von Anton Launer erzählt täglich frische Nachrichten aus dem Kneipen- und Szene-Viertel Dresden-Neustadt. Damit es nicht langweilig wird, werden diese mit Hintergründen, Albernheiten, Gerüchten, Klatsch, Tratsch, Tests und heißen Diskussionen aus der Äußeren Neustadt vermischt. Und natürlich gibt es hier die besten Informationen über die Bunte Republik Neustadt.

Artikel-Schlagworte: „Schaubudensommer“

Das Ende der Anna-Schlange

Nachdem ich am Vorabend ausgiebig die Entwicklung der “Anna-Schlange” beobachten konnte, wollte ich mich gestern selbst hineinwagen. Doch das Schlangestehen schien schon auf der Alaunstraße zu beginnen. Menschen über Menschen drängten auf das Festgelände. Mein Glück, dass sich viele brav in die längste aller Schlangen stellten, während am Kassenhäuschen noch ein Schalter frei war. Gegen 20.45 enterte ich in Begleitung einer jungen Dame die Feuertreppe. Noch konnten wir uns ganz geschickt vordrängen, so dass wir uns in bester Warteposition befanden. Um uns herum ein bunt gemischtes Publikum, allesamt glücklich Wartende. Kurz vor halb zehn wurde dann die Türe geöffnet und fast die gesamte Anna-Schlange konnte im Innern der Scheune verschwinden. Dort erwartete das Publikum eine strenge Grundschullehrerin und die Aufgabe: “Malen nach Zahlen”

Malen nach Zahlen mit Anna

Malen nach Zahlen mit Anna - Anklicken, um das Bild zu vergrößern

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Auf den Clown gekommen

Eigentlich wollte ich ja nur gemütlich ein Bierchen trinken und die legendäre „Anna-Schlange“ beobachten. Die zog sich gestern vom großen Saal über die Feuertreppe nach oben und unten und noch quer übers Gelände des Schaubudensommers. Während sich die „Anna-Fans“ die Beine in den Bauch standen, konnte ich zwei Bierchen und sehr leckere Pelmeni genießen. Auch ein Schwatz war noch drin, obwohl wir immer wieder von vorbeiziehenden Affen und Ähnlichem gestört wurden. Doch dann wollten wir noch eine kleine Runde drehen und prompt stolperte ich über die wohl längsten Füße der Welt.

Lange Latschen

Lange Latschen - Anklicken zum Vergrößern.

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Die Buden sind wieder aufgeschlagen

Übermorgen geht es los. Dann verwandeln sich Scheune und Umgebung für 11 Tage wieder in fröhliches Jahrmarkttreiben mit Klamauk, Theater, Musik und Shows. Heute präsentierten die Veranstalter das Programm auf einer kleinen Pressekonferenz mitten auf der Baustelle. Der künstlerische Leiter Helmut Raeder brach ob des tropfenden Wetters um ihn herum gleich in Tränen aus. Am Anfang hätte man Angstränen, ob denn genügend Leute kommen, später dann Freudentränen. Eigentlich sollten sie, die Budenmacher, gelassener sein. Immerhin 22.000 verkauften Tickets im Vorjahr zeigen, das Budenfest ist bei den Dresdnern angekommen. Bei der 14. Wiederholung vielleicht auch kein Wunder, vielleicht auch kein Wunder wegen der tollen Künstler, die auch in diesem Jahr wieder dabei sind.

Jeff Hess

Jeff Hess

Aus Amerika kommt der Anarcho-Clown Jeff Hess, aus Dresden die Mutter des modernisierten Chansons: Annamateur. Puppenspiel auf Weltniveau haben La Pendue und Suse Wächter im Gepäck. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Engel fliegen davon

... und die Engel fliegen davon.

... und die Engel fliegen davon.

Ein letztes Mal schweben heute die Engel über dem Schaubudensommer, weidet das Kamel auf dem “Scheune”-Dach und grüßen die drei heiligen Könige vom Schaubudencafe. Dann sind zehn Tage Schaubudensommer 2010 vorbei. “Abschied ist ein bißchen wie sterben” zitierte die Echse in der vorletzten Mitternachtsshow Katja Ebstein und Budenchef Helmut Raeder lächelte still.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Anna und Neverporn

Die ersten Schaubudenabende sind vorbei. “Wir haben auch das erste Gewitter schon überstanden”, stellte Budensommerchef Helmut Raeder am Sonnabend fest, während er in gewohnter Manier “sein” Budendorf abschritt. Und er kann sich doppelt freuen. Trotz Schlössernacht zwischen Albrechtsberg und Lingnerschloss und “Dracula” samt Philip Glass (live!!) bei den Filmnächten trubelten auch an diesem Abend  reichlich Zuschauer rings um die “Scheune”. Die ersten Programmhöhepunkte sind bereits Geschichte, wie etwa die Shows von Chris Lynam, “The Beast Of British Comedy”. Trotzdem sind die Buden jederzeit einen Besuch wert, Raeder und seinen Mitstreitern sei Dank. Zwei Programmempfehlungen: Ab heute greift Anna vier Abende lang ins Geschehen ein! Bereits seit gestern sorgen Neverporn für Diskussionen. Erotik, Blut aber never porn! So manche(r) Besucher(in) hat es nicht bis zum Ende der Performance ausgehalten…

Programm des Schaubudensommers 2010

Irmgard ist die bessere Kneef

Irmgard Kneef, die wahre Diva

Irmgard Kneef, die wahre Diva - anklicken zum Vergrößern

Da steht sie nun, singt mit zitternder Stimme und zitternden Händen, muss sich immer wieder an ihrem als Wasserglas getarntem Wodka-Becher festhalten. Bitterlich schluchzen könnte sie, ob ihres tragischen Schicksals. Als unbeachtete Schwester der gloriosen Hildegard Kneef (1925-2002 „Für mich soll’s rote Rosen regnen“) musste sie ein tragisches Dasein mitten in Berlins schlimmstem Viertel, Kreuzberg, im Parterre, ganz in der Nähe des Altglascontainers fristen. Doch sie hat sich nie unterkriegen lassen und singt die schöneren Lieder, lebensnah und echt flüstert sie sich zielsicher mit einer viel rauchigeren Stimme von einer Plattitüde zur nächsten. In Gestik und Mimik unübertrefflich ist sie falsch auf dieser billigen Bühne des Schaubudensommers – Arenen sollte man ihr öffnen. Diesen Beitrag weiterlesen »